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O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Tod, Jenseits und Reinkarnation (Quellen hierzu)

ausgegliedert aus O7.21: 9/2009
letzte Überarbeitung: 7-10/2015
letzte Bearbeitung: 10/2015

O7.E3

Abstrakte und ästhetische Erfahrungen in LSD-Sitzungen und bei anderen Psychodelischen Drogen

Inhalt

Übergeordnete Artikel:
O7.21 Kersti: Erfahrungen mit psychodelischen Drogen, ihre körpereigenen Gegenstücke und ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede zu Nahtodeserfahrungen:
  1.3.1 Kersti: Unterschiedliche Erfahrungstypen bei halluzinogenen Drogen

VA230. Kersti: Spirituelle Entwicklung und Folter-Datengulasch:
  1.2.1 Kersti: Abstrakte und ästhetische Erfahrungen

 

Inhalt dieses Artikels:
O7.E3.1 Kersti: Begriffsbestimmung: Abstrakte und ästhetische Erfahrungen
O7.E3.2 Kersti: Beschreibung und Erklärung der einzelnen Wahrnehmungsveränderungen bei den abstrakten und ästhetischen Erfahrungen mit Drogen
O7.E3.2.1 Kersti: Die Wahrnehmung beruht auf komplexen Auswertungsvorgängen
O7.E3.2.2 Kersti: Abstrakte Muster, die bei LSD-Erfahrungen entstehen
O7.E3.2.3 Kersti: Fehleinstellungen des Gestalterkennungsfilters bei LSD-Erfahrungen: Erkennen von Bildern in unregelmäßigen Formen
O7.E3.2.3.1 Kersti: Normale Änderungen der Genauigkeit der Einstellung des Gestalterkennungsfilters
O7.E3.2.3.1 Kersti: Die Tierchen in der Tapete
O7.E3.2.3.1 Kersti: Anwendung des Gestalterkennungsfilters: Kategoriesieren der Bilder bei Wikimedia Commons
O7.E3.2.3.1 Kersti: Wenn das Erkennen einfach nicht einrasten will
O7.E3.2.3.2 Kersti: Anomale Änderungen in den Einstellungen des Gestalterkennungsfilters bei LSD
O7.E3.2.4 Kersti: Wenn Bilder im Kopf erhalten bleiben und komplementäre Nachbilder
O7.E3.2.4.1 Kersti: Komplementäre Nachbilder
O7.E3.2.4.2 Kersti: Unbewußtes Einbauen von früher gesehenem in das aktuelle Bild
O7.E3.2.4.2 Kersti: Das Pferd, was ich durch den Busch sehe, kann ich nicht fotographieren
O7.E3.2.4.3 Kersti: Nachbilder in LSD-Erfahrungen
O7.E3.2. Kersti:
O7.E3.2. Kersti:
O7.E3.3 Kersti: Ungewöhnliche emotionale Bewertung des Gesehenen
O7.E3.4 Kersti: Abstrakte und Ästhetische Erfahrungen als oberflächlichster Aspekt des LSD-Zustandes
O7.E3.5 Kersti: Ästhetische Erfahrungen treten vorwiegend in frühen Stadien der Erfahrung und bei unerfahrenen Benutzern auf
O7.E3 Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Begriffsbestimmung: Abstrakte und ästhetische Erfahrungen

Als abstrakte und ästhetische Erfahrungen bezeichnet Autor: Stanislav Grof Wahrnehmungsveränderungen die durch LSD entstehen, und die keinen oder nur einen minimalen Inhalt aufweisen, der mit unserer psychischen Verfaßtheit zu tun haben. Später hat er diesen Begriff auf ähnliche Erfahrungen übertragen, die ohne Einfluß von LSD auftreten. Die wichtigsten Aspekte dieser Erscheinungen lassen sich physiologisch erklären, als Ergebnis chemischer Stimulierung der Sinnesorgane, deren innere Struktur und Funktionscharakteristika sie widerspiegeln. 1. S.58

Die Wahrnehmung von Formen und Farben verändert sich durch LSD so dramatisch, daß sie gelegentlich als "Orgien des Schauens" oder als "Netzhaut-Zirkus" bezeichnet wurden. Manchmal ist die Wahrnehmung nur geringfügig verzerrt, aber die Umwelt wird emotionell auf ungewöhnliche Weise gedeutet. Sie kann unglaublich schön, sinnlich oder komisch erscheinen und oft sagen die Betroffenen, die Umwelt habe etwas Magisches oder Märchenhaftes. 1. S.58

