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O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)
O7.10 Kersti: Psychologie der Nahtodeserfahrung

ausgegliedert aus O7.10: 1/2009
letzte Überarbeitung: 1/2009

O7.28

Nahtodeserlebnisse bei Kindern sind unabhängig vom Stand der Persönlichkeitsentwicklung

Warum nach der materialistischen Weltsicht Nahtodeserfahrungen von Kindern anders sein sollten als die von Erwachsenen

Die Nahtodeserfahrungen von Kindern sind für die Forschung interessant, da man bei Atheisten eine Projektion soziokultureller Vorstellungen vermuten könnte. Kinder sind von der Erwachsenenwelt noch nicht so stark beeinflußt und kennen deshalb nur einen kleinen Teil der religiösen Vorstellungen, die Todesnähe-Erlebnissen ähneln. Im Laufe der Persönlichkeitsentwicklung wird das denken, wie die Entwicklungspsychologie nachgewiesen hat, stufenweise komplexer. Junge Kinder sollten deshalb Nahtodeserlebnise haben die wesentlich einfacher aufgebaut sind und weniger Elemente enthalten als die Erwachsener, falls sie von den Kindern unbewußt erfunden werden, ähnlich wie das mit Träumen geschieht. 3.1 S.68, 3.3 S.86-87

Kindliche Träume ähneln erst im Alter von 9 bis 12 Jahren denen Erwachsener. Kleinkinder träumen keine Geschichten, sondern meist nur einzelne Bilder, beispielsweise von Teddybären oder den Eltern. Allenfalls träumen sie kurze Sequenzen. 1.6, 1.8, 1.9, 1.11, 2.41, 3.3 S.85

Einige Forscher vertreten die Ansicht, Todesnähe-Erlebnisse seien der Abwehrmechanismus des Geistes gegen die Todesangst. Todesnähe-Erlebnisse von Kindern widerlegen diese Theorie, denn Kinder nehmen das Sterben ganz anders wahr als Erwachsene. So neigen Kinder unter sieben Jahren dazu, den Tod als vorübergehend, als eine Art Urlaubszeit anzusehen. Für sie ist der Tod etwas, von dem man zurückkehrt. Für etwa Sieben- bis Zehnjährige ist der Tod eine magische Vorstellung, die in den folgenden Jahren durch das Wissen abgelöst wird, daß er körperlichen Zerfall mit sich bringt. Vom siebten bis zehnten Lebensjahr stellen Kinder sich den Tod als Person vor, als ein Ungeheuer oder eine Art Kobold, der sie auffrißt. Sie glauben, er lauere im Dunkeln und sie könnten vor ihm wegrennen, wenn er auftaucht. Auf jeden Fall sehen Kinder den Tod ganz anders als Erwachsene. 3.1 S.71

Erwachsene fürchten die Auslöschung des Bewußtseins oder den Schmerz, der ihrer Meinung nach mit dem Sterben verbunden ist. Manche fürchten, allein und von Verwandten und Freunden abgeschnitten zu sein, andere haben Angst vor Höllenfeuer und Verdammnis. Einige fürchten den Verlust an Kontrolle, den der Tod bringt, die Notwendigkeit, die Führung ihres Geschäfts, ihrer Familie oder was immer sie leiten wollen, aus der Hand zu geben. Manche haben Ur-Ängste vor körperlicher Verstümmelung. Kinder sind noch nicht in dieser Weise kulturell konditioniert. Diejenigen, die Todesnähe-Erlebnisse gehabt haben, übernehmen diese Konditionierung oft gar nicht erst. Sie haben so gut wie keine Angst vor dem Tod und, sprechen oft freudig von ihren Todesnähe-Erfahrungen. Manche Kinder, mit denen ich gesprochen habe, äußerten den Wunsch, wieder zu dem Licht zurückzukehren. 3.1 S.71-72

Nahtodeserfahrungen von Kindern ähneln denen der Erwachsenen

Schon Kinder unter zwei Jahren erleben Nahtodeserlebnisse. Es ist in diesem Fall nahezu sicher, daß sie kein Vorwissen zum Thema haben. Ihre Nahtodeserlebnisse ähneln denen der Erwachsenen erstaunlich. Dies schließt nicht nur Vorinformation aus, sondern zeigt auch, daß diese Erlebnisse von der Persönlichkeitsentwicklung und den Vorstellungen die ein Mensch vom Tod und seiner Bedeutung hat unabhängig sind. Nur Tiere scheinen bei Kindern eher vorzukommen und ein Lebensfilm findet sich möglicherweise erst bei älteren Kindern. Kinder beschreiben das Lichterwesen in derselben emotionalen Weise, wie man es von Erwachseen kennt. Nachzuweisen, daß Kinder schon im vorsprachlichen Alter Nahtoderlebnisse haben, ist schwieriger. 1.6, 1.8, 1.9, 1.11, 2.41, 3.1 S.68 + 80, 3.3 S.85-86

