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erste Version zwischen dem 01.05.2000 und dem 07.06.2000
letzte vollständige Überarbeitung: 7/2018
letzte Bearbeitung: 7/2018

H3.

Erinnerungen an Jesus

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
Dieser Text:
H3.1 Kersti: 1982-1984 Seltsame Ängste im Konfirmandenunterricht
H3.1 Kersti: Die Bibel: Dort war mit wunderbaren Worten das erklärt, was ich schon immer - als Kleinkind schon - allen Leuten hatte erklären wollen!
H3.2 Kersti: 1990 Sind das frühere Leben?
H3.2 Kersti: Das Ergebnis meines Versuches mich an frühere Leben zu erinnern war unterhaltsam: Ohne mein Zutun kamen mir interessante Erlebnisse zu Bewußtsein
H3.2 Kersti: Geschichten erfinden: Um dieses Bild herum habe ich mir dann überlegt, wie man daraus eine ansprechende Geschichte basteln könnte
H3.2 Kersti: Wenn ich ein Lied das erste mal singe, bevor es noch ganz fertig ist, dann habe ich das Gefühl, es fließt einfach durch mich hindurch
H3.2 Kersti: Wenn ich Lösungen für die Traumsituation überlegte, änderte sich mein Alltagsverhalten
H3.3 Kersti: 1990-1993: "Ich will ein Jünger Jesu gewesen sein? Ich muß wohl an maßloser Selbstüberschätzung leiden!" dachte ich mir
H3.3 Kersti: Bewaffnete kamen auf mich zu und richteten die Spitzen ihrer Speere auf mein Herz
H3.3 Kersti: "Ich will ein Jünger Jesu gewesen sein? Ich muß wohl an maßloser Selbstüberschätzung leiden!" dachte ich mir, "Na ja, immerhin jemand, den heute niemand mehr kennt."
H3.3 Kersti: Im März 2001 bewertete ich diese Erinnerungen an Jesus noch stärker als real:
H3.4 Kersti: April 2001 bis Ende 2012: unsortierbare Jesuserinnerungen
H3.5 Kersti: Text
H3. Kersti: Text
H3. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Seltsame Ängste im Konfirmandenunterricht

Zwei sehr starke emotionale Reaktionen waren mit dem Konfirmandenunterricht verbunden.
Beispielgeschichte, Kersti:

Die Bibel: Dort war mit wunderbaren Worten das erklärt, was ich schon immer - als Kleinkind schon - allen Leuten hatte erklären wollen!

Meine Erziehung war ziemlich materialistisch ausgerichtet. Ich besuchte aber den Religionsunterricht, weil meine Mutter im Gegensatz zu meinem Vater in der Kirche war und weil beide der Ansicht war, daß das eine wesentliche Bildungsveranstaltung ist, da das Christentum unsere Kultur sehr wesentlich geprägt hatte.

Nur stellte mich der vor ein Rätsel. Dort wurde beispielsweise durchgenommen, was laut Meinung des Religionslehrers Freundschaft war und ich stellte fest daß ich mich im sozialen Umgang gewöhnlich so verhielt, wie Freunde das tun. Meine Klassenkameraden verstanden nicht wirklich was das sollte und sie entsprachen in ihren "Freundschaften" diesen Ansprüchen gewöhnlich nicht. Warum kam ich dann bei ihnen nicht mit meinem Verhalten an? Aus meiner heutigen Sicht - nachdem ich mich mit Entwicklungspsychologie befaßt habe - ist die Antwort recht klar: Mein Verhalten entsprach erwachsenen Denken ihr ihr Verständnis war mehr als eine Entwicklungsstufe unter diesem Verständnis, deshalb haben sie weder das in der Schule dazu gelehrte verstanden, noch war mein Verhalten etwas, womit sie etwas sinnvolles anfangen konnten. Wirklich neue und interessante Dinge wurden nicht gelehrt.

Als vierzehnjährige beim Konfirmandenunterricht habe ich zum ersten Mal Teile der Bibel im Original gelesen. Manche Stellen des neuen Testaments waren mir unheimlich vertraut. Dort war mit wunderbaren Worten das erklärt, was ich schon immer - als Kleinkind schon - allen Leuten hatte erklären wollen! Ich las sie, war begeistert und hatte sofort eine Deutung parat, die mich mit einer inneren Gewißheit erfüllte, daß es die einzig richtige und lebenspraktisch sinnvolle sei. Ich bekam einen Schreck. Meine Deutung entsprach auch nicht dem, was die anderen dazu meinten. Ich wagte es mich auch nicht, meine Sichtweise dazu zu äußern, weil ich fürchtete für verrückt erklärt zu werden, wenn ich sage, was ich für die richtige Deutung der Bibelstellen halte.

