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O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)

erste Version: 12/2007
ausgegliedert aus O7.1: und O7.10: 8/2008
letzte Überarbeitung: 2/2009

O7.7

Jenseitige Welten in Nahtodeserfahrungen

In vielen Kulturen wird von Nahtodeserlebnissen berichtet, in denen von einre Art Jenseits die Rede ist. Dieses besteht überall aus einer Art Unterwelt, deren Landschaften und Bewohner sich nur sich nur in Details unterscheiden. Diese dunklen, bedrohlichen Bereiche sind und waren die Orte der Prüfung und Bestrafung, aber auch des Durchgangs in eine bessere, himmlische Welt. Auch letztere wird in nahezu allen Religionen in Form von unterschiedlichen Paradieslandschaften beschrieben. 1.9

Erlebnisse in einer Inneren Welt, im Paradies, in eine überirdische, jenseitige Welt oder das Erreichen einer Grenzzone einer solchen Welt traten je nach Studie in einem Zehntel bis zwei Drittel der Nahtodeserlebnisse auf. 1.5, 3.1

Beispiele für Paradieserfahrungen und Höllenerfahrungen

Paradieswelten

Neben hellem Licht und lichtdurchstrahlten Freunden und Verwandten erwähnen manche Zeugen auch wunderschöne ländliche Szenen. Eine Frau erzählte von einer Wiese, die von Bäumen umsäumt war, von denen jeder von innen heraus leuchtete. .. Gelegentlich sehen die Menschen prächtige Lichtstädte von unbeschreiblichem Glanz. 3.1 S.28

Die jeweilige jenseitige Welt kann sehr unterschiedlich beschrieben werden:

Höllenerlebnisse

Während Moody negative Nahtodeserlebnisse für sehr selten hielt und teilweise so niedrige Quoten von Höllenerlebnissen angegeben wurden wie 0,5-2%, behauptet Rawlings, daß man direkt nach der Wiederbelebung etwa zur Hälfte von guten und zur Hälfte von schlechten Erfahrungen hört und schlechte Erfahrungen häufiger verdrängt würden als gute. In einer Befragung die West- und Ostdeutschland miteinander verglich, hatten in Westdeutschland 10% eine Welt böser Mächte erlebt in Ostdeutschlandd 16%. Ein schreckliches Gefühl war in Westdeutschland in 28,6% der Erfahrungen aufgetreten, in Ostdeutschland aber in 60%. Auch in mittelalterlichen Berichten traten recht häufig negative Erlebnisse auf. 1.5, 1.14, 3.1, 3.2, 3.3 S.44-45

Höllische Nahtodeserlebnisse bestehen dabei teilweise aus denselben Elementen wie die positiven Erlebnisse: Es kommt in der Regel auch zu einem Gefühl der Zeitlosigkeit, einem Außerkörperlichen Erlebnis, zu fast immer unangenehmen Geräuschen, zu einer Tunnelpassage die oft jedoch abwärts führt, zu einer Lebensbeurteilung, einer bedrohlich-angstbetonten Gefühlsbeteiligung, dann zum Eintritt in ein höllisches Jenseits und schließlich zum Auftreten religiöser, aber in diesem Fall bedrohlicher Wesen wie beispielsweise Dämonen. Dann kommt es jedoch unter unangenehmen Gefühlen wie Angst und Panik zum Eintritt in eine höllische Umgebung mit dämonischen Kräften oder Wesen. Gelegentlich kann ein Nahtoodeserlebnis nacheinander aus negativen und positiven Sequenzen bestehen. Manche Menschen haben mehrere positive und negative Nahtodeserlebnisse. Seltener wird ein positives Nahtodeserlebnis negativ empfunden. 1.9, 1.10, 3.3 S.44-45 + S.224

