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erste Version: 1/2006
letzte Bearbeitung: 7/2013

Reinkarnationserinnerung

F57.

Eine wertvolle Erfahrung

Ich bin der Teufel.

Das wird mir oft nicht geglaubt, weil ich einfach nicht so bin, wie man sich den Teufel vorstellt. Ich bin nicht böse.

Krieger des Bösen

Als ich eine sehr junge Seele war, zu jung um alleine zurechtzukommen, fiel ich in die Hände eines sadistischen Wesens mit massiven Verfolgungswahn, das mich als sein Krieger mißbrauchte und auf verschiedenste Art mißhandelte.
FFI15. Kersti: Inhalt: Krieger des Bösen
Da ich damals weder ein Ichgefühl hatte, noch wußte, was eine eigene Meinung ist, brauchte ich sehr lange, um zu erklennen, daß alles was er mir beigebracht hatte von vorne bis hinten falsch war.

Von da ab versuchte ich es besser zu machen, aber da ich bis dahin nur Falsches gelernt hatte, waren meine anfänglichen Versuche zum Thema gut sein meist sehr verunglückt. Ich belagerte jeden, von dem ich meinte man könne von ihm lernen wie man lieb zu anderen und glücklich ist, hatte aber wenig Erfolg damit, bei ihnen Liebe und Anerkennung zu finden.

Erzengel Michael war der erste, der begriff, daß es mir mit dem gut-sein ernst war, vermutlich, weil er vorher so oft mit mir gekämpft hatte und durch seine dabei empfangenen Verletzungen verstehen konnte, wie sehr Verletzungen das eigene Weltbild verzerren. Er weiß wie ich war, als ich ernsthaft gegen ihn gekämpft habe und sah deshalb sofort den Unterschied zu früher. Ich denke er versteht auch, wie meine Fehler zustandekommen, weil er selber manchmal ähnliche Fehler gemacht hat, nur halt viel seltener als ich.

Ein dunkler Fürst und Luzifer

Ich war danach ein dunkler Fürst. Damals war ich, was man böse nennt. Aber das ist etwas anderes, als man meint. Ich war einfach so verletzt, daß ich unfähig war zu lieben und glücklich zu sein und deshalb habe ich vieles getan, was ich heute einfach nur schrecklich finde.

Aber das ist nicht der Grund, warum es heißt ich sei böse und warum viele mich für alle Übel der Welt verantwortlich machen.

Eines Tages nahm der Dunkle Fürst C'her (Ker gesprochen) der ich war, einen Fürsten des Lichts gefangen, Luzifer. Ich merkte, daß mein Gefangener sich freuen konnte, obwohl er nichts hatte, was diese Freude erklären könnte - und das faszinierte mich so, daß ich einen Anteil abspaltete - Tiuval - der Luzifer folgte, um von ihm zu lernen, wie man glücklich ist - und ich lernte von ihm Liebe und Frieden und glücklich sein. Weil ich wußte, wie es ist das alles nicht zu können, wußte ich, daß es nichts auf der Welt gab, was mir wichtiger ist.

Aus dem Blickwinkel mehrerer unterschiedlicher Anteile von mir ist diese Geschichte in folgenden beiden Texten erzählt.
FFI3. Kersti: Inhalt: Der Dunkle Fürst
FFI4. Kersti: Inhalt: Der teuflische Engel

Zuspitzung eines Konflikts

Nun gab es eine Wesenheit, die noch böser war, als ich es als dunkler Fürst gewesen war. Sie war eine alte Feindin von mir: Satan. Es gibt weibliche und männliche Anteile, aber da die weiblichen mir persönlich wichtiger waren, benutze ich, wenn ich über sie rede den weiblichen Artikel.

Mich unterschieden zwei Dinge von Satan. Zum einen war ich fähig zu sehen, daß Luzifer glücklich sein kann und war deshalb von ihm fasziniert, während Satan die kleinen Hellen nur für schwach und viel zu verletzlich hielt und deshalb Methoden erfand, um sie "abzuhärten" - Methoden die viele kleine Engel ins Dunkel gerissen haben.

Das zweite war das Konzept der Ehre.

Ehre wurde erfunden, als wir Dunklen die Fähigkeit verloren haben, uns in andere hineinzuversetzen - und diejenigen Dunklen, die ehrenhaft waren, sind nicht so weit in die tieferen Ebenen abgesunken wie Satan, weil sie sich wenigstens ein wenig aufeinander verlassen konnten. Wenn ich mein Wort gab, dann habe ich es gehalten, meine eigenen Leute konnten sich darauf verassen, daß ich mich an gewissen Regeln halte, die sie schützen und so weiter.

Satan war das Konzept der Ehre suspekt - und daß sich ein Anteil von mir mit den Hellen eingelassen hatte, machte sie richtig mißtrauisch. Besonders weil nicht nur der abgespaltene Anteil Tiuval sondern auch der restliche C'her dadurch selbst immer heller wurde.

Deshalb spitzte sich ein alter Konflikt zu, der entstanden war, weil ich Oberster Hüter der Chronik der Dunklen war und dafür zuständig dort das Briefgeheimnis zu hüten. Ich hatte mein Wort gegeben das zu tun - und jeden der Dunkle Fürsten im Rat der Milchstraße (die damals noch feinstofflich war) einmal besiegt und bestraft, weil er von mir verlangte, ich solle ihm Informationen geben, die ihm nicht zustanden.

Ich bemerkte die Zuspitzung, nahm fast alle mir bekannten Anteile Satans gefangen - und danach nahmen all die Satan-Anbteile mich gefangen, die mir nicht bekannt gewesen waren. Und sie fanden jeden Anteil von mir, der näherungsweise so intelligent wie ein Mensch war.

