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erste Version: 12/2008
letzte Bearbeitung: 7/2012

Gefallene Engel: Geschnitzte Anteile

FF45.

Weiche von mir, Satan!

So kannst Du dich verteidigen

Ein älterer Engel führte eine Gruppe ganz kleiner Engel zu einem Käfig mit gefangenen Dämonen. Schaudernd drängten sich die kleinen Engel zusammen und betrachteten diese unheimlichen dunklen Wesen. Jeder der Dämonesn sah anders aus, aber alle waren sie unglaublich dunkel und schmutzig. Die meisten hatten lange rasiermesserschafte Krallen oder gefährlich aussehende große und spitze Zähne oder ein scharfes Geweih. Sie sahen in den Augen der kleinen Engel sehr häßlich aus, hatten Beulen und Vertiefungen überall am Körper und manche hatten nur ein Auge oder nur eine Hand. Außerdem stanken sie. Um einen herum breitete sich eine Pfütze aus einem ekelhaften schwarzen Zeug aus. Und der mit der Pfütze gab ein gefährlich klingendes knurrendes Geräusch von sich. Das waren wirklich Wesen, die so aussehen, daß jeder kleine Engel sofort Angst bekommt.

"Die zur Erde gehörenden feinstofflichen Ebenen sind ein gefährlicher Ort, wo es ganz viele böse Wesen gibt, die euch ganz totbeißen wollen. Damit euch nichts passiert, hat der liebe Gott euch ein Mittel an die Hand gegeben, mit dem ihr euch ganz leicht schützen könnt, indem ihr sie nach Hause schickt. Wenn ihr so einem Wesen gegenübersteht, müßt ihr nur sagen "Weiche von mir, Satan!" dann tut sich ein Abgrund auf und der Dämon fällt in die Hölle, wo er hingehört."

Danach ließ der große Engel die kleinen Engel üben, wie man Dämonen in die Hölle schickt.

Ahriman: Das Ende einer Flucht

Vorgeschichte C'hers: FF40. Kersti: Geschnitzte Anteile

Vorgeschichte Ahrimans: FF156. Kersti: Satan faselte ständig etwas von abstürzenden Welten, das wir nicht verstanden

Dieser Abschnitt ist von C'her'ika, einem Anteil von C'her erzählt, dem es nach meiner Versklavung in der Hölle als einem der ersten gelang zu fliehen.
Satan hatte mir bei ihrer ersten Schnitzerei eine durchaus schöne weibliche Gestalt gegeben und mich dann in eines ihrer Établissements geschickt in denen Satananteile und einige andere Wesen sadistischen Sex betrieben. Meine Rolle darin war natürlich klar: Ich wurde während ihrer Vergnügungen nach und nach zerlegt und zu Tode gefoltert - und wenn dann nur noch Fetzen übrig waren, wurden die Reste einem der anderen Anteile meiner Gruppenseele übergeben, der sie wieder zusammenheilen sollte. Nach jeder solchen Heilung hatte ich ein paar Stunden Ruhe, in denen ich mich ein wenig erholen konnte. Und jeden Tag war ich zu Beginn der Foltern ein wenig kaputter als am Tag zuvor.

Eines Tages öffnete sich zu meiner Überraschung die Tür meines Kerkers, lange bevor meiner Ansicht die Foltern beginnen sollten. Noch überraschter war ich, daß es mein Heileranteil war, der mir öffnete, mir bedeutete zu schweigen und mich aufforderte, ihm zu folgen. Er trug mich durch Höhlen und Gänge, wo sich normalerweise niemand durchbewegt, weil da so ein ekelhaftes schwarzes Zeug fließt nach oben, immer höher bis zur Erdebene. An manchen Stellen mußte ich trotz meiner Verletzungen selber durchkriechen, weil sie zu eng für zwei waren. Der Hauptanteil hatte Fliegen von sich abgegliedert und sie die Gänge auskundschaften lassen, bis er einen Weg in die Freiheit gefunden hatte. Nur war ich so mit Schmerzen beschäftigt gewesen, daß ich das nicht mitbekommen hatte.