Der Teufel

Befragter: Das zweite Erlebnis verlief anders, ich stieg abwärts! Unten war es finster, die Menschen jammerten, [da war] ein Feuer, sie wollten Wasser(Vgl. Wasser das ewiges Leben schenkt, VA36. Definition Chr.) zu trinken... Dann kam jemand zu mir, schob mich zur Seite und sagte: «Du kommst nicht hierher. Du gehst wieder hoch.»
Interviewer: Wurden wirklich diese Worte gebraucht?
Befragter: Ja. «Du gehst wieder hoch. Wir können dich hier unten nicht brauchen, weil du nicht böse genug bist.»
Interviewer: Haben Sie zuerst die Dunkelheit wahrgenommen und dann...
Befragter: Pechfinster. Erst gingen wir runter. . . Es war pechfinster.
Interviewer: Sind Sie einen Tunnel hinabgestiegen?
Befragter: Es war kein Tunnel, es war größer als ein Tunnel, ein Riesending. Ich schwebte hinunter... Ein Mann stand da und wartete, der sagte: «Der ist es nicht.»
Interviewer: Konnten Sie die Schreienden sehen?
Befragter: Ich habe da unten eine Menge Leute gesehen, die kreischten und heulten. . .
Interviewer: Waren sie auch angezogen? Befragter: Nein, nein. Sie hatten keine Kleider an.
Interviewer: Sie waren nackt?
Befragter: Ja.
Interviewer: Und wie viele waren es, was schätzen Sie?
Befragter: Herrgott, das kann man nicht zählen.
Interviewer: Tausende?
Befragter: Ich glaube eher, so an eine Million.
Interviewer: Tatsächlich? Und Sie waren alle verzweifelt?
Befragter: Sie waren verzweifelt und voller Haß. Sie baten mich um Wasser. Sie hatten kein Wasser.
Interviewer: Und es war jemand da, der sie beaufsichtigte?
Befragter: Ja, da war jemand. Er hatte Hörner.
Interviewer: Er hatte Hörner! Was... was glauben Sie, wer... Haben Sie gesehen, wer das war?
Befragter: Natürlich. Ich würde ihn überall erkennen.
Interviewer: Wer war das?
Befragter: Der Teufel. 3.1 S.39-40

Das Tal der Tränen

Die Narkose hatte bereits zu wirken begonnen, als ich mich neben meinem liegenden Körper befand und auf ihn schauen konnte. Es ist nichts ungewöhnliches, daß man sich im Zustand der Vollnarkose aus seinem Körper herausbewegen kann. Ich vernahm noch die Stimmen im Operationsraum, die mich aber nicht interessierten und die wie eine Geräuschkulisse an mir vorbeiliefen. Ich verließ den Raum und befand mich in einem mir fremd erscheinenden nahegelegenen Wald wieder. Ein sehr großes schmiedeeisernes Gitter, das einstmals sehr kunstvoll angefertigt worden, jetzt aber verrostet und mit abblätternder Farbe versehen war, versperrte den weiteren Weg, der ohnehin auf der anderen Seite nicht weiterzugehen schien. Ein kleines Törchen innerhalb des großen Tores ließ sich schwer und knarrend öffnen, und ich ging nun in den Wald hinein. Ich befand mich in einem engen und finsteren Tal, ohne auch nur eine Spur von einem Weg zu finden. Mühsam stieg ich über Steine und Geröll. Kantig, schmutzig weiß, wie ausgeblichen, lagen sie überall herum. Dazwischen ergossen sich die ebenfalls schmutzigen Wasser der Regenschauer, die immer wieder heftig hernieder gingen. Dazu ging ein eisiger Wind durch die Talschlucht, in der es keine Möglichkeit des Untersteilens gab. Nun erkannte ich Geistwesen, so als würden sie noch leben. Sie unterschieden sich nur dadurch, dass sie beim Vorwärtsbewegen nicht ihre Füße zu benutzen schienen, sondern sich schwebend bewegten, während ich über die Steine steigen musste. Jetzt wurde mir klar, warum es keines Weges bedurfte.