 
Inhalt

2. Beschreibung und Erklärung der einzelnen Wahrnehmungsveränderungen bei den abstrakten und ästhetischen Erfahrungen mit Drogen

 
Inhalt

2.1 Die Wahrnehmung beruht auf komplexen Auswertungsvorgängen

Die Augen eines Menschen stehen nicht auf einem Stativ, sondern sie machen jede Bewegung, die wir machen, mit. Die Augen bewegen sich ständig so, daß sie alles abtasten was wir in unserem Gesichtsfeld genau erkennen wollen. Hätte man auf diese Weise einen Film gedreht, könnte man gar nichts darauf erkennen. Nahegelegene Gegenstände werden auf der Netzhaut wesentlich größer abgebildet als ferngelegene Gegenstände. Die Beleuchtung unserer Umebung schwankt zwischen einer Helligkeit, die für eine Kamera zu dunkel wäre und einer, die jedes Bild überbelichten würde. Wir bemerken all das kaum, sind uns der realen Größe der Gegenstände bewußt, die wir sehen haben das Gefühl, daß das Bild ruhig ist, während wir uns bewegen und auch die Gegenstände, die wir lange nicht mehr genau angeschaut haben, sehen wir so, wie uns bewußt ist, daß sie aussehen, nicht so unscharf, wie sie auf der Netzhaut abgebildet sind.

Dies wird durch komplizierte Berechnungen des Gehirns sichergestellt.

Auf einem LSD-Trip funktioniert das optische System offensichtlich nicht mehr so reibungslos und seltsame Verzerrungen treten, auf, alles scheint sich zu bewegen, wirkt lebendig und Ähnliches.

Im Folgenden werden die einzelnen Typen der Verzerrung dargestellt.

 
Inhalt

2.2 Abstrakte Muster, die bei LSD-Erfahrungen entstehen

 
Inhalt

2.2.1 Pseudohalluziationen und Halluzinations-Grundmuster nach Klüver

Vorwiegend bei geschlossenen Augen treten abstrakte geometrische Muster auf, die subjektiv als sehr beeindruckend empfunden werden. Die Betroffenen vergleichen sie oft mit Feuerwerken, Kathedralen, Gemälden abstakter Künstler verglichen.7. S.56f

Heinrich Klüver hat in den dreißiger Jahren die beim Meskalinrausch auftretenden optische Halluzinationen untersucht. Er hat dabei einfache Halluzinations-Grundmuster festgestellt, bei denen es sich um abstrakte Formen handelt. Die vier Grundformen jener Erlebnisse sind:

Diese Formen werden oft wiederholt und zu Ornamentalen Mustern oder Mosaiken. Die einzelnen Elemente werden oft durch Linien begrenzt, die eine geometrische Form haben, beispielsweise Quadrate in einem Schachbettmuster. Die Grenzlinien können so dünn sein, daß oft nicht wahrnehmbar ist ob sie schwarz oder weiß sind. 3.

Ihre Entstehung wird dem Auge selbst, der Nervenverbindung zwischen Augen und Gehirn und der primären Sehrinde zugeschrieben. Die Wahrnehmung dieser Halluzinations-Grundmuster werden auch als Pseudohalluzinationen bezeichnet, da die Halluzinationsgrundmuster weder eine falsche Wahrnehmung externer oder realer Objekte noch ein inneres Bild enthalten, das sich aus Erinnerungen speist. Man ist sich bei Pseudohalluzinationen der Fehlleistungen der eigenen Wahrnehmung bewusst, und ebenso, dass diese Fehlwahrnehmungen weder ein Traum, noch Wunschdenken oder Phantasie sind. Das Subjekt kann sich dabei den Grund für die Wahrnehmungsverzerrung nicht erklären. 4.; 5. S.217-219, S.235; 6.

Ein sehr ähnliches Phänomen sind offensichtlich die Knollschen Phosphene, die durch elektrische oder magnetische Anregung der Gehirnrinde ausgelöst werden.
O7.31.2.2 Kersti: Knollsche Phosphene


In diesem Bild versucht Barb Henry wiederzugeben, wie sich im Drogentrip oft mehrere abstrakte Muster ineinanderschachteln.9.

 
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2.2.2 Geometrisierung der realen Welt

Menschliche Gesichter, Tiere und Gegenstände werden ornamentalisiert und geometrisiert wahrgenommen.


Geometrisierung der realen Welt ist offensichtlich Thema dieses Bildes11.

Viele Menschen berichten daß sich während des LSD-Trips ihre Wahrnehmung so verändert hat, daß sie ähnliche Eindrücke erzeugte, wie sie die Bilder von Georges Seurat oder Vincent van Gogh erzeugen.