Da das Christentum offensichtlich das enthält, was ich aus tiefster Seele für wahr halte, ließ ich mich im April 1984 konfirmieren.

Sehr viel signifikanter als der Inhalt meiner Gedanken war die massive Angst, die zu dem Thema, über meine Überzeugungen zu den Jesusgeschichten zu reden, hochkam. Das tägliche Mobbing fühlte sich dagegen völlig harmlos an, und als mich einmal vier ältere Mädchen verprügelt haben, hatten die nachher Angst vor mir aber nicht umgekehrt.
V38. Kersti: Was kann der Ausgegrenzte gegen Ausgrenzung tun?
E5: Kersti: Zusammengeschlagen

 
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2. Ab 1990: Sind das frühere Leben?

Beispielgeschichte, Kersti:

Das Ergebnis meines Versuches mich an frühere Leben zu erinnern war unterhaltsam: Ohne mein Zutun kamen mir interessante Erlebnisse zu Bewußtsein

Ich muß wohl so 18 Jahre alt gewesen sein und hatte inzwischen die Esoterik als verrückt und deshalb interessant qualifiziert und einige Bücher über Nahtodeserlebnisse1., 2. gelesen. Da stolperte ich über ein Buch mit dem Titel: "Entdecke deine früheren Leben" von Autor: Trutz Hardo3., kaufte, las es.

Seine Methode, sich an frühere Leben zu erinnern, besteht im Wesentlichen aus einer Einleitung, die durch eine Art Fantasiereise, rückwärts zählen und so zu einer tiefen Entspannung führt. Der Geisteszustand, den die meisten Menschen kurz vorm Einschlafen erleben. Man kann sich gewöhnlich noch an alles erinnern, wenn man daran zurückdenkt. Danach kommt die Aufforderung, in ein früheres Leben zu gehen und zu beschreiben, was man sieht. Die dritte Phase ist die Einleitung in Rückwärts, um wieder wachzuwerden. Ich legte mich ins Bett.

Die Einleitung gefiel mir nicht. Da war mir zuviel von Regenbogen und rosa Wolken die Rede und die anderen Entspannungstechniken funktionierten bei mir sowieso nicht richtig. Ich ließ sie also weg und atmete statt dessen drei mal tief durch. Danach befahl ich mir, mich an frühere Leben zu erinnern. Und die dritte Phase hielt ich ebenfalls für Unfug und schlief einfach ein, wenn ich keine Lust mehr hatte.

Das Ergebnis war unterhaltsam: Ohne mein Zutun kamen mir interessante Erlebnisse zu Bewußtsein, die zu mir unbekannten Zeiten an mir unbekannten Orten spielten. Ich hasse es, meine "verrückten" esoterischen Theorien, bewiesen zu bekommen. Also dachte ich mir: "Kersti denkt sich Geschichten aus." Das war für mich mit meiner blühenden Fantasie ganz normal. Ich machte dieses unterhaltsame Spiel fast täglich.

Neben der Anleitung, wie man sich an frühere Leben erinnert hatte ich also auch Informationen, daß es Reinkarnation und ein Leben nach dem Tod wirklich geben soll. Welche Art von Informationen man prinzipiell in der wissenschaftlichen Forschung finden dazu kann, habe ich hier zusammengefaßt.
O7.B1 Kersti: Totenbettvisionen
VB37. Kersti: Nahtoderfahrung bei Bewußtlosigkeit
O7.A4 Kersti: Wissenschaftliche Forschung zur Reinkarnation
Ich hatte also prinzipiell Beweise, daß es Reinkarnation wirklich gibt, da so etwas aber bis dahin in meinem Weltbild nicht integrierbar gewesen war, stand dieses Wissen ziemlich zusammenhangslos neben meinem Materialistisch-Naturwissenschaftlichem Weltbild.