Es entwickelten sich Gespräche, die jedoch wortlos erfolgten. Auf meine gedachten Fragen kamen bereits die inspirierten Antworten. Von einem Kind, dass einen misshandelten kleinen Hund auf dem Arm trug, den es "Leid" nannte, wurde ich eine Wegstrecke begleitet und darüber aufgeklärt, wo ich mich befand. Es war das Tal der Tränen. Was aus den dunklen Wolken herabregnete, waren Tränen der Trauer, der Verzweiflung, der Reue und der Aufarbeitung alter Schuld durch den Übergang von einer in die andere Daseinsebene und dienten der Läuterung. Das Heulen des Sturmes, der durch das enge Tal tobte, schien das Stöhnen und Seufzen, das Fluchen und Schreien der so verzweifelten Seelen zu überdecken. Immer wieder ging ein Sturzregen, begleitet von eisiger Kälte auf dieses Tal hernieder. Die resignierenden Wesenheiten schienen keine Lust und keine Kraft zu haben, sich einen Wetterschutz zu bauen, weder für sich, noch für die anderen Anwesenden. Es gab keine gegenseitige Hilfe. Körperlich spürte ich diese lieblose und egoistische Atmosphäre, aus der heraus sich diese Seelen wohl noch entwickeln müssen.

Das fröhlichste Wesen war dieses kleine Mädchen, das seinen Hund unterm Arm trug und mich an der Hand hielt. Wir blieben vor einem Mann stehen, der auf dem nassen Boden hockte, einen riesigen Schal um den Hals trug und bitterlich weinte. Wir ließen uns vor ihm nieder. Das Kind streichelte sein Gesicht und fuhr ihm über das schüttere Haar, während ich meine linke in seine rechte Hand legte und nun die Tränen auf dem Handrücken spürte. Wir erfuhren seine Geschichte und ohne mein Zutun begann es aus mir heraus zu beten. Als wir ihn verließen, bedankte er sich mit einem Lächeln. Mir wurde klar, wie wichtig die Gebete für die "Heimgegangenen" sind. Sie sind die Liebe, die ihnen hier fehlt, weil sie noch mit der lieblosen irdischen Welt verhaftet sind. Mir ging durch den Sinn, wie lieblos und gleichgültig wir doch auf Erden mit unseren Mitmenschen umgehen, und ich fühlte mich mitschuldig. Tränen traten mir in die Augen und mein Herz wurde schwer.

Der nächste, den wir trafen und bei dem wir uns ein wenig aufhielten, war ein Mann, der ein Sanitäter zu sein schien. Zu ihm sprang das Kinderseelchen gleich hin und hielt ihm den Hund entgegen. Aus einem Koffer heraus versorgte er nun die Wunden des Tieres. Von ihm erfuhr ich, dass mit dem Ablegen des Körpers nicht alle Schäden sofort verschwunden sind. Handelt es sich um seelische Verletzungen, so bleiben sie bis zur Vergebung oder Auflösung in Liebe erhalten und müssen "drüben" auch erst versorgt werden. So waren die Misshandlungen an dem Hund noch so lange sichtbar, bis der Verursacher durch die Reue Heilung bringen kann.

Das war bei dem Kind auch der Fall. Sein für mich sichtbarer Körper wies Misshandlungen auf, die auch von diesem Mann behandelt wurden. Ich erfuhr, dass es viele Arten der Heilung gibt, auch eine Schlaf- und Musiktherapie. 5.3.4