"Femmes au bord de l'eau" von Georges Seurat13.

Ein anderer Maler, der oft von LSD-Erfahrenen zum Vergleich herangezogen wird, um zu erklären, wie die Drogenhalluziationen wirken ist Louis Wain (1860-1939). Dieser englische Maler wurde anfangs durch Bilder und Compics bekannt, in denen Katzen ähnlich wie bei Donald Duck Enten antromorphisiert dargestellt wurden. Er machte in seinen 20gern eine psychotische Episode durch und malte während und nach dieser Zeit sowohl realistische Katzenbilder als auch stark stilisierte Katzenbilder, mit denen er vermutlich beeindruckende visuelle Eindrücke aus seinen psychotischen Episoden darstellen wollte.7. S.57


6 verschiedene Katzengemälde von Louis Wain die zwischen 1886 und 1939 gemalt wurden.14.

 
Inhalt

2.3 Fehleinstellungen des Gestalterkennungsfilters bei LSD-Erfahrungen: Erkennen von Bildern in unregelmäßigen Formen

 
Inhalt

2.3.1 Beispiele für die Funktion und Änderungen der Genauigkeit der Einstellung des Gestalterkennungsfilters ohne LSD

Generell können wir in Formen, die nur sehr vage an das Erkannte erinnern, Tiere und Menschen erkennen.
Beispielgeschichte, Kersti:

Die Tierchen in der Tapete

Es ist abends kurz vor einschalfen. Ich betrachte das unregelmäßige Muster der Tapete und entdecke spielerisch darin alle möglichen Gesichter und Körper, von Menschen, Tiere, Fabelwesen und und Monstern. Manche dieser Wesen sehen nett aus oder fröhlich, andere wirken eher traurig.
Dieses Spiel kann man mit allen unregelmäßigen Formen spielen. Mit Wolken, den Rissen in Felsen, dem Laub eines Baumes. Offensichtlich können wir unsere Fähigkeit, in einer Form etwas zu erkennen, sehr scharf und sehr unscharf einstellen. Manchmal erkennen wir nur echte Pferde als Pferde, manchmal erkennen wir in unregelmäßigen Formen im Tapetenmuster ein Pferd.

In seinem Buch "Tore zur Anderswelt" Der Sinn dieser Möglichkeit den Gestalterkennungsfilter sehr ungenau einzustellen, erkennt man in Situationen, in denen man dringend etwas finden muß, das sich aber eigentlich in besagter Situation kaum erkennen läßt.
VA169.1.4 Kersti: Die falschen Hütten im Wald

Weitere Anwendungen des Gestalterkennungsfilters sind folgende:

Beispielgeschichte, Kersti:

Anwendung des Gestalterkennungsfilters: Kategoriesieren der Bilder bei Wikimedia Commons

Während ich telefoniere, habe ich eine Kategorie bei Wikimedia Commons aufgeschlagen und scrolle die Seite mit 200 kleinen Vorschaubildern herunter, so schnell wie das möglich ist und suche nach Tierbildern, indem ich mir vage das bildliche Konzept "Tier" vor Auge rufe. Dabei lasse ich den Blick weich auf dem Bildschirm ruhen, während die Vorschaubildchen nach oben gleiten. Plötzlich rastet mein Auge auf etwas ein, das zu der Schablone Tier paßt. Ich halte an, schaue mit das Bildchen, was aufgeblitzt ist genauer an und sehe daß es sich um eine Kohlmeise handelt. Mit der rechten Maustaste klicke ich es an und werfe das Bildchen auf einen andere Tab ab um es später als Vogel in eine Unterkategorie einzusortieren.
Umgekehrt erlebe ich, wenn ich als Hochsensible wegen zu viel Lärm zerstreut bin oder wenn ich wegen zu viel Aufarbeiten überfordert bin, daß der Gestalterkennungsfilter seinen Dienst nicht tut. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn ich in diesem Zustand hastig nach etwas suche, das ich eigentlich vor Augen habe und trotzdem nicht finde. Erhellend war folgende Situation:
Beispielgeschichte, Kersti:

Wenn das Erkennen einfach nicht einrasten will

Ich fühle mich hastig, aber gleichzeitig ist in meinem Geist so ein krümeliges und benommenes Gefühl, daß ich mich kaum zwingen kann, meine Konzentration auch nur eine Sekunde bei etwas zu halten. Die Gedanken und auch der Blick wandern automatisch zum nächsten weiter.

