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erste Version: 7/2018
letzte Bearbeitung: 7/2018

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Die Pforten der Hölle - Mirko

F1093.

Ich ging die Punkte durch, die mich bei dem Verhör durch Igor so wütend gemacht hatten und stellte fest, daß alle Trigger aus diesem verkorksten Sklavenleben stammten

Vorgeschichte: F1092. Kersti: n

Mirko erzählt:
Dann dachte ich an das Leben, auf das ich diese Anspielung bezogen hatte. War das bewußt geschehen oder eher ungezielt? Ich war mir nicht sicher.
Ich war damals als kleiner Junge von meinen Eltern an Leute verkauft worden, über die ich später erfuhr, daß sie gar nicht von dieser Erde stammten, obwohl sie recht menschlich aussahen. Ich machen meinen Eltern daraus auch keinen Vorwurf, denn wenn man nicht genug hat, um seinen Kindern auch nur näherungsweise genug zu essen zu geben, glaubt man, man tut dem Kind damit etwas Gutes - und am essen mangelte es mir danach tatsächlich nicht. Ich war auch immer gut gekleidet. Aber was sie sonst noch taten, das kann sich ein normaler Mensch in seinen schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen. Sie haben mich Ewigkeiten gefoltert, um meinen Willen zu brechen, nicht nur, daß sie mir eine massive Angst vor ihnen eingeflößt haben, sondern ich war dort mein Leben lang überzeugt gewesen, daß sie jeden meiner Schritte überwachen können, so daß ich es nicht wagte, selbst in ihrer Abwesenheit über Dinge zu reden, bei denen sie mir verboten hatten darüber zu reden.1.

Die meiste Zeit tat ich völlig bedeutungslose Dinge wie bei Tisch bedienen, für die einkaufen, Botschaften überbringen. Wenn ich irgendeinen Fehler machte, tat mir ohne erkennbaren Grund plötzlich alles weh. Man könnte natürlich fragen, warum sie einem Kind so etwas antun und ein wesentlicher Teil der Antwort ist sicherlich, daß sie so gefühllos sind wie manche Dämonen, die ich erlebt habe. Ein anderer Teil der Antwort war, daß ich Dinge mitbekam, die kein Mensch wissen durfte. Ich wußte daß sie Außerirdische waren, daß sie Menschen als Sklaven nach außerhalb dieser Welt verkauften, daß sie Geräte hatten, mit denen sie fliegen konnten und all das durfte ich niemandem erzählen. Wenn mich jemand auf eines dieser Themen ansprach, kam so eine Angst hoch, daß ich einfach wegrannte, weil immer wenn ich dazu etwas gesagt hatte so furchtbare Schmerzen gekommen waren, daß ich nicht wußte, wie ich das aushalten sollte. Überhaupt durfte ich keine eigenen Gedanken aussprechen, sondern nur das, was nötig war, um ihre Befehle zu befolgen. Ich durfte also so Fragen stellen wie "Was wollen sie essen?" oder "Zum Nachtisch hätten wir Kirschen, Kompott oder Apfelkuchen." aber nicht fragen "Kriege ich auch etwas?". Wenn ich sage, daß es mir nicht an essen mangelte, meine ich, daß ich, wenn ich Zeit zum essen hatte, immer so viel essen durfte, wie ich wollte. Tatsächlich durfte ich mich an den für die Dienstboten bereitgestellten Nahrungsmitteln bedienen, wann immer ich Zeit zum essen fand. Falls sie mich aber zwölf Stunden am Stück arbeiten ließen, ohne mir fünf Minuten Pause zu gönnen, dann gab es in dieser Zeit auch nichts zu essen. Ich glaube, daß ihnen schlicht egal war wie ich mich fühle, so lange ich gesund genug blieb, um meine Arbeit zu tun und wenn sie mich so viel essen ließen, wie ich wollte, dann nur deshalb weil sie zu faul waren, sich Gedanken zu machen, wie viel essen ich brauche.

Wenn sie dieselbe Arbeit von mir verlangt hätten und statt mich zu foltern, damit ich gehorche, einfach freundlich gewesen wären, dann wäre ich mit meiner Situation wahrscheinlich hochzufrieden gewesen und hätte ihnen gegenüber Loyalität entwickelt. Weil sie mich gefoltert haben und ich ständig Angst hatte, war ich sehr unglücklich. Daß sie auch zu anderen Menschen grausam waren und daß ich unwillentlich oft dazu beitrug, machte mich totunglücklich.