Nahtodeserfahrung von Carl Jürgens

Zu einzelnen Aspekten der jenseitigen Welten

O7.66 Kersti: Fortbewegung im Jenseits
O7.A3 Kersti: Geräusche in jenseitigen Welten
O7.6 Kersti: Begegnungen in den Jenseitigen Welten
O7.11 Kersti: Nahtodeserfahrungen und ihre Bezüge zu Kulturen und Religionen
O7.22 Kersti: Die Verteilung des Lichts in Jenseitsvisionen: Dunkle Höllen, Lichte Himmel
O7.28 Kersti: Nahtodeserlebnisse bei Kindern sind unabhängig vom Stand der Persönlichkeitsentwicklung
O7.44 Kersti: Nah-Todeserfahrungen sind keine Oneiroide
O7.51 Kersti: Welche Gründe verursachen die Rückkehr ins Leben aus dem Paradies?
O7.51 Kersti: Welche Gründe verursachen die Rückkehr ins Leben aus der Hölle?
O7.58 Kersti: Gedankliche Kommunikation im Jenseits
O7.58 Kersti: Kosmische Verbundenheit
O7.59 Kersti: Wissen in Nahtodeserfahrungen
O7.63 Kersti: Das höhere Lichtwesen
O7.64 Kersti: Dämonen in Nahtodeserfahrungen
O7.68 Kersti: Ruhe, Frieden, Klarheit im Nahtodeserlebnis
O7.69 Kersti: Sind die anderen Wesen im Nahtodeserlebnis eigene Ich-Anteile?
O7.94 Kersti: Dimensionen in Nahtodeserfahrungen
O7.A5 Kersti: Die Grenzen unseres Gehirns und das Rätsel der Nahtodeserfahrung
VA148. Kersti: Die unterschiedlichen Jenseitsvorstellungen der verschiedenen Geister

Erklärungsversuche

Halluzination

Wahrnehmungen geistiger Welten wären keine Halluzinationen falls es sich hierbei tatsächlich um eine überpersönliche Realität handelte, sofern nicht angenommen/empfunden wird, sie wären materiell.

Die Geistige Welt als kollektives Unbewußtes und verwandte Konzepte

Esoterik: Bardon, Steiner


O7.F6 Kersti: Wie wissenschaftlich kann Esoterik werden?
Steiner, Bardon, Hubbard und andere nehmen an, daß die Geistige Welt aus Gefühlen und geistigen Konzepten von Menschen und denen nicht inkarnierter Wesen besteht, die zu einer Welt verwoben sind.

Bardon über die Empfindungswelt

Wie die physische Welt und jedes andere der Naturreiche zerfällt auch die Empfindungswelt in sieben Unterabteilun- gen, die "Regionen" genannt werden. Entgegen der physi- schen Welt hat sie jedoch keine große Zweiteilung ähnlich der chemischen Region und der Ätherregion. Als Material für die Verkörperung der Empfindungen finden wir in allen sieben Unterabteilungen oder Regionen den Empfindungsstoff.

(...)

Wenn nur die Tätigkeiten der chemischen und der Äther- regionen der physischen Welt vorhanden wären, so hätten wir lebende Körper, die sich wohl bewegen könnten, jedoch keinen Antrieb, es zu tun. Diesen Antrieb veranlassen die kosmischen Kräfte, die in der Welt der Empfindungen wirken. Ohne diesen Antrieb, der jede Fiber des belebten Körpers durchdringt und Tätigkeit nach dieser oder jener Richtung fordert, könnten wir weder Erfahrungen sammeln, noch moralisch wachsen.

(...)

Begierden, Wünsche, Leidenschaften und Gefühle drücken sich in der Materie der verschiedenen Regionen der Empfindungswelt ebenso aus, wie Form und Gestalt in der chemischen Region der physischen Welt. Sie nehmen Formen an, die länger oder kürzer andauern, entsprechend der Intensität der Begierde, des Wunsches oder des Gefühls, die darin verkörpert sind. In der Empfindungswelt tritt der Unterschied zwischen Kraft und Materie nicht so begrenzt und offenbar hervor, wie in der physischen Welt. Beinahe könnte man sagen, daß hier die Ideen der Kraft und der Materie identisch oder austauschbar sind. Das ist nicht ganz so, doch kann man immerhin behaupten, daß die Empfindungswelt aus Kraft-Materie besteht.

Wenn wir von der Materie der Empfindungswelt sprechen, so müssen wir zugeben, daß sie einen Grad weniger dicht ist, als die Materie der physischen Welt. Aber es ist vollständig falsch zu glauben, sie sei feinere physische Materie. Das ist eine völlig irrige Ansicht, obwohl sie von vielen vertreten wird, die sich mit okkulten Philosophien beschäftigt haben.

