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erste Version zwischen dem 15.02.2000 und dem 1.5.2000
letzte Bearbeitung: 7/2013

Reinkarnationserinnerung

F3.

Der Eidmeister

An die Vorgeschichte, die dazu geführt hat, daß in mir alles so blockiert war und daß ich mich für böse hielt, habe ich mich erst 2013 erinnert, als mich ein inkarnierter Michael-Anteil darauf hinwies:
FFI15. Kersti: Inhalt: Krieger des Bösen

C'her erzählt:
Ich habe über hundert meiner früheren Leben betrachtet und auch darin hat sich bestätigt, was ich in diesem Leben beobachten konnte:
Wann immer ich Gutes tat, das dem höchsten Wohl aller Beteiligten auf möglichst vielen Ebenen diente, war ich glücklich. Wann immer ich Böses tat, das mir und anderen Schaden und Leid zufügte, war ich unglücklich. Menschen, die gewohnheitsmäßig Böses tun, sind unglücklich, wer überwiegend Gutes tut, hat dagegen eine sehr viel reinere, glücklichere Ausstrahlung.

Am Unglücklichsten war ich damals, lange vor unserer Zeitrechnung, als ich nicht wußte, was das Wort Gewissen bedeutet. Ich gehörte der höchsten Gesellschaftsschicht jenes Landes an. Ich war reich. Niemand rief mich zur Ordnung, niemand wagte, mir zu widersprechen. Ich dachte nur an mein eigenes Vergnügen. Mein Inneres war dumpf und leer. Die Luxusgegenstände, die ich besaß, nahm ich schon lange nicht mehr wahr.

Nur ein Sklave, der meinen Launen hilflos ausgeliefert war, wagte mir zu widersprechen. Er faszinierte mich, war mir ein Rätsel. Ich beschäftigte mich mit ihm auf die einzige Weise, die ich kannte: Ich folterte ihn. Ich habe ihn in meinen tiefsten Kerker gesperrt, ihn geblendet und verstümmelt. Ich versuchte herauszufinden, ob dadurch sein Lächeln verschwände, das ich nicht zu deuten wußte. Meine Grausamkeit schien ihn kaum zu berühren, bedeutungslos zu sein, wie Schäfchenwolkchen, die über den Himmel ziehen. Es war mir nicht möglich, ihn unglücklich zu machen. Ich wollte ihn von seinen Ideen abbringen, die mich störten, weil ich ahnte, daß sie wichtig waren, daß ich etwas verloren hatte. Alle anderen Menschen brachen irgendwann zusammen, flehten mich an und bettelten um Gnade. Er aber lächelte und blieb bei seiner Meinung: Er mahnte mich, nicht grausam zu sein. Ich verstand seine Worte nicht: ich kannte nichts als Grausamkeit, kannte nur Unzufriedenheit, nörgelte an allem herum. Ich wußte nicht, was Freude ist. Nur wenn ich andere folterte, spürte ich mein tiefes, inneres Leid nicht ganz so stark.

Schließlich konnte selbst die schlimmste Grausamkeit, mein inneres Leid nicht mehr betäuben. Mir wurde bewußt, daß ich mich mit jedem Jahr, das ich so lebte, schlechter fühlte, ein wenig unglücklicher, ein wenig unfähiger, Schönes zu fühlen. Ich war den Weg von Machtstreben und Gewalt sehr weit gegangen und hatte dort nichts gefunden, das wert war, behalten zu werden. Im Gegenteil war ich täglich unfähiger geworden, mich an dem zu freuen, das ich besaß. Ich ahnte, daß mein lächelnder Sklave einen Ausweg aus dieser Misere kannte.

So ging ich hinunter in den tiefsten Kerker, wo er in Ketten lag und schwor nur noch Gutes zu tun und den Menschen zu dienen, auch über die Zeit hinaus, die nötig wäre, um all meine Sünden wieder aufzuwiegen. Es war der einzige Weg, den ich kannte, der in eine andere Richtung führte, als mein bisheriges, unglückliches Leben. Da schnitt er mir die Kehle durch. Ich war verblüfft. War das nicht falsch? Ich bin ihm nicht böse. Es ist bedeutungslos gegen all das Gute, was er mir getan hat, indem er sich für ein ganzes Leben in meine Macht begeben hat, damit ich sehen konnte, daß es außer Grausamkeit und Verzweiflung noch etwas gibt, über das Gewalt keine Macht hat. Dadurch hat er mir den Rückweg gezeigt, den ich alleine nicht gefunden hätte.

