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erste Version: 9/2004
letzte Bearbeitung: 2/2013

Gefallene Engel: Der Dunkle Fürst

FF28.

Der Fürst des Lichts

Vorgeschichte: FF27. Kersti: Austausch

C'her erzählt:
Ich stand in meiner Zentaurengestalt, die ich ursprünglich von Nezal kopiert hatte, an meinem Raumhafen und beobachtete die Reaktionsfläche. Langsam erschienen dort schimmernd die Umrisse vom Schiff meines Stellvertreters Nezal. Ich liebte dieses Schauspiel und schickte oft schon eine Aussendung von mir dorthin, bevor die erwarteten Schiffe da waren, um das Auftauchen der Schiffe im Hafen beobachten zu können.

Nezal gefiel mir sehr. Er war nicht nur klug, ein gefährlicher Krieger und sehr wissensdurstig, er war mir auch treu ergeben - und das ist selten und wichtig. Ich achtete deshalb sehr darauf, ihn bei Laune zu halten, indem ich ihm regelmäßig etwas gab, von dem ich wußte, daß es ihm gefallen würde.

Nezal war im Verlauf des laufenden Krieges ein großer Coup gelungen:
Er hatte einen der Fürsten des Lichts gefangengenommen, und wollte ihn mir hier übergeben, als Tribut.

Die Kinder des Lichts waren ein seltsamer Haufen. Im Allgemeinen hatten sie eine hellere Aurafarbe als wir und machte am laufenden Band verrückte Dinge. Beispielsweise wagten sie es - obwohl sie nur wenige waren und kaum die Macht hatten, irgendetwas gegen mich durchzusetzen, mir den üblichen Tribut an Sklaven zu verweigern. Sie begründeten das mit "Gewissen" - was immer das sein sollte.

Sobald sich die Landefähre voll materialisiert hatte, versetzte ich mich ins Innere des Schiffs und begrüßte meinen treuen Vasallen. Nezal lächelte mir zu und sagte:
"Ich habe den Fürsten des Lichts - wie er sich lächerlicherweise nennt - gleich mitgebracht. Ich dachte du willst ihn sofort sehen."
"Da hast du recht."
Ich betrachtete die helle Gestalt in der Mitte des Raumes, die durch Fesselfelder unbeweglich wie eine Statue gehalten wurde.

Der Fürst des Lichts sah nicht sehr fürstlich aus. Er hatte gewöhnliche menschliche Gestalt, wie die Niedersten in unsere Reich. Seine Kleidung war zerfetzt. Das Bein entlang von der Hüfte bis zum Fußknöchel zog sich eine lange, offene Wunde.

"Nezal, du darft dich ruhig ein wenig vergnügen indem du die Gefangenen unterwegs ein wenig folterst ... aber Wunden sollten davon nicht zurückbleiben." sagte ich im beiläufigen Ton.
"Das tut mir leid, doch er hat bei der Gefangennahme so wild gekämpft, daß es mir nicht gelungen ist, ihn unverletzt zu fangen, obwohl ich wußte, daß dir das lieber gewesen wäre."
Ich nickte und glaubte ihm das. Nezal hat mich nie belogen.
"Kämpft er gut?" erkundigte ich mich.
"Er hatte eine unbekannte Waffe, an der die Betäubungs- und Fesselfelder abgeprallt sind. Schließlich mußte ich so viel Kraft aufwenden, um seinen Schutz zu brechen, daß ich gleich das Bein mit erwischt habe."

Ich beendete meine Inspektion des Körpers und erspürte sein Energiefeld.

Es war von einer festen eiförimgen Abschirmung umgeben, die kaum zu sehen war. Ich umgab ihn mit meinem Geist, tastete die Hülle sorgfältig ab. Sie war durch den vorhergegangenen Kampf noch beschädigt und von zahlreichen nur notdürftig geflickten Rissen durchzogen, durch die ich in seinen Geist eindringen konnte. Er erschauderte innerlich vor Ekel als er mein Einsickern spürte, blieb aber sonst ruhig. Die erste Wahrnehmung, die ich von ihm bekam, war rasender Schmerz überlagert mit Stolz und einer beherrschten Ruhe. Er beobachtete mein Eindringen, leistete aber keine Gegenwehr.

Als ich mich an einem Punkt seines Geistes zu der Zentaurengestalt verdichtete, die ich für diese Begegnung gewählt hatte, erschuf auch er dort ein Abbild seiner selbst. Seine Figur war unverletzt und die Kleidung in Ordnung, doch ohne jegliche Verzierung, ohne Schmuck, ohne Zeichen irgendeiner Macht.

"Wohin darf ich euch führen?"
Die Frage stellte er in einem ruhigen beiläufigen Ton, als stünde es ihm wirklich frei meinen Wünschen nachzu- kommen oder nicht.
Ich lachte ihn aus.
"Du brauchst mich nirgends hinführen, denn dein Geist gehört jetzt mir und ich werde dir kein Zipfelchen deiner Erinnerungen lassen." erklärte ich.
Sein Blick verschleierte sich kurz, dann sah er mich wieder mit derselben Ruhe an, nickte um zu zeigen, daß er verstanden hatte und fragte:
"Was willst du dann von mir?"
"Ich will mich an deinen Schmerzen ergötzen!" teilte ich ihm hämisch mit.
Wieder nickte er nur ruhig.
Mir schien es, als könnte ich in seinen dunklen Augen versinken, mit denen er mich ruhig und ohne Zorn musterte.

Ich hätte nicht gedacht, daß auch ein einfacher Mensch königlich aussehen kann. Aber dieser sah gerade jetzt königlich aus. Und er brauchte dazu nichts als seine Haltung. Nun, das würde sich ändern. Er war stolz - aber das würde den Spaß nur vergrößern, den es machte, seinen Willen zu brechen.

Ich verließ mit einem Großteil meiner Aufmerksamkeit seinen Geist und versetzte seinen Körper nach draußen vor das Schiff.

Kersti

Fortsetzung:
FF29. Kersti: Weg der Qual

Quelle

Erinnerung an Erlebnisse aus der geistigen Welt.
VB121. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Channelings und anderen Methoden, Wissen aus der geistigen Welt und höheren feinstofflichen Welten zu erhalten

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
FFI Kersti: Zeittafel: Gefallene Engel
FFI3. Kersti: Inhalt: Der Dunkle Fürst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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