Als wir schließlich auf der Erdebene waren, dachten wir zum ersten mal über unsere Situation nach. Sie war ziemlich schwierig. Von den Foltern hatte ich immer noch Verletzungen, die der Heileranteil nicht heilen konnte, weil er selber ebenfalls zu verletzt war. Also würden wir die Hilfe eines zweiten Heilers benötigen.

Wir suchten und fanden schließlich einen noch recht jungen Engel, der gerade dabei war, einen frisch gestorbenen Menschen von den Verletzungen seines Lebens zu heilen. Wir beobachteten ihn dabei und einigten uns, daß ich alleine auf ihn zugehen sollte, weil er bestimmt zu viel Angst bekommen würde, wenn er zwei dunkle Gestalten vor sich hat. Und ich war so schwer verletzt, daß er sicherlich Mitleid haben würde. Dachten wir.

Also kroch ich in sein Sichtfeld um ihn um Hilfe zu bitten. Doch bevor ich ihn ansprechen konnte, zeigte er auf mich und rief:
"Weiche von mir, Satan!"
Ich schrie vor Schmerzen auf, als ich von einem Blitz getroffen wurde, der mich von oben bis unten aufriß. Ich dachte noch: "Aber ich heiße doch gar nicht Satan!" Und ich heulte vor Entsetzen, als sich unter mir ein Abgrund öffnete und ich an mehreren Ebenen vorbei bis in die Hölle fiel. Ich landete in einem großen belebten Saal, wo ich natürlich sofort entdeckt und wieder gefangengenommen wurde. Und man brachte mich zurück in die Étabissements, aus denen ich geflohen war. Eine zweite Flucht gelang mir nicht. Dazu war ich zu kaputt.

Die Fortsetzung dieser Geschichte findet sich hier:
FF63. Kersti: Ahrims heilende Wolfs-Zunge

Engel sind grausam und gemein

Als ich, der Hauptanteil C'her, von diesem ersten Fall erfuhr, war ich erschrocken daß ein so kleiner Engel die Macht zu so etwas hatte. Nach und nach stellte sich heraus, daß alle Engel das konnten und daß sie bedenkenlos jedes Wesen in die Hölle schickten, das ein bißchen dunkel aussah. Und dann tönten sie auch noch laut herum, sie wären ja die Guten und die Bewohner der Hölle die Bösen. Da war ich nicht mehr erschrocken sondern ernsthaft erbost. Nicht, daß das irgendetwas geändert hätte - selbst wenn ich darin irgendeinen Sinn gesehen hätte, war es höchst unklug, Wesen anzugreifen, die jeden in die Hölle schicken können und es tun, wann immer ihnen das in den Sinn kommt.

Ich warnte alle meine Anteile, daß sie sich besser außer Sichtweite von Engeln halten sollen: "Engel sind grausam und gemein. Halte Dich von ihnen fern oder sie schicken dich in die Hölle." Hilfe suchte ich von da ab nur bei anderen Dunkelwesen und bei den feinstofflichen Hütern der Natur, die mir immer treu geblieben sind.

Und Gott sei Dank lernte ich mit der Zeit eine der Ebenen durch die ich hindurchfiel zu ergreifen, damit ich nicht jedes mal, wenn so ein verdrehter Engel den Satz: "Weiche von mir, Satan!" von sich gab, gleich in der Hölle landete.

Wenn einer meiner Anteile durch einen Engel wieder in die Hölle geschickt wurde, bekam jeder meiner Anteile genau mit, welcher Engel das gewesen war. Und von vielen meiner Freunde erfuhr ich ebenfalls, welche Engel dazu neigten, Dunkelwesen, ohne ernsthaft bedroht zu sein, in die Hölle zu schicken. Der grausamste dieser Engel war Gabriel. Manche meiner Anteile entwickelten einen regelrechten Haß auf diese besonders grausamen Engel. Während sie die meisten Engel zurück ins Licht schickten, wenn sie sich in die Hölle verirrten, halfen sie bei diesen Engeln mit, sie einzufangen, damit sie auch mal erlebten, wie es in der Hölle war. Heute schäme ich mich dafür. Das sollte man niemandem antun.

