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erste Version: 7/2015
letzte Bearbeitung: 7/2015

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Erzengel Michaels Geheimdienst

F504.

Die Begegnung mit Michael war, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen

Vorgeschichte: F503. Kersti: D

Georg erzählt:
Die Begegnung mit Michael war, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich hatte mit der Vorstellung hier gelebt, daß Michael der magische Beschützer unseres Ordens war, der notfalls auch in die Hölle geht, um uns selbst vor dem schlimmsten Dämonen zu beschützen.

Ich war verwundert gewesen, als die Dämonen, die mir mein Lehrer vorgestellt hatte, zu mir so freundlich und vertrauensvoll waren und daß ich es einfach nicht fertigbrachte, mich vor ihnen zu fürchten - und noch viel verwirrender war, daß sie mich wie jemanden Hochstehenden behandeln, der ihre Probleme lösen kann und daß sie von mir erwarteten, ich müsse ihre Verletzungen heilen. Völlig unverständlich war mir gewesen, daß mein Lehrer den Wunderheiler, dem ich so bedingungslos vertraute, als einen furchterregenden Dämonenprinz sah. Ich hatte mich gar nicht getraut, zu erwähnen, daß das mein Wunderheiler war.

Das konnte ich mir aber immer noch damit erklären, daß es eben besonders gutmütige Dämonen waren, die ich möglicherweise in ihrer Funktion als Lehrer für verängstigte Engel bereits kennengelernt haben mochte.

Aber Erzengel Michael war das Monster aus den Alpträumen meiner Kindheit. Daran konnte nicht der geringste Zweifel bestehen. Er war der, den ich immer für den Inbegriff des furchtbarsten Dämons gehalten hatte, den ich mir vorstellen konnte. Er war der, der mir in meinen Träumen die Daseinsberechtigung abgesprochen hatte, der mich gefoltert und vernichtet hatte und der mir nie eine Chance gegeben hatte.

Und die Vorstellung, die ich mir immer von Erzengel Michael gemacht hatte, das wurde mir danach klar, die gehörte in Wirklichkeit zu dem Dämonenprinz, der meine eigene Gruppenseele war. Der Dämonenprinz legt sich Notfall mit Gott und der Welt an, um mich zu schützen. Er heilt mich, wenn ich Hilfe brauche und verletzt bin. Er liebt mich und tröstet mich, wenn ich Trost brauche. Er ist zu mir so, wie ich mir mein ganzes Leben lang Jesus vorgestellt hatte.

Ich ging in mein Häuschen, das ich zugeteilt bekommen hatte, als ich zum Offizier dieses magischen Geheimdienstes von Michael ernannt worden war und war zutiefst verunsichert. Ich machte mich wie üblich bettfertig und dachte, daß ich bestimmt nicht würde schlafen können. Doch ich schlief sehr schnell ein.

In der Nacht träumte ich von meinem Dämonenprinz.

Er erzählte mir, wie unsere Gruppenseele einst auf die Erde gekommen war. Wie wir gegen die, die vor uns dagewesen waren, Krieg geführt hatten, bis wir sie besiegt und unter die Erde verbannt hatten. Doch Vergebung erlangen und Frieden schließen mußten, wenn wir jemals Sicherheit und Frieden wollten. Also arbeiteten wir einen Plan aus, um unsere vergangenen Fehler wieder gut zu machen und versuchten unsere alten Feinde zu heilen.

Der Plan schien - als wir schon beinahe aufgegeben hatten - auch zu funktionieren. Langsam wurde unsere Welt friedlicher. Und dann kamen die Erzengel oder Asen und machten dieselben Fehler wie wir anfangs gemacht hatten. Wir taten unser Bestes, um uns bloß nicht wieder in einen Krieg hineinziehen zu lassen und um irgendwie tragfähige friedliche Beziehungen zu den Neuen aufzubauen.

Obwohl Anfangs alles gut aussah, hatten wir letztlich keinen Erfolg. Die Erzengel führten Krieg gegen uns und verbannten uns unter die Erde, wie wir unsere Vorgänger verbannt hatten. Da sie noch nicht so viele Kriege geführt hatten und deshalb noch unverletzter waren, waren sie dazu in der Lage.

