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O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)

Erste Version: 4/2009
letzte Überarbeitung: 4/2009

O7.C0

Carlos Castaneda

Carlos Castaneda studierte Anthropologie und erhielt für sein drittes Buch - "Die Reise nach Ixtlan" einen Doktortitel. Warum ist nicht ganz klar, denn dem Buch fehlt der wissenschaftliche Apparat mit dem Literaturnachweisen, anmerkungen und anderen Informationen, die wesentlich sind, damit man eine solche Arbeit wissenschaftlich für die weitere Forschung verwenden kann. 12.7

Der Carlos Castaneda, der das Buch "Die Lehren des Don Juan" schrieb, war eine selbstunsichere Persönlichkeit. Er war sehr darauf bedacht, in seinem Buch das Bild zu wahren, daß er der überlegene Anthropologe sei, der wissenschaftlich zu denken versteht, den Schamanen und seinen Gebrauch der Psychodelischen Pflanzen untersucht und schließlich das System versteht, nach dem die Lehre des Don Juan funktioniert. Er ist sehr darauf bedacht, nicht zu erzählen, wie sehr ihn Don Juan täglich mehrfach verunsichert und aus dem Gleichgewicht gebracht hat und begründet das vor sich selbst damit, daß diese Stellen seiner Feldaufzeichnungen ja unwichtig seien. Obwohl Castaneda Don Juan nicht bewußt unfair darstellt, zeichnet er doch ein sehr verzerrtes Bild von der in sich ruhenden, selbstsicheren Persönlichkeit des Schamanen. 12.6.1

Das zweite Buch "Die Reise nach Ixtlan" beschreibt letzlich dieselbe Geschichte aus dem Blickwinkel eines völlig veränderten Menschen. Der Carlos Castaneda des zweiten Buches ist wesentlich selbstbewußter und selbstsicherer als der des ersten Buches. Er beginnt damit, daß er seinen Selbstbetrug öffentlich zugibt: Die Stellen die er ausgelassen hat sind NICHT unwesentlich. Dann fährt er fort, indem er sich selbst als eine Person beschreibt, die durch die überlegene Persönlichkeit des Jaqui-Schamanen Don Juan täglich mehrfach völlig aus dem Gleichgewicht gebracht und verunsichert wurde. Besonders der Humor des Schamanen macht ihm Angst, weil Castaneda sich nie sicher ist, was Don Juan ernst meint und was ein Witz ist. Castaneda versucht verzweifelt und letzlich vergeblich seine Erfahrungen während der Lehre bei dem Schamanen rational zu erklären. Doch er hat keine Chance. Schließlich bricht er die Lehre an, weil er zu viel Angst davor hat, daß die Welt tatsächlich so seltsam und rätselhaft sein könnte, wie Don Juan behauptet. 12.6.2

Das dritte Buch endlich beschreibt die Forsetzung der Lehre. Es beginnt damit, wie Castaneda zu Don Juan fährt, um ihm "Die Lehren des Don Juan" zu zeigen und ihm vorzulesen, wie die schamanische Lehre seiner Ansicht nach funktioniert. Don Juan ist nicht im Geringsten über den Besuch seines verlorenen Schülers erstaunt und lacht herzlich über diese Theorie. Dann setzt er seine Ausbildung fort, bis Castaneda vor sich selbst zugeben kann, daß die Wissenschaft ebensowenig wie unser "gesunder Menschenverstand" alles was tatsächlich in der Realität existiert, beschreiben kann. 12.6.3

So dachte ich zuerst. Ich habe mich beim lesen köstlich amusiert.

Doch Carlos Castaneda heißt eigentlich Carlos Arana, die Reihenfolge der verschiedenen Ereignisse stimmt zwischen den verschiedenen Büchern nicht überein. Die Pilze, die Castaneda geraucht haben will zerfallen weder, wie er schreibt beim trocknen zu Staub, noch sind sie im gerauchten Zustand wirksam: man nimmt sie roh zu sich. Castaneda nennt englische Namen der von ihm beschriebenen Pflanzen, magischen Vorgänge und Werkzeuge aber keine indianischen oder spanischen. Spanische Wörter nennt er nur bei Alltagsbegriffen. Logisch wäre es gewesen, daß er bei den Alltagsbegriffen unbekümmert übersetzt und für schamanische Fachbegriffe Schwierigkeiten gehabt hätte, passende englische Worte zu finden. Carlos Castaneda hat wenig über seine Vergangenheit erzählt und was er erzählt hat, weicht deutlich von dem ab, was über sein wirkliches Leben bekannt ist. In einigen Zeiten, in denen er Don Juan besucht haben will, war er nachweislich in den USA. 12.7, 12.8

Carlos Castaneda unterhielt sich oft und ausführlich mit einer Studentin, die bei einem Schamanen in die Lehre ging. Diese Gesprächspartnerin begegnete ihm regelmäßig in der Bibliothek, die er damals offensichtlich regelmäßig und ausgiebig nutzte. Für viele Szenen aus seinen Büchern läßt sich recht gut erraten, was ihr Vorbild gewesen sein könnte. Carlos Castanedas Sozialverhalten läßt sich mit einem einzigen Wort beschreiben: unzuverlässig - er hatte Kinder und kümmerte sich auch manchmal um sie - aber wenn man von ihm erwartete, daß er etwas tat oder kam, tat er das nicht und wenn man nicht mit ihm rechnete, war er da. 12.7

Letztlich sind Castanedas Bücher nur Fantasy: Frei erfundene Geschichten, die zwar auf gründlichen Recherchen und möglicherweise auch eigenen magischen Erfahrungen beruhen und deshalb zuerst überzeugend wirken. Da nicht klar ist, was erfunden ist und was auf wahren Berichten beruht, kann man aber wissenschaftlich nichts mit ihnen anfangen.

Kersti


O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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