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O5: Kersti: Inseltheorie: Zuwanderung, Aussterben und Evolution auf Inseln, OI5.
O5.8 Flugunfähige Vögel

1.2.4.0.2 Weka (Gallirallus australis)

erste Version vor: 12/2007
letzte Überarbeitung: 4/2008

1.2.4.0.3 Kiwis (Apteryx)

Es gibt fünf Kiwiarten, die durchweg endemisch für Neuseeland sind. Es gibt von Meeresniveau bis 1200 Metern Höhe Kiwis. Die nachtaktiven flugunfähigen Kiwis (Apteryx) erinnert in vielem ungewöhnlich stark an ein Säugetier. 179.

Aussehen

Ihr Gefieder erscheint fast wie ein Fell, da die Federn eher wie Haare wirken. Ein äußerer Schwanz ist nicht vorhanden und die funktionslosen nur 4-5cm langen Flügel sind vollständig im Gefieder versteckt. 179.


Kiwikopf (Apteryx) Quelle: 45.

Lebensweise

Kiwis leben in Einehe und die Paare sind sehr Standorttreu. Selbst wenn jeder Baum in ihrem Lebensraum gefällt wurde, bleiben sie noch wochenlang in diesem jetzt für sie ungeeigneten Lebensraum. Die Größe der Reviere schwankt zwischen fünf und 50 Hektar.

In ihrem Revier graben sie sich viele Höhlen die aus einem 20cm-2m langem Gang und einem Raum an dessen Ende bestehen, der beiden Vögeln Platz bietet. Zusätzlich verwenden sie auch vorhandene hohle Baumstämme und flache Höhlen zwischen Baumwurzeln. 179.

Ernährung

Kiwis sind allesfresser, die unter anderem Regenwürmer, Käfer, Schnecken, Flußkrebse, Insekten, Früchte und Beeren. Der lange Schnabel wird verwendet, um das Futter zu erschnuppern, indem er immer wieder in das Laubstreu auf dem Waldboden gesteckt wird. Kiwis suchen vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung nach Beute. 179.

Jungenaufzucht

Kiwinester werden gewöhnlich in Höhlen gebaut, die schon länger bestehen und deshalb durch ausreichend Pflanzen verborgen sind. Das Kiwiweibchen legt ein oder zwei glänzendweiße Eier, von denen jedes etwa ein fünftel des Gewichtes der Mutter hat. Über 60% davon besteht aus Dotter. Das Ei wird dann 70-80 Tage lang alleine vom Vater ausgebrütet, während die Mutter ihre Energievorräte wieder auffüllt, die sie verbraucht hat, um dieses im verhältnis zum Körpergewicht schwerste Ei aller Vögel zu produzieren. 179.

Kiwiküken haben keinen Eizahn und benutzen ihre Füße um sich aus der Eierschalen zu befreien. Schon direkt nach dem schlüpfen sieht das Küken fast genauso wie die Eltern aus, nur kleiner. Sie können sich von Anfang an selbst versorgen und werden von den eltern nur zwei Wochen lang nicht sehr intensiv betreut. Erst mit 18-20 Monaten sind die Jungtiere so groß wie die Eltern. 179.


Kiwieier sind auch im Vergleich zu den Eiern anderer flugunfähiger Vögel extrem groß.
Eier: hinten links: vom Nördlichen Streifenkiwi (Apteryx mantellii) - das größte
vorne von links nach rechts: einer Seeschwalbenart (Sterna sp.), dem Kakapo (Strigops habroptilus) und dem Weka (Gallirallus australis)
Quelle: 79.

Sinne

Die meisten Vögel haben sehr gute Augen und einen schwachen Geruchssinn. Sie können bei Tageslicht nur etwa einen halben Meter weit sehen, im dunklen sind es anderthalb Meter. 179.

An seinem bis zu 20cm langem blaß graubraunen Schnabel liegen die Nasenlöcher fast an der Spitze und benutzen ihren Geruchssinn um ihre Beute zu finden. Dabei kann man sie oft deutlich schnüffeln hören. Dieses Geräusch wird möglicherweise durch das öffnen und Schließen der Klappe verursacht, die verhindert, daß der Vogel beim schnüffeln in der Streuschicht Dreck einatmet. 179.

Einige umgebildete Federn an der Schnabelbasis sehen wie Tasthaare aus und werden auch so verwendet. Auch ihre Ohren sind für einen Vogel groß. 179.

Schutz

Kiwis sind seit 1896 vollständig geschützt, dennoch nimmt ihre Zahl jährlich um 5,8% ab. 179.

1.2.4.0.3.1 Südlicher Streifenkiwi (Apteryx australis)


Südlicher Streifenkiwi (Apteryx australis) Quelle: 210.

1.2.4.0.3.2 Nördlicher Streifenkiwi (Apteryx mantelli)

Nördliche Streifenkiwis sind 50cm groß. Weibchen sind mit 2,1-3,9kg bis zu 30% schwerer als Männchen (1,4-3,1kg). 179.


Nördlicher Streifenkiwi (Apteryx mantelli mantelli) Quelle: 175.

1.2.4.0.3.3 Haastkiwi (Apteryx haastii)


Haastkiwi (Apteryx haasti) Quelle: 197.

1.2.4.0.3.4 Kleiner Fleckenkiwi (Apteryx oweni)

Auf Kapiti erwies sich der Kleine Fleckenkiwi (Apteryx owni) bei der Futterauswahl als wählerisch: er sucht langsam bewegende Wirbellose, die länger als 8mm sind aus den oberen Erdschichten. Seine Nahrung überscheidet sich nur sehr geringfügig mit der des Wekas. 180.


Kleiner Fleckenkiwi, Quelle 45.

Übersicht über die Abstammung der Vögel

Z95. Kiwis (Apterygidae), Z95. Ratiten (Ratitae), Z95. Altkiefervögel (Paläognathae), Vögel (Aves), Z98. Archosaurier (Archosauria), Z98. Schuppenechsen (Lepidosauria), Z98. (Romeriida, Diapsida), Z98. Schläfengrubenlose (Anapsida), Z98. Klasse: Reptilien (Reptilia), Z98. Amnioten (Amniota), Z98. Vierbeiner (Tetrapoda), Z98. Fleischflosser (Sarcoptergii), Z98. Knochenfische (Ostheichtyes), Z98. Kiefertragende (Gnathostomata), Z98. Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata), Z94. Reich: Tiere (Animalia), Z12. Überreich: Mehrzeller (Metazoa), Z12. Domäne: Eukaryoten (Eukaria), Z12. Lebewesen

1.2.4.0.4 Kakapo (Strigops habroptilus)


O5.8 Flugunfähige Vögel, O5.24 Quellen
O5: Kersti: Inseltheorie: Zuwanderung, Aussterben und Evolution auf Inseln, OI5.
Z115. Inseln und Kontinente (alphabethisch)
Z103. Alphabetische Liste der Namen der Tiere auf latein, Z104. deutsch

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.