Ich versuche seither also, Gutes zu tun. Manchmal gelingt das - doch gerade am Anfang passierte es mir viel häufiger, daß meine gutgemeinten Versuche mehr schadeten als nutzten. Der Satz Das Gegenteil von gut ist gut gemeint enthält viel Wahres. Doch wann immer ich Fehler machte, spürte ich, wie ich nach und nach meine Lebensfreude verlor und wann immer ich richtig handelte, wahrhaft Gutes tat, spürte ich wie das Grundgefühl sich verbesserte, meine Fähigkeit, Lebensfreude zu empfinden, wuchs. So hatte ich einen Wegweiser, der mich spüren ließ, wann ich vom richtigen Weg abkam. Die Taten anderer sind dagegen wie Wolken, die an der Sonne vorüberziehen. Wolken verändern nicht die Sonne, denn ihr gehören sie nicht an. Sie werfen einen Schatten auf die Erde, der sie zugehören. Nur meine eigenen Taten und Gedanken können meinem inneren Licht den Weg in die Freiheit versperren. Die Taten anderer, versperren meinem Licht den Weg in DEREN Seele. Wenn andere mich ärgerten, folterten oder sonstwie quälten, hatte ich Schmerzen und äußere Schwierigkeiten. Doch den Frieden und das Glück in meinem Inneren konnten sie nicht trüben. Meine eigenen Gedanken und Reaktionen darauf können das dagegen sehr wohl! Es gab auch in diesem Leben für mich Zeiten, da hatte ich weder Hoffnung, noch konnte ich glauben, daß jemand fähig wäre, mir zu helfen. Doch tief in mir lebte ein innerer Friede, eine Klarheit, die nichts und niemand zerstören konnte.

Um nichts in der Welt würde ich gegen mein Gewissen handeln. Denn nichts auf der Welt könnte mich für die Fähigkeit - Glücklich zu sein - entschädigen, die ich dadurch verlöre. Ich habe mir einmal meine eigene Hölle selbst geschaffen. Ein zweites mal werde ich das nicht tun.

Ich kenne keine größere Freude, als das Geschenk, daß mir damals ein Lächelnder Sklave gab immer und immer weiterzugeben.

Glaubt nicht, daß ich in Watte gepackt worden wäre. Ich will Gutes tun - und diese Art von Arbeit findet sich nicht an den friedlichsten Stellen dieser Welt. Also suche ich mir Orte, die mich zwar nicht vollkommen überfordern - das ist nicht Sinn der Sache - aber doch an die Grenzen meiner Kräfte gehen. Ich will all meine Kräfte nutzen, nicht nur einem kleinen Teil!

Der Ursache für diese direkte Verbindung zwischen Glück und guten Taten ist, daß gute Taten unsere Verbindung zu Gott stärken. Da Gott die Welt aus sich heraus erschaffen hat, ist er auch die ganze Welt (und noch mehr). Wir sind ein Teil von Gott und können ohne ihn - und ohne seine anderen Bestandteile, die diese Welt bilden - nicht existieren. Würde unsere Verbindung zu Gott jemals ganz abreißen hörten wir sofort auf zu existieren. Diese Verbindung ist unzerstörbar, doch wenn wir nur an unser kleines ICH denken und glauben uns alles mit Gewalt nehmen zu müssen, um nicht zu kurz zu kommen, verschließen wir uns mehr und mehr diesem Energiestrom von Gott, der uns ernährt und werden dadurch unglücklicher. Die Hölle ist kein Ort, wo Teufel uns Böses tun. Jeder schafft sich seine Hölle selbst, indem er seine Fähigkeit, glücklich zu sein, in sich selbst abtötet. Begegnen wir uns selbst, unseren Mitmenschen und jedem Teil dieser Welt in Liebe und versuchen zu helfen und heilen, wo immer uns das möglich ist, werden wir uns dadurch unserer Verbindung zum Großen Ganzen immer bewußter und werden immer fähiger, Energie von Gott anzunehmen - das empfinden wir als Glück. Es gibt aber auch indirektere Formen, an Energie zu kommen - beispielsweise bricht bei Folter das Energiefeld des Opfers zusammen, wenn es glaubt, das nicht mehr aushalten zu können und der Täter kann sich dann aus dieser gebrauchten Energie bedienen. Deshalb hatte ich damals das Bedürfnis zu foltern. Heute kann ich dergleichen nicht genießen. Dadurch erhält man nur gebrauchte Energie - die im Falle einer Folter sehr verschmutzt ist - und da ich die reine Gottesenergie in ausreichender Menge direkt aus der Quelle bekommen kann, wozu brauche ich verdorbene Energie?

Es ist nicht der Sinn des Lebens, möglichst schnell in die Unerschaffenheit, ins Nirwana, zu Gott zurückzukehren. Wenn dem so wäre, wäre die Welt gar nicht erst erschaffen worden. Dennoch ist das höchstwahrscheinlich notwendig, damit sich der Sinn des Lebens vollständig erfüllen kann. Also: Freut euch des Lebens, solange euch das gefällt - macht euch auf den Rückweg zu Gott, sobald ihr das Bedürfnis danach verspürt. Beides hat seine Berechtigung. Beides ist gut. Ich jedenfalls will noch viele Leben leben!

Muß ich sagen, daß ich ein glücklicher Mensch bin? Ich bin glücklich.

Kersti

Neuere Langfassung derselben Erinnerung zum Vergleich:
FFI3. Kersti: Inhalt: Der Dunkle Fürst

Quelle

Erinnerung an Erlebnisse aus der geistigen Welt.
VB121. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Channelings und anderen Methoden, Wissen aus der geistigen Welt und höheren feinstofflichen Welten zu erhalten

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
FFI Kersti: Zeittafel: Gefallene Engel
FFI3. Kersti: Inhalt: Der Dunkle Fürst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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