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O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)
O7.10 Kersti: Psychologie der Nahtodeserfahrung

ausgegliedert aus O7.10: 1/2009
letzte Bearbeitung: 4/2010

O7.58

Telepathische Kommunikation in Nahtodeserlebnis

Telepathie in der Lebensgefahr-Erfahrung

Kersti: Ich konnte es nicht lassen, mich noch einmal umzudrehen und ihm zuzugrinsen

Ich war auf dem Weg von meiner Arbeitsstelle zum Auto. Zuerst ging es auf einem Bürgersteig entlang, danach bog ich schräg auf einen Parkplatz ein. Ein Mann, der mir entgegengekommen war, bog ebenfalls ab - aber im spitzen Winkel, was im Grunde nur erklärlich war, wenn er mir folgte, sonst wäre er doch viel früher direkt zu seinem Ziel abgebogen, statt so einen Umweg zu machen. Ich wunderte mich. Dann hörte ich von einem Balkon an den mehrstöckigen Häusern an der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes Anfeuerungsrufe. Das erschien mir absurd, als wäre ich in irgendeinen Actionfilm geraten, wo Frauen vergewaltigt werden. Möglicherweise war die Situation gefährlich. Doch bevor ich anfing zu kämpfen, wollte ich überprüfen, ob der Mann mich tatsächlich verfolgte oder harmlosere Absichten hatte. Ich verdoppelte mein Tempo, ohne aber zu rennen und beobachtete seine Reaktion. In einem Sekundenbruchteil hatte er sein Tempo angepaßt - zu schnell für jemanden der nur nach dem Weg fragen will, so reagiert man nur wenn man jemanden im Spaß oder im Ernst jagt. Die meisten hätten auch eher angehalten und gerufen als zu beschleunigen.

Im weitergehen überlegte ich, wie ich reagieren sollte. Dabei stellte ich mir meine eigenen Handlungen bildlich vor und warf ihm das Bild an den Kopf - zumindest fühlte es sich wirklich so an als würde ich ihm das Bild zuwerfen. Zuerst überlegte ich, ob wegrennen sinnvoll wäre, warf ihm das Bild zu und erhielt ein Bild, wo er hinter mir herrannte zurück. Zu gefährlich. Wegrennen löst den Jagdinstinkt aus. Ich könnte ihn auch verblüffen, indem ich mich umdrehte und ihn anlächelte. Als ich ihm dieses Bild zuwarf, kamen drei vier verschiedene Bilder zurück. Das war zu gefährlich, weil das Ergebnis völlig unkalkulierbar war. Ich stellte mir vor, wie ich ihm zwischen die Beine trat. In dem Bild was er zurückwarf, kam er durch meinen Tritt ins stolpern und ich war ihn los. Ich holte aus, sah wie er zutiefst erschrak und ins Stolpern kam. Ich entschied, nicht zuzutreten, weil ich erreicht hatte, was ich wollte und er weit genug hinter mir war, daß ich zum Auto gehen, es aufschließen und losfahren konnte, ehe er eine Chance hatte, mich zu erreichen. Ich konnte es nicht lassen mich auf diesem Stück einmal um meine Achse zu drehen und ihm zuzugrinsen.

Während der ganzen Erfahrung war ich ruhig und mit mir im Frieden.

Telepathie im Außerkörperlichen Erlebnis

Gelegentlich wird auch berichtet, man habe beim Außerkörperlichen Erlebnis die Gedanken der Umstehenden wahrgenommen. Obwohl sie meist keine medizinische Vorbildung haben, erraten sie, was Ärzte und Schwestern einander mitzuteilen versuchen. 3.1 S.24, 3.3 S.73

Manchmal wird dieses Gedankenlesen auch als richtig bestätigt.