(...)

Obwohl der Berg und das Gänseblümchen, der Mensch, das Pferd und ein Stück Eisen aus ein und derselben atomaren Ursubstanz zusammengesetzt sind, können wir nicht sagen, daß das Gänseblümchen eine feinere Form des Eisens sei. Ebenso unmöglich ist es in Worten den Wechsel oder Unterschied der physischen Materie zu erklären, wenn sie in Empfindungsstoff zerlegt wird. Wenn kein Unterschied bestünde, so würde die letztere den Gesetzen der physischen Welt unterliegen, was nicht der Fall ist.

(...)

Die Kräfte, die von den großen, verschiedenartigen Scharen von Wesen ausgehen, formen die immer veränderliche Materie der Empfindungswelt in unzählige und verschiedene Formen von größerer oder geringerer Dauer, entsprechend der treibenden Energie des Impulses, dem sie ihr Dasein verdanken.

(...)

Um zu einem korrekten Verständnis der Empfindungswelt zu gelangen, muß man sich dessen bewußt werden, daß sie die Welt der Gefühle, der Wünsche und Erregungen ist. Sie alle stehen unter der Herrschaft zweier großer Kräfte: der Kraft der Anziehung und der Abstoßung, die in den drei niederen Regionen der Empfindungswelt in anderer Art tätig sind, als in den drei höheren oder feineren Regionen, während die mittlere neutraler Grund genannt werden kann.

(...)

... in der untersten Region der Empfindungswelt. Hier sind die Körper dämonische Schöpfungen, geschaffen von den gröbsten Leidenschaften und Begierden von Mensch und Tier.

(...)

   Alles, was sich in der physischen Welt ereignet, wird in alle anderen Reiche der Natur zurückgestrahlt und baut sich - wie wir gesehen haben - seine geeignete Form in der Empfindungswelt. Sobald ein wahrer Bericht des Geschehenen gegeben wird, erbaut es sich eine neue Form, die der ersten vollkommen gleicht. Sie ziehen sich an, verschmelzen und stärken einander.

Wenn nun ein unwahrer Bericht gegeben wird, so entsteht eine von der wahren Grundform verschiedene und ihr feindliche Form. Weil sie mit demselben Ereignis zu tun haben, werden sie zusammengezogen, aber weil ihre Vibrationen verschieden sind, wirken sie gegenseitig zerstörend. Darum können schlechte, boshafte Lügen alles Gute töten, wenn sie mit gehöriger Kraft und oft genug wiederholt werden.

Umgekehrt wird das Suchen nach dem Guten im Bösen mit der Zeit das Böse in Gutes verwandeln. Wenn jene Form, die erbaut wurde, um das Böse zu verringern, schwach ist, bleibt sie wirkungslos und wird durch die böse Form zerstört.

Ist sie stark und wird sie oft genug wiederholt, so wird sie die böse Form erfolgreich zerstören und die gute an ihre Stelle setzen. Man merke sich wohl, daß dieser Erfolg nicht durch Lügen erzielt wird, auch nicht durch Verneinen des Bösen, sondern dadurch, daß man das Gute aufsucht. Der okkulte Wissenschaftler wendet dieses Prinzip - in allen Dingen nach dem Guten zu suchen - sehr gewissenhaft an, denn er weiß, mit welcher Kraft das Böse dadurch nieder- gehalten wird.

(...)

Die vierte Region der Empfindungswelt ist die "Region der Gefühle". Hier entspringen jene Gefühle, welche die bereits beschriebenen Formen betreffen. Von den Gefühlen, die von hier erzeugt werden, hängt ihre Lebendigkeit für uns und ihre Wirksamkeit auf uns ab. Auf dieser Stufe ist es nicht wichtig, ob Gegenstände und Ideen an und für sich gut sind. Es ist unser eigenes Gefühl des Interesses oder der Gleichgültigkeit, das zum bestimmenden Faktor für das Schicksal des Gegenstandes oder der Idee wird.

