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erste Version: 3/2013
letzte Bearbeitung: 7/2017

O11.

Satanistischer ritueller Mißbrauch - Ein komplexes Rätsel

Inhalt

O11. Kersti: Zusammenfassung und Inhalt
O11.1 Kersti: Teil 1: Satanistischer ritueller Mißbrauch - real?
O11.2 Kersti: Teil 2: Falsche Erinnerungen: Die Generationenübergreifenden satanistischen Sekten existieren nicht
O11.3 Kersti: Teil 3: Die Wissenschaftliche Debatte: Achtung, es menschelt!
O11.4 Kersti: Teil 4: In welchem Verhältnis stehen die False Memories zu satanistischem rituellem Mißbrauch zur Realität?
O11.5 Kersti: Teil 5: Organisierte Kriminalität: eine andere Erklärung für rituellen Mißbrauch
O11.6 Kersti: Teil 6: Spirituelle Deutung der False Memories zu satanistischem rituellem Mißbrauch
O11.Q Kersti: Quellen

 
Inhalt

Teil 6: Spirituelle Deutungen der Erinnerungen zu satanistischem rituellem Mißbrauch

6.1 Die Grundtypen der spirituellen Deutungen von false Memories

Die spirituellen Deutungen von false Memories haben eines gemeinsam: Bei ihnen allen wird angenommen, daß nicht alle Aspekte einer false Memorie falsch sind, sondern daß Erinnerungen, die von woanders her stammen, als Erinnerungen an dieses materielle Leben gedeutet werden.

Die Grundtypen dieser spirituellen Deutungen sind

 
Inhalt

6.2 Theoretische Überlegungen zum Umgang mit spirituellen Deutungen

6.2.1 Jedes Weltbild ist unvollständig und fehlerbehaftet

Im allgemeinen verlassen wir Menschen und im Alltag darauf daß unser Weltbild schon richtig ist und daß die Welt sich verhält, wie wir es von ihr erwarten.

Tatsächlich ist aber jedes Weltbild, das ein Mensch haben kann, eine starke Vereinfachung und zudem auf unterschiedliche Weise verfälscht.

 
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6.2.2 Entwicklungspsychologie: Das erfassen der Realitätswerte: materiell, spirituell, irreal

Im Alter zwischen vier und acht Jahren lernen Kinder in materiell ausgerichteten Kulturen zwischen innerer und äußerer materieller Realität zu unterscheiden. Das heißt Kinder lernen, daß z.B. Träume nicht wirklich im materiellen Raum sind, daß andere die Träume ihrer Mitmenschen nicht sehen können, daß Träume von innen kommen und innen stattfinden, daß sie immateriell und selbst verursacht sind. In Kulturen, in denen Magie und Telepathie als real gelten, läuft diese Entwicklung erheblich langsamer ab, da die Kinder dadurch in diesem jungen Alter verwirrt werden.B8.2 S.24ff

Die Welt wird also in zwei Wahrheitswerte aufgeteilt:

Darauf folgt bei einigen Menschen ein zweiter Entwicklungsschritt. Die Kategorie "irreal" wird in zwei Kategorien aufgeteilt: Dieser Entwicklungsschritt findet in traditionellen Kulturen in denen ein spirituelles Weltbild der Regelfall ist im Alter von 11 bis 15 Jahren statt, wurde bei uns aber zu der Zeit, in der das untersucht wurde (vor 1975), oft gar nicht durchlaufen.B8.2 S.31f

Danach wird jeder der jetzt drei Kategorien ein neuer Wahrheitswert zugewiesen und es ergibt sich folgende Dreiteilung:

Wer nur die Zweiteilung in real/irreal kennt, findet Texte oder Internetseiten, die von der Dreiteilung (diese/andere/persönliche Realität) ausgehen, oft verwirrend. Da er nur die Zweiteilung kennt, schließt er aus der Tatsache, daß von Erlebnissen aus feinstofflichen Welten gesagt wird, sie würden wirklich (=feinstoffliche Realität) existieren und nicht nur in der Fantasie (=persönliche Realität), daß derjenige mit der dreigeteilten Realität sie in DIESE materielle Realität einordne - denn andere überpersönliche Realitäten sind in seinem Weltbild nicht vorgesehen. Tatsächlich ist sich der mit der dreigeteilten Realität sehr wohl bewußt, daß es sich nicht um diese materielle Welt handelt, sondern ein Teil der ursprünglich als irreal wahrgenommenen Realität ist.