Gedankliche Kommunikation im Jenseits

Zwischen dem, der die Nahtodeserfahrung macht und den Dämonen, Verstorbenen oder Lichtwesen kommt es oft zu einer gedanklichen Kommunikation, in der letzterer häufig zur Rückkehr aufgefordert wird. In diesem Stadium geschieht die Verständigung meist nicht durch Wörter, wie wir sie kennen, sondern auf telepathische, wortlose Weise, die ein un-vermitteltes Sichverstehen ermöglicht. 1.10, 3.1 S.28, 3.3 S.73-75

Kosmische Verbundenheit

Eine noch weitreichendere Art der Kommunikation schildern Experiencer, die "kosmische Verbundenheit" erlebten. Wer diese Erfahrung gemacht hat, kehrt mit dem Gefühl zurück, daß auf der Welt alles mit allem verbunden ist. Die Zurückgekehrten haben Mühe, dieses Erleben genau zu definieren. Die meisten von ihnen empfinden eine früher nicht gekannte Ehrfurcht vor der Natur und der Umwelt. 3.1 S.54, 3.3 S.74-75

Dieses Gefühl der Verbundenheit tritt nicht nur in Nahtodeserlebnissen auf, sondern kann auch erlebt werden, wenn man gesund und wach ist.

Jane Goodall beschreibt ein solches Erlebnis, das sie hatte als sie in Gombe, Tansania freilebende Schimpansen beobachtete, die sie seit Jahren kannte.

Mein Ich war nicht mehr da

Es muß eine Stunde gedauert haben, bis das Zentrum des Gewitters nach Süden abzog und der Regen endlich nachließ. Um halb fünf kamen die Schimpansen herabgeklettert, und wir wanderten durch das triefnasse, tropfende Grün zum Berghang zurück. Bald erreichten wir einen grasbewachsenen Kamm mit Aussicht auf den See. Eine blasse, wäßrige Sonne war am Himmel erschienen; ihr Licht fing sich in den Tropfen, so daß die Welt wie mit Diamanten geschmückt aussah und jedes Blatt, jeder Grashalm funkelte. Ich bückte mich tief, um ein juwelenbesetztes Spinnennetz nicht zu zerstören, das sich kunstvoll und zart über den Pfad spannte. Begrüßungslaute waren zu hören, als Fifi und ihre Familie auf Melissa und Anhang trafen. Sie kletterten alle zusammen auf einen niedrigen Baum, um sich an frischen jungen Blättern zu laben. Ich postierte mich an einer Stelle, von der aus ich zuschauen konnte, wie sie ihre letzte Tagesmahlzeit genossen. Der See unten in der Tiefe war noch immer dunkel und aufgewühlt, und da, wo sich die Wellen brachen, trug er weiße Schaumkronen; schwarze Regenwolken hingen im Süden. Gegen Norden war der Himmel schon klar, und nur ein paar graue Wolkenfetzen waren noch zu sehen. Der Anblick war atemberaubend schön. Im sanften Sonnenlicht wirkte das schwarze Fell der Schimpansen kupferrot gesprenkelt, die Äste, auf denen sie saßen, waren naß und schwarz wie Ebenholz, und die jungen Blätter leuchteten zart hellgrün. Den dramatischen Hintergrund bildete der indigoblaue Himmel, über den Blitze zuckten, während in der Ferne Donner rollte und grollte.

