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erste Version: 10/2016
letzte Bearbeitung: 10/2016

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Erzengel Michaels Geheimdienst

F808.

Jagdbeute von gelungenen Küchendiebstählen wurde einem dagegen gelassen und nicht etwa vom Lohn abgezogen

Vorgeschichte: F807. Kersti: D

Georg erzählt:
Überhaupt. Sandor war ein Filou.

Ständig dachte er sich irgendwelche Streiche aus. Und, um ehrlich zu sein, machte ich gerne mit. Streiche fielen normalerweise unter die Strafe paßt zum Vergehen. Wurde dabei irgendetwas beschädigt, suchten sie sich irgendeine Tätigkeit aus, die man besonders gerne machte und statt, daß man das tun durfte, wurde Material für den Ersatz gekauft, wenn nötig und man mußte es persönlich reparieren. Sie schafften es immer, dafür zu sorgen, daß man das auch als Strafe empfand. Jagdbeute von gelungenen Küchendiebstählen wurde einem dagegen gelassen und nicht etwa vom Lohn abgezogen, obwohl oft jeder wußte, wer der Dieb war, denn mit solchen Erfolgen wurde angegeben. Schließlich stellte die dicke Köchin eine echte Herausforderung dar.

Wir litten natürlich keinen Hunger, sondern die Malzeiten, die uns die Kantine anbot, waren die besten Kantinenmalzeiten, die ich je erlebt hatte. Es gab immer neben den warmen Hauptmalzeiten verschiedenes Gebäck und ein Salatbuffet. Wer lieber selber für sich und seine Freunde kochte, konnte aus den äußeren Vorratsräumen Obst, Gemüse, Gewürze, Grundnahrungsmittel und Kräuter aus dem Garten holen. Nur schien das Küchenpersonal die Küche und Speisekammern, wo die fertigen Spezialitäten gelagert wurden, mit einer Burg zu verwechseln, die man auch entsprechend verteidigen mußte - und das Küchepersonal gab ständig mit irgendwelchen Leckereien für besondere Gelegenheiten so an, daß wir gar nicht anders konnten, als das als Herausforderung für einen neuen Raubzug zu nehmen.

Als wir Weihnachtsplätzchen aus der Speisekammer entführen wollten, gelang es uns zwei mal, die aufgestellten Fallen rechtzeitig zu entdecken und zu entschärfen. Beim dritten mal, verriegelte sich die Tür selbsttätig von außen. Wir kamen die ganze Nacht nicht da raus, haben deshalb auf dem Fußboden geschlafen und wurden erst am nächsten Morgen vor der Meditation befreit. Die Küchenmädchen spöttelten darüber ob wir die Schweine für den Weihnachtsbraten wären oder warum wir sonst in der Speisekammer gemästet würden und ließen uns dann für den Arbeitstag frei.

Das konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen und planten gleich den nächsten Raubzug. Wir angelten Pasteten für das Weihnachtsfest durch den Schornstein der Küche - mit dem Ergebnis, daß irgendwann etwas ekelhaftes an unserer Angel hing, das aus mehreren miteinander verklebten Mumien von toten Ratten bestand. Danach hatten wir den Spitznamen Max und Moritz weg.

Nicht jeder hatte Verständnis für unsere Raubzüge. Tatsächlich fanden die meisten, daß das doch albern sei, schließlich gäbe es dasselbe ein paar Tage später offiziell zur Malzeit. Mit wenigen Ausnahmen, aber dann gab es wirklich etwas vergleichbar Gutes. Wir waren aber auch nicht die einzigen Küchendiebe. Auch andere sahen die Burgmentalität des Küchenpersonals als unwiderstehliche Herausforderung.

Die Köchin erzählte jedem von diesem Trick mit der Rattenmumie, genau wie die Mädchen damit angaben, wie sie uns in der Speisekammer gefangen hatten. Ich habe den Eindruck, das Küchenpersonal hatte einen Riesenspaß daran, die Küchendiebe zu jagen.

Was mich an Sandor wunderte war, daß er einerseits sich an genau die Regeln hielt, die für dieses Spiel als Grenzen abgesteckt worden waren, aber nicht begriff, daß das Küchenpersonal uns absichtlich zu Raubzügen herausforderte. Das war doch ganz offensichtlich! Und er schien der Ansicht zu sein, er müßte sie als Feinde betrachten, nur weil er Raubzüge in die Küche plante. Die Denkweise verstand ich nicht.

Seltsam war nur, warum das offensichtlich nicht nur von der Leitung des Institutes geduldet wurde. Es wirkte beinahe, als würde dieses Spiel sogar regelrecht gefördert. Von meinem Lieblingslehrer Dirk bekam ich jedenfalls eine regelrechte Mannöverkritik mit sehr sachkundigen Ratschlägen, wie man bessere Raubzüge plant, wenn irgendetwas nicht geklappt hatte. Er unterrichtete mich regelrecht in der Kunst, mich einzuschleichen und unbemerkt Streiche zu spielen.

Kersti

Fortsetzung:
F476. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI17. Kersti: Inhalt: Erzengel Michaels Geheimdienst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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