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erste Version: 5/2014
letzte Bearbeitung: 5/2014

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F352.

Tatsächlich sollst du nicht das Bild lesen, sondern eine Information, die hinter oder in dem Bild ist

Vorgeschichte: F351. Kersti: An den konventionellen Methoden ist nichts falsch, aber sie unterschätzen, was Pflanzen und Magie dazu beitragen könnten, daß die Wunden schneller heilen und weniger Narben entstehen

Karl erzählt:
Am nächten Tag nahm ich mir die Bücher über dieses alte Wissen vor, sah in jedes hinein und gab nach kurzer Zeit empört und frustriert auf. Da stand ja überhaupt nichts Vernünftiges drin!

Ich las also das andere Buch, das Haushofer mir bereitgelegt hatte und nahm nacheinander zwei weitere aus dem Regal, die mir interessant erschienen und las sie ebenfalls durch.

Am Nachmittag kam Haushofer wieder bei mir vorbei und ich beschwerte mich bitterlich über die Bücher, die er mir hatte bringen lassen:
"Das eine enthält ja von vorne bis hinten nur Märchen. Da weiß man ja gar nicht, ob das überhaupt irgendeinen Bezug zur Realität hat. Das nächste enthält nur Bilder, von denen kein Mensch sagen kann, was sie darstellen sollen, so verkorxt sind sie. Das dritte enthält nur unbewiesene Behauptungen, wie die Natur funktionieren soll, ohne daß der Autor verrät, wie er denn darauf kommt. Das vierte beschreibt irgendwelche Visionen, und man weiß nicht wo das irdisches Wissen des Autors beginnt und wo die Vision anfängt und aufhört. Und in dem fünften stehen nur lauter seltsame Gedichte, von denen kein Mensch weiß, wozu sie gut sind."

Haushofer schmunzelte. Ihn schien meine empörte Reaktion irgendwie zu gefallen.
"Das hast du gut beobachtet. Die Bücher sind Beispiele dafür, wie auf unterschiedlichen Kulturstufen gelehrt und überliefert wurde. Mit jeder neuen Kulturstufe hat die Menschheit eine neue wichtige Methode gelernt, wie man Wissen irdisch differenzierter und exakter weitergeben kann. Unglücklicherweise ging aber auch mit jeder dieser Kulturstufen eine Ebene der tieferen Erkenntnis verloren, so daß man heute noch auf das Lehrmaterial alter Kulturstufen und auf deren Lehrmethoden zurückgreifen muß, wenn man sich diese Ebenen der Erkenntnis wieder erschließen will, weil es kein Lehrmaterial auf unserer Kulturstufe dazu gibt und geben kann." erklärte er mir.
Das interessierte mich.
"Ja aber wie soll man denn etwas Sinnvolles aus Bildern lernen, die kein Mensch so richtig verstehen kann?" fragte ich.
"Wenn du nichts dagegen hast, würde ich lieber mit den Sagen und Märchen beginnen, da sie die älteste Kulturstufe darstellen." sagte er.
Ich nickte.

Haushofer fuhr fort:
"Die Sagen sind mündliche Überlieferungen aus einer Zeit, als die Menschen sich des Unterschiedes zwischen Irdischem und Feinstofflichen noch nicht bewußt war. Menschen von damals sahen Geister, Götter und Schutztiere als auf dieselbe Weise real an, wie sie ihren irdischen Körper als real wahrnehmen. Entsprechend werfen die Überlieferungen aus alten Zeiten beides immer noch durcheinander. Mündliche Überlieferung ist sehr unzuverlässig, weil die Menschen eine Geschichte immer nur so richtig und vollständig erzählen können, wie sie sie verstanden und in Erinnerung haben. Mit jeder Generation geht vieles von der originalen Geschichte verloren und es kommen immer mehr Teile der Geschichte durcheinander. Das machte damals aber nicht allzuviel, weil jede anwesende Person durch die Geschichte mit ihren eigenen Seelenerinnerungen verbunden wurde und sich selber erinnern konnte, was sie zu der Zeit erlebt hatte.