(Anmerkung aus heutiger Sicht: Der Krieg spielte sich in der Geistigen Welt ab und die "Erde" war die Erdebene der geistigen Welt. Das "Unter die Erde verbannen" bewirkt, daß man keine Möglichkeit mehr zu Inkarnationen auf der materiellen Erde hat, die unbedingt nötig sind, um besonders traumatische Erfahrungen aufzuarbeiten.)

Wir versuchten uns als abgespaltene Erzengelanteile zu tarnen und uns dennoch auf der Erde zu inkarnieren, weil wir das brauchten, um unsere Verletzungen zu heilen. Aber wann immer wir entdeckt wurden, wurden wir grausam bestraft und wieder in die Höllen verbannt.

Irgendwann begegnete mein Wunderheiler einem von Erzengel-Michael-Anteil, der auch zu der Erkenntnis gekommen war, daß nur Frieden eine Lösung bieten konnte. Dieser war bereit, uns zu helfen, damit wir Heilung und Inkarnationsmöglichkeiten auf der Erde finden konnten. Leider machte er dabei viele Anfängerfehler, wie wir sie auch zu Beginn unserer Friedensbemühungen gemacht hatten und seine Bemühungen waren dadurch weitaus weniger erfolgreich, als sie hätten sein können. Dennoch war er die beste Chance für uns, die sich bot und wir waren nicht bereit, uns diese Chance auf Frieden entgehen zu lassen.

Jesus war eine Gemeinschaftsinkarnation von Erzengel Michael und uns, um so zu erreichen, daß beide Seiten Jesus als Friedensfürst sehen konnten um einen Friedensschluß zu ermöglichen. Während Jesus als der Inbegriff der bedingungslosen Liebe gilt, schwelte der feinstoffliche Krieg, den wir beenden wollten, weiter, wurde als Stellungskrieg mit verhärteten Fronten geführt.

Meine Aufgabe hier im Geheimdienst Michaels war die eines Botschafters im feindlichen Land. Ich durfte mir deshalb auf keinen Fall etwas erlauben, das als feindseliger Akt aufgefaßt werden könnte, egal wie sehr sie mich provozieren würden. Um meinen Lehrer solle ich mir aber keine Sorgen machen. Er wäre gut ausgesucht und würde mich bei meiner Aufgabe unterstützen.

Ich konnte nachvollziehen, wie wichtig meine Aufgabe als Botschafter für meine Leute war und war entschlossen, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Aber ich stellte fest, daß ich keine Spur Vertrauen hatte. Der einzige Ausgang des nächsten Tages, den ich mir vorstellen konnte, war daß ich am nächsten Morgen bei Frühstück erscheinen würde - und dann würden sie mich als Monster behandeln, das in den Kerker gesperrt und zu Tode gefoltert gehört. Ich war mir sicher, sie würden mich von aller Liebe abschneiden und dann würde ich zu ewiger Verdammnis verurteilt sein, ohne jede Chance auf Glück.

Ich hatte mich mein ganzes Leben nie wirklich vor etwas gefürchtet, das mir im Alltag begegnet war. Jede Gefahr, die ich erlebte, war etwas gewesen, von dem ich wußte, daß ich innerlich damit klar kommen würde. Aber jetzt hatte ich eine Angst, die genau die Angst aus meinen Alpträumen war, die, von der ich mir immer eingebildet hattte, sie wäre nicht real, nur ein Traum. Und jetzt wußte ich, sie war real. Es war die Angst davor, was Erzengel mir einmal angetan hatten, als sie gegen meinesgleichen Krieg geführt hatten. Und ich wußte, sie konnten es wieder tun und es war tausendfach schlimmer als der Tod oder irdische Folter. Und wir Dämonen hatten nicht die Macht, sie daran zu hindern.

Es gab nur einen Weg, wie wir uns davor schützen konnten: Wir mußten mit ihnen Freundschaft schließen, so daß sie uns kein Leid mehr zufügen wollten. Und sollte ich darin versagen, würde nicht nur ich dafür bestraft, sondern alle Dämonen, meine Freunde, meine Seelenfamilie.

Kersti

Fortsetzung:
F505. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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