Hauptseite  /   Suche und Links  /   Philosophie und Autorin dieser Seite

erste Version: 3/2015
letzte Bearbeitung: 3/2015

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F446.

Dummerweise fühlte sich Drachendenken wirklich sehr verführerisch an

Vorgeschichte: F393. Kersti: D

Karl erzählt:
Ich befand mich in unserem unterirdischen Trainingssaal und hatte mich dort auf ein Sofa gelegt, um mich ein wenig zu entspannen. Gedankenverloren ließ ich meine Aufmerksamkeit durch feinstoffliche Welten wandern. Besonders angetan hatte es mich eine Welt, in der ich ein Drache war, der über den Bergen dahinschwebte. Ich schwebte auf aufsteigenden Luftströmen über die Wolken, verbrachte Zeit damit auf einem Berggipfel die wärmende Sonne zu genießen und tauschte telepathisch Gedanken mit anderen Drachen aus. Es war so wunderschön friedlich, dort ein Drache zu sein.

Plötzlich hörte ich ein Geräusch. Ich erschrak, erwachte und stellte fest daß ich an einem ganz düsteren Ort war. Nicht einmal ein Mond war zu sehen. So konnte nur die Hölle aussehen! Ich geriet in Panik. Ein völlig süßes Wesen - Menschen heißen sie und wir halten sie gelegentlich als Haustiere - lachte und sprach mich telepathisch an. Als es merkte, welche Angst ich hatte, sagte es mir, daß man dort durch die Tür - sie sah sehr eng aus - gehen mußte und dann durch ein paar Gänge, um zur Sonne zu kommen. Er warf eine Decke über mich und begründete das damit, daß viele hiesige Menschen sehr schlechte Angewohnheiten hatten. So etwas wie auf alles Unbekannte mit gefährlichen Waffen schießen.

Er führte mich nach draußen und ich sah gleich, daß wir an einem zu tiefgelegenen Ort waren. Drachenwohnungen waren immer über der Baumgrenze. Aber ich ging mit zu der Lichtung, die er mir zeigte und legte mich in die Sonne.

Sobald ich anfing, mich im warmen Sonnenlicht zu entspannen, wurde mir klar daß ich eigentlich selber ein Mensch war und mich nur in einen Drachen verwandelt hatte. Ich verstand nicht, wie ich das nur hatte vergessen können! Andererseits war es sehr angenehm, mich in der Sonne zu entspannen und in meinem Geist all die Problme der letzten Tage zu wälzen, bis mir eine Lösung einfiel. Ich sonnte mich also und dachte über meine menschlichen Probleme nach, sah wie alles zusammenhing und schuf passende Vereinfachungen für Menschen daraus. Der Mensch kraulte mir sacht das Kinn und ich schlug ihm nebenher ein paar Lösungen für seine Probleme vor, die ich in seinen Gedächtnis fand. Er suchte sich unter meinen Anregungen das Passende heraus.

Wir waren so mit unserem Gedankenaustausch beschäftigt, daß ich die Soldaten erst bemerkte, als sie uns bereits umzingelt hatten. Ich ärgerte mich über mich selbst, daß ich meine Wachsamkeit so völlig hatte vergessen können. Ich hatte wirklich über dem Nachdenken alles vergessen! Noch nie hatte das Denken so einen Spaß gemacht wie als Drache.

Jetzt war es wahrscheinlich am Klügsten, unbeweglich liegenzubleiben. Mein Freund behauptete, er würde zu einem Kostümball zum Thema "Der Zauberer von Oz" gehen und der Drache wäre eine Maschine die ich gebaut hätte. Die Soldaten schienen diese Geschichte gar nicht zu glauben und mich auch nicht für ein Tier zu halten, denn sie drohten, daß sie auf mich schießen würden, sollte ich mich bewegen.

Anhand ihres Geistes identifizierte ich den Standort der einzelnen Soldaten und stellte fest, daß wir umstellt waren. Also würde es wohl nicht klappen, sich heimlich zu verdrücken. Die Menschen um mich herum hatten so interessante Gedankenmuster, die ich automatisch wahrnahm und zu analysieren begann... spannend, wie sie unbewußt telepathisch inergagierten und wie sie ständig völlig neue Dinge erfanden. Menschen waren ja so faszinierend! Ich begann das soziale System zu analysieren und wie alles ineinanderpaßte. Ich stellte plötzlich erschrocken fest, daß ich schon wieder ins Nachdenken abgedriftet war und ärgerte mich über mich selbst.

Die Situation ließe sich wahrscheinlich überhaupt nicht lösen, so lange ich ein Drache bin. Wir durften nicht zugeben, daß es Magie und Gestaltwandel gab, deshalb gab es keinerlei offizielle Umgangsweisen zu der Frage, wie mit Drachen oder anderen Fabelwesen zu verfahren sei. Die Soldaten konnten daher nur dann eine sinnvolle Antwort auf die Frage finden, was mit mir zu geschehen hätte, wenn ich wieder Menschengestalt annahm. Ganz gleich wie verführerisch sich Drachendenken anfühlte, ich mußte mich unbedingt wieder in einen Menschen verwandeln.

Dummerweise fühlte sich Drachendenken wirklich sehr verführerisch an. Während ich versuchte mich auf mein menschliches Ich zu konzentrieren, um mich zurückzuverwandeln, lenkte mich immer wieder irgendein interessanter menschlicher Gedanke oder auch eine eigene Idee ab und ich driftete wieder in Drachendenken ab.

Erst bei vierten oder fünften Mal gelang es mir, ausreichend lange bei meinem Vorsatz, wieder zum Menschen werden zu wollen, zu bleiben und ich verwandelte mich zurück in meine menschliche Gestalt. Ich stand nackt wie ich nach der Verwandlung war, auf und beschwerte mich laut, daß alle mir den Spaß verderben würden. Die Soldaten lachten und erklärten mir wieder einmal, daß ich leider nicht das Gelände von Carinhall verlassen dürfte.

Kersti

Fortsetzung:
F440. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
Werbung - auch in Form spiritueller Newsletter - ist nicht erwünscht und ich bin nicht damit einverstanden, daß diese Adresse für Werbezwecke gespeichert wird.