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O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen Buch: OB7. Quellen hierzu

erste Version: 12/2007
ausgegliedert aus O7.1 und O7.9: 7/2008
letzte Bearbeitung: 4/2010

O7.5

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zum Tunnelerlebnis

Definition und Beschreibung der Tunnelerfahrung

Ein großer Teil der Experiencer beschreibt den Wechsel von der alltäglichen Wahrnehmung vom Außerkörperlichen Erlebnis zur "eigentlichen" Nahtoderfahrung in Form eines Übergangs, der am häufigsten als Durchgang durch einen Tunnel beschrieben wird, an dessen Ende helles Licht zu sehen ist. Wenn sie in den Tunnel hineinkommen, hören manche Menschen ein Brausen, andere hören eine Art elektrisches Vibrieren oder ein Rauschen. 3.1 S.26, 3.3 S.57f

Dunkelheit oder Tunnelerlebnisse traten je nach Studie in einem einem Zehntel bis der Hälfte der Nahtodeserlebnisse auf. 3.1, 1.5

Varianten des Tunnelerlebnisses

Neben der Möglichkeit mit dem Tunnel gibt es auch andere Möglichkeiten wie dieser Übergang von der Wahrnehmung der alltäglichen Welt zu den jenseitigen Welten beschaffen sein kann. Manche steigen, anstatt durch einen Tunnel zu gleiten, Treppenstufen hinauf. Einige Betroffene gaben an, sie seien durch schöne, reich verzierte Türen geschritten oder sie hätten einen Nebel durchquert. Manche berichten von einem Gefühl des "Schwebens", das sie rasch zum Himmel aufsteigen und die Welt aus einer sonst nur Satelliten und Astronauten vorbehaltenen Perspektive sehen läßt. 3.1 S.26-27 + S.30, 3.3 S.58

Tunnelerlebnisse im engeren Sinn: Tunnel

Die meisten Beschreibungen eines Durchgangsstadiums nennen als Medium einen Tunnel, der oft dunkel ist, aber auch jede beliebige andere Farbe haben kann. Oft bewegen sie sich durch diesen dunklen Raum auf ein strahlend helles Licht an seinem Ende zu. 3.1 S.26, 3.3 S.58

Treppen und Leitern statt Tunnel

Fliegen zu den Sternen

Türen statt Tunneln

Einige geben an, sie wären durch schöne reich verzierte Türen geschritten. 3.1 S.27, 3.3 S.58

Nebel statt Tunnel

Auch Nebel kann in der Nahtoderfahrung den Platz des Tunnelerlebnisses einehmen. 3.3 S.58

Dunkelheit

Zeitpunkt des Tunnelerlebnisses

Ein Tunnelerlebnis vor dem Außerkörperlichen Erlebnis

Ein Tunnelerlebnis nach dem Außerkörperlichen Erlebnis als Übergang in eine jenseitge Welt

Rückkehr durch den Tunnel, die Treppe oder Ähnliches

Mögliche Elemente des Tunnelerlebnisses

O7.A3 Kersti: Geräusche beim Tunnelerlebnis
O7.6 Kersti: Begegnungen im Tunnelerlebnis

Durch den Tunnel zurückschauen

Physiologie des Tunnelerlebnisses

Das Tunnelerlebnis hat in der Forschung eine besondere Beachtung erfahren. Einmal wohl, weil es oftmals am Anfang einer Nahtoderfahrung steht. Außerdem scheint es auf den ersten Blick eine einfache Phänomenologie aufzuweisen: einen dunklen Tunnel, an dessen Ende helles Licht zu sehen ist. Der Kontrast der Eindrücke hat zu verschiedenen neurophysiologischen Ansätzen geführt, die - ausgehend von Tunnelerlebnis - die gesamte Erfahrung in diese Hypothese zu integrieren versuchen. 3.3 S.233-234

O7.31 Kersti: Sensorische Deprivation als denkbare Ursache der Nahtodeserfahrung
O7.55 Kersti: Das Tunnelerlebnis ist keine Wirkung von Sauerstoffmangel auf die Sehrinde
O7.32 Kersti: Tunnelblick und Tunnelerfahrung
Gemeinsam ist diesen Erklärungen, daß sie keine Erklärung für die anderen Varianten die an die Stelle der Tunnelerfahrung treten bieten.

Psychologie des Tunnelerlebnisses

O7.56 Kersti: Die Tunnelerfahrung ist kein Wiedererleben der Geburt

Tunnel als Symbol des Überganges

Das Tunnelerlebnis in der Kunst

Der niederländische Maler Hieronymus Bosch hat im fünfzehnten Jahrhundert in seinem Gemälde "Der Aufstieg in das himmlische Paradies" ein Tunnelerlebnis dargestellt. Im Vordergrund sieht man Sterbende, umgeben von Engeln, die versuchen, die Aufmerksamkeit der Menschen nach oben zu lenken. Sie passieren einen dunklen Tunnel und treten ins Licht. Beim Eintreten in die lichterfüllte Welt knien sie ehrfürchtig nieder. 3.1 S.27, 3.3 S.178

Deutungsmöglichkeiten des Tunnelerlebnisses

Zur Tunnelerfahrung gibt es mehrere grundsätzliche konventionelle Deutungsmöglichkeiten: Alle drei konventionellen Deutungen sind prinzipiell möglich. Die beiden konkreten Vorschläge für eine konventionelle Deutung des Tunnelerlebnisses sind aber sicher falsch. Das Tunnelerlebnis entsteht also weder durch Sauerstoffmangel der Sehrinde noch als ein Wiedererleben der Geburt. 1.3, 1.6

Außerdem gibt zwei esoterische Deutungsmöglichkeiten:

Die esoterischen Deutungen sind bis heute nicht in einer Weise wissenschaftlich untersucht worden, die ihrer Be- oder Widerlegung dienen könnte.

Kersti


O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen Buch: OB7. Quellen hierzu

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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