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erste Version: 12/2014
letzte Bearbeitung: 7/2015

Merkwürdige Erfahrungen

E19.

Eine traumhafte Zeit

1990, in dem Jahr, in dem ich Abitur gemacht habe fuhr ich danach in die USA um das Option-Institut zu besuchen. Das war für mich wie eine Erleuchtung. Ich dachte "Und ich hatte doch recht gehabt, daß Liebe der Schlüssel zu allem ist!". Ich war von innerem Jubel erfüllt und genoß die reine Athmosphäre des Instituts.

Mit dem Besuch beim Option-Institut begann eine im doppelten Wortsinne traumhafte Zeit. Ich arbeitete innerhalb der nächsten zwei Jahre alle greifbaren Probleme auf. Alle Gemeinschaften mit denen ich zu tun bekam, waren außergewöhnlich liebevoll. Ob es sich nun um unseren Esoterikkreis handelte, um den Wochenendkurs der Heilpraktikerschule .... einfach alles. Doch damit nicht genug. Das Universum erfüllte mir meine Wünsche, wenn ich mir meinen Traumchef ausdachte, fand ich ihn bei der nächsten Bewerbung, wenn ich mir überlegte, daß ich noch einen Küchenschrank für meine Küche brauchte, fand ich genau dieses gute Stück in genau der richtigen Form und Größe in den nächsten Tagen auf dem Sperrmüll vor der Haustür des Hauses ,in dem ich wohnte und nahm ihn mit in die Wohnung. Alles funktionierte. Und auch damit war noch nicht genug - ohne jeden Grund hatte ich durchgehend ein Glücksgefühl, das sich kaum beschreiben läßt. Zusätzlich war ich körperlich so gesund wie nie vorher und nie nachher in meinem Leben und ich hatte einige Jahre nicht einmal eine Erkältung und auch die Zähne, die meine ganze Kindheit durch nur Ärger gemacht hatten, gaben Ruhe.

Nun ja, und das war irgendwie nicht das, was ich wollte! Nichts gegen Liebe - finde ich sehr wichtig! Nichts gegen Glück und Glücksgefühle. Aber ich hatte trotzdem das Gefühl, daß das nicht alles war, was ich wollte, daß ich noch nicht gefunden hatte, was meine wahre Lebensaufgabe ist. Irgendetwas fehlte und es war wichtig.

Jedenfalls suchte ich nach Möglichkeiten an tiefere verdrängte Schichten heranzukommen, was mir auch irgendwann gelang.

Und dann änderte sich alles. Zuerst kamen immer abartigere immer grausamere Erinnerungen in mein Bewußtsein. Ich schien mit jedem Sündenbock der Geschichte etwas zu tun zu haben. Ich erinnerte mich in tausendfacher Ausführung auf so unfaßliche Weise gefoltert zu werden, wie sich das kein Mensch vorstellen kann. Ich erinnerte mich an Höllenerfahrungen und daran, als dämonisches Wesen von Engeln angegriffen worden zu sein. Die ganze Vergangenheit und die ganze feinstoffliche Welt schien nur von Problemen erfüllt zu sein.

Ich fragte mich: "Mache ich was falsch?"

Aber ich konnte nichts finden was ich falsch machte. Ich hatte auch nicht das Gefühl, auf dem falschen Weg zu sein.

Trotzdem blieb das unverständliche Phänomen, daß immer mehr Horrrorerinnerungen kamen. Daß ich mich in der feinstofflichen Welt immer wieder in irgendwelchen Problemsituationen wiederfand, aus denen ich mich aus eigener Kraft oder mit Hilfe der anderen Mitglieder einer der Emailrunden wieder befreien mußte.
VA217.1.2.b1 Kersti: Auffinden und zurückholen verschwundener Seelenanteile, Beispiel: Das "ich" mit dem zerfleischten Arm
Auch in irdischen Dingen hatte ich weniger Glück. Ich konnte beobachten wie die Zufälle im Leben auf die Themen, die ich im Feinstofflichen bearbeitete, reagierten, aber die Zufälle waren nicht mehr nur glückliche Zufälle sondern mir wurde die Guitarre geklaut und einmal mein gesamtes Wandergepäck.

Ich fragte mich: "Was ist das? Mache ich etwas falsch?"

Irgendwann merkte ich daß ich sehr viel flexibler geworden war. Daß ich beim Handeln sehr viel mehr verschiedene Möglicheiten in Betracht zog, ehe ich mich für die liebevollste entschied. Daß ich sehr viel unterschiedlichere Denkweisen verstehen konnte.

Ich arbeitete mit den dunkelsten und verbittersten Wesen die ich finden konnte. Mit denen, denen niemand helfen wollte, aus den tiefsten Tiefen der Hölle. Ich zeigte ihnen die Liebe und was das Wort Glück bedeutet. Ich wollte es denen weitergeben, die am wenigsten davon hatten und es sich so dringend wünschen. Wenn sie das Glück nicht auch haben ist mein Glück unvollständig. Denn wir sind alle eins auf einer höheren Ebene.

Und irgendwann stellte ich fest, daß unter dieser schweren Last an Schmerz, Verbitterung, Haß und Verzweiflung, die sie tragen, ein unschätzbar wertvoller Schatz an Weisheit verborgen ist und daß es dringend Zeit ist, diesen Schatz zu heben. Niemand hat so viel Wissen, so viele eigene Ideen entwickelt und so viel Weisheit wie diese Wesen. Aber sie müssen dringend diese tiefen Ebene verlassen, denn für sie gibt es auf der Welt nichts mehr, was sie noch nicht erlebt hätten und dort können sie den gesammelten Schatz auch nicht wirklich nutzen.

Es gibt viele Wesen, für die das Leben auf dieser Welt durchaus noch in Ordnung ist, aber diese besonders verletzten Wesen müssen dringend da raus, und dringend etwas glücklicheres, friedvolleres erleben. Nicht der Gesunde braucht den Arzt sondern der Kranke.

Jedenfalls glaube ich, so allmählich begriffen zu haben, was ich da mache und warum.

Und nein, ich will nicht zurück zu dieser traumhaften Zeit, denn obgleich sie als Erholung und Pause, bevor ich mit den richtig harten Themen zu arbeiten begnnen habe und sie für mich als Bestätigung dafür, daß die von mir angewendeten Methoden prinzipiell richtig sind, wirklich gebraucht habe, ist diese Zeit doch flach und Schal, gegen die Art, wie ich die Welt jetzt erlebe.

Quelle

Erinnerung an eine eigene Erfahrungen aus diesem Leben.
EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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