Wenn das Gefühl, mit dem wir einem auf uns gemachten Eindruck eines Gegenstandes oder einer Idee begegnen, Interesse ist, so hat es die gleiche Wirkung auf diese, wie das Sonnenlicht und die Luft auf die Pflanzen. Eine solche Idee wächst und gedeiht in unserem Leben. Begegnen wir hingegen dem Eindruck eines Gegenstandes oder einer Idee mit Gleichgültigkeit, so welken sie dahin wie die Pflanzen in einem dunklen Keller.

   (...)

Die Gleichgültigkeit aber verursacht das Hinwelken des Gegenstandes oder der Idee, auf die sie gerichtet ist, soweit es unsere Beziehung zu ihr betrifft.

Wenn unser Interesse an einem Gegenstand oder einer Idee die Kraft der Abstoßung hervorruft, so sind wir natürlich bestrebt, aus unserem Leben alles zu entfernen, was mit dem betreffenden Gegenstand oder der Idee zusammenhängt. Zwischen der Tätigkeit der Abstoßung und dem bloßen Gefühl der Gleichgültigkeit besteht jedoch ein großer Unterschied. Vielleicht erklärt ein Beispiel die Tätigkeit der Zwillingsgefühle und der Zwillingskräfte deutlicher.

(...)

Daraus ersehen wir, wie äußerst wichtig das Gefühl ist, das wir in bezug auf irgend etwas haben. Denn es erzeugt die Natur der Atmosphäre, die wir uns selbst schaffen. Lieben wir das Gute, so erhalten und ernähren wir als Schutzengel alles, was gut um uns ist. Im anderen Fall bevölkern wir unseren Weg mit Dämonen unserer eigenen Schöpfung.

(...)

Die physische Ebene und die Empfindungswelt sind voneinander nicht räumlich getrennt. Sie sind uns näher als "Hände und Füße". Man braucht sich nicht von der Stelle zu bewegen, um von einer Welt in die andere und von einer Region in die andere zu gelangen. Gerade so, wie die festen Körper, Flüssigkeiten und Gase in unseren Körpern vereint sind und einander durchdringen, verhält es sich auch mit den verschiedenen Regionen der Empfindungswelt. Wieder können wir die Kraftlinien - längs derer sich die Eiskristalle im Wasser bilden - mit den unsichtbaren, in der Empfin- dungswelt entstehenden Ursachen vergleichen, die in der physischen Welt in Erscheinung treten und uns den Anstoß zum Handeln nach irgendeiner Richtung geben.

Die Empfindungswelt mit ihren unzähligen Bewohnern durchdringt die physische Welt, wie die Kraftlinien das Wasser - unsichtbar aber allgegenwärtig und mächtig, als Ursache allen Geschehens in der physischen Welt. 17.1 S.39-48

Steiner, Geheimwissenschaft im Umriß

... Dann wird der Mensch nicht bloß das um sich herum wahrnehmen, was ihm die gegenwärtigen physischen Sinne vermitteln, sondern er wird imstande sein, in Bildern die inneren, seelischen Zustände der ihn umgebenden Wesen zu beobachten: Er wird ein Bilderbewußtsein haben, jedoch mit Beibehaltung des vollen Selbstbewußtseins. Es wird nichts Traumhaftes, Dumpfes in seinem Bilderschauen sein, sondern er wird das Seelische wahrnehmen, allerdings in Bildern, doch so, daß diese Bilder der Ausdruck von Wirklichkeiten sein werden, wie es jetzt physische Farben und Töne sind. Gegenwärtig kann sich der Mensch nur durch die geisteswissenschaftliche Schulung zu solchem Schauen erheben. ... 17.2.1 S.178

Anmerkung: Durch "geisteswissenschaftliche Schulung" lernt man die Geistige Welt sehen.