Viel ausführlicher wird das Ganze hier behandelt:
O7.A7 Kersti: Entwicklungspsychologische Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und Geistigen Welten (=feinstoffliche Welten)

 
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Entwicklungspsychologie und die 100 000 Weltbilder aus Esoterik und Religionen

 
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6.3 Reinkarnationserinnerungen als Quelle von False Memories an Satanistischen rituellen Mißbrauch

6.3.1 Beweise für die Existenz der Reinkarnation

6.3.1.1 Spontane Erinnerungen von Kindern

Mehrere Wissenschaftler haben bis 2004 mehr als 2500 Fälle von allen Kontinenten zu spontanen Erinnerungen von Kindern an ihre früheren Leben geforschtB9.12 S.11ff; B9.13; B9.15. Viele der Kinder haben genug Details über ihr vergangenes Leben geliefert, daß man eine vor ihrem Tod gestorbene Person identifizieren konnte, die zu diesen Aussagen paßte.B9.2; B9.16 Während amerikanische Kinder nur selten genug Angaben über ein früheres Leben machen, daß sich die Fälle lösen lassenB9.17, kann der Anteil gelöster Fälle in Ländern wie Indien oder der Türkei bei 70-90 Prozent liegen.B9.1, B9.24 Die Kinder sprechen meist im Alter von 2-5 Jahren zum ersten mal über ihr früheres Leben und vergessen ihre Erinnerungen meist im Alter von zwischen fünf und acht JahrenB9.12 S.32; B9.13 S.9; B9.15; B9.17. Diese Kinder erinnern sich vorwiegend an private, persönlich bedeutsame Details ihres früheren Lebens, die Außenstehenden kaum bekannt sein dürften.B9.12 S.343 Auch wenn man das Kind irrezuführen sucht, indem man eine Situation schafft, die andere Beziehungen nahelegen, als tatsächlich bestanden haben, erkennt es Familienangehörige der Familie aus dem früheren Leben wiederB9.12 S.344ff. Die meisten dieser spontanen Erinnerungen beziehen sich auf ein nur kurze Zeit zurückliegendes Leben in einem gewöhnlichem UmfeldB9.17. In allen bisher untersuchten Kulturen endeten diese erinnerten früheren Leben auffällig häufig durch einen gewaltsamen Tod, der von der Hauptperson relativ häufig erwähnt wirdB9.1, B9.13 S.9; B9.15.

Der Körperbau, die Hautfarbe und die Gesichtszüge können an die frühere Persönlichkeit erinnern und dadurch aus dem üblichen Rahmen der eigenen Familie fallenB9.14 220ff. Etwa 35% der Kinder mit Erinnerungen an frühere Leben haben Muttermale oder Mißbildungen, von denen die Mehrheit mit Verletzungen oder Krankheiten der verstorbenen Person korrespondiert. In mehr als 60 Fällen wurden die Übereinstimmungen auch durch medizinische Dokumente bestätigt.B9.15 In zwischen 33% und 77% der Reinkarnationsfälle treten Phobien auf, die mit der Todesursache im vorherigen Leben zusammenhängenB9.11; B9.16 Auch erhöhte Werte für Dissoziation und Symptome Posttraumatischer Belastungsstörung wurden nachgewiesen.B9.10 Die Hauptpersonen zeigen in allen Ländern relativ oft ein Verhalten, das in ihrem augenblicklichen familiären Umfeld ungewöhnlich ist und ihren Aussagen über das frühere Leben entsprichtB9.13 S.9; B9.17. Gegenüber früheren Familienmitgliedern verhalten sie sich oft als wären sie noch - wie im vorhergehenden Leben - erwachsen und sie fühlen sich oft auch noch auf dieselbe Weise verantwortlich für frühere FamilienmitgliederB9.16. Wenn Kinder sich an ein früheres Leben erinnern, tauchen Elemente dieses früheren Lebens mindestens in einem viertel der Fälle auch in dessen Spielen aufB9.22.

O7.A4.2.1 Kersti: Erforschung der Reinkarnation anhand von spontanen Erinnerungen von Kindern

6.3.1.2 Reinkarnationsforschung mit Hypnose anhand von Alltagserfahrung und Alltagsgegenständen

Helen Stewart Wambach erforschte die Reinkarnation mit Hilfe von hypnotischen Rückführungen. Sie machte mit jeder Person innerhalb eines Tages drei Rückführungen, bei der ersten und zweiten durfte sie aus jeweils fünf Perioden auswählen, bei der dritten wurde die Person aufgefordert, sich unter mehreren Gebieten eines auszuwählenB9.18 S.92. Im Laufe der drei Rückführungen fragte sie dem heutigen Namen und der Lage des Wohnortes, Aussehen, Alltagsgegenständen, nach Bekleidung, Baukunst, Arbeit, Spielen und Beziehungen zum anderen Geschlecht und Klima, nach Datum, Ursache und Alter zum Zeitpunkt des Todes, sowie NahtodeserfahrungenB9.18 S.92ff. Die so erhaltenen Daten stimmten sowohl einzeln als auch in der Gesamtheit betrachtet, erstaunlich mit den Ergebnissen der historischen Forschung überein. In den 1088 ausgewerteten Fragebögen traten nur 11 Unstimmigkeiten auf. Wenn die Beobachtungen aus den früheren Leben im Widerspruch zum bewußten Wissen der Person über diese Epoche standen, waren die Erinnerungen gewöhnlich zutreffend und der Fehler lag in ihrer historischen BildungB9.18 S.119ff. Statistisch entsprachen die Leben sowohl in der zeitlichen und räumlichen Verteilung über die Erdgeschichte als auch in der Verteilung der Geschlechter und Gesellschaftschichten ungefähr der zu erwartenden HäufigkeitB9.18 S.124ff. Niemand war eine historisch bekannte Person gewesenB9.18 S.126.

O7.A4.2.2.1 Kersti: Reinkarnationsforschung anhand von Alltagserfahrung und Alltagsgegenständen

6.3.1.3 Einzelfallstudien aus hypnotischen Rückführungen

Neben vielen Erinnerungen ohne ausreichend bemerkenswerte, nachrecherchierbare Details und Erinnerungen an Leben, die zu lange her sind, um die unbedeutende Hauptperson der Geschichte wiederzufinden, gibt es einige wenige Fallbeispiele aus der Reinkarnationstherapie und anderen Rückführungen, in denen bemerkenswert viele oder sehr ungewöhnliche Details nachrecherchiert und bestätigt wurden und in denen das Wissen um diese Fakten sich nicht durch andere Ursachen erklären ließ.B9.6, B9.7, B9.8., B9.9 S.99f

O7.A4.2.2.2 Kersti: Einzelfallstudien aus hypnotischen Rückführungen

6.3.1.4 Handelt es sich um Reinkarnation?

Betrug: In den vergleichsweise seltenen Fällen von angeblichen Reinkarnationserinnerungen, wo sich ein Betrug nachweisen läßt, sind die angenommenen früheren Persönlichkeiten berühmt, was in den Fällen, die von Stevenson untersucht wurden, gewöhnlich nicht der Fall war. Die betroffenen Personen hatten normalrweise keinen Vorteil davon und das Bekanntwerden war ihnen oft lästig. Zudem hätten sich oft mindestens zwei Familien, die sich nicht kannten, an den Betrug beteiligen müssen, um überzeugend zu sein.B9.12 S.341ff Auch die Versuchspersonen von Wambach haben kein glaubhaftes Motiv und auch nicht das nötige Wissen, um einen Betrug zu inscenieren, da ihre Namen nicht genannt werden und keine Belohnung für ein erfolgreiches produzieren einer Reinkarnationserinnerung geboten wurde.B9.18 S.89 Für Linda Tarazis PatientinB9.4; B9.5 gilt ähnliches: Sie dürfte nicht die nötige Bildung gehabt haben, um einen solchen Betrug erfolgreich zu inszenierenB9.4; B9.5; B9.20 S.15-17
O7.A4.2.4.1 Kersti: Betrug als Erklärung für scheinbare Reinkarnationserinnerungen

Als Kryptomnesie bezeichnet man es, wenn ein Mensch einer Information auf normalen Wege erhalten hat, sie dann vergaß und später Teile davon wiedergibt, ohne sich zu erinnern, wo er dieses Wissen her hat.9.12 S.343f
VB166. Kersti: Die Bedeutung der Kryptomnesie für die parapsychologische wissenschaftliche Forschung
Um aus einer verdeckten Erinnerung eine falsche Reinkarnationserinnerung zu konstruieren, muß außerdem angenommen werden, daß aus diesem Material unbewußt false Memories produziert wurden.
VB167. Kersti: False Memories - falsche Erinnerungen und wie sie entstehen
Gelegentlich wird auch die kindliche Fantasie als Quelle für falsche Erinnerungen angenommen.

Kryptomnesie ist als Erklärung für den Informationsgewinn der stärkeren erforschten Reinkarnationsfälle eine noch schlechtere Erklärung als Recherchen für einen beabsichtigten Betrug es wären, da hier vorausgesetzt werden muß, daß die Person durch Zufall über Informationen gestolpert ist, die durch umfangreiche Recherchen schwer zu erlangen sindB9.5. Bei Wambachs Forschungen widersprachen die Erinnerungen oft dem unvollkommenen historischen Wissen der Versuchspersonen, wurden aber durch neue und wenig bekannte wissenschaftliche Forschung zur jeweiligen historischen Epoche bestätigt und es gab weitaus zu wenige Fehler, als daß das mit Kryptomnesie zu erklären gewesen wäreB9.18 S.119ff.

Auch als Erklärung für spontane Reinkarnationserinnerungen von Kindern ist Kryptomnesie in einem Viertel der gelösten Fälle keine mögliche Erklärung, weil die frühere Familie der jetzigen Familie nicht bekannt ist B9.1. Außerdem erzählen die Kinder Dinge über ihr früheres Leben, die Außenstehende nicht wissen können erkennen spontan Familienmitglieder der früheren Familie wieder, die sie nie zuvor gesehen haben.B9.12 S.343f Auch daß die Kinder sehr häufig beginnen über ihr früheres Leben zu reden, sobald sie gut genug sprechen könnenB9.12 S.32; 9.15, senkt die Wahrscheinlichkeit daß sie vorher Gelegenheit hatten, auf normalem Wege private Details aus dem Leben ihrer früheren Persönlichkeiten zu erfahren, die sie dann in False Memories hätten umbauen könnenB9.12 S.344.

Daß bei den Kinder mit Reinkarnationserinnerungen an gewaltsame Tode, Phobien und dissoziative Symptome mit ihren jeweiligen Verhaltensfolgen vorhanden sindB9.10.; B9.11; B9.16, deutet klar darauf hin, daß sie die früheren Leben, an die sie sich erinnern, tatsächlich erlebt haben. Daß in Reinkarnationsfällen manchmal Gesichtszüge, Hautfarbe der vorhergehenden Person, sowie Geburtsfehler und Muttermale, die an Todeswunden und andere Verletzungen aus dem früheren Leben erinnern auftreten, läßt sich mit dem Modell False Memories aus Kryptomnesie nicht erklären.
O7.A4.2.4.2 Kersti: Kryptomnesie, Fantasie und false Memories als Erklärung für scheinbare Reinkarnationserinnerungen

Daß die reinkarnierte Person Erinnerungen auch an private und schwer zugängliche Informationen hat und früheren Verwandten wiedererkennt, daß die Kinder sich normalerweise nur an Fakten aus der früheren Familie erinnerten, die stattfanden, während der Mensch noch in der früheren Familie lebte, während nachfolgende Veränderungen in der Familiensituation und ihrem Wohnumfeld nicht in die Erinnerungen eingestreut wurden, ist im Rahmen der Vorstellung von Reinkarnation zu erwarten. Auch daß sowohl die positiven als auch die negativen Gefühle gegenüber früheren Verwandten erhalten geblieben sind, und daß teilweise, obwohl sie nicht altersgemäß für das jetzige Kind sind, entsprechend reagiert wird. Phobien, die den früheren Todesumständen entsprechen und Erfolge der Reinkarnationstherapie. Die statistische Übereinstimmung der Häufigkeit der Reinkarnationsforschung von Helen Wambach mit der Gesamtbevölkerung, sowie die sachliche Übereinstimmung mit der historischen Forschung zu Land und Epoche und daß alle Eigenarten und Erinnerungen offensichtlich im Paket von der früheren zur jetzigen Persönlichkeit übertragen werden, ist aufgrund einer Reinkarnationstheorie zu erwarten.

Überraschend ist, daß Gesichtszüge und manchmal Hautfarbe, die an die vorhergehende Persönlichkeit erinnern, daß Geburtsfehler und Muttermale, die an Todeswunden und andere Verletzungen aus dem früheren Leben erinnern und daß selbst auf den vorherigen Körper aufgemalte