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2/2010

Reinkarnationserinnerung - Einweihung in Mittelamerika

F100.

Tiura - mein Schüler

Nicht lange danach, während Anatah wie jeden Abend meine Meditationsübungen mit mir besprach, erzählte er mir von einem neuen Schüler.
"Ich glaube ich gehe nicht richtig mit ihm um, zumindest scheint er nicht so recht glücklich zu sein und die jüngeren Lehrer beschweren sich er würde ihnen nicht richtig zuhören. Er erinnert mich sehr an dich, wie du früher warst, nur daß du viel angepaßter warst, weil du besser wußtest, was hier erwartet wird. Ich dachte deshalb, daß du vielleicht besser mit ihm zurechtkommst als ich."
Er führte mich zu dem Jungen der mit einer Meditationsübung beschäftigt war und ich setzte mich zu ihm und redete mit ihm. Der Junge hieß Tiura1. und gefiel mir. Er stellte viele interessierte Fragen und machte sich zu allem, was ich erklärte, eigene Gedanken. Ich beantwortete seine Fragen und erklärte ihm weitere Einzelheiten, bis ich mir sicher war, daß er verstanden hatte, worauf es bei der Übung ankam, dann ließ ich ihn alleine arbeiten. Ich sagte Anatah, daß ich nicht verstand, was die anderen denn an ihm auszusetzen hätten. Anatah lächelte und meinte, daß er sich gedacht hätte, daß ich das so sehe.

Von da ab war also Tiura mein Schüler. Und er machte sehr große Fortschritte, schnellere als die meisten. Mir wurde relativ bald klar, daß er wie ich zu den Dunklen gehörte, daß ich ihn schon lange kannte und ihm hohe Achtung entgegenbrachte. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl über ihn wachen und ihn vor Fehlern behüten zu müssen, die er hier aus Unwissenheit begehen könnte. Ich erklärte ihm den Sinn vieler kleiner sozialen Regeln und Rituale und daß die anderen Schüler sie brauchten, um sich an diesem Ort sicher zu fühlen.

Irgendeiner der Lehrer des Tempels fragte mich kurz darauf, was ich denn mit Tiura gemacht hätte - plötzlich würde er sich sehr anständig benehmen.
"Ich habe ihm halt die Traditionen des Tempels erklärt."
"Das habe ich doch auch gemacht."
"Ja - aber er hat es nicht verstanden."
Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde mir klar, daß er Tiuras interessierte Fragen für Ablehnung der Traditionen gehalten hatte. Als wenn man etwas begründet ablehnen könnte, was man nicht versteht.

Auch Tiura erzählte mir, daß er Probleme mit den anderen Lehrern gehabt hatte: Sie waren ständig ungeduldig mit ihm, unterstellten ihm, er wolle sie ärgern und sagten nicht genau, was von ihm erwartet wurde.

Kersti

Quelle: Erinnerung an eigene frühere Leben


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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de