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FF19.

Die Zirkuswelt

Vor langer langer Zeit lebten die Seelen in einer Welt, wo es weder Gut noch Böse gab. Nur viele, viele Seelen die mit der Fähigkeit ausgestattet waren, freie Entscheidungen zu treffen. Sie spielten viele wunderbare Spiele und erschufen Welten füreinander, die schön jenseits unseres irdischen Vorstellungsvermögens waren.

Doch irgendwann wurde ihnen das langweilig. Da hatte eine Seele eine äußerst interessante Idee:
"Komm, wir erschaffen uns eine Welt, in der wir nicht alles erschaffen können, was uns in den Sinn kommt. Wir erschaffen uns eine Welt, wo wir nicht völlig frei sind und wo wir einander verletzen und unterdrücken können."
Einige der älteren und erfahrereren Seelen hörten ihm zu und versuchten die Vorstellung von Unterdrückung und Verletzung zu verstehen. Es gelang ihnen nicht wirklich. Auch was es heißen sollte, daß man "nicht frei" sein kann, erschien ihnen nicht so ganz begreiflich. Aber sie waren sich einig, daß sich durch diese neue Idee bestimmt ganz viele wunderbare neue Erlebnismöglichkeiten ergeben würden.

Also begannen sie, ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Sie nahmen etwas von der Energie(VA180. Definition Eso) von jedem der mitmachen wollte, verwirbelten diese Energieteilchen miteinander, bis den Teilchen ganz schwindelig war und sie nicht mehr wußten, welches Teilchen zu wem gehörte und jeder bekam aus dieser vermischten Energie ein kleines Amulett gemacht, das vor dem Herzen angebracht wurde, so daß es sich mit jeder einzelnen Schöpfung der Mitspieler etwas von der verwirbelten, verwirrten Energie beigemischt wurde.

Das war schon richtig spannend, doch leider fanden sich nicht so viele Mitspieler, wie sie anfangs gehofft hatten, denn die jüngeren Seelen sagten:
"Das können wir uns nicht richtig vorstellen, was ihr da wollt. Wir spielen lieber unsere eigenen Spiele weiter."
Also machten die älteren Seelen, die schon mitspielten eine Zirkusvorstellung, in der sie den jüngeren zeigten, was mit den neuen Methoden zu erreichen war. Jeder der an der Zirkusvorstellung teilnahm, erhielt dabei gleichzeitig ein Amulett angeklebt, das die Eintrittskarte für das Spiel war.

Die Zirkusvorstellung war ein voller Erfolg und sehr viele Seelen machten mit, so daß das Spiel am Ende viel größer wurde als ursprünglich geplant.

Also begannen die Seelen zu spielen - und es war viel spannender und interessanter, als sie ursprünglich geglaubt hatten, Zwang und Machtlosigkeit zu erleben. Trotzdem gab es einige Seelen, die bald aufhören wollten, zu spielen. "Spielverderber!" riefen die anderen ihnen nach und versuchten sie durch Zwang und Überredung davon abzuhalten, das Spiel zu verlassen. Dennoch wurden die Spielverderber bald immer mehr.

Einige der älteren Spieler ärgerte das sehr, deshalb nutzten sie die Tatsache aus, daß sie Machtlosigkeit erfunden hatten und sie nutzten Zwang und Untersrückung, um Macht über das Wissen der anderen Seelen zu gewinnen und sie dazu zu bringen, daß sie sich nicht mehr erinnerten, wer sie wirklich waren, und daß man mit dem Spiel auch wieder aufhören kann.

Die Welt wurde nach und nach immer verwickelter und materieller, wir haben immer mehr den Überblick verloren und die Welt wurde unmerklich immer mehr so wie sie heute ist. Und im Endeffekt wurde aus denselben Gründen Kriege geführt wie heute auch - nur Religionen gab es noch nicht. Die kamen erst als "Propheten" versucht haben den Menschen Wahrheiten zu erklären, die sie noch nicht verstehen konnten. Polarität ist wenn man überall "böse" entdeckt und ständig beweisen muß, daß man selbst der gute ist. Und das Dunkle ist Poralität zum Exzeß getrieben.

Dadurch wurde das Spiel härter und verbitterter, denn nun glaubten die Seelen, sie wären wirklich machtlos, obwohl sie doch bisher nur machtlos gespielt hatten. Sie erfanden Massenvernichtungswaffen um sich vor der Macht der älteren Seelen zu schützen und warfen sie aufeinander, da sie sich nicht sicher waren, wer eigentlich der Böse war. Bald waren sie so verbittert, daß sie völlig vergessen hatte, was Glück und Liebe ist und so sehr ineinander verstrickt, daß sie sich kaum noch rühren konnten.

Schließlich hatten einige Seelen die Nase so gestrichen voll von diesem blöden Spiel, daß sie beschlossen, einfach nicht mehr mitzuspielen, wenn die anderen sich bekriegten. Sie entwickelten Methoden zur friedlichen Konfliktlösung. Mit der Zeit erwarben sie mit ihrer strikten Unparteilichkeit die Achtung der Menschen aller Völker und wurden immer wieder herbei gerufen, um bei der Lösung auftretender Konflikte zu helfen.

In dieser Zeit begannen sich die Seelen, die nicht mitgespielt hatten um ihre Brüder Sorgen zu machen. Nie wären sie auf den Gedanken gekommen, deren freien Willen zu mißachten und ihnen das Spielen zu verbieten, doch sie wollten sicherstellen, daß jede der spielenden Seelen von Zeit zu Zeit daran erinnert wurde, daß sie auch aufhören kann, das Spiel mit dem Zwang und der Machtlosigkeit zu spielen. Deshalb kamen sie in den Welten des Spiels zur Welt, fühlten selbst Angst und Machtlosig- keit und zeigten ihrem Brüdern, wo der Rückweg zu finden ist.

Doch es funktionierte nicht. Statt daß die Menschen der Zirkuswelt begriffen, was die anderen ihnen erzählten, glaubten sie das meiste nicht und das was sie glaubten, oder sich erkten wurde schon in der nächsten oder übernächsten Generation zu einer Unterdrückungsmaschine namends Religion umgeformt.

Kersti


FFI. Kersti: Inhalt und Zusammenfassung der weiteren Rahmengeschichte: Gefallene Engel
V248. Kersti: Spielverderber - oder - Wer sind die Guten?
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
EGI. Kersti: Kurzgeschichten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
Z51. Kersti: Erinnerungen an frühere Leben
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: https://www.kersti.de/     E-Mail an Kersti_@gmx.de