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O7.A8 Kersti: Wer Ahnung von Reinkarnationserinnerungen, Nahtodeserfahrungen und Ähnlichen Erfahrungen hat, hat meist irgendein spirituelles Weltbild (Quellen hierzu)

ausgegliedert aus O7.13: 2/2009
letzte Überarbeitung: 2/2009

O7.A0

Michael B. Sabom: Vom Skeptiker zum überzeugten Christ, Glaube an ein Leben nach dem Tod

Eine Suche nach Michael Sabom mit Google Scholar ergab Mittwoch den 8.4.2009 43 Ergebnisse. Neben 31 Treffern aus den Jahren 1977 bis 2007 zu Nahtodeserfahrungen finden sich auch 11 Treffer aus den Jahren 1977-2007 zu Herz und Kreislauf. Ein Treffer bezog sich nicht auf Michel Sabom sondern auf Margaret Sabom. Sabom hat also während seiner gesamten bisherigen Forscherkarriere sowohl zur medizinischen als auch zu Nahtodesforschung beigetragen, wobei die Zahl der Veröffentlichungen zur Nahtodesforschung mengenmäßig überwog.

Dr. Michael Sabom berichtet in Moodys Buch, wie sich sein Weltbild durch die Beschäftigung mit Nahtodeserfahrungen wandelte.

Sabom: Ich war erstaunt, wie viele ein Todesnähe-Erlebnis gehabt hatten und daß dies direkt vor unserer Nase vorkam, ohne daß wir etwas davon ahnten

1978 war ich in Gainsville in Florida und hörte durch Sarah Kreutziger, eine Sozialarbeiterin in der Psychiatrie, von dem Buch "Leben nach dem Tod". Sarah behandelte es im Religionsunterricht. Damals fragte sie mich, was ich davon hielte, und ich antwortete, ich fände es lächerlich. Ich hatte von meinen eigenen Patienten nie etwas über solche Erlebnisse gehört. Ich fuhr sogar ins Krankenhaus und fragte verschiedene Ärzte, ob sie davon gehört hätten, doch sie wußten nichts. Aber ich fühlte mich jetzt doch herausgefordert, das Buch auch zu lesen. Ich fand es zwar sehr spannend, glaubte aber, offen gesagt, nicht, daß es wirklich auf Tatsachen beruhte. Sarah war aufgefordert worden, das Buch der ganzen Kirchengemeinde vorzustellen, und wir dachten, es wäre interessant, das zusammen zu machen. Wir beschlossen, ein paar Patienten zu suchen, die selber so ein Erlebnis gehabt hatten. Ich fragte ein wenig unter meinen Patienten herum und war erstaunt, wie viele ein Todesnähe-Erlebnis gehabt hatten. Noch erstaunter war ich, daß diese Dinge direkt vor unserer Nase bei unseren Patienten vorkamen, ohne daß wir etwas davon ahnten. Das Thema fesselte uns so sehr, daß wir uns vornahmen, eine Untersuchung über Todesnähe-Erlebnisse zu starten. Wir begannen Leute zu befragen, die einen Herzstillstand oder andere in die Grenzzone zwischen Leben und Tod führende Erkrankungen gehabt hatten, um herauszukriegen, welcher Prozentsatz ein TNE gehabt hatte, welcher Personenkreis betroffen war, unter welchen Umständen es dazu kam und so fort. Im Rahmen einer Studie, die etwa fünf Jahre in Anspruch nahm, interviewten wir ungefähr 120 Menschen. Diese Befragung wurde zum Kernstück meines späteren Buchs. 3.1 S.146

Sie müssen wissen, daß ich sehr skeptisch an dieses Thema heranging. Ich bin von meiner Herkunft her sehr traditionsbewußt. Diese Untersuchung war das erste Mal, daß ich mich so weit von meiner traditionellen medizinischen Ausbildung entfernte. Todesnähe-Erlebnisse zu erforschen, hieß für mich, ein paar vorgefaßte Meinungen zu begraben. Schließlich hatte ich mich durch meine Ausbildung ganz auf die physische, nicht auf die spirituelle Seite des Menschen konzentriert. Der Aspekt des Erlebnisses, der mich am meisten zu interessieren begann, war das heautoskopische oder Ausleibigkeitserlebnis. Dabei schienen die Betroffenen in der Lage zu sein, auf eine Art paranormale Weise zu beobachten, was vor sich ging. 3.1 S.147

Der Fall, der mir das zu Bewußtsein brachte, war der eines Vietnamkriegsteilnehmers, der zu der Zeit am Veterans Administration Hospital hier in Atlanta arbeitete und an der Front ein solches Erlebnis gehabt hatte. Er war sehr schwer verwundet worden und hatte im Gefecht ein Ausleibigkeitserlebnis gehabt. Er betrachtete von außen seinen physischen Körper, als die Vietkong auftauchten und ihm alles wegnahmen, was er hatte, seine Uhr, sein Gewehr, sogar seine Stiefel. Er schaute sich das von oben an und sah auch, wie die Amerikaner später am Nachmittag noch einmal zurückkamen, seine «Leiche» in einen schwarzen Sack steckten und auf einen Lastwagen luden, um sie zum Einbalsamieren ins Leichenhaus zu bringen. Als der Präparator nun über der linken Oberschenkelarterie einen Einschnitt machte, um die die Verwesung verhindernden Stoffe zu injizieren, merkte er, daß übermäßig viel Blut heraussickerte. Ärzte wurden gerufen und erklären den «Toten» für noch lebendig. Sie untersuchten ihn gründlich durch und brachten ihn dann sofort in den Operationssaal, wo ihm ein Arm abgenommen wurde. Er sah das alles mit an. Ich hatte zwar gewußt, daß dieser Mann drüben in Vietnam verwundet worden war, aber nicht, daß er ein solches Erlebnis gehabt hatte. Es kam heraus, als wir uns einmal über Vietnam unterhielten. Insgesamt fand ich das, was er mir gesagt hatte, durchaus glaubwürdig, aber als Wissenschaftler wollte ich doch so etwas wie einen Beweis. «Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich mir links Ihre Leistengegend ansehe?» fragte ich ihn. Und da sah ich links über seiner Oberschenkelarterie eine kleine Narbe von etwa zweieinhalb Zentimeter Länge. Das machte mir erst so richtig klar, daß die phantastische Story dieses Mannes stimmte. Auf dem Schlachtfeld hatten ihn mehrere Personen tatsächlich für tot gehalten. Aber in einer anderen Sphäre war er immer noch bei Bewußtsein gewesen. Sein Verhalten in dieser Situation war gelassen und friedlich. Er war nicht entsetzt, noch litt er schlimme Schmerzen. 3.1 S.147-148