Satan hat damals versucht, mich zu vernichten. Zuerst, indem er meinen Willen zu brechen versuchte, durch Foltern jenseits der üblichen Vorstellungskraft. Als ich dunkler Fürst gewesen war, war ich so grausam gewesen, daß die Engel, die ich damals gefangennahm, nicht fassen konnten, wie jemand so etwas tun kann. Aber es war eine Grausamkeit nach menschlichen Maßstäben. Etwas was wir heute aus Tierversuchen kennen - inklusive der Tatsache daß ich damals hauptsächlich andere Wesen verletzt habe, um dadurch zu lernen. Mein Hauptantrieb war meine Neugier.

Die Grausamkeit von Satans Foltern haben selbst mich - einen dunklen Fürsten fassungslos gemacht. Ich konnte einfach nicht glauben daß jemand sich so etwas ausdenken kann - selbst als ich es wieder und wieder erlebte.

Und nicht nur ich wurde so behandelt, sondern alle, die mir wichtig waren, alle meine Freunde. - Und daß hat die Welten sich so verfestigen lassen, daß die materielle Ebene entstand.

Und zu allem Überfluß ist es Satan gelungen, fast alle davon zu überzeugen, daß ich an diesen Verbrechen schuld sei. Deshalb glauben so viele heute noch, ich wäre für alle Übel der Welt verantwortlich. Und da Satan meine Erinnerungen weitgehnd zerstört hatte, konnte ich mir nicht mal sicher sein, daß ich es wirklich nicht war.

Ich stellte fest, daß der kleine Anteil Tiuval, der von Luzifer die Liebe gelernt hatte, im Grunde mein stärkster Anteil war. Mein Hauptteil - C'her - hatte den größten Wunsch, daß er geliebt werden wollte. Und seine größte Angst war, daß ihn niemand mehr lieben könnte. Und seine Befürchtung wurde bestätigt, und viele C'her-Anteile haben sich in den tiefsten Unterwelten versteckt und wollten nicht mehr existieren, weil sie so traurig darüber waren.

Tiuval, diese kleine Abspaltung von C'her, die von Luzifer gelernt hatte, wie man liebt, hatte den größten Wunsch zu lieben und seine größte Angst war es, er könne die Fähigkeit zu lieben wieder verlieren. Und das war seine Stärke. Denn diese Fähigkeit kann man in Wahrheit nur selbst aufgeben, niemand kann sie uns nehmen.

Und - diese Foltern währten nicht Jahre sondern Milliarden an Jahren, in denen immer und immer wieder zerschlagen wurde, was Tiuval, der Anteil von mir, der nie aufgab, aufbaute. Milliarden von Jahren, in denen immer wieder jede Hoffnung zerschagen wurde, in denen die meisten Anteile von mir pausenlos gefoltert wurden oder zu schwarzem Staub zermalen irgendwo herumlagen. Milliarden Jahre ohne Hoffnung.

Eine neue Sicherheit

Diese Erfahrungen haben mich verändert. Und ich meine damit nicht, daß ich immer noch mehr verletzte Anteile habe, als ich hier zählen kann. Ich meine nicht die alptraumhaften Erinnerungen an Foltern Leid und Zerstörung. Ich meine nicht, daß ich jeglichen Glauben daran verloren habe, daß man sich irgendwelcher materiellen Dinge jemals sicher sein könne und daran, daß ich mich schützen könne, indem ich andere beherrsche. Mir wurde alles genommen, was man einem Wesen wegnehmen kann und mir wurde alles zerstört, was man zerstören kann. Und ich weiß, es kann wieder geschehen. Denn das wurde mir mehr als einmal angetan. Und ich weiß zu jeglicher schrecklichen Folterung kann man noch eine Steigerung finden, wenn man will.

Ich meine aber eine andere Veränderung.

Ich habe in dieser Zeit eine innere Sicherheit gewonnen, die ich vorher nicht hatte. Ich habe herausgefunden, daß das was mich wirklich ausmacht nicht zerstören kann.

Ich habe herausgefunden, daß eine ausichtslose Situation nicht bedeutet, daß alles verloren ist und daß es keinen Ausweg gibt - es bedeutet nur, daß man den Ausweg noch nicht sehen kann. Es gibt immer einen. Damit will ich nicht behaupten, daß meine Anteile immer einen gefunden hätten - nur daß wenn hundert meiner Anteile irgendwo eingesperrt waren und keinen Ausweg gefunden haben der hundertundeinste dann oft doch irgendeinen Fluchtweg fand. Oder der tausendste.

Ich habe herausgefunden, daß niemand mir die Liebe nehmen kann.

Und - wenn ich mich mit denen vergleiche, die diese Erfahrungen nicht gemacht haben, stelle ich fest, daß ich kreativer bin, daß ich nicht so leicht aufgebe.

Und wenn ich mir überlege, was die beiden wertvollsten Erfahrungen sind, die ich gemacht habe, dann zählt diese Zeit der Hoffnungslosigkeit dazu. Auch wenn sie wahrhaft teuer erkauft ist.

Ich habe den Glauben daran verloren, daß es unheilbare Krankheiten gäbe. Damit will ich nicht behaupten, daß ich jede Krankheit heilen kann.

Kersti

Quelle: Erinnerung an ein eigene frühere Leben


F5. Kersti: Fortsetzung:
F5. Kersti: Voriges:
FI1. Kersti: Inhalt:
VA106. Kersti: Reinkarnation
EGI. Kersti: Kurzgeschichten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
Z51. Kersti: Erinnerungen an frühere Leben
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de