B112.

Jod-Krank: Der Jahrhundert-Irrtum

Übergeordnetes Thema:
Buch: B138. Ernährung

Jod-Krank: Der Jahrhundert-Irrtum
Dagmar Braunschweig-Pauli
2000, Andechs: Dingfelder
ISBN 3-926253-58-4

 

Verweise:

VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
VA64. Kersti: Die Sache mit dem Salz
Sonstiges
Kersti: Hauptseite
Kersti: Suche und Links
Kersti: Bücher nach Autorennahmen
Kersti: Über Philosophie und Autorin dieser Seite
VA49. Kersti: Literaturrecherche nach wissenschaftlich fundierter Literatur
Auf Seite 213 dieses Buches hat Dagmar Braunscheig-Pauli folgende Daten veröffentlicht:
  • 1981 - Anhebung des Jodgehalts im Speisesalz; Aufdruck auf Salzverpackung "nur bei ärztlich festgestelltem Jodmangel" entfällt-
  • 1984 - Gründung des Arbeitskreises Jodmangel: Beginn entscheidender Impulse für eine forcierte Aufklärungs- und Öfenntlichkeitsarbeit und für Initiativen auf gesetzgeberischer Ebene.
  • 1989 - Jodsalz ist nicht länger Diätlebensmittel, sondern Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs; der Einsatz von Jodsalz in der Lebensmittelherstellung sowie in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung wird möglich.
  • 1991 - Jodsalz für die Herstellung von Wurst-, Fleischwaren (als Jodiertes Nitritpökelsalz) und für Wurst und Käse wird erlaubt.
  • 1991 - Anreicherung von Säuglingsmilch und Säuglingsbreinahrung mit Jod.
  • 1993 - besondere Deklarationspflicht für mit Iodsalz hergestellte Lebensmittel entfällt.
  • 1995 - Jodierung des Viehfutters (Mineralmischungen, Salzlecksteine, Kraftfutter)
  • 1996 - Einführung des Jodsiegels durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Dieser Eifer, mit dem scheinbar alles Jodiert wird, überrascht, wenn man bedenkt, daß jemand der in Deutschland lebt auch ohne künstliche Jodzufuhr keinen bedenklichen Jodmangel zu befürchten hat. Wäre der Jodmangel in Deutschland so groß, daß man davon schwachsinnig wird, wäre unser Volk ganz sicher nicht als das Volk der Dichter und Denker bekannt. Der vielzitierte Kropf ist harmlos, kann oft durch Vitamin-D-Gaben geheilt werden und er kann - wie alle Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion - auch durch zu viel Jod hervorgerufen werden. Dagegen sind die Symptome, die durch zu viel Jod hervorgerufen werden, bei weitem nicht so harmlos, manchmal sogar tötlich.

Kersti


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.kersti.de/
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