In ehrfürchtiges Staunen über die Schönheit um mich herum versunken, muß ich in einen gesteigerten Bewußtseinszustand geraten sein. Es ist schwer - wenn nicht gar unmöglich -, den Augenblick der Wahrheit, den ich plötzlich erlebte, mit Worten zu beschreiben. Selbst die Mystiker finden keine Worte für die kurzen Momente spiritueller Verzückung. So kam es mir vor, als ich mir hinterher das Erlebnis noch einmal zu vergegenwärtigen versuchte: Mein Ich war nicht mehr da; die Schimpansen und ich, Erde, Bäume und Himmel schienen miteinander zu verschmelzen und eins zu werden mit der geistigen Kraft des Lebens selbst. Die Luft war erfüllt von einer Symphonie aus Vogelstimmen, vom Abendgesang der gefiederten Schar. Ich nahm neue Klänge in ihrer Musik wahr, auch im Singsang des Insektenchors - Töne von solcher Höhe und Lieblichkeit, daß ich staunte. Noch nie waren mir Form und Farbe der einzelnen Blätter so intensiv bewußt geworden, die vielfältigen Muster ihrer Adern, die einem jeden Blatt seine Einzigartigkeit verleihen. Auch die Düfte waren deutlich zu unterscheiden: gärende, überreife Früchte; wasserdurchtränkte Erde; kalte, nasse Borke; der Geruch von feuchtem Schimpansenfell und nicht zuletzt mein eigener. Der aromatische Duft junger zerdrückter Blätter war fast überwältigend stark. Ich spürte, daß etwas in der Nähe war, dann sah ich einen Buschbock, ruhig grasend gegen den Wind, und seine gewundenen Hörner und sein kastanienbraunes Fell glänzten dunkel vor Nässe.

Ein ferner Chor von Pant-hoots - den lauten, weit tragenden Rufen der Schimpansen - veranlaßte Fifi zu einem Antwortruf. Als würde ich aus einem lebhaften Traum geweckt, war ich auf einmal wieder in der Alltagswelt, kalt, aber quicklebendig. Ich blieb, wo ich war, als die Schimpansen abzogen - der Platz hatte etwas Weihevolles -, und machte mir Notizen, um irgendwie festzuhalten, was ich einen kurzen Moment lang erlebt hatte. Mir waren keine Engel erschienen oder andere himmlische Wesen, wie sie die Visionen großer Mystiker auszeichnen, aber dennoch glaube ich, daß es sich um eine wahre mystische Erfahrung gehandelt hat. Die Zeit verging. Schließlich nahm ich den Waldpfad heimwärts und kletterte den Hang hinter meinem Haus zum Strand hinab. 7.1 S.222-224

Stimmen hören nach Nahtodeserlebnissen

Einige Leute berichten, daß sie seit ihrer Nahtodeserfahrungen in ihrem Inneren Stimmen hören. Das tun auch 10-47% der Bevölkerung ohne Nahtodeserlebnis und ohne psychisch krank zu sein. Diese Stimmen werden meist für real gehalten, im Sinne von Stimmen von Schutzengeln, Dämonen, feinstofflichen Besuchern oder eigenen Persönlichkeitsanteilen. 1.11

In einer Studie die die Stimmen die Menschen nach Nahtodeserlebnissen hörten mit den Stimmen verglichen wurden die psychotische Menschen hören, stellte sich heraus, daß von den Menschen mit Nahtodeserfahrungen 97% einige positive und 51% einige negative Einstellungen gegenüber den Stimmen hatten, während von den psychotischen Patienten nur 52% positive dafür aber 98% negative Einstellungen berichteten. 1.11

Wenn man bedenkt, daß es Stimmenhören sowohl bei gesunden als auch bei psychisch kranken Menschen gibt, heißt das wohl, daß es mit geistig gehörten Stimmen genauso ist wie mit den Stimmen, die wir mit unseren irdischen Ohren hören. Ein freundliches und unterstützendes Gespräch tut uns gut, wenn wir unfreundlich zueinander oder im Falle eigener Anteile zu uns selbst sind, können wir davon psychisch krank werden, wie das beispielsweise auch beim Mobbing auftritt.

O7.37 Kersti: Sind die Stimmen der Nahtodeserlebnisse akustische Halluzinationen beispielsweise im Rahmen einer Schizophrenie?

Vergleich mit Träumen

Träume enthalten Kontakte mit personifizierten dissoziierten Anteilen von uns. Auch dort kommt es zu einer Art telepathisch wirkendem Gedankenaustausch mit diesen Anteilen. 1.2, 1.6

Kersti


O7.10 Kersti: Psychologie der Nahtodeserfahrung
O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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