Ich gehe ins Wohnzimmer und suche die Kaffeekanne, die nur in einer Ecke des Wohnzimmers sein kann, weil ich sie nie wo anders hinstelle. Ich lasse meine Augen also über diese Ecke hinwegschweifen und habe das Gefühl, daß das Erkennen halb einrastet, doch ehe ich es fertig erkannt habe, ist mein Denken schon wieder abgeschweift. Also versuche ich es noch einmal, lasse meinem Blick in umgekehrter Richtung über die kleine Ecke schweifen, wieder spüre ich wie das Erkennen einrasten will und meine Aufmerksamkeit wieder unterbrochen wird, ehe ich die Kaffeekanne unter den vielen Kaffee-koch-Utensilien herauserkannt habe.

Nachdem ich es fünf oder sechs mal versucht habe, gebe ich frustriert auf.

Dieses nicht-erkennen ist ein Teil der ADHS-Symptomatik.

In irgendeinem Buch, in dem eine Frau die Erfahrungen aus einer Psychose beschrieben hat, schreibt sie, daß sie in einer Phase diese Psychose nicht in der Lage war, Menschen überhaupt zu erkennen. Warum in diesem Falle der Gestalterkennungsfilter nicht aktiv war, war meiner Erinnerung nach aus dieser Beschreibung nicht erkennbar.

Interessanterweise reagiert unser Gestalterkennungsfilter auf Eigenarten des Beobachteten, die unserem Bewußtsein nicht oder kaum zugänglich sind, wie man merkt, wenn man versucht etwas zu malen und nur merkt, daß das Gemalte irgendwie falsch aussieht, ohne erkennen zu können, was daran falsch ist.
VA169.1.2 Kersti: Pferde malen lernen

 
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2.3.2 Änderungen in den Einstellungen des Gestalterkennungsfilters bei LSD

In LSD-Sitzungen kann dieses Dinge in amorphen Oberflächen sehen wie ich es oben bei "Die Tierchen in der Tapete" beschrieben habe, sehr verstärkt sein. In einer LSD-Sitzung können amorphe Oberflächen, die Materialstruktur von Gegenständen und Flecken an der Wand wie phantastische Tiere, groteske Gesichter oder exotische Scenarien gesehen werden. Dies kann so überwältigend sein, daß von "Orgien des Schauens" gesprochen wird.7. S.60

Auch in anderen Dingen, die nur eine oberflächliche Ähnlichkeit mit dem erkannten haben, werden gelegentlich Tiere erkannt. So stellt Stanislav Grof in einer Serie von Bildern dar, wie sich für seine Wahrnehmung eine Kirchturm mit zwei Uhren in eine Eule verwandelt hat.7. S.58f

 
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2.4 Wenn Bilder im Kopf erhalten bleiben und komplementäre Nachbilder

Komplementäre Nachbilder

Wenn man in ein helles Licht schaut, sieht man schon im gewöhnlichen Zustand ein dunkles Nachbild dieses Licht auf hellem Grund, das im Allgemeinen die Komplementärfarbe des Lichts hat.

Diese Art Nachbilder geht auf eine Ermüdung der Sehsinneszellen zurück.

 
Inhalt

Unbewußtes Einbauen von früher Gesehenem in das aktuelle Bild

Eine andere Art von Nachbild entsteht bei späteren Verarbeitungsschritten des Gehirns. Während wir ein tier sehen, sammeln wir Informationen über das Tier, die wir auch in den Zeiten in das Gesehene hineinsehen, in denen sie tatsächlich nicht zu erkennen sind.

Beispielgeschichte, Kersti:

Das Pferd, was ich durch den Busch sehe, kann ich nicht fotographieren

Irgendwann bekam ich als Kind einen Photoapparat geschenkt, den ich auch eifrig benutzte.

Jeder kennt solche Situationen, wo er einen Weg entlang geht und durch ein Gatter ein Pferd auf einer Weide sieht. Im Weitergehen kommt man an einigen Büschen vorbei, durch die man das Pferd immer noch sehen kann, weil genug Lücken zwischen den Ästen sind. Man sieht auch genau, was das Pferd tut. Man hat das Gefühl, das Pferd in allen Einzelheiten zu erkennen.

Beim fotographieren stellte ich dann fest, daß ich das Pferd, das ich ganz klar durch die Büsche in allen Einzelheiten sehen konnte, nicht durch die Büsche fotographieren konnte! Vielleicht sah man, wenn man genau hinschaute, ein Paar braune Flecken, aber ein Pferd war definitiv nicht zu erkennen.

Ich fragte mich, was beim sehen anders ist als beim fotographieren.

 
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2.4.3 Nachbilder unter LSD-Einwirkung


Wie Nachbilder unter LSD-Einwirkung sich beim sehen eines Riesenrades auswirken, wird hier dargestellt.


