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erste Version: 12/2015
letzte Bearbeitung: 3/2016

Chronik des Aufstiegs: Mittelalter und frühe Neuzeit

FI22.

Der an die Kette gelegte Heilige

Vorgeschichte:

Eigentliche Geschichte:
F660. Kersti: Ich war auf Leute, die sich für gute Christen halten, die Bettelkinder auf der Straße verhungern lassen und ihre Heiligen auf dem Marktplatz anketten, nicht besonders gut zu sprechen
F661. Kersti: Eines Tages kam eine Frau, die offensichtlich zum gehobenen Bürgertum gehörte, mit ihrem Rosenkranz vorbei und fragte mich, wie ich dazu käme, mich als Heiliger aufzuspielen
F662. Kersti: Diesmal meinte er, es wäre ein kluger Gedanke, der Menschheit mitzuteilen, daß Heiligenverehrung albern ist
F663. Kersti: Die ungebetenen Besucher unterhielten sich darüber, daß sie mir meinen Fuß abschneiden wollten, um mich so von der Kette loszumachen, zu klauen und in ihr Dorf zu bringen
F664. Kersti: Die Frau Wirtin hatte ihre eigenen Vorstellungen wie ihr Hausheiliger sich zu kleiden, zu benehmen und auszusehen hätte, und sie tat ihr Bestes, mich ihren Vorstellungen anzupassen
F665. Kersti: Die Leute vom Nachbarort schienen ein nachaltiges Interesse an mir zu haben
F666. Kersti: Keinen von denen hätte ein erfahrener Hauptmann jemals als Vorgesetzten von wem auch immer eingesetzt
F667. Kersti: Ach deshalb sitze ich hier gemütlich auf der Bank und du bist die eine Kanonenkugel durch die Tür geflogen?
F668. Kersti: Ich liebte diese Geschichtenabende, denn sie erinnerten mich an die Zeit, als meine Mutter noch gelebt hatte und mir zum einschlafen Geschichten erzählt hatte und es war ein schönes Gefühl, den Kindern jetzt dieselbe Freude zu machen
F669. Kersti: Guten Tag, Herr, was führt sie ausgerechnet zu mir? Ich bin ihnen doch sicherlich zu lädiert mit nur einem Bein und dieser häßlichen Narbe im Gesicht
F700. Kersti: Er schien sich für so wichtig zu halten, daß nichts außer seinen Wünschen und Ideen auf der Welt Bedeutung hätte. Daß ich ihm darin nicht zustimmte, hielt er ernsthaft für Gotteslästerung
F701. Kersti: "Na, da bin ich ja mal gespannt, was sie aus dem Paß machen!"
F702. Kersti: Wahrscheinlich gab es deshalb so viele Geschichten über die Engelsgeduld der Heiligen, weil diese wirklich eine Engelsgeduld brauchten, um von diesem ganzen Scheiß nicht wahnsinnig zu werden!
F703. Kersti: Aber eines fand ich albern: Die Leute waren der Ansicht daß ich die Krankheit für die ganze Stadt auf mich genommen hätte, damit niemand sonst krank wird

Fortsetzung:

Übersichten

EGI. Kersti: Kurzgeschichten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
VB17. Kersti: Fantasy

Sonstiges

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Kersti: Suche und Links

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.