Tiuval: "Ich habe meinen Freund in die Hölle geschickt!"

Dieser Abschnitt wird von dem Tiuval-Anteil beschrieben, der von Satan einem Engel im Himmel übergeben wurde und dort gefangen war.
F69. Kersti: Der Teufel im Himmel

Eines Tages kam ein kleiner Engel zu der Stelle, wo ich im Himmel angekettet war. Er war - wie viele Engel, die dort zu mir kamen, völlig verheult. Es ist schon ein merkwürdiges Phänomen, daß ich als angeblicher Inbegriff des Bösen all die Dinge anvertraut bekam, die die Engel sonst niemandem zu erzählen wagen, weil sie sich so dafür schämen.

Ich fragte den kleinen Engel, warum er denn so schrecklich weinte. Da begann er noch mehr zu weinen und meinte:
"Ich glaube, ich bin böse."
"Warum findest Du, daß Du böse bist?"
"Ich glaube ich habe meinen besten Freund in die Hölle geschickt."
Er begann wieder jämmerlich zu weinen.
"Zeig mir mal Deine Erinnerungen." bat ich ihn.

Der Kleine Engel spielte mit einem anderen kleinen Engel "Engel und Dämon". Als sein Freund spielte, er würde ihn angreifen, rief der kleine Engel im Spiel: "Weiche von mir, Satan!" und zu seinem Entsetzen kam ein Blitz vom Himmel, traf seinen Freund und riß ihn beinahe zur Hälfte durch. Dann öffnete sich ein Abgrund unter dessen Füßen und ein vor Schmerzen schreiender kleiner Engel fiel in die Hölle.

Nachdem er sich diese Scene wieder in Erinnerung gerufen hatte, weinte mein kleiner Besucher noch jämmerlicher.
"Ich wußte doch gar nicht, daß das geht, ich dachte nur Böse kommen in die Hölle!" weinte er.
"Sag mal, welcher Idiot hat Dir denn beigebracht, wie man jemanden in die Hölle schickt?"
"Aber das war doch mein Lehrer!"
"Zeig mir die Erinnerung daran."

Die Erinnerung, die er mir zeigte, entsetzte mich in mehrfacher Hinsicht. Wie der kleine Engel sie erlebte, ist oben unter der Überschrift
Kersti: So kannst Du dich verteidigen
beschrieben.

Die Farbigkeit war so verändert wie ich das von Bildern, die mir Engel übertragen, schon kannte. Während die Engel für mich so durchsichtig, in hellsten Pastellfarben leuchteten, daß ich sie fast nicht wahrnehmen konnte, waren sie in seiner Erinnerung richtig bunt. Dagegen waren die verletzten Dunkelwesen, die ich farbig wahrgenommen hätte, in seiner Erinnerung kohlrabenschwarze Schatten. Trotzdem konnte ich sehr gut erkennen, daß in der Erinnerung des Engels einer der Gefangenen sehr schwer verletzt war und vor Schmerzen weinte. Die anderen Dunkelwesen hatten alle ebenfalls Verletzungen, die aber nicht ganz so gravierend und zumindest notdürftig zugeheilt waren. Einer flehte um Gnade, woraufhin der ältere Engel erklärte, das dürfe man nicht beachten, das würde der nur machen, um kleine Engel zu manipulieren und ihnen dann etwas Schlimmes anzutun. Als wenn die Aussicht, in die Hölle geschickt zu werden, nicht wirklich ein Grund wäre, sich zu fürchten! Die meisten Dunkelwesen saßen still in ihren Käfigen und bemühten sich, ihre Angst und ihren Schmerz nicht zu zeigen.

Ich war in mehrfacher Hinsicht entsetzt. Zum einen fand ich es schrecklich, daß der ältere Engel die jüngeren Engel Herzlosigkeit lehrte. Zum zweiten fand ich es erschreckend, zu merken, daß der Kleine einen Schwerstverletzten, der vor Schmerzen wimmert, anschauen konnten, ohne auch nur zu merken, daß er verletzt war und Schmerzen hatte. Die bemühte Tapferkeit der anderen Dämonen erkannte der kleine Engel natürlich erst recht nicht als das, was sie war, sondern meinte allen Ernstes, es wäre ihnen egal ob sie in die Hölle kommen oder nicht.

