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O5: Kersti: Inseltheorie: Zuwanderung, Aussterben und Evolution auf Inseln, OI5.

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O5.14

Ergänzung zu

3.1.1 Platzbedarf pro Tier: Abhängigkeit von der Stellung in der Nahrungskette

4.2 Evolution auf Inseln

Wasserlebende Tiere die zur Jungenaufzucht an Land gehen: Pinguine (Sphenisciformes) und Riesenalk (Pinguinus impennis), Seekühe (Sirenia) und Robbenverwandte (Pinnipedia)

Pinguine unterscheiden sich von den "typischen" flugunfähigen Inselvögeln dadurch daß sie eigentlich keine Landtiere sondern überwiegend Wassertiere sind, die ihre Jungen an Land zur Welt bringen müssen. Ebenso ist es mit Riesenalk, Seekühen (Sirenia) und Robbenverwandten (Pinnipedia)

Mit diesen und den Delfinen haben sie deshalb die Stromlienienform und die in Flossen umgewandelten Vordergliedmaßen gemeinsam, die es ihnen erlauben, im Wasser schnell zu schwimmem.

Die Artenzahl auf einer Insel hängt bei diesen Arten kaum mit der Fläche der Insel sondern, von der in erreichbarer Nähe verfügbaren Nahrung im Wasser zusammen da sie nicht auf die an Land verfügbare Nahrung angewiesen sind.


Riesenalk (Pinguinus impennis)

Außerdem können die Populationen sich sehr leicht mit denen benachbarter Inseln austauschen.

Da Pinguine und die ausgestorbenen Riesenalken an Land sehr langsam und ungeschickt sind, ist es für sie von Vorteil wenn ihre Brutplätze an unzugänglichen Stränden oder noch besser auf raubtierfreien Inseln liegen. Auch die Antarktis, der Brutplatz der Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri) hat keine Landraubtiere. Dasselbe gilt natürlich auch für die Plätze, an denen die Seekühe (Sirenia) und Robbenverwandten (Pinnipedia) ihre Jungen zur Welt bringen.

Die anderen Alkenarten (Alcidae), zu denen der 1844 ausgestorbene flugunfähige Riesenalk (Pinguinus (Alca) impennis) gehörte, können fliegen, wenn auch schlecht, haben aber sonst eine ähnliche Lebensweise wie Pinguine und nehmen auf der Nordhalbkugel deren ökologische Nische ein. Sie sind jedoch nicht mit Pinguinen verwandt, sondern gehören zu der Wat- und Möwenvögeln (Charadriiformes), zu denen außerdem noch die Unterordnungen Regenpfeiferartige (Charadrii) und Möwenartige (Lari) zählen.

Die nächsten Verwandten der Pinguine (Sphenisciformes) unter den Vögeln sind die Röhrennasen (Ordnung Procellariifomes) zu denen die Familien der Albatrosse (Diomedeidae), Sturmvögel (Procellariidae), Sturmschwalben (Hydrobatidae) und Tauchsturmvögel (Pelecanoididae) zählen.

Übersicht: Alken (Alcidae), Ordnung: Watvögel Mövenartige (Charadriiformes)

Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes) Ordnungen: Seetaucher (Gaviiformes), Lappentaucher (Podicipediformes), Pinguine (Sphenisciformes) und Röhrennasen (Procellariiformes) Vögel (Aves)

Unterordnung: Robbenverwandte (Pinnipedia), Unterklasse: Echte und höhere Säuger (Eutheria, Placentalia, Monodelphia), Klasse: Saügetiere (Mammamlia), Z98. Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata), Z94. Reich: Tiere (Animalia), Domäne: Einzeller (Eukaria), Lebewesen

 


O5: Kersti: Inseltheorie: Zuwanderung, Aussterben und Evolution auf Inseln, OI5.
Z115. Inseln und Kontinente (alphabethisch)
Z103. Alphabetische Liste der Namen der Tiere auf latein, Z104. deutsch

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.