Ich finde das sehr tröstlich. Ich muß immer an ihn denken, wenn ich Koma-Patienten behandle. Ob sie mir jetzt wohl von irgend woher zuschauen? Den Vietnam-Veteranen fand ich jedenfalls überzeugend, aber ich könnte Ihnen nicht mehr sagen, seit wann ich sicher war, daß es solche Erlebnisse wirklich gab. Erst als ich eine Menge Leute mit Todesnähe-Erlebnissen kennengelernt hatte! Aber als sie alle anfingen, mir immer mehr oder weniger das gleiche zu erzählen, fragte ich mich doch, ob sie das wohl irgendwo gelesen oder gehört hatten oder ob ihnen jemand von der eigenen erfolgreichen Wiederbelebung berichtet hatte. Das erste, was mir bei den Berichten meiner Gewährsleute durch den Kopf ging, war: «Sie haben das Buch von Raymond Moody gelesen, nicht wahr?» Aber das stimmte nicht. Die meisten Patienten, die ich befragte, kamen aus dem nördlichen Florida. Sie achteten nicht sehr auf die Medien und solche Sachen, lasen nur gelegentlich die Zeitung und nur selten ein Buch. Aber ihre Erlebnisse waren sich so ähnlich, daß es mir vorkam, als ob sie alle ein und dieselbe Filmszene wiedergäben! Während meiner Nachforschungen hörte ich von mehreren Fällen, wie jemand starb und irgend jemand anderes das im selben Augenblick spürte. Ich nahm solche Beispiele nicht in mein Buch auf, weil ich glaubte, ein solches telepathisches Wissen hätte nicht unbedingt etwas mit Todesnähe-Erlebnissen zu tun. Aber jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Je mehr ich darüber erfahre, desto stärker glaube ich, es könnte sich dabei um eine Art Ausleibigkeitserlebnis handeln. 3.1 S.148-149

(...)

Ich weiß, das klingt wie ein Artikel aus der Sensationspresse, aber diese und viele ähnliche Vorfälle sind auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft worden. Nach einer Weile wurden die Fakten so überwältigend, daß ich die Realität von Todesnähe-Erlebnissen nicht mehr bestreiten konnte. Allerdings kommt mir selbst heute noch manchmal die alte Befürchtung, ich könnte mir etwas zurechtgebaut haben. Aber dann brauche ich nur eines der Interviews zu lesen, die ich mit solchen Zeugen gemacht habe, und schon weiß ich wieder, daß an dieser Sache wirklich was dran ist. Leider denken gerade die Leute, die in den medizinischen Zeitschriften das Sagen haben, nicht so. Dort steht man Todesnähe-Erlebnissen ablehnend gegenüber, weil sie eben ein wenig ungewöhnlich sind. Es ist zu schade, daß dieses medizinische Establishment uns verwehrt, noch mehr Ärzte mit Informationen über Todesnähe-Erlebnisse zu erreichen, vor allem jetzt im High- Tech-Zeitalter, in dem so viele Kranke medizinische Unglücksfälle überleben, die früher tödlich verlaufen wären. Was man früher «Visionen auf dem Totenbett» nannte, ist heute das Todesnähe-Erlebnis, und die Patienten brauchen jemanden, der sie bei solchen außergewöhnlichen Erlebnissen berät. Wenn die Ärzte in diesen Dingen nicht Bescheid wissen, lassen sie ihre Patienten im Stich. 3.1 S.150

Als Moody sich mit Sabom unterhielt, sagte dieser über sich selbst:
"Ich bin überzeugter Christ und halte das zukünftige Leben für einen Grundpfeiler des Christentums" (...) "Aber ich finde, diese Dinge sollten nicht zu Sensationen aufgebauscht werden, wie es in einigen Fällen geschehen ist, sondern als Teil des normalen Lebens und Sterbens angesehen werden. Wenn man Todesnähe-Erlebnisse von dieser Warte aus betrachtet, erscheinen sie einem wohl nicht mehr so seltsam." 3.1 S.145

Wie nahezu jeder einschlägige Forscher hatte Sabom zu Beginn seiner Beschäftigung mit dem Thema ein materialistischer Weltbild. Seine Erfahrungen während seiner Forschung haben ihn nach und nach davon überzeugt, daß ein solches Weltbild zu eng gefaßt ist. Auffällig ist, daß ihn letztlich Einzelerfahrungen überzeugt haben und nicht etwa kontrollierte Experimente.

Michael B. Sabom hat zu folgender von mir verwendeter Quelle beigetragen: 3.9

Kersti


O7.A8 Kersti: Wer Ahnung von Reinkarnationserinnerungen, Nahtodeserfahrungen und Ähnlichen Erfahrungen hat, hat meist irgendein spirituelles Weltbild (Quellen hierzu)

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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