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erste Version: 1/2009
letzte Bearbeitung: 7/2012

Gefallene Engel: Der teuflische Engel oder Tiuval

FF54.

Glückszeit

Vorgeschichte: FF53. Kersti: Thi'u'val

Thi'u'val erzählt:
Der Kristallpalast lag in einer großen Anlage wo jede der Gruppenseelen der Hellen einen Tempel hatte. Der Kern der jeweiligen Gruppenseele verwendete das Tempelgebäude als Körper und die Kristalle waren nötig, um die Gedanken der Gruppenseele so weit zur irdischen Ebene herunterzutransformieren, daß sie für inkarnierte Mernschen zu empfangen waren.

Jeder Mensch besuchte den Tempel seiner eigenen Gruppenseele regelmäßig, um mit den Kernanteilen über sein Leben zu sprechen und sich Rat und emotionale Unterstützung von der eigenen Gruppenseele zu holen.

Für mich hatte immer die schwarze Burg diese Funktion gehabt, doch war sie etwas anders gebaut. Sie hatte zwar außen massive Steinwände, doch ein erheblich größerer Anteil der Burg bestand aus Fleisch, das sich beliebig verformen ließ und wie jeder Fleischkörper auch regelmäßig Nahrung brauchte. Aus diesem Fleischanteil der schwarzen Burg konnten bei Bedarf beliebige Tier- Pflanzen- oder Fabelwesen- oder menschliche Körper ausgegliedert werden.

Ganz so viel Fleisch wollte ich hier nicht haben, denn dort hatte C'her immer zu viel Tribut einfordern müssen, um das alles zu ernähren. Aber Fleisch genug für zwei oder drei Körper erschien mir schon sinnvoll, damit diejenigen Anteile, die sich nicht inkarnieren, auch mal einen Körper annehmen können, um normal mit jemanden zu reden. Und die könnte man durchaus aus dem Tempelgarten ernähren.

Aber natürlich müßte das Fleisch auch zuerst einmal eingebracht werden.... Vielleicht ließen sich die Anteile der Gruppenseele darauf ein, in den Tempel zu kommen, wenn sie sterben wollten?

Ich war also mit Änderungsplänen beschäftigt, als zum ersten mal eine der jungen Seelen zu Besuch kam, die zu Thi gehören. Es war Thi'e'la die diesmal als kleines Mädchen zu Welt gekommen war und gerade erst geboren war. Ihre Mutter brachte die neugeborene Tochter zum ersten mal in ihrem Leben in den Tempel ihrer Gruppenseele.

Üblich war es, daß die Mutter sich etwa eine halbe Stunde lang zusammen mit ihrem Kind in den Tempel setzte. Meist nahm sie sich eine Handarbeit mit, um beschäftigt zu sein, während die Seele des Kindes mit ihrer Gruppenseele kommunizierte.

Aber dieses kleine helle Seelchen war so süß und ich hatte ja noch meinen Körper, mit dem ich hierhergekommen bin, so daß ich sofort angekommen bin und gefragt habe, ob ich sie auch mal in die Arme nehmen darf. Danach habe ich Thi'e'la stundenlang auf der Harfe vorgespielt - immer, wenn ich aufhören wollte, bat sie mich telepathisch, weiterzumachen.

Am nächsten Tag kam die Mutter wieder und brachte drei Freundinnen mit, die höflich fragten ob sie auch in den Tempel kommen und meine Musik hören durften. Ich erlaubte das. Und am nächsten Tag kamen noch mehr Gäste. Schließlich mußte ich anbauen, damit die Mitglieder meiner eigenen Gruppenseele genug Ruhe hatten, um Verbindung zu mir aufzunehmen.

Doch damit endete die Entwicklung nicht. Mitglieder einer Gruppenseele kamen in den Tempel, um sich mit ihrer Gruppenseele zu beraten, wie sie ihre Alltagsprobleme am besten lösen. Das geschah in der abgeschiedenen Ruhe der Tempelräume telepathisch und wurde als Intuition wahrgenommen. Eine Gruppenseele kann nicht so leicht mit einem Wesen Kontakt aufnehmen, das nicht zu ihr dazugehört, so daß normalerweise jeder nur in den Tempel der eigenen Gruppenseele ging - nur Babys und Kleinkinder wurden dabei von der Mutter begleitet.

Dadurch daß ich im Tempel immer noch meinen Körper hatte, konnte ich aber auch andere Menschen beraten. Und irgendwie sprach sich herum, daß meine Ratschläge gut waren. Immer mehr Leute kamen zu mir und wollten über alles möglich mit mir reden. Und sie waren allesamt so strahlend hell und süß. Ich beobachte sie stundenlang und war einfach nur entzückt. Eine junge Seele kann sich gar nicht vorstellen, wie anziehend sie auf die Seelen der vorhergehenden Generation wirkt. Und ich war so glücklich, daß mich jetzt alle mochten.

Irgendwie heilte das auch die Wunde in der Seele, die mir vor langer Zeit die Titanen zugefügt hatten, denn ich begriff, daß sie wohl genauso entzückt von mir gewesen waren, daß sie nur noch weniger fähig waren, auf unsere Verletzlichkeit Rücksicht zu nehmen, als wir es waren, als die Engel kamen. Ich habe sehr lange gebraucht, um das zu lernen. Die Titanen hatten mich geliebt, aber sie waren zu ungeschickt, sie hatten einfach nicht gewußt, daß sie mich verletzen und was sie hätten anders machen müssen, damit ich gerne mit ihnen Kontakt gehabt hätte.

Um diese Stellung unter den Hellen, haben mich damals alle Dunklen beneidet. Alle wären sie gerne genauso von den Hellen geliebt worden wie ich. Und bekommen habe ich es, weil ich als ich selber so jung war aus der Erfahrung mit den Titanen gelernt habe, daß man mit kleinen jungen Seelen unglaublich vorsichtig sein muß, damit sie nicht so schwer verletzt werden, daß sie viele Zeitalter brauchen, um wieder heil zu werden.

Erst als ich das begriff, habe ich den Titanen ihre Fehler vergeben.

Kersti

Fortsetzung:
FF141. Kersti: "Du kannst erst aufsteigen, wenn Du Satan mitbringst!"

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben aus der Geistigen Welt
EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
FFI Kersti: Inhalt: Gefallene Engel
FFI9. Kersti: Inhalt: Tiuval
FFI4. Kersti: Inhalt: Der teuflische Engel
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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