"Paß auf, Kleiner. Ich kontaktiere meine Freunde in der Hölle und wenn Du Glück hast, kann es sein, daß sie deinen Freund finden, befreien und zu Dir zurückbringen können." sagte ich "Aber für die Zukunft merkst Du dir, daß Du niemanden in die Hölle schickst, denn das ist wirklich für jeden schrecklich, auch für Dämonen." Danach erklärte ich ihm ausführlich, wie sich die verschiedenen Dämonen in seiner Erinnerung gefühlt hatten und warum sie sich so verhalten haben, wie in den Erinnerungsbildern zu sehen war.

In diesem Fall hatte der kleine Engel, der in die Hölle geschickt wurde, Glück. Einer meiner Anteile in der Hölle hat ihn tatsächlich gefunden, ihn notdürftig geheilt und ihn zu Erzengel Michael gebracht, der ihn gründlicher heilen ließ und ihn dann in den Himmel brachte.
FF61. Kersti: Wolfs-Engelchen

Viele Jahrhunderte später, als zum ersten mal auch ein großer Engel bei mir Trost suchte, zeigte ich ihm diese Erinnerung an eine Einführung für kleine Engel ins "Dämonen in die Hölle schicken" und fragte ihn aus, was er glaubte, was die Dämonen gedacht hatten. Auch er hatte nicht erkannt, daß die Pfütze, die sich um den verletzten Dämon herum ausbreitete, Blut war und hielt das Wimmern, das er von sich gab für ein drohendes Knurren.

Schließlich kam im Jahre 1906 Michael zu meinem Anteil im Himmel, machte die Kette von meinem Fuß ab und brachte mich in ein Versteck, wo Metatron mich nicht mehr foltern konnte. Er erklärte mir dort, daß er es vorher nicht gewagt hatte in meine Nähe zu kommen, weil Metatron ständig kleine Anteile von ihm gefangen und gebraten hatte. Erst 1906 hatte er sich stark genug gefühlt, um so weit in das Zentrum von Metatrons Machtbereich vorzudringen, daß er mich befreien konnte.

In Michaels Himmelsverstecken waren aber außer mir noch einige viel größere Anteile meiner Gruppenseele versteckt und die hatte er die ganze Zeit geschützt.

Die Fortsetzung dieser Geschichte findet sich hier:
FF140. Kersti: Aschene Erinnerungen in Michaels Versteck

Welcher Idiot hat den Engeln diese Macht in die Hände gegeben?

Durch meinen Anteil im Himmel verstand ich, der Hauptteil mit Namen C'her, mit der Zeit etwas mehr von dem, was in den Engelköpfen vorgeht. Und ich begriff, daß viele von ihnen buchstäblich nicht wissen, was sie tun.

Leider war das kein Einzelfall und auch nicht das schlimmste Beispiel. Ich habe erlebt, daß viele Engel von anderen Engeln in die Hölle geschickt wurden. Manchmal aus Dummheit, wie in diesem Fall und manchmal wegen einem Streit, der aus meiner Sicht so unwichtig war, daß selbst meine rachsüchtigsten Anteile ihn nach drei Tagen vergeben und vergessen hätten. Und natürlich haben auch die Engel das oft nach eben diesen drei Tagen bereuht, wenn der Schaden schon angerichtet und nicht wieder gut zu machen war.

Ich frage mich, welcher Idiot diesen Engeln eine Macht in die Hände gegeben hatte, mit der sie offensichtlich völlig überfordert sind!

Quelle

Erinnerung eines Anteils meiner Gruppenseele an ein Erfahrungen aus der geistigen Welt

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
FFI Kersti: Inhalt: Gefallene Engel
FFI6. Kersti: Inhalt: Geschnitzte Anteile
FFI9. Kersti: Inhalt: Tiuval
FFI14. Kersti: Inhalt: Ahriman
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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