Als die Menschen noch als Jäger und Sammler durch die Welt zogen, konnten sie nicht mehr mitnehmen als sie tragen konnten. Das änderte sich nach und nach mit der Zähmung der Nutztiere, denen dann oft etwas vom Gepäck der Menschen aufgeladen wurde. In dieser Zeit entwickelte die Menschheit die Überlieferung durch symbolische Bilder, die sie auf Leder malten oder die auf die Kleidung des Schamanen gestickt wurden. Die Bilder erzählten zwar nicht im vollen Wortlaut die Geschichte, um die es geht, aber sie bildeten eine Gedächtnisstütze, an der man sich entlanghangeln kann, um keinen wichtigen Teil der Geschichte zu vergessen. Gleichzeitig begannen aber die spirituellen Wahrnehmungen blasser zu werden als die irdischen Wahrnehmungen. Nur wenige hatten sie noch in alter Klarheit und wurden deshalb zu den Schamanen des Stammes. Die Überlieferungen wurden jetzt also bei der Weitergabe an die nächste Generation weniger verändert, doch es ging ihnen die Qualität des unmittelbaren Erinnerns verloren, die der ursprünglichen mündlichen Überlieferung angehaftet hatte.

Als in Ägypten aufgrund der zunehmenden Trockenheit des Landes die Bewässerungssysteme gebaut wurden und die Menschen seßhaft wurden, wurde die erste echte Schrift erfunden und das Prinzip der Schrift breitete sich bald darauf auf alle großen Kulturzentren der damaligen Zeit aus. Doch weil die Bücher der damaligen Zeit alle einzeln von Hand geschrieben oder in Stein gemeißelt wurden, war es wesentlich mehr Arbeit, ein Buch zu verbreiten, als heute. Die geschriebenen Texte waren wesentlich kürzer und gewöhnlich mit symbolischen Bildern verbunden, wie sie für die Überlieferungen der vorhergehenden Kulturstufe typisch waren. Die ersten Priester der Ägypter hatten noch den Zugang zum feinstofflichen, doch nach und nach verloren auch die Priester und Schamanen immer mehr ihren Zugang zu höherem Wissen. Da die symbolischen Bilder auch die Priester nicht mehr an die höhere Wahrheit anschließen konnten, wurde das Wissen letztlich nur noch über den Text theoretisch weitergegeben. Dadurch wurde der Text immer wichtiger und es wurden Regeln aufgestellt, daß Bücher wie die Bibel immer unverändert abgeschrieben werden müssen. Texte von christlichen Mystikern, wie das Buch, das die Visionen beschreibt, wurden deshalb oft als Irrlehren verboten.

Gegen Ende des Mittelalters wurde der Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden. Dadurch konnte ein Buch in hunderten von Exemplaren verbreitet werden. Das wiederum führte dazu, daß die Ansprüche an die Druckvorlage, ihre sorgfältige Formulierung und Zusammenstellung stiegen, bis hin zu den Ansprüchen, die heute an wissenschaftliche Texte gestellt werden. Gleichzeitig wurde immer mehr Wert auf irdische Forschung und irdische Experimente gelegt und Texte über das Feinstoffliche werden immer weniger ernst genommen, immer mehr als reine Fantastereien abgetan, da es zu wenige Menschen gibt, die einen ungehinderten Zugang zu feinstofflichen Realität besitzen.

In all den Zeiten gab es natürlich immer wieder einzelne Menschen die einen vollständigen Zugang zu den geistigen Ebenen hatten und es ist heute noch üblich, das Lesen feinstofflicher Inhalte an den Symbolischen Bildern zu üben, die die erste nicht mehr mündliche Überlieferung darstellen, weil diese Bilder nicht so sehr dazu verführen, einfach den Text zu lesen, statt auf die feinstofflichen Inhalte zurückzugreifen, die hinter den Symbolen stehen. Tatsächlich kann man aber in jedem Buch solche feinstofflichen Inhalte finden, die weiterführende Informationen enthalten.

