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O5.16 2.3.2 Paläogeographie und die Verbreitung unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten
O5.20 2.3.2.1.1 Inseln in der Umgebung von Australien

erste Version: 1/05
aus O5.20 ausgegliedert: 3/2008
letzte Überarbeitung: 3/2008

2.3.2.1.1.1.4 Arten von Neuseeland

Frühgeschichte

Spätestens vor 85 Millionen Jahren, also in der oberen Kreidezeit, trennte sich das heutige Neuseeland von der Landmasse, die jetzt Antarktika bildet, bevor sich auch das heutige Australien von diesem Urkontinent loslöste. 1.

Vor 30-25 Millionen Jahren war der größte Teil Neuseelands untergetaucht. 1.

Lange meinte man, auf Neuseeland hätte es nie flugunfähige Säugetiere gegeben, doch diese Annahme hat sich als falsch erwiesen. Neuseeland war noch mit Australien verbunden, das noch Teil von Antarctica war, als die ersten Säugetiere sich in der Kreidezeit im Australischen Teil des Großkontinents verbreiteten. Mindestens ein mausgroßes frühes Säugetier existierte in Neuseeland im mittleren Miozän (T2.) (vor 19-16 Millionen Jahren). 1.

Ankunft der Menschen

Arten bei Ankunft der Polynesier

Als die ersten menschlichen Siedler (Polynesier) Neuseeland erreichten gab es dort außer zwei Fledermauarten (Mystacina tuberculata und Mystacina robusta) keinerlei Säugetiere. Neuseeland wurde vermutlich zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert, spätestens aber in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und in mehreren Einwanderungswellen besiedelt. 1642 wurde Neuseeland das erste mal von Europa aus entdeckt, ab 1770 wanderten Europäer in Neuseeland ein.

Die Tierwelt bestand damals aus teilweise ungewöhnlich großen Insekten, Fröschen, Reptilien und Vögeln, von denen einige riesig waren, wie der Haast-Adler (Harpagornis moorei) und Moas (Dinornithiformes).

Flugunfähige Vögel auf Neuseeland

O5.27 1.2.4.0 Neuseeland Nord- und Südinsel
O5.27 1.2.4.1 Vorgelagerte Inseln Neuseelands
O5.27 1.2.4.1.1 Stewart-Insel
O5.27 1.2.1.4.2 D'Urville-Insel
O5.27 1.2.1.4.3 Mana
O5.27 1.2.1.4.4 Maud Island
O5.27 1.2.1.4.5 Tiritiri Matangi
O5.27 1.2.4.2 Aucklandinseln
O5.27 1.2.4.3 Chatam-Inseln
O5.27 1.2.4.4 Campbellinsel

Vögel:
O5.31 1.2.4.0.1.1 Südinseltakahe (Porphyrio hochstetteri)
O5.31 1.2.4.0.1.2 Nordinseltakahe (Porphyrio mantelli)
O5.66 1.2.4.0.2 Weka (Gallirallus australis)
O5.32 1.2.4.0.3 Kiwis (Apteryx)
O5.64 1.2.4.0.4 Kakapo (Strigops habroptilus)
O5.27 1.2.4.0.5 Schnepfenralle (Capellirallus karamu)
O5.27 1.2.4.0.6 (Gallinula hodgenorum)
O5.27 1.2.4.0.7 (Aptornis)
O5.27 1.2.4.0.8 Finschs Ente (Chenonetta finschi)
O5.65 1.2.4.0.9 Maorischlüpfer (Acanthisittidae)
O5.65 1.2.4.0.9.1 Langschnabel-Neuseeland-Schlüpfer (Dendroscansor decurvirostris)
O5.65 1.2.4.0.9.2 Plumpfußschlüpfer (Pachyplichas yaldwyni)
O5.65 1.2.4.0.9.3 Nordinsel-Felsschlüpfer (Xenicus gilviventris)
O5.65 1.2.4.0.9.4 Stephen-Schlüpfer (Traversia (Xenicus) lyalli)
O5.65 1.2.4.0.9.5 (Acantisitta chloris)
O5.65 1.2.4.0.9.6 (Xenicus longipes)
O5.27 1.2.4.0.10 (Fulica prisca)
O5.27 1.2.4.0.12 (Aegotheles novaezealandiae)
O5.27 1.2.4.0.13 Riesengänse von Neuseeland (Cnemiornis)
O5.27 1.2.4.0.13.1 Südinsel-Riesengans (Cnemiornis calcitrans)
O5.27 1.2.4.0.13.2 Nordinsel-Riesengans (Cnemiornis gracilis)

Aucklandinseln:
O5.27 1.2.4.2.1 Aucklandente (Anas aucklandia)
O5.27 1.2.4.2.2 Auckland-Ralle (Lewinia muelleri)
O5.27 1.2.4.2.3 Aucklandsäger (Mergus australis)

Chatam:
O5.27 1.2.4.3.1 Chatamralle (Gallirallus modestus)
O5.27 1.2.4.3.2 Dieffenbach-Ralle (Gallirallus dieffenbachii)
O5.27 1.2.4.3.3 Chatam-Bläßhuhn (Fulica chatamensis)
O5.27 1.2.4.3.4 Hawkins Ralle (Diaphoapteryx hawkinsi)
O5.27 1.2.4.3.5 (Chenopis sumnerensis)

Campbellinseln:
O5.27 1.2.4.4.1 Campbellente (Anas nesiotis)

Pflanzen

O5.33 Büschelgräser, Bültengräser, Tussockgräser (Chionochloa)

Neuseeland



Takahe (Porphyrio hochstetteri)


Weka (Gallirallus australis)


Kiwi (Apteryx)


Kakapo (Strigops habroptilus)

Einfluß der Polynesier auf die Tier- und Pflanzenwelt

Die Polynesier schleppten Ratten (Rattus exulans) und Haushunde ein, die beide für viele der damaligen Tierarten eine Gefahr darstellten. Ratten fressen die Jungtiere und Eier von Vögeln, während Wölfe auch größere Vögel selbstständig jagen können, was vielen der flugunfähigen Arten zum Verhängnis wurde. Die Menschen selbst rotteten besonders die großen Arten durch Jagd aus. Außerdem rodeten sie nach und nach die Wälder der Inseln.

Einfluß der Europäer

Die später einwandernden Europäer schleppten weitere Arten ein. Zwei weitere Rattenarten (Rattus rattus und Rattus norvegicus), Katzen, einige Känguruharten und Nutztiere ein und hatten zudem wirkungsvollere Waffen als die ursprünglichen Siedler, was zu weiterem Artensterben führte.

Quellen


O5: Kersti: Inseltheorie: Zuwanderung, Aussterben und Evolution auf Inseln, OI5.
Z115. Inseln und Kontinente (alphabethisch)
Z103. Alphabetische Liste der Namen der Tiere auf latein, Z104. deutsch

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.