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erste Version: 12/2014
letzte Bearbeitung: 1/2015

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F361.

Glücklicherweise waren Hände und Gesicht unverändert geblieben, so daß ich mich angezogen unter Leute wagen konnte

Vorgeschichte: F318. Kersti: D

Karl erzählt:
Ich machte mir sorgen wegen meinem Aussehen. Fragen danach, waren ja kein Problem. Damit konnte ich umgehen. Ich wußte nur einfach zu viel darüber, was mit Menschen passiert, die den Leuten zu fremdartig vorkommen.

Es wäre sicher kein ernstes Problem, wenn ich das einzelnen engen Freunden zeigen würde, insbesondere weil wegen den Schorfheidetarzanwitzen niemand wissen könnte, ob das Gerücht stimmt oder nicht, wenn jemand den Mund nicht halten kann. Aber wenn tatsächlich jeder wüßte, daß ich mich nach und nach in etwas verwandele, was nicht mehr menschlich aussieht, wäre das gefährlich und ich konnte innerhalb von kürzester Zeit feststellen, daß die Zeit der Hexenverbrennungen noch nicht vorbei ist.

Glücklicherweise waren Hände und Gesicht unverändert geblieben, so daß ich mich angezogen unter Leute wagen konnte.

Ich achtete jedenfalls darauf, mich erst nach dem Löschen des Lichts umzuziehen.

Ich versuchte Göring das Problem zu erklären, doch es war, als würden meine Worte irgendwo im Nirvana verschwinden. Jedenfalls tauchte mein verändertes Aussehen nicht in seinen Antworten auf und seine Reaktionen auf meine Erklärungen waren nicht im Geringsten angemessen.

Schließlich wandte ich mich mit dem Problem an den Bibliothekar. Dieser hörte sich an, was ich zu sagen hatte und meinte nur:
"Zeig es dem Arzt."
Ich dachte darüber nach und kam zu dem Schluß, daß das tatsächlich ein guter Gedanke war.

Ich ließ also den Arzt mit der Begründung kommen, daß ich da ein gesundheitliches Phänomen hätte, das ich ihm zeigen wolle. Er kam.

Die Schuppen hatten nicht immer dieselbe Farbe hatten. Wenn ich entspannt war wirken die Schuppen blaß uns silbrig an den Armen und hatten am Körper ein warmes Gelb mit kaum sichtbaren orangenem Muster. Wenn ich irritiert oder aufgekratzt war, erschienen blaue Streifen an den Säumen zwischen den Schuppen, die bei Wut durch blutrote Streifen gesäumt wurden. Wenn ich sehr wütend war wurden die blauen Streifen schwarz. Neben den unwillkürlichen Reaktionen auf meine Gefühle, konnte ich meine Farbe auch willentlich ändern und dabei auch grüne und braune Farben erzeugen.

Ich führte dem Arzt also diese erstaunlichen Veränderungen vor, indem ich mich auszog, sobald sichergestellt war, daß ich keine unbefugten Zuschauer hatte. Er wurde augenblicklich leichenblaß. Ich stellte eine Frage und erhielt eine unsinnige Antwort. Da wußte ich, daß ich ihm zu viel zugemutet hatte. Streng befahl ich ihm, sich auf das Bett zu setzen. Er gehorchte meinem Befehlston. Dann wies ich ihm an, sich hinzulegen und legte seine Beine hoch, indem ich die Bettdecke darunter zusammenfaltete. Mit strengen Worten erstickte ich jeden Widerspruch im Keim und befahl ihn da liegen zu bleiben wo er war, ich wolle schließlich nicht, daß er mir zusammenklappte. Mit zwei Handgriffen zog ich mir genug über, daß man meine Haut nicht mehr sehen konnte, ging in die Küche, braute einen starken Kaffee aus dem Wasser, das immer heiß auf dem Herd bereitstand und flößte es dem Arzt ein, bis sein Gesicht wieder eine halbwegs normale Farbe annahm.

Er erzählte mir daß dafür bestimmt schon eine Heilmethode erfunden sei, ohne selber seinen Worten zu glauben. Ich antwortete ausweichend, indem ich ihm sagte, daß er sich beruhigen solle, ich würde im Augenblick schon zurechtkommen. Aber er könne mir einen Gefallen tun, indem er Göring das erklärt.

Drei Tage später wollte er mich genauer untersuchen. Jetzt wirkte er viel gefaßter und stellte diverse Frage dazu wie sich die Schuppen verhielten ob es juckte und ähnliches. Dann zeigte ich ihm, daß an den Beinen ein Fell zu wachsen begann und daß die Füße begonnen hatten, ihre Form verändert hatten. Statt Zehennägeln wuchsen Krallen an den Füßen und ich hatte nur noch drei, dafür aber viel längere Zehen, so daß mein Fuß wie ein Vogelfuß aussah.

Als seine Fragen begannen, in die Richtung zu gehen, wie ich damit zurechtkomme, erklärte ich, daß meine Hauptsorge war, wie die Leute darauf reagieren könnten, da mir aus der Literatur bekannt sei, daß auffällige Menschen oft ermordet würden, weil die Menschen Angst vor ihnen hätten. Alternativ könnte man sich auf eine Zukunft als Jahrmarktsattraktion freuen. Mein Sarkasmus entlockte ihm ein leichtes Lächeln. Er meinte, so schlimm wäre es doch heute nicht mehr. Ich antwortete ihm, daß es mir da aus irgendwelchen völlig rätselhaften Gründen an Vertrauen in die Menscheit mangele. Ich könnte mir gar nicht erkläre warum, schließlich wäre ich als kleiner Junge noch ganz anders gewesen. Das brachte ihn zum Verstummen, da es ihn an all die Foltern erinnerte, von denen er wußte, daß ich sie erlebt hatte.

Am Wochenende wollte Göring mich sehen. Diesmal war ich vorsichtiger mit dem Ausziehen und zeigte ihm zunächst nur den Arm und erzählte ihm, wie die Veränderungen begonnen hatten. Erst als er danach den Rest auch noch sehen wollte, machte ich den Oberkörper frei und beließ es dabei, als seine Reaktionen mir zeigten, daß es ihm fürs Erste reichte. Seine emotionalen Reaktionen in der darauffolgenden Zeit zeigte mir, daß er ein Problem mit meinem veränderten Aussehen hatte. Mir machte das Sorgen, denn er war die wichtigste Person in meinem Leben.

Kersti

Fortsetzung:
F203. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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