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erste Version: 12/2014
letzte Bearbeitung: 12/2014

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F393.

Bei jedem Schlag zählte ich eine ihrer kleinlichen Bosheiten auf und erklärte ihr, daß man so etwas nicht macht, weil das gemein ist

Vorgeschichte: F327. Kersti: D

Karl erzählt:
Wie jeden Morgen hatte ich das Bett gemacht. Die Haushälterin kam, doch statt wie die letzten Tage nur zu meckern, gab sie mir eine Ohrfeige. Augenblicklich schlug ich zurück. Sie sah mich sekundenlang entsetzt an, rannte dann raus.

Ich blieb schockiert und verblüfft stehen. Schockiert und verblüfft, daß sie es gewagt hatte mich zu schlagen. Meine Mutter hatte mich nie geschlagen, nicht einmal als ganz kleines Kind. Ebenso schockiert und verblüfft war ich aber auch über meine eigene Reaktion über die Verachtung die ich dabei gefühlt hatte. Es war kein fester Schlag gewesen, sondern ein Klaps wie eine Mutter ihn einem kleinen Kind gibt. Aber voller Verachtung für die kleingeistige Bosheit. "Wie kommt diese Frau dazu, mich zu schlagen?" fragte ich mich. Es war sogar richtig dumm von ihr, schließlich war ich mit fünfzehn Jahren mitten in der Pubertät und bereits größer und stärker als sie! Und sie konnte sich doch nicht im Ernst einbilden, daß mich das nach den ganzen Foltern noch besonders beeindruckt?

Andererseits war es natürlich nicht ganz richtig, daß es mich nicht besonders beeindruckt. Tatsächlich konnte die geringste Kleinigkeit dazu führen, daß eine mörderische Wut in mir hochkam. Wenn durch irgendeinen dummen Zufall eine Ohrfeige mit dieser Wut zusammenkam, dann würde das dazu führen, daß ich reagiere, als wäre die Ohrfeige ein Mordanschlag. Und in so einer Situation konnte ich buchstäblich mit Blicken töten - oder sie mit bloßen Händen erschlagen. Das war viel zu gefährlich. Ich mußte mir irgendetwas einfallen lassen, damit sie das nie wieder versucht.

Zornige Schritte näherten sich. Die Tür öffnete sich. Görings Ehefrau stand mit einen Schuhlöffel in der Hand vor mir.
"Frau Göring. Wagen sie es nicht. Sie werden mit dem Ergebnis nicht glücklich sein." sagte ich in einem Ton, den ein halbwegs vernünftiger Mensch als ernstzunehmende Warnung verstanden hätte. Sie verstand nicht, sondern versuchte mich zu packen und übers Knie zu legen. Mit einem Wurf brachte ich sie zu Fall, verdrehte ihr den Arm und zog sie auf mein Knie während ich mich auf meinen Stuhl setzte. Sie zeterte und protestierte, es gelang ihr aber nicht, sich aus meinem Griff zu befreien und ihr Versuch, mich mit der freien Hand zu kratzen, richtete durch die Hose nicht viel aus. Dann schlug ich sie mit meiner freien Hand, wie eine Mutter ihr Kind schlägt. Die Schläge waren nicht besonders fest, schließlich sollte das Ganze nicht gefährlich wirken und auch keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Sie brauchten ihr nicht einmal wehzutun. Bei jedem Schlag zählte ich eine ihrer kleinlichen Bosheiten auf und erklärte ihr, daß man so etwas nicht macht, weil das gemein ist. Zuerst drohte sie mir und zappelte heftig. Dann versuchte sie nach mir zu treten, was ihr nicht gelang. Sie biß mir ins Bein. Das wurde glücklicherweise durch die Lederhose etwas gedämpft, denn sie tat das so fest, daß ich danach tagelang einen schwärzlich blauen Fleck hatte. Doch ich machte einfach mit der Tracht Prügel weiter, als würde ich es nicht bemerken. Schließlich begann sie zu weinen. Da erst höre ich auf und riet ihr, so etwas nie wieder zu versuchen, sonst würde sie mit dem Ergebnis nicht glücklich.

Als ich sie losließ, floh sie aus dem Raum.

Kersti

Fortsetzung:
F446. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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