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erste Version: 11/2014
letzte Bearbeitung: 11/2014

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F389.

Und jetzt wollte Göring mich bestrafen und nicht seine Frau, die doch diejenige war, die sich völlig daneben benommen hatte?

Vorgeschichte: F445. Kersti: D

Karl erzählt:
Ich saß niedergeschlagen auf meinem Bett. Göring hatte mir gesagt:
"Ich habe es mir überlegt. Du kommst jetzt zu den Soldaten der Wachmannschaft. Da wirst du Disziplin lernen."
Ich war zutiefst verletzt. Ich hatte mich bemüht mich anzupassen und es war überhaupt nicht möglich gewesen, es seiner Frau recht zu machen. Außerdem war sie nicht einmal bereit gewesen auf mich Rücksicht zu nehmen, wenn ich totkrank war. Selbst ärztliche Anordnungen hatte sie ignoriert.

Und jetzt wollte Göring mich bestrafen und nicht seine Frau, die doch diejenige war, die sich völlig daneben benommen hatte? Ich fand das unfaßbar ungerecht von ihm und hatte keinerlei Antrieb irgendetwas zu tun.

Es klopfte an der Tür, ein Soldat betrat auf mein "Herein." das Zimmer, warf mir einen kurzen Blick zu und meinte ich solle doch nicht so traurig sein, es würde schon nicht so schlimm werden.

Ich glaubte auch nicht daß das schlimm werden würde, denn ich glaubte im Leben nicht, daß es den Soldaten gelingen könnte, sich auch nur halb so unausstehlich zu verhalten wie Görings Frau. Und ganz bestimmt würden sie keine völlig unerfüllbaren Forderungen stellen. Und dieses luxuriöse Zimmer würde ich bestimmt nicht vermissen, weil es mit keinen guten Erinnerungen verbunden war. Das Zimmer, nach dem ich mich sehnte, die kleine Kellerwohnung meiner Mutter war um vieles ärmlicher als die Unterkünfte der Soldaten.

Dummerweise hatte das mit dem Grund für meine Traurigkeit nicht das Geringste zu tun.

Ich verstand einfach nicht, warum Göring die Partei von seiner unausstehlichen Frau und der noch bösartigeren Haushälterin ergriff.

Der Soldat erklärte mir, daß ich an Kleidung nur das mitnehmen dürfe, was ich auf der Haut trage, da alles, was ich brauche, durch die Rüstkammer ausgegeben würde. Und ich dürfe nicht mehr persönliche Dinge mitnehmen, als in die Kiste, die er mir zeigte, paßt. Ich nahm die Erklärung mit einem Nicken zur Kenntnis konnte mich aber nicht aufraffen, ernsthaft darüber nachzudenken, was ich mitnehmen wollte.

Der Soldat redete mir gut zu bis ich ein paar Dinge zusammengepackt hatte. Seine freundliche Art tat mir gut.

Dann brachte er mich an die Stelle, wo die Uniformen ausgegeben werden und ich mußte mich umziehen.

Er führte mich als Nächstes in das Büro eines Offiziers, der mit mir sprechen wollte. Als ich sah, wie er hinter seinem Schreibtisch saß, kam ich mir vor wie ein vor den Rektor zitierter Schuljunge und war sofort wieder wütend. Ich sagte mir daß das albern war und zwang mich, ihn höflich zu begrüßen. Als er mich aufforderte mich zu setzen, und ich das tat, kam wieder mein ganzes Elend hoch und ich hätte mich am liebsten zusammengerollt wie ein Säugling im Mutterleib.

Kersti

Fortsetzung:
F390. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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