Die Erfahrung des Erinnerns unterschied sich von einer anderen Art Erfahrung, die ich kannte:

Beispielgeschichte, Kersti:

Geschichten erfinden: Um dieses Bild herum habe ich mir dann überlegt, wie man daraus eine ansprechende Geschichte basteln könnte

Seit ich schreiben konnte, habe ich immer an einem Buch geschrieben. Das erste solche Buch war ein Bilderbuch, in dem ich die Geschichte des Pferdes Chattinko erzählte. Das habe ich am Ende der ersten Klasse oder während der zweiten Klasse geschrieben und gemalt. Meine buchprojekte wechstelten mit den Jahren und ich trat schließlich während meiner Lehre einem Fantsy-Fan-Club bei - die Freunde von Darkover - wo wir Geschichten schrieben und uns gegenseitig kritisierten. Generelll konnte ich im spiel immer damit Punkten daß ich jederzeit eine Welt und ein soziales Umfeld erfinden konnte, in dem unsere Kinderspiele stattfanden. Von einigen dieser selbst erfunden Welten habe ich heute noch landkarten herumliegen.

Wenn ich solche Geschichte erfunden habe, unterschied sich die Erfahrung des erfindens deutlich von dem erinnern an frühere Leben.

Beim erinnern früherer Leben bekam ich oft zuerst den Tod rein und habe dann nach früheren wesentlichen erlebnissen. In jedem Fall habe ich aber die Erinnerungen passiv nacherlebt und nicht daran herumgebastelt. allerdings kamen manchmal so seltsame und unpassend wirkende Details, daß ich sie am liebsten weggestrichen hätte.

Wenn ich Geschichten erfunden habe, dann begann das meist damit, daß ich ein emotional der beeindruckendes inneres Bild hatte, das mich so faszinierte, das ich dazu einge Geschichte erfinden wollte. Um dieses Bild herum, manchmal auch um mehrere solche Bilder herum habe ich mir dann überlegt wie man daraus eine ansprechende Geschichte basteln könnte. Ich habe also aktiv gebastelt und hin und her überlegt, ob man die Geschichte besser so oder so konstruiert.

Andererseits kenne ich eine andere Art des kreativen Arbeitens, wo ich sehr viel weniger bewußt aktiv bastele und überlege.
Beispielgeschichte, Kersti:

Wenn ich ein Lied das erste mal singe, bevor es noch ganz fertig ist, dann habe ich das Gefühl, es fließt einfach durch mich hindurch

Um ein gutes Lied fertigstellen zu können, muß ich in einem sehr offenen Geisteszustand sein. Dann fühle ich mich einerseits sehr mit mir ein und sehr glücklich und harmpnisch, andererseits bin ich dann aber auch so offen, daß mich alles sehr viel stärker als sonst verletzen kann.

Wenn ich ein Lied das erste mal singe, bevor es noch ganz fertig ist, dann habe ich das Gefühl, es fließt einfach durch mich hindurch. In manchen Fällen so, daß spontan ein ganzes vollständiges Lied mit Text und Melodie da ist und ich es nur noch auswendiglernen und aufschreiben muß.

Obwohl ich dieses Lieder in ihrer ersten Form nicht bewußt aktiv bearbeitet und geformt habe, kann ich nicht ernsthaft behaupten, daß es nicht von mir selbst erschaffen worden wäre, denn in vielen Fällen konnte ich genau bennennen, auf welche meiner persönlichen Erfahrungen dieses spezielle Lied zurückging. Obwohl ich das Lied im Unbewußten geformt habe, war es doch eine persönliche Leuistung von mir, die auf eigene Erfahrungen, eigene Gefühle, eigenes Können und musikalisches Wissen und mein eigenes ich zurückgeht.

Da diese Lieder so persönlich sind, gab es eine Zeit, in denen ich sie nur in einem sehr sicheren Rahmen vorzutragen wagte, weil mich jedes abwetrtende Wort über eines meiner Lieder mitten ins Herz treffen konnte und ich das Gefühl hatte, durch diese Kritik würde mein gesamtes ich infrage gestellt.

