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erste Version: 11/2014
letzte Bearbeitung: 11/2014

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F385.

Und das was ihr vorhabt IST doch eine grausame Eskapade, oder?

Vorgeschichte: F426. Kersti: D

Karl erzählt:
Als ich nach Hause kam, warteten dort zwei SS-Männer auf mich. Sie forderten mich auf, mitzukommen. Da ich sie als enge Vertraute Himmlers kannte, dachte ich mir nichts Böses dabei, kam mit und fragte, weshalb sie mich holen sollten. Statt zu antworten, forderten sie mich auf, hinten in den Lieferwagen zu steigen, mit dem sie gekommen waren und ich tat, was sie gesagt hatten.

Nachdem sie losgefahren waren, fragte mich einer der Männer, ob er sich mal meine Pistole ansehen könnte. Ich gab sie ihm, er richtete sie auf mich und meinte:
"So, Junge. Heute werden wir dir zeigen, wo du wirklich stehst!"
Ich sah ihn scharf an. Jetzt war mir klar, daß sie etwas vorhatten, was nicht in Ordnung war. Andererseits war jetzt nicht der richtige Augenblick, um etwas zu unternehmen. Meiner Einschätzung nach fuhr das Auto im Augenblick so schnell, daß eine Schießerei im Inneren des Wagens leicht zu einem tödlichen Unfall führen könnte. Außerdem wäre es, wenn jemand ernsthaft verletzt oder getötet würde, wahrscheinlich egal, wer es wäre. Die Auswirkungen auf die Regierung wären immer verheerend. Daher war es klug, sie zunächst auszuhorchen, was sie überhaupt vorhatten und sich dann zu überlegen, was ich sinnvollerweise unternehme. Ich entspannte mich leicht.

"Uns was meinst du, wo ich stehe?" fragte ich im neutralen Ton zurück.
Diese Frage schien ihn irgendwie zu empören er versteifte sich und erzählte mir, daß ich ein arroganter emporgekommener Halbstarker wäre, der sich für ein Genie hält und meint ihm stünden alle möglichen Privilegien zu.
"So weit ich das sehe, bin ich ein Jugendlicher, der von berühmten Persönlichkeiten umgeben ist, die sich um ihn zanken wie Hunde um einen Knochen und dabei einerseits mit völlig übetriebenen Privilegien, die wirklich kein Mensch braucht, um sich werfen, andererseits aber keinen Gedanken darauf verwenden, was sie diesem Jugendlichen mit ihren grausamen Eskapaden so alles zumuten."
"Du hast alle Möglichen Privilegien, die Dir nicht zustehen!"
"Privilegien, die kein Mensch braucht und um die ich auch nicht gebeten habe. Und das was ihr vorhabt IST doch eine grausame Eskapade, oder?" fragte ich.
Er antwortete nicht, doch fühlte er sich eindeutig ertappt.

Nachdem ich ihm einige weitere derartige Fragen gestellt hatte, war ich mir relativ sicher, daß das, was sie vorhatten unter die Kategorie unangenehm aber nicht gefährlich fallem würde und daß es deshalb keinen Sinn machen würde, etwas zu tun, was ziemlich sicher dazu führen würde, daß jemand getötet oder schwer verletzt wird. Sollte sich eine gute Gelegenheit ergeben, würde sich ein Fluchtversuch natürlich lohnen. Schließlich will niemand gefoltert werden.

Als der Wagen endlich anhielt und die Tür geöffnet wurde, sah ich draußen mehrere Bewaffnete, die ihre Waffen auf mich richteten, so daß ich es für sinnvoller hielt, einfach zu gehorchen, als sie mir die Hände mit Handschellen auf den Rücken fesselten und mich in ein Gebäude führten.

Sie folterten mich die ganze Nacht und den ganzen Tag. Die Vermutung, daß es unangenehm aber nicht gefährlich werden würde bestätigte sich insofern, daß alle angewendeten Foltermethoden darauf ausgerichtet waren, daß sie keinen dauerhaften Schaden anrichten, aber natürlich war unangenehm harmlos ausgedrückt. Sie schafften es schon, daß meine Selbstbeherrschung zusammenbrach und ich in Tränen ausbrach und vor Schmerzen schrie. Aber das war natürlich auch unerheblich. Sie schienen eigentlich keine Fragen stellen zu wollen, obwohl sie so taten als wäre das ein Verhör. Jedenfalls stellte ich kein Interesse an meinen Antworten fest und kein gezielten Nachbohren, so daß es mir leicht möglich war, das Gespräch auf die Dinge zu lenken, die keine Staatsgeheimnisse waren.

Während sie das taten, rätselte ich, was der Unsinn eigentlich sollte. Offensichtlich wollten sie nichts von mir erfahren. Himmler mußte eigentlich wissen, daß er so höchstens mein Vertrauen in ihn untergraben würde aber mich damit nicht einschüchtern könnte. Schließlich wußte er, daß ich viel schlimmere Foltern erlebt habe und nicht eingeknickt bin! Was sollte das also? Ich fand keine Antwort auf diese Fragen.

Das wurde auch nicht klarer als abends Himmler selbst kam und sich ähnlich verhielt, wie seine Untergebenen. Er meinte, das wäre eine Warnung und wenn ich nicht tun würde, was er will, würde er mich noch öfter foltern lassen. Ich sprach es nicht laut aus, aber falls er beabsichtigte dabei genauso dilettantisch vorzugehen wie diesmal, würde ihm das natürlich nicht gelingen: Diesmal hatte er mein Vertrauen in ihn ausgenutzt, beim nächsten mal würde ich nicht so einfach mitkommen. Und warum er darauf kommt, daß eine solche "Warnung" mich in seinem Sinne beeinflussen könnte, wenn er gleichzeitig weiß, daß viel Schlimmere "Warnungen" dieser Art bei mir nur dazu geführt hatten, daß ich überhaupt nicht mehr tue, was gewissen Leute wie Haushofer und Crowley von mir wollen, wenn ich es vermeiden kann, das ist mir ein absolutes Rätsel. Wieso ahmt er etwas nach, was offensichtlich bei mir keinen Erfolg hat? Das war einfach nur absurd!

Kersti

Fortsetzung:
F386. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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