Der Band mit Gedichten wurde von solchen Leuten geschrieben, die anhand von Symbolbüchern gelernt hatten, die feinstofflichen Ebenen wahrzunehmen. Die Gedichte werden genauso verwendet wie die Symbolbilder und sind absichtlich unverständlich geschrieben."1.

Haushofer nahm das Buch mit den symbolischen Darstellungen, schlug eine bestimmte Seite auf und erklärte mir:
"Wenn du dir dieses Symbol anschaust, dann mußt die nicht auf die Zeichnung an sich achten. Tatsächlich sollst du nicht das Bild lesen, sondern eine Information die hinter oder in dem Bild ist. Eine Information, die du nicht mit deinen Augen sondern mit deinem Geist lesen kannst. Um sie zu finden, stellt man die Augen unscharf auf das Bild ein und tastet die Darstellung dann mit seinem Geist ab, bis man so etwas wie einen Knoten mit Informationen findet. Diesen Knoten nimmt man und versucht zu erfassen, was da drin steht. Das wirst du jetzt bis zum Abendessen üben."

Karl erzählt:
Seine Beschreibungen hatte mein Interesse geweckt und ich war motiviert, zu tun, was er mir riet. Doch in den folgenden Stunden hatte ich das Gefühl, ständig in irgendwelche seltsamen Träume abzudriften und hatte nicht den Eindruck, irgendwo Informationen gefunden zu haben.

Kurz vor dem Abendessen kam Haushofer bei mir vorbei und fragte mich nach meinen Erfahrungen mit der Übung. Er erklärte mir, daß ich das sehr gut gemacht hätte, die Träume wären nämlich die Informationen hinter den Bildern. Ich müßte sie aber noch genauer differenzieren, sie von meinen Assoziationen dazu und meinen eigenen Erinnerungen zu ähnlichen Dingen unterscheiden lernen, damit ich weiß, welches der Bilder woher kommt.

"Wie übt man so etwas?" fragte ich ihn.
"Du mußt dir den Unterschied nur bewußt machen, indem du dich selbst sehr genau beobachtest." erklärte er mir, "Wenn man sich selbst etwas ausdenkt, dann überlegt man sich: Wie könnte das sein und man hat das Gefühl, das Bild aktiv zusammenzubasteln. Wenn man sich erinnert, greift man in sein eigenes Inneres und holt die Bilder von dort. Wenn man feinstoffliche Informationen aus einem Buch herausliest, hat man das Gefühl in das Buch zu gucken und dort etwas zu finden, das man dann in seinen Kopf tut, um es dort zu lesen. Im Grunde weißt du sehr genau, was Du Dir selbst ausgedacht hast, was aus dem Buch kommt und was eigene Erinnerungen sind. Natürlich kann man sich deshalb auch einfach selbst fragen, wo man die Information her hat und die erste Antwort, die einem in den Sinn kommt, ist meist richtig. Man lernt aber viel mehr daraus, wenn man sich selber genau beobachtet, deshalb solltest du das beim nächsten Mal üben."

Beim den nächsten Malen, als ich mich mit dem Buch mit den Symbolbildern beschäftigte, bemühte ich mich also, herauszufinden, wo ich welches Traumbild herhabe, indem ich mich selbst beobachtete. Besonders erfolgreich war ich dabei zunächst nicht, denn ich war es gar nicht gewöhnt, meine eigenen Gedanken so genau zu beobachten. Doch nach und nach bekam ich ein Gefühl dafür, was sie wie anfühlte. Ich wurde immer sicherer darin, die drei Kategorien voneinander zu unterscheiden.

Kersti

Fortsetzung:
F353. Kersti: Bibliothekarprüfung und Abitur

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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