Ein anderes Beispiel für kreative Leistungen, die aber nicht auf bewußtes daran basteln zurückgehen sind unsere Träume.
Beispielgeschichte, Kersti:

Wenn ich Lösungen für die Traumsituation überlegte, änderte sich mein Alltagsverhalten

Als ich später, nämlich in meiner ersten eigenen Wohnung (1994-1998), jahrelang ein Traumtagebuch geführt hatte, ließ sich der Inhalt meiner Träume recht gut als symbolische Verarbeitung meiner tagsüber gemachten Erfahrungen verstehen. Wenn ich mir dann Lösungen für das Problem in der Traumsituation überlegte, änderte sich daraufhiin etwas in meinem Alltagsverhalten, ohne daß ich irdisch bezogen auf den Alltag bewußte Entscheidungen getroffen hatte, da etwas zu ändern. Offensichtlich wurde die Symbollösung also unbewußt ins Alltagsverhalten zurückübersetzt und bewirkte dort daß ich spontan bessere Lösungen fand, wo mir das vorher nicht gelungen war.
Kurz gesagt, kam bei meinen Frühere Lebens-Experimenten etwas heraus, was man als meine früheren Leben deuten könnte, aber ich erhielt zu meiner Erleichterung keine Beweise, daß sie ganz sicher keine Fantasieprodukte sein könnten. Das gefiel mir sehr gut, weil ich dann nicht gezwungen war es irgendwie in mein Weltbild zu integrieren und über so fragen nachzudenken, ob ich jetzt verrückt geworden bin, wie manche Leute glauben, daß man es von so etwas wird.

 
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3. 1990-1993: "Ich will ein Jünger Jesu gewesen sein? Ich muß wohl an maßloser Selbstüberschätzung leiden!" dachte ich mir

Die Erlebnisse die ich im folgenden beschreibe, fanden während meiner Lehre (1990-1993) statt:
Eine der Geschichten, an die ich mich durch meine frühere Lebens Experimente erinnerte, war folgende:
Beispielgeschichte, Kersti:

Bewaffnete kamen auf mich zu und richteten die Spitzen ihrer Speere auf mein Herz

Ich stand auf einem Tisch. Bewaffnete kamen auf mich zu und richteten die Spitzen ihrer Speere auf mein Herz. Ich wußte, daß sie mich töten würden. Ich betrachtete sie aufmerksam und nachdenklich, hielt Rückschau auf mein langes, erfülltes Leben und lächelte versonnen.
"Fesselt ihn." befahl der Anführer.
Ich legte meine Hände auf den Rücken und ließ es geschehen. Dann ließen sie mich von Tisch springen. Der Anführer band mich am Sattel fest und ritt durch das offene Stadtor hinaus. Ich lief federnd neben dem Hals des Pferdes her und bewunderte die friedliche Schönheit des Landes im Sonnenschein.

Schließlich hielt er an. Ich erkannte die Stelle wieder. Er zeigte auf einige Büsche und fragte zaghaft:
"Wirst du dort hinüber gehen, wenn ich es dir sage?"
Ich sah ihm stolz in die Augen und sagte:
"Das kommt darauf an."
Er gab seinen Männern einen Befehl und sie stießen mich grob dorthin. Ungestüm fuhr ich herum, wollte ihm sagen, daß diese Grobheit bestimmt nicht zu seinen Befehlen gehört hatte. Im letzten Augenblick sah ich den Speer, der meine Brust durchbohrte. Die Wunde war tödlich. Ich biß die Zähne zusammen, ging in die Knie und ließ mich zu Boden gleiten. Ich wandte mich nach innen, um die Schmerzen möglichst gut auszuhalten. Es würde nicht lange dauern. Jeder mühsame Atemzug tat weh, zerriß das verletzte Herz noch stärker. Es gelang mir, mich wieder zu entspannen und in meine Mitte zu kommen, ehe mein Körper endgültig tot war und mich freigab. Ich schwebte über meinem Körper und beobachtete den Hauptmann.

Erschüttert starrte er meine Leiche an. Dann entdeckte er etwas, das ihn tröstete:
"Seht, wie friedlich sein Gesicht aussieht." sagte er zu den anderen Männern holte seinen Speer zurück, schloß zärtlich die Augen meines Körpers und sagte:
"Er ist tapfer gestorben."

Eine Langfassung dieser Erinnerung findet sich hier:
Kersti: Mein letzter Schüler
Die ursprüngliche Erinnerung entspricht aber eher der obigen Kurzfassung.

Beispielgeschichte, Kersti:

"Ich will ein Jünger Jesu gewesen sein? Ich muß wohl an maßloser Selbstüberschätzung leiden!" dachte ich mir, "Na ja, immerhin jemand, den heute niemand mehr kennt."