Dieses Leben war nicht nur an und für sich für mich ein Problem gewesen. Sie versuchten auch, mich magisch dazu zu zwingen, mich in ihrer Nähe zu inkarnieren, damit sie im nächsten Leben jemanden haben, den sie um so leichter versklaven können. Dem konnte ich aber entkommen. Doch das hieß nicht, daß ich innerlich frei gewesen wäre. Nach diesem Leben hatte ich einen schweren psychischen Schaden, den ich in die nächsten Leben mitnahm. Schon der Gedanke an Ungehorsam löste in mir Ängste aus, die ich kaum überwinden konnte und die ich mir auch nicht erklären konnte. Unabhängig davon, ob ich an etwas schuld war oder nicht, fürchtete ich immer, daß ich für alles, was nicht so war, wie es sein sollte, bestraft werden könnte. Daher versuchte ich zwanghaft jeden Fleck wegzuputzen, den ich sah, jeden Fehler zu korrigieren, den ich machte. Wenn jemand auf eine bestimmte Weise Fragen stellte, plauderte ich zwanghaft alles aus.

Bei den Schwarzen Rittern war ich bei der Episode mit Khiris auf dieses Leben gestoßen und es hatte mich überfordert, besonders weil Khiris meine massive Angst und Verzweiflung genau so ignoriert hatte, wie diese Außerirdischen. Sie hatten damals Wochen gebraucht, damit wieder etwas mit mir anzufangen war, was nicht in "Ich tue alles, was ihr wollt und bin damit selbstverständlich völlig zufrieden" bestand. Khiris spielte, nachdem er sich entschuldigt hatte, dabei eine sehr seltsame Rolle. Das lag daran, daß es ihm sehr krankhaft erschien, daß ich keinen eigenen Willen zeigte, daß er aber überhaupt nicht begriff, warum mich die Foltern so verängstigt hatten. Während die anderen Schwarzen Ritter Mitleid zu haben schienen, wenn ich von Foltern erzählte und es ihnen durchaus recht schnell zu viel werden konnte, war Khiris nur neugierig und fragte so ausgiebig nach emotionalen Reaktionen auf Foltern, die niemand anders je hinterfragen würde, daß ich zu den verblüffensten Erkenntnissen kam. Es war eben Khiris, der mein Problem so gar nicht verstand, der mir am meisten geholfen hat, es aufzuarbeiten und mich von den Nachwirkungen zu befreien. Einfach die Tatsache daß er alles, was ich sagte, verblüffend und merkwürdig fand, bewirkte daß ich jede ach so selbstverständliche emotionale Reaktion auf diese furchtbaren Foltern hinterfragte und in diesem Raum, der ja letztlich ein Kerker war, zu einem freieren Menschen wurde, als ich es in diesem Leben je gewesen war. Ich hielt Khiris deshalb damals für einen sehr guten Therapeuten. Inzwischen weiß ich nicht mehr, was ich davon halten soll, aber ich mag Khiris in seiner naiven Art, mit der er die alltäglichsten Selbstverständlichkeiten infrage stellt.

Ich ging die verschiedenen Punkte, die mich bei dem Verhör durch Igor so wütend gemacht hatten, noch einmal durch und stellte fest, daß das alles Trigger waren, die aus diesem verkorksten Sklavenleben stammten. Das wirkte beinahe, als wäre es bewußt geschehen. Aber woher wußte er von diesem Leben? Ich erinnerte mich daran, wie er sich angefühlt hatte und stellte mir die Frage noch einmal innerlich, wartete ob Bilder als Antwort kamen. Es kamen welche.

Ich hatte ihn mal bedient und er hatte mir damals gefallen, weil er über so interessante Dinge redete. Ich hatte deshalb zugesehen, daß ich Arbeit fand, für die ich möglichst die ganze Zeit bei den Gesprächen anwesend sein mußte. Er hatte mir auch gefallen, weil er freundlich war.

Deutlich später sollte ich ihn einen Brief überbringen. Ich war traurig weil ich dachte, daß das hieß, daß sie ihn entdeckt hatten und bald etwas Schlimmes mit ihm tun würden. Womit ich nicht rechnete war, daß der Brief selbst das Schlimme war, was sie ihm antun wollten. Er hat irgendwie bewirkt daß er seelisch gefesselt war und Igors damaliges Ich schimpfte deshalb mit mir. Ich floh, weil ich Angst vor Strafen hatte. Irgendwo am Wegesrand blieb ich dann stehen und begann zu weinen, bis die Angst mich weitertrieb zurück zu meinen grausamen Herren.

Ich würde Igor einfach fragen, ob das Absicht war oder ein Versehen. Außerdem wollte ich für dieses auf meinen wundesten Punkten herumhacken zumindest eine Erklärung.

Unabhängig davon mußte ich zu diesem Leben aber offensichtlich noch einiges mehr aufarbeiten. Es ging ja nicht an, daß man mich so leicht dermaßen provozieren konnte!

Kersti

Fortsetzung:
F1094. Kersti: D

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI21. Kersti: Inhalt: Seelengeschwister aus der Hölle

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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