Nachzuweisen, daß Kinder schon im vorsprachlichen Alter Nahtoderlebnisse haben, ist schwieriger. Gründe, warum etwa ein klinisch totes Kind kein NTE haben sollte, sind bislang nicht vorgebracht worden. 3.3 S.86

Unterschiede zeigen sich erst durch den statistischen Vergleich zwischen Nahtoderfahrungen von Kindern, Jugenlichen und Erwachsenen

Im Alter zwischen vier und acht Jahren lernen Kinder in materiell ausgerichteten Kulturen zwischen innerer und äußerer materieller Realität zu unterscheiden. Danach erst sind sie fähig die feinstoffliche Realität als dritte Kategorie einzuführen und werden für einen solchen Übergang mehrere Jahre brauchen. Ein solcher Übergang findet in über der Hälfte der Fälle auch statt: In Europa glauben durchschnittlich zwischen 48 und 59% der Bevölkerung an ein Leben nach dem Tod (Ausnahme ehem. DDR 15%), in Amerika glauben 68% der Bevölkerung an parapsychologische Phänomene. (Buch: B125.1, S.24ff), 3.12 S.337, 8.2 S.43

O7.A7 Kersti: Entwicklungspsychologische Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und Geistigen Welten (=feinstoffliche Welten)

Fenwick untersuchte die Häufigkeit der Nahtoderfahrungselemente bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und stellte dabei folgene Prozentanteile fest. 3.10 S.184f

Element Alter: 3-9 Jahre Alter: 10-15 Jahre Alter: über 16 Jahre
Entwicklungspsychilogische Phase Materialistisches Weltbild noch nicht stabil Materialistisches Weltbild stabil, Offenheit für den nächsten Übergang besteht Spirituelle oder religiöse Weltbilder sind häufiger
Häufigkeit ansteigend
Fühlte Liebe 24% 33% 40%
Auftreten einer Entscheidung zur Rückkehr ins Leben 52% 70% 75%
nachher religiöser geworden 50% 75% 90%
Häufigkeit zuerst gleichbleibend, dann ansteigend
Fühlte Freude 34% 33% 40%
Dunkelheit 33% 33% 38%
Außerkörperliches Erlebnis 61% 61% 65%
Häufigkeit zuerst ansteigend, dann gleichbleibend
sah Landschaften 20% 25% 25%
Wollte ins Leben zurückkehren 50% 60% 59%
Häufigkeitsgipfel bei den Jugendlichen
Erlebte eine Grenze oder Absperrung 10% 33% 25%
Scenen aus der Zukunft gesehen 9% 25% 13%
Losgelöst oder emotional nicht beteiligt 50% 76% 65%
Fühlte Frieden/Ruhe 67% 90% 83%
Sah Farben 33% 43% 36%
Fühlte Angst 14%% 20% 14%%
ESP, Wahrnehmung von Dingen, die sich anderswo abspielen 33% 50% 33%
Bekannte Personen bemerkt 41% 51% 37%
Fremde Personen bemerkt 50% 61% 40%
Häufigkeitsminimum bei den Jugendlichen
Rückkehrentscheidung ins Leben selbst getroffen 50% 33% 54%
Licht 90% 66% 71%
Häufigkeit erst gleichbleibend, dann abnehmend
Hörte Musik 24% 25% 19%
Häufigkeit abnehmend
Tunnel 80% 60% 50%
Lebende Personen bemerkt 55% 43% 36%
Religiöse Figuren erlebt 44% 39% 33%

Beispiele für Nahtodeserfahrungen von Kindern

Kinder sind drüben meist erwachsen

Moody fragte von Todesnähe-Erlebnissen betroffene Kinder, wie alt sie währenddessen waren. Mit anderen Worten: Ist ihr spiritueller Körper der eines Kindes oder der eines Erwachsenen? Eine überraschend hohe Zahl antwortete, sie seien während des Erlebnisses Erwachsene gewesen, obwohl sie nicht angeben konnten, woher sie das wissen. Wenn man annimmt, daß bei einem Todesnähe-Erlebnis der Geist seinen irdischen Körper verläßt, dann könnte das bedeuten, daß der Geist eine alterslose Entität ist, die einen ständig sich ändernden Körper bewohnt. Hat er einen Körper verbraucht, geht er in eine andere Welt ein. Eine andere mögliche Erklärung wäre, daß die Kinder sich in Gegenwart der Lichtgestalten so wohl fühlen, daß sie sich wie unter Gleichgestellten vorkommen. Das könnte sie auf den Gedanken bringen, sie seien ebenso alt wie diejenigen, denen sie während des Todesnähe-Erlebnisses begegnen. 3.1 S.84

Kersti


O7.10 Kersti: Psychologie der Nahtodeserfahrung
O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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