Wieder etwas später sah ich ein Buch: " Buch: Essener Erinnerungen"4. nahm es in die Hand, las drei, vier kurze Stellen, die ich uninteressant fand und wollte das Buch unbedingt haben. Ich kam mir so richtig bescheuert vor. Da es eine ungefährliche Verrücktheit zu sein schien, die mich höchstens den Buchpreis kosten würde, kaufte ich es.

In einigen esoterischen Büchern wird über die "Akascha-Chronik" geschrieben, in der die Erinnerungen aller Menschen gespeichert sein sollen, die je gelebt haben. Die Autoren sagten, "Essener Erinnerungen" sei aus der Akascha-Chronik gelesen. Aus der Esoterik ist man Übertreibungen gewöhnt. Ich las. Das Buch war aus der Sicht eines Mannes und einer Frau geschrieben, die Jünger Jesu gewesen sein sollten. Ich fand begeistert: "Das ist genau der Jesus den ich kenne!" Dann wurde mir bewußt, was ich dachte. Ich löschte es sofort entsetzt aus meinen Gedanken und kam zu dem Ergebnis, ich sei vollkommen verrückt geworden. Das letzte Kapitel aus dem Buch erzählte mit anderen Worten die oben beschriebene Scene, die ich aus meinen Frühere-Leben-Experimenten kannte. Ich war geradezu empört, daß ich auf diese Weise gezwungen wurde, über die Realität früherer Leben noch einmal nachzudenken.

"Ich will ein Jünger Jesu gewesen sein? Ich muß wohl an maßloser Selbstüberschätzung leiden!" dachte ich mir, "Na ja, immerhin jemand, den heute niemand mehr kennt."

Logisch betrachtet hatte es natürlich mit Selbstüberschätzung nichts zu tun, schließlich hatte ich lediglich erinnert, wie ich gefangengenommen und ermordet worden war. Der Rest hatte im Buch gestanden. Es hat auch nicht mit meiner Selbsteinschätzung zu tun, wenn ich mich freue, das zu lesen, was für mich Jesu Lehre ausmacht, sondern sagt etwas darüber aus, wie ich Jesus einschätze - oder zu dem Zeitpunkt eingeschätzt hatte. Wie kam ich also auf den absurden Gedanken, mit der Selbstüberschätzung?

Ein weiterer Gedanke, der mir beinahe vollautomatisch kam, war:
V68. Kersti: Ich erinnere mich an Jesus - Bin ich jetzt verrückt?
Und auch da brauchte ich eine ganze Weile, bis ich auf eine ganz simple Tatsache kam:
Eine solche Erinnerung oder der Glaube sich zu erinnern kann auf Tatsachen beruhen oder ein Irrtum sein. Ganz gleich wie ein solcher Eindruck zustandegekommen ist, die Frage ob es zutrifft oder nicht, läßt sich objektiv kaum entscheiden, weil es zu wenige Überlieferungen aus der Zeit gibt. Für das jetzige Leben ist diese Frage völlig irrelevant, sonst wäre sie nämlich wesentlich leichter überprüfbar. Wenn ich damals mit Jesus befreundet war, hat das nicht den geringsten Einfluß darauf, wie wichtig oder unwichtig das ist, was ich heute tue und wer ich heute bin. Denn wer ich heute bin oder was ich heute tue, kann ich jederzeit feststellen, ob diese erinnerte Vergangenheit zu mir gehört nicht so ohne weiteres. Etwas das in diesem Sinne unwichtig für das heutige Leben ist, hat überhaupt keine Bedeutung dafür ob man im psychiatrischen Sinne krank oder gesund ist. Erst wenn man im heutigen Leben Handlungen aus so einer Überzeugung ableitet, die an sich unvernünftig sind, hat das für die Frage mit dem verrückt sein Bedeutung.

 
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4. Meine Internerseite oder: Mein Gott, kann man so etwas veröffentlichen?

