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vor 26.2.01

Merkwürdige Erfahrungen

E2.

Die Sternenbotschaft

In einer wunderschönen Sommernacht als ich gerade elf war, ging ich durch den Flur meines Elternhauses. Plötzlich blieb ich stehen. Da war etwas. In meinen Gedanken. Und doch gehörte es nicht zu mir. Es war vertraut und doch irgendwie fremd. Es waren weder Gedanken noch Worte, eher ein vages Gefühl oder eine Ahnung, die mich hinaus in den Garten rief. Ich zögerte, überlegte ob es gefählich sein könne. Da ich oft nachts in den Garten gehe, gab ich meiner Neugier nach.

Ich trat leise aus der Hintertür, hob meinen Blick und suchte den Himmel ab. Einer der Sterne war leicht rötlich. "Der ist es." wußte ich und betrachtete ihn genauer. Es war kein heller, gleichmäßig leuchtender Punkt, wie andere Sterne. Er hatte so etwas wie Ausbrüche oder Explosionen, die ihm die Gestalt eines Strichmännchens verliehen. So, als wäre es im schnellen Lauf erstarrt, dann fiel die Gestalt in sich zusammen und ein erneuter Ausbruch zeigte mir die nächste Phase des Rennens. Wie beim Daumenkino. Eine ganze Weile schien das Männchen aus voller Kraft zu laufen, ehe es in einer lautlosen Explosion zugrundeging. Etwas später, nachdem der Stern einige Sekunden ruhig gebrannt hatte, begann ein zweites Männchen zu rennen. Auch das explodierte. Einge Zeit sah ich zu, wie ein Strichmännchen nach dem anderen rannte schließlich explodierte. Irgendwann entschloß ich mich, diesen Stern meiner Pflegeschwester zu zeigen, die auch im Garten war. Doch als ich sie darauf aufmerksam machte, war es vorbei und ich konnte nur noch die ungewöhnliche, rötliche Farbe des Sterns zeigen.

Einige Monate später hörte ich, daß einige Sterne tatsächlich Ausbrüche haben, die man mit bloßen Auge beobachten kann. Doch es bleibt merkwürdig, daß ich hinausgerufen wurde und darin ein Strichmännchen erkannte. Dergleichen paßte nicht in mein Weltbild. Und doch brachte es mich zum Nachdenken. Es erschien mir absolut abwegig, daß es auf der Welt jemanden geben könnte, der fähig wäre, auf diese Weise eine Botschaft zu senden. Aber wenn es doch eine Botschaft wäre, was würde es heißen? Die Menschheit läuft in ihr Verderben.

Kurz darauf erfuhr meine Mutter, daß in unserer Gemeinde alle Bäche verrohrt werden sollten und schloß sich einer Bürgerinitiative an, die das verhindern wollte. Auf diese Weise begann sie, sich mit Umweltschutz zu beschäftigen und ich kam an reichlich Lesestoff über Waldsterben und ähnlich beunruhigende Dinge, die die Sternenbotschaft bestätigten. Nur - so weit ich wußte, gab es niemanden, der auf diese Weise Botschaften schicken konnte.

Kersti

Quelle: Erinnerung an ein eigenes früheres Leben


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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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