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erste Version: 4/2019
letzte Bearbeitung: 4/2019

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F1048.

Trost für zurückgebliebene

Vorgeschichte: F1047. Kersti: W

Karl erzählt:
Am Abend war ein Treffen des offiziell existierenden Isaiskreises, dem auch Karins Mutter angehörte, Karins Vater hatte wie auch Gerid offiziell nichts damit zu tun. Gegründet worden war der Kreis von Maya - einer anderen Außendienstmitarbeiterin des inneren Kreises, die auch immer noch die Leitung des offiziellen Kreises innehatte.

Ich nahm an der Zusammenkunft teil, da Karins Vater mich gebeten hatte seine Frau zu trösten. Mit ihm redete sie nicht mehr, da auch sie glaubte, er hätte ihre Tochter ermordet. Seinen Schwur, daß er sie nicht umgebracht hätte, nahm ihm seine Frau nicht ab. Die Wahrheit aber durfte er ihr nicht erzählen, denn sie war nicht mutig genug, um in den inneren Kreis aufgenommen zu werden.

Ich erzählte dem offiziellen Isaiskreis, daß Karin spurlos verschwunden sei. Das hätte ich erfahren, bevor ich zu der Fahrt aufgebrochen sei. Ich hätte sie zwar gesucht, aber sie weder lebend noch tot finden können. Es entspann sich eine hitzige Debatte, in deren Verlauf die Vermutung aufkam, daß irgendjemand es auf den Isais-Kreis abgesehen haben müsse, da schon drei der Mitglieder spurlos verschwunden seien. Maya hörte schweigend zu.

Als Karins Mutter schließlich den Raum betrat verstummte die Diskussion abrupt. Sie hatte rotgeweinte Augen. Ich ging zu ihr hin und umarmte sie schweigend. Sie brach wieder in Tränen aus. Ruhig wartete ich bis sie verstummte. Dann fragte ich, was los sei.
"Karin ist verschwunden." sagte sie und brach in Tränen aus.
"Das habe ich schon gehört. Vom Pförtner. Dann bin ich heimlich über den Zaun gestiegen und habe sie im Garten gesucht."
"Dann habe ich am selben Tag Schüsse gehört - aus dem Keller. Ich bin hingerannt und habe sie gesucht. Doch da war niemand. Nur eine Pfütze von Blut. Ich glaube, sie ist tot." fuhr sie von Schluchzern unterbrochen fort.

Beinahe wäre ich in Lachen ausgebrochen. Ich wußte ja auf wen diese Schüsse abgegeben worden waren. Es gelang mir gerade noch diesen Impuls zu unterdrücken, doch ich war heilfroh, daß niemand mein Gesicht sehen konnte.
"Dieses Arschloch." sagte jemand.

Die unterbrochene Debatte darüber, daß jemand es auf den Isaiskreis abgesehen haben könnte wurde fortgesetzt. Karins Mutter erzählte, daß sie daß ihr Mann schon mehrmals Menschen umgebracht hätte - sie hätte die Gerüchte immer nicht glauben wollen aber jetzt sei sie überzeugt. Wieder begannen die Leute aufgeregt zu debattieren, suchten nach Möglichkeiten Karins Vater das Handwerk zu legen und landeten schließlich bei Mord. Zu meiner Verblüffung stimmte Maya dem zu und lenkte die Debatte so, daß schließlich alle mich baten, den Mord auszuführen.
"Ihr seid doch völlig verrückt geworden!" rief ich und verließ zornig den Raum.

Maya folgte mir sofort und sagte sobald wir außer Hörweite waren:
"Du sollst ihn natürlich nicht wirklich umbringen."

Ich sah sie fragend an.
"Er hat sich zu sehr exponiert. Du hast mir doch eben erzählt, daß auch die Wandervögel überlegt haben, ihn zu ermorden, damit er nicht noch mehr Schaden anrichten kann. Wenn wir ihn nicht hinter die Kulissen zurückziehen, bringt ihn bald jemand wirklich um. Außerdem ist die Ehe mit seiner Frau sowieso nicht mehr zu kitten, meint er - und sie soll nicht gezwungen sein mit einem Mann zusammenzuleben, den sie haßt. Mach du ihr später den Vorschlag, daß sie den Keller zumauern lassen soll, in dem Karin angeblich ermordet wurde. Bist du bereit, offiziell als sein Mörder zu gelten?"

Ich nickte.

Dann gingen wir wieder hinein und Maya sagte:
"Ich habe ihn überzeugt."

Der Satz entsprach durchaus der Wahrheit, da sie nicht verriet wovon.

Den Rest des Abends saß ich schweigend in der Ecke und hörte zu. Es wurde ein Ritual gemacht, um Karin zu finden. Maya war die Hüterin der energien bei diesem Ritual (Bewahrerin - *grins*) ich war der Kreiswächter (Überwacher - für Darkoverfans) schaute also nur zu und achtete darauf, daß niemand zu Schaden kam. - Allerdings war diesem Kreis nicht klar, daß die Funktion des Wächter weitaus wichtiger war, als es scheint. Denn der Wächter schützt nicht nur vor materiellen Störungen und ruft die Teilnehmer bei körperlichen Problemen zurück - er bewacht den Kreis auch gegen Angriffe aus der Geisterwelt und befreit in der geistigen Welt gefangene Mitglieder. Da die weitergehenden Verbindungen des Kreises nicht bekannt werden sollten, ist immer ein Mitglied des inneren geheimen Kreises Überwacher bei der Kreisarbeit des offiziellen Isaiskreises. - Seine Bedeutung wird aber heruntergespielt. Wenn die Mitglieder einzeln arbeiten, rufen sie nicht genug Energie, um die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich zu lenken. Sollte doch innerhalb der geistigen Welt etwas schiefgehen, wird dann der Kreisüberwacher nachträglich zuhilfegeschickt.

Während der Kreisarbeit bekamen wir auch tatsächlich Kontakt mit Karin, die erzählte, da wo sie jetzt sei, ginge es ihr gut.
"Mach dir nicht solche Sorgen, Mutti."
"Wo bist du jetzt."
"Das kann ich dir nicht sagen."
"Wann kommst du wieder?"
"Ich komme nicht zurück. Aber ich liebe dich mehr, als ich dir sagen kann, meine Mutter."
"Der Kreis hat beschlossen, daß Peter deinen Vater umbringen soll, damit er nicht noch mehr Schaden anrichten kann."
"Peter wird im Sinne der Isais handeln. Darauf vertraue ich."

Ich war wieder kurz davor, in Lachen auszubrechen, weil sie die Wahrheit sagte und die Leute dennoch etwas völlig anderes verstanden. Eisern hielt ich meine Gefühle unter Kontrolle, damit die anderen nichts merkten.

Am nächsten Tag - Montag - wurde ich mit dem Transmitter auf dem Weg von der Arbeit nach Hause ins Zentrum geholt. Gerid meldete mir, daß Karins Vater jetzt da sei, wohin er geschickt werden sollte und daß ich den anderen jetzt sagen könnte, daß das mit ihm erledigt sei. Ich nickte. Dann wurde ich wieder auf die Straße entlassen, da es zu auffällig gewesen wäre, wenn ich zu spät nach Hause käme. Offiziell hieß es, der Mann sei seiner Frau davongelaufen.

Kersti

Fortsetzung:
F1049. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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