Aus drei verschiedenen Gründen hatte ich einige meiner Reinkarnationserinnerungen aufgeschrieben. Der eine hatte mit meinem Wissen über Psychotherapie zu tun: Ich wollte Reinkarnationserinnerungen zum aufarbeiten verwenden und wußte von meiner Arbeit mit Option, daß es wesentlich ist therapeutische Selbstgespräche auszusprechen oder aufzuschreiben, weil dann die Arbeit an den eigenen psychischen Themen wirkungsvoller ist. Der zweite Grund war meine innere Fantasy-Autorin, die ein Bedürfnis hatte eine gute Geschichte auch aufzuschreiben. Der dritte Grund war mein Bedürfnis, möglichst viel von meinem Erlebnissen zu dokumentieren, um im nachhinein überprüfen zu können, ob die Dinge wirklich so geschehen sind, wie ich mich erinnerte.

Im Jahr 2000 begann ich meine Internetseite ins Netz zu setzen. Es handelte sich um diverse Texte, übver all die Dinge, die ich schon immer allen hatte sagen wollen und für die sich keiner interessiert hatte. Nun, keiner ist übertrieben, einige der Texte waren schon in dem Freunde von Darkover-Fancines veröffentlicht worden, andere hatten bereits in Idee und Bewegung gestanden. Es gab aber viele halb fertige Texte, die nur auf meinem Computer vor sich hingegammelt hatten, weil ich nicht gewußt hatte wie ich einen vernetzten Gedanken in einen Text übersetzen sollte, wo ein Wort nach dem anderen kommt. Da kam mir die Art wie internetseiten konstruiert sind gerade recht, weil man hier die Vernetzungen durch Verlinkungen darstellen kann. Bei der ersten Datensicherung am 15.02.2000 bestand meine Internetseite nur aus 85 kurzen Texten. Zum Vergleich: Am 7.7.2018 waren es über 4000 Texte, von denen die allermeisten deutlich länger sind als die in dieser ersten Version, dazu kommen in beiden fällen noch die ganzen Inhaltsverzeichnisse und Quellenverzeichnisse.

Dabei stellte sich mir die Frage: Kann man es wagen so etwas verrücktes ins Internet zu stellen?

Meine bisherigen Recherchen hatten auf die Frage eine beruhigende Antwort gegeben: Wenn jemand wie Autor: Ryke Geerd Hamer sich bemüht, wissenschaftlichen Standarts zu genügen und mit seinen Theorien wissenschaftlich anerkannt zu werden5. , wird er wesentlich heftiger angegriffen, in die Psychiatrie gesteckt, durch die Polizei verfolgt - und zudem noch zum Wunderheiler erklärt, was er definitiv nicht ist und wofür niemand der seine Bücher gelesen hat ihn jemals halten würde.
V135. Kersti: Hamer aus dem Gleichgewicht
Aber auch wenn jemand tatsächlich Wunderheilungen bewirkt - wie im Falle von Autor: Bruno Groening - können die Reaktionen erstaunlich heftig sein, er wird mmittels Heilpraktikergesetz verfolgt, weil seine Wunderheilungen wahrscheinlich die schlimmste vorstellbare Gefährdung der Volksgesundheit sind6..
Wenn man einen Nobelpreis dafür bekommt, daß man ein Mikroskop gebaut hat, was die Kollegen zunächst nicht nachbauen können, kann das zu Morddrohungen führen. Autor: Gerd Binning führt unter der Kapitelüberschrift "Hundert Gründe nicht kreativ zu sein" diverse Beispiele von Intoleranz gegen erfolgreiche Forscher aus der Entwicklung des Elektronentunnelmikroskops auf, für die er mit seinen Kollegen zusammen den Nobelpreis erhielt. Das Kapitel gipfelt in der Aussage "Wer kreativ ist, muß verrückt sein" und im nächsten Satz betont der Autor noch einmal, daß es ihm mit dieser Aussage völlig ernst ist.7. S.121ff
Wenn man den guten Ruf der Kernkraftwerke bedroht indem man nachweist daß sie eine wesentliche Ursache des Waldsterbens sind, erlebt man seltsame Dinge. Beispiele für Intoleranz und Sabotage an der Forschungsarbeit über dieses Thema finden sich am Ende des Buches von Autor: Günther Reichelt und Autor: Roland Kollert8.
V155. Kersti: Waldschäden durch Radioaktivität?
... aber wenn man nur eine Meinung veröffentlicht die zu verrückt ist, als daß sie irgendjemand ernst nehmen könnte, dann ist man sicher. Gebe den Leuten möglichst viele Möglichkeiten die lächerlich zu finden und sie sparen sich ernste Angriffe.
V277. Kersti: Das Prinzip der Narrenfreiheit