Eine solche Darstellung einer Göttergestalt könnte durch Nachbilder bei LSD angeregt sein.12.

 
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Verzerrungen


In diesem Bild versucht Shane Gorski darzustellen, wie sich der Raum auf einem LSD-Trip verzerrt8.

 
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3. Ungewöhnliche emotionale Bewertung des Gesehenen

Manchmal ist die Wahrnehmung nur geringfügig verzerrt, aber die Umwelt wird emotionell auf ungewöhnliche Weise gedeutet. Sie kann unglaublich schön, sinnlich oder komisch erscheinen und oft sagen die Betroffenen, die Umwelt habe etwas Magisches oder Märchenhaftes. 1. S.58

 
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4. Abstrakte und Ästhetische Erfahrungen als oberflächlichster Aspekt des LSD-Zustandes

Ästhetische Erfahrungen stellen offenbar den oberflächlichsten Aspekt des LSD-Zustandes dar. Sie vermitteln keine wichtigen psychologischen Einsichten, und sie enthüllen auch keine tiefen Schichten des Unbewußten. Die zu dieser Kategorie gehörenden Erfahrungen sind in LSD-Sitzungen mit niedriger oder mittlerer Dosierung sehr häufig. In Sitzungen mit hoher Dosierung im Rahmen einer psychedelischen Behandlung sind sie gewöhnlich auf die frühen Phasen der Sitzungen beschränkt, bevor die LSD-Wirkung ihren Höhepunkt erreicht. Nur selten kommt es vor, daß abstrakte Phänomene über längere Zeiträume hinweg auftreten oder den gesamten Verlauf von LSD-Sitzungen mit hoher Dosierung beherrschen. 1. S.58

Wenn in einer LSD-Sitzung ästhetische Erfahrungen eine wichtige Rolle spielten, führen diese meist nicht zu tiefgehenden Veränderungen. Die Betroffenen sind gewöhnlich fasziniert von der außerordentlichen Schönheit der ästhetischen Sequenzen und empfanden Dankbarkeit für diese Ablenkung in der Monotonie ihrer von seelischem und physischem Leiden erfüllten Tage. Nur selten hatten solche Erfahrungen eine dauerhafte wohltuende Wirkung. In einigen wenigen Fällen kommt es zu einer unerwarteten Linderung starker körperlicher Schmerzen nach einer vorwiegend durch ästhetische Wahrnehmung charakterisierten Sitzung. 1. S.58

 
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5. Abstrakte und Ästhetische Erfahrungen treten vorwiegend in frühen Stadien der Erfahrung und bei unerfahrenen Benutzern auf

Eine Bestätigung hierfür bietet eine Untersuchung, die sich damit befaßt, ob man mit Hilfe von Drogen eine Psychose nachmodellieren kann.

Ketamin-Erfahrungen unerfahrener Benutzer

15 Versuchspersonen, die Nichtraucher ohne Geschichte von Alkohol-, Drogenmißbrauch keine psychiatrische oder körperliche Krankheit und keine Kopfverletzung hatten erhielten Ketamin. Auch Menschen in deren persönlichem Umfeld schwere psychische Erkrankungen aufgetreten waren wurden von dem Versuch ausgeschlossen.

Bei den Versuchspersonen traten diverse Wahrnehmungsverzerrungen aber keine regelrechten Halluzinationen auf. Beziehungswahn trat bei der Hälfte der Personen auf. Es gab nur selten schwache Denkstörungen. Gefühllosigkeit und Alogie traten bei einigen Teilnehmern auf.

Die Autoren kamen zu dem Schluß, daß nicht alle Symptome einer Psychose sich während des Rausches gezeigt hätten und daß die Droge daher nicht das Vollbild der Symptome produzieren würde. 2.

Nach Grofs Forschungen war ein solches Ergebnis zu erwarten, da einige der typischen Symptome einer Psychose erst in späteren Sitzungen mit psychodelischen Drogen auftreten, da sie den psychodynamischen, perinatalen oder transpersonalen Bereichen zuzuordnen sind und Personen, die Drogenerfahrungen oder eine Psychiatrische Vorgeschichte hatten, aus der Untersuchung ausgeschlossen waren.

Kersti


In diesem Bild ist offensichtlich eine bunte Mischung der abstrakten und Ästhetischen Erfahrungen dargestellt, wobei die Fabelwesen möglicherweise schon einen Übergang zu den anderen Erfahrungstypen darstellen10.

 
Inhalt

Quellen


O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Tod, Jenseits und Reinkarnation (Quellen hierzu)

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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