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erste Version: 12/2017
letzte Bearbeitung: 12/2017

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Seelengeschwister aus der Hölle

F964.

Dirk überreichte mir einen Brief, in dem ausdrücklich stand, daß ich alles mit Dirk besprechen sollte - eine Tatsache, die Dirk dann doch sehr überraschte

Vorgeschichte: F962. Kersti: D

Ehon erzählt:
Neben den beiden Kindern schwebten nach der überhasteten Heimreise auch Khar und Tirun in Lebensgefahr. Torin war an seinen Verletzungen gestorben, bevor wir zuhause ankamen.

Da ich Khars Stellvertreter als Führer unseres Ritualkreises war, fiel mir damit die Aufgabe zu, zu planen, wie es weitergeht. Da wir durch Tiruns Tod eine Stelle unseres Ritualkreises nicht mehr angemessen besetzen konnten, waren wir außerdem verpflichtet, einen Ersatzkreis auszubilden. Im Augenblick wußte ich noch nicht, wie ich das anfangen sollte. Mir fielen einfach nicht genug geeignete Kandidaten ein. Die Dämonen waren da viel zuversichtlicher als ich. Sie meinten, es wäre alles schon in Vorbereitung.

Außerdem kamen Igor und Josef zusammen mit Dirk vorbei, um mit mir über die Zukunft von Geron und Mira zu sprechen. Dirk war ein kleiner Junge, nicht älter als seine Freunde Geron und Mira, aber von den dreien war er bei weitem der beste Gesprächspartner. Bei Josef lag es natürlich daran, daß er gar nicht sprechen konnte, auch nicht schreiben, da seine einzige verbliebene und schwer verletzte Hand ihm für so differenzierte Tätigkeiten nicht gut genug gehorchte. Außerdem konnte ich Telepathie dann doch nicht so mühelos anwenden, wie Khar das tat, so daß ich nur vage Eindrücke hereinbekam, was er wollte. Igor machte sich zwar viele Gedanken um Geron, nur waren die Gedanken nicht alle vernünftig und mit ihm Miras Angelegenheiten zu besprechen, war ein Ding der Unmöglichkeit, denn wenn er sie nicht direkt vor Augen hatte, hatte er immer völlig vergessen, daß es sie überhaupt gab.

Igor überreichte mir einen Brief, in dem ausdrücklich stand, daß ich alles mit Dirk besprechen sollte - eine Tatsache, die Dirk dann doch sehr überraschte, schließlich war er ein Kind und hatte angenommen, daß die letztendliche Verantwortung bei seinen erwachsenen Begleitern liegt. Ignaz schrieb, ich solle bedenken, daß Igor oft nicht ganz rational handeln würde, da er einige Traumata nicht richtig aufgearbeitet hatte. Offiziell hätte natürlich Igor für alles die Verantwortung. Außerdem würde er sich darauf verlassen, daß ich für Geron und Mira die richtigen Lösungen finden würde. Ich war von dieser Anweisung gar nicht begeistert, weil es hieß, daß mir zusätzlich zu der Verantwortung für die Schwarzen Ritter auch noch die für den ehemaligen Templerkönig, der die Welt in eine bessere Zukunft führen sollte, aufgebürdet wurde. Als wenn ich mich nicht vorher schon überfordert gefühlt hätte! Nur hatte Ignaz natürlich recht. Er selbst war bestimmt nicht geeignet diese Art Entscheidungen zu treffen, weil ihm zu viel von der nötigen spirituellen Ausbildung fehlte. Und Igor konnte es nicht tun, weil er mit Mira eine Person verdrängte, die in der Templergeschichte mindestens ebenso wichtig war wie Geron.

Ich führte also ein Gespräch allein mit Dirk und stellte fest, daß er mir Dinge erzählte, die ihm zu geheim waren, um sie Igor zu erzählen. Über Igor hatte er sich sowieso viel geärgert, weil der ihn zu sehr von oben herab behandelte. Zu diesen zu geheimen Dingen zählten auch eine ganze Reihe Mordversuche, die Mira und Geron gegolten hatten und denen sie aufgrund von Warnungen eines Insiders der feindlichen Organisation hatten ausweichen können. Dirk weigerte sich, mehr über die betreffende Person zu erzählen und erklärte mir, daß ich das nur erfahren würde, weil ich es wissen müßte, da ich die Entscheidungen darüber treffen würde, wie es mit Geron weitergeht. Meine Güte, solche Argumente von einem Zehnjährigen! Andererseits war mir natürlich klar, daß es sich hierbei um die Person handeln mußte, deren Namen Igor an Gerons Krankenbett so unbedacht ausgeplaudert hatte.
F910. Kersti: Kanush: Es war unwahrscheinlich, daß er auch seine kämpferischen Fähigkeiten verlor, nur weil ihn seine Vernunft im Stich gelassen hatte

Als ich erwähnte, daß ich es als Problem sehen würde, daß ich letztlich die Verhandlungen mit einem Kind führe und daß das gegenüber Josef und Igor ja unhöflich wäre, meinte Dirk, das Problem ließe sich doch ganz einfach lösen. Wenn ich mit ihm reden wolle, wäre eben immer Josef dabei und Dirk gälte nur als der Übersetzer und wenn ich mit Igor reden würde, wäre ich mit Igor allein, schließlich könne der selber sprechen. Über Josefs Nähe wäre Dirk auch immer sehr froh, weil er sich sehr auf dessen Rat verlassen würde. Ich fragte Dirk, wie gut er sich den mit Josef verständigen könnte und er erklärte mir, daß er sich regelmäßig mit dem stummen Eingeweihten unterhalten würde. Wenn man sich ein bißchen darauf einstellt, wäre Telepathie doch ganz einfach. Aha. War mir neu. Ich habe es nie einfach gefunden und erklärte das Dirk auch so. Ich war erstaunt, daß ein so kleines Kind sämtliche diplomatischen Fallstricke nachvollzogen hatte und darauf kam, das die diplomatisch korrekte Lösung des Problems war.

Bei den Gesprächen mit Dirk und Josef stellte ich dann fest, daß der Junge tatsächlich ein sehr guter Übersetzer war. Insbesondere, daß er es schaffte immer so deutlich rüberzubringen, was von ihm und was von Josef war, obwohl er tatsächlich oft direkt Josefs Worte aussprach, fand ich erstaunlich.

Kersti

Fortsetzung:
F965. Kersti: D

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI17. Kersti: Inhalt: Erzengel Michaels Geheimdienst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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