Ich entschied mich, nichts zu zensieren. Daraus ergab sich dann ein anderes Problem:

Inzwischen (nach der Lehre) bin ich sämtliche Leben durchgegangen, die ich von damals bis heute erlebt habe und habe auch die Situationen zwischen den Leben betrachtet, in denen ich das nächste Leben mit Hilfe eines Freundes plante, der für mich wenn ich lebe meist die Aufgaben des Schutzengels übernimmt. Die Sache mit dem Jünger scheint zu stimmen. Paßt auch eigentlich zu mir. Wenn ich meinte, Menschen aus früheren Leben wiederzuerkennen, las ich ihnen Geschichten vor, in denen sie in ihren früheren Leben vorkamen. Meist kamen sie ihnen seltsam bekannt vor.

 
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2. Im März 2001 bewertete ich diese Erinnerungen an Jesus noch stärker als real:

Seit ich diesen Artikel geschrieben habe, ist einige Zeit vergangen. Wieder und wieder bin ich mein Leben zu Jesu Zeit durchgegangen. Und bei jedem Durchgang kamen neue Aspekte ans Tageslicht. Meine Ansicht, daß ich damals wirklich gelebt habe, hat sich dadurch eher verstärkt als abgeschwächt. - Wenn das wirklich mein Leben ist, dann erklärt es viele meiner tiefsten Überzeugungen, die teilweise selbst für Menschen, die Jesus gekannt haben, untypisch sind. Das spricht - wie auch die Tatsache, daß ich mich zuerst erinnert habe und dann auf das Buch stieß gegen die Vermutung, daß ich da in ein Leben hineingeraten sein könnte, was ein Anderer gelebt hat. Ich bin aber auf auch viele verdrängte Erinnerungen gestoßen und auch die Erinnerungsreihe von allen Leben von damals bis heute enthält Fehler. Für ein Fantasieprodukt ist mein damaliges Leben einfach zu belastend für mich gewesen. So etwas Unbequemes, das mit jedem weiteren Aspekt, der ans Tageslicht kommt, noch unbequemer wird, denkt man sich nicht einfach aus. Jede Fantasiegestalt meiner selbst, jede Person die ich nur erfunden und gespielt hatte, hat ein einfacheres Leben gehabt. Und ich habe viele Geschichten und Personen erfunden. (Fantasy) Diese neue Version meiner Erinnerungen an Jesus wird allerdings so schnell noch nicht ins Internet gesetzt, da immer noch bei jedem Durchlesen neue Aspekte auftauchen.
V311. Kersti: Warum ich glaube, daß es stimmt, daß ich Jesus kannte

Kersti:

Ich setzte sie zu dem Zeitpunkt auch ins Netz.
KI. Kersti: Erinnerungen an Jesus, Inhaltsübersicht
- nur Bruchstückweise - ich bin wieder an einer neuen Erinnerung hängengeblieben, die mir zeigte, daß da noch mehr hinter ist.

 
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3. April 2001 bis Ende 2012: unsortierbare Jesuserinnerungen

Ich hatte schon im Februar 2000 als ich das erste mal eine Sicherheitskopie meiner Internetseite erstellte die ersten Artikel über Fehlerquellen inn Reinkarnationserinnerungen im Netz.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.
Doch ich hatte damals noch längst nicht alles gelernt, was es darüber zu lernen gibt.

Nachdem ich die obige Erfahrung beschrieben habe, begann ich Höllenerinnerungen und andere traumatische Erfahrungen zunächst im Zusammenhang mit der ersten und zweiten Emailrunde aufzuarbeiten.
VA223.4.1 Kersti: Chronik des Aufstiegs, dieses Leben: 1. Emailrunde (April bis Dezember 2001)
VA223.4.2 Kersti: Chronik des Aufstiegs, dieses Leben: 2. Emailrunde (März 2004 bis Dezember 2005)
Dabei wurde mir bewußt, daß ich mich zu den Jesuserinnerungen zunächst nur an das Positive erinnert hatte.
V42.4.1 Kersti: Jesus: Zuerst erinnerte ich mich nur an das Gute und Schöne