Das Kollektive Unbewußte nach C.G. JUNG

Der Begriff Kollektives Unbewußtes wurde von C.G. JUNG eingeführt und bezeichnet eine Form des unbewußten Erlebens, das nicht durch Erfahrung entstanden, sondern vererbt und allen Menschen gemeinsam sein soll. Im Unterschied dazu existiert das persönliche Unbewußte. Die Inhalte des kollektiven Unbewußten sind die Archetypen (Urbilder), die das Verhalten und Erleben der Menschen beeinflussen. Beispiele für Archetypen sind: Mann, Frau, Teufel, Hexe.

Man kann die in allen Kulturen vorkommenden, erstaunlich ähnlichen göttlichen und dämonischen Bilder und Visionen als eine der gewöhnlichen Psychoanalyse nicht zugängliche tiefere Schicht der menschlichen Seele, ähnlich Jungs kollektiven Unbewußten deuten. In diesen "archetypischen" Bildern zeigen sich möglicherweise die universellen elementaren Kräfte oder "Quanten" der menschlichen Psyche, die Korrelate eigener Anteile und gleichzeitig den Menschen transzendierende - und damit jenseitige - Kräfte darstellen. 1.6

O7.93 Kersti: C. G. Jungs kollektives Unbewußtes und Nahtodeserfahrungen

Imaginationen, Unterbewußtsein und ihre Beziehungen zur Gestimmtheit der Erlebnisse

Auch kann man in der Imagination wie im OBE durch Wände gehen und sehen, um Ecken und über weite Entfernungen hinweg wahrnehmen und in Gedankenschnelle die Welten bzw. Szenen wechseln. Auch im Katathymen Bilderleben, tauchen archetypische Bilder und PSI-Leistungen auf. 1.6

Ganz selten wurde während eines NDEs auch direkt die mentale Kreation anderer Welten mit Verstorbenen und Jesus erlebt. 1.6

Negative Nahtodeserlebnisse finden sich häufig bei Menschen wie beispielsweise Selbstmördern, die zuvor belastend-negative psychische Zustände erlebt haben. Auch die große Häufigkeit negativ-positiver NDEs häufig mit einem Gottesurteil im christlichen Mittelalter läßt sich durch die stärker ausgeprägten Schuldgefühle und Ängste der strenggläubigeren, autoritätsfürchtigen Christen dieser Zeit erklären. Diese somit katathyme Entladung eigener Anteile erklärt auch die Tatsache, daß derselbe, im wesentlichen unveränderte Mensch mehrere sowohl positive als auch negative Nahtodeserlebnisse erleben kann. Auch die Abhängigkeit Halluzinogeninduzierter Nahtodeserlebnisähnlicher religiöser Erfahrungen von Umfeld und Psyche und die Umwandlung negativer in positive Nahtodeserlebnisse durch Zentrierung auf positive Anteile zeigt die Abhängigkeit des Nahtodeserlebnisses von Psyche und Biographie des Erlebenden. 1.6, 1.8

Nichtigkeit und Leere

In geringen Dosen kann Ketamin Erlebnisse "positiver" Art hervorrufen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit nahtodeserlebnissen haben. Greyson und Bush haben bemerkt, daß Nahtodeserlebnisse, die ein Gefühl der Leere beinhalteten und nicht selten mit negativen Eindrücken begleitet waren mehrheitlich bei anästhesierten Geburtsvorgängen stattfand. Diesen Zusammenhang hat Ring später neu aufgegriffen und belegt. Ring ist der Ansicht, dass es sich bei negative Nahtodeserlebnissen, die sich in einem Gefühl von Leere und Nichtigkeit äußern, nicht um ein Nahtoderlebnis im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine drogeninduzierte Notreaktion des Körpers. 3.3 S.45 + S.224-225

Aussagen über das Jenseits aus Nahtodeserfahrungsberichten

Kersti

Quellen

Siehe: Buch: OB7. Quellen zu Nahtodeserfahrungen, Zwischenlebenszenen und außerkörperlichen Erlebnissen

O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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