Hauptseite  /   Suche und Links  /   Philosophie und Autorin dieser Seite

erste Version: 12/2017
letzte Bearbeitung: 1/2018

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Seelengeschwister aus der Hölle

F978.

Wir können uns natürlich ewig darüber streiten, wer hier verrückt ist und wer nicht, aber wie du schon richtig erkannt hast, ist Khar mir charakterlich sehr ähnlich

Vorgeschichte: F977. Kersti: D

Geron erzählt:
Als der Arzt mit seinem Suchtrupp zurückkehrte, war es schon Abend. Wir hatten gerade die abendliche Kontemplation abgeschlossen und saßen gemeinsam bei Tisch, da stürmte er herein und erzählte, er hätte Geron ja gesagt, daß er zu krank wäre, um zu reiten und da er nicht hören wollte...
"Aha." sagte Khar.
Der Arzt unterbrach sich mitten im Satz, als er mich sah.
Ich konnte nicht anders, ich mußte lachen, als ich sein verblüfftes Gesicht sah. Dann begann er mich auszuschimpfen, wie ich ihn so zum Narren hätte halten können.
"So weit ich weiß, hat Khar dir gesagt, daß ich wahrscheinlich in meinem Zimmer bin."
"Ja aber - der ist doch genauso verrückt wie du!"
Meine Güte, er hatte ja völlig die Fassung verloren. So redet man doch nicht mit Vorgesetzten!
"Genau das sollte dich auf den Gedanken bringen, daß Khar wahrscheinlich recht hat, wenn er dir sagt, wo ich bin. Wir können uns natürlich ewig darüber streiten, wer hier verrückt ist und wer nicht, aber wie du schon richtig erkannt hast, ist Khar mir charakterlich sehr ähnlich. Khar braucht sich nur zu überlegen, was er wahrscheinlich getan hätte, wenn er an meiner Stelle wäre und er wird höchstwahrscheinlich auf den richtigen Gedanken kommen. Wenn du dir überlegst, was du getan hättest, dann kommt etwas heraus, was ich nie tun würde, weil ich ein völlig anderer Typ bin. Daher solltest du Khars Theorien über meinen Aufenthaltsort zumindest auf ihre Richtigkeit überprüfen, ehe du sie verwirfst." meinte ich.
Als er daraufhin wieder zu schimpfen begann, bekam ich den nächsten Lachanfall. Ich konnte einfach nicht anders.

Während ich mühsam darum kämpfte, mich wieder einzukriegen, ließ ich mir durch den Kopf gehen, was er mir so alles an den Kopf warf und war erschrocken. Es klang genauso irrational wie das, was Mira mir vor dem Ritt nach Prag so an den Kopf geworfen hatte. Aus irgendeinem Grund, den ich nicht wirklich verstand, kam er mit der Situation, wie sie war, gar nicht zurecht. Bei Mira wußte ich, woran es lag, aber ihn verstand ich da gar nicht. Er hatte doch gar kein wirkliches Problem.

Ich hatte mich ein zwei mal über den Arzt geärgert, weil ich das Gefühl hatte, er hätte mich am liebsten ans Bett gekettet. Dabei war ich gar nicht mehr so krank, daß das angemessen wäre. Den Ausritt - beide Ritte, um genau zu sein - hätten wahrscheinlich die meisten Ärzte für zu gefährlich gehalten. Das lag aber hauptsächlich daran, daß sie meine Beziehung zu meinem Pferd nicht richtig einschätzen können. Sie können sich einfach nicht vorstellen, daß man sich so gut mit einem Pferd verständigen kann, wie ich das tue. Daher sehen sie Mißverständnisse und Fehleinschätzungen voraus, die in einer Beziehung, wie ich sie habe, so nicht passieren können, weil ich die Gedanken des Hengstes lesen kann und er meine. Daß ich die ganze Zeit im Haus unterwegs war und etwas tun wollte, das hätte jeder andere Arzt für normal und ein gutes Zeichen gehalten.

Heute hatte Mira glücklicherweise etwas entspannter geklungen. Es hatte sicher auch geholfen daß Kirçi Mira fast fünfzig Bücher aus der Unibibliothek mitgebracht hatte. Aber vielleicht hatte sie nur deshalb bessere Laune, weil wir drei, wie Honigkuchenpferde gegrinst hatten und ihr erzählt hatten, daß dieser Arzt zu seiner sinnlosen Suchaktion aufgebrochen war und sich von Khar nicht davon hatte abbringen lassen. Mira mußte sich weit mehr über diesen Arzt geärgert haben, denn was von ihr darauf an Bemerkungen gekommen war, hatte richtig boshaft geklungen und so kannte ich sie gar nicht. Danach hatte sie sich beschwert, daß ich ihr die Fachbücher die ich mitgebracht hatte noch nicht zu lesen gegeben hatte, was gar nicht gegangen war, weil ich sie noch zur Arbeit brauchte. Und dann hatte sie geweint.

Damit war ich wieder bei meiner zweiten ernsten Sorge von vor dem Ritt nach Prag. Mira langweilte sich zu sehr und sie war in einer Stimmung, bei der sie bestimmt in absehbarer Zeit auf einen richtig dummen Gedanken kommen würde.

Kersti

Fortsetzung:
F985. Kersti: D

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI17. Kersti: Inhalt: Erzengel Michaels Geheimdienst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
Werbung - auch in Form spiritueller Newsletter - ist nicht erwünscht und ich bin nicht damit einverstanden, daß diese Adresse für Werbezwecke gespeichert wird.