Statt das Ganze aber sortiert zu bekommen und eine bessere und vollständigere version der Jesus-Erinnerungen schreiben zu können, wurde es immer chaotischer und verwirrender. Schließlich gar ich frustriert auf und faßte die Erinnerungen jahrelang nicht wieder an.
VB71. Kersti: Maßlose Grausamkeit: Leben, die sich nicht mehr wirklich sortieren lassen
K52. Kersti: Vielfache Erinnerungen und falsche Wahrnehmungen

 
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4. 2004 bis heute: Das Heiligenthema

Engel kamen mir klebrig vor. Überhaupt, zu allem, was als heilig gilt, konnte ich erstaunlich saktastische Kommentare abgeben. Folgende Artikeltitel sind Beispiele dafür.
VA29. Kersti: Satire: Das Gott-Syndrom
VA212. Kersti: Alte Seelen sind seelische Krüppel
VB44. Kersti: Hohe Geistige Wesen, die von nichts eine Ahnung haben!
Mich wunderten diese heftigen emotionalen Reaktionen, weil ich ja selbst auf der anderen Seite bedingungslose Liebe letztlich für die Lösung aller Weltprobleme halte.
O2: Kersti: Toleranz als Fähigkeit, OI2.
VB95. Kersti: Die therapeutische Haltung und ihre Macht
Ich war verwirtrt über diese widersprüchliche Haltung von mir und verstand mich selbst nicht.

Außerdem stellte ich zuu meinem Ärger fest, daß ich doch jemand Bedeutendes gewesen bin, nämlich der Jünger Johannes. Aus den Essener Erinnerungen war das nicht klar geworden, denn Johannes war meiner Erinnerung nach kein Name sondern ein Titel für ein amt, das ich von Johannes dem Täufer nach dessen Hinrichtung übernommen hatte. Der Vorgänger des Täufers war in meiner Kindheit mein Lehrer gewesen.
VA146. Kersti: Ich bin Johannes
Ich stellte diese Aussage im Januar 2004 in Internet, und dachte danach jahrelang darüber nach, ob ich das doove Dingen nicht löschen sollte.

Ganz klar hatte ich ein Thema mit dem, was als heilig gilt. Entspannt und ausgewogen war mein Umgang damit jedenfalls nicht.

Zunächst erklärte ich mir das damit, daß ich der Teufel bin und daß der möglicherweise von Engeln nicht so gut behandelt wurde, weil sie ihn fälschlicherweise für das absolute Böse erklärt hatten.
VB51. Kersti: Verdrängung - oder warum der Teufel verteufelt wurde
F79. Kersti: Die unfaßare Strafe
F151. Kersti: Das Böse in der Megalithkultur
F69. Kersti: Der Teufel im Himmel
Mit der Zeit stellte ich jedoch fest, daß ich damit die Hälfte des Problems verdrängt hatte. Da ich nämlich nicht mehr als böse gelten Wollte, versuchte ich nur gut zu sein, mit dem Ergebnis, daß ich in diversen Leben zum ausgleich dann als heilig galt. Dummerweise war das aber kein stück besser, als als böse verschrien zu sein. Ich erlebte daß Heiligen all ihre menschlichen Bedürfnisse abgesprochen werden - o der daß sie alternativ von anderen Religionsgemeinschaften zu Hexen erklärt werden, die verbrannt gehören.
FI22. Kersti: Inhalt: Der an die Kette gelegte Heilige
Insgesamt gab mir das Gefühl einer völligen Ausweglosigkeit.

 
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Das Problem der Größe

Die nächste Frage, die mich regelmäßig zu dem Schluß kommen ließ, ich würde unter Größenwahn leiden war: Ist das nicht alles ein bißchen groß? Das Begann halt mit der Sache, daß ich mich für Johannes, den Lieblingsjünger Jesu hielt.
VA182. Kersti: Ego? - oder warum schlecht aufgearbeitete Erinnerungen immer so groß erscheinen

Kersti:

 
Inhalt

Quelle

Dieser Artikel beruht auf irdischen Erfahrungen mit dem Aufarbeiten von reinkarnationserinnerungen und dem Wissen meiner eigenen feinstofflichen Anteile.
VB163. Kersti: Wie ich meine feinstofflichen Wahrnehmungen erlebe
Dabei schreibe ich oft recht ungefiltert die Meinungen meiner feinstofflichen Anteile auf.
VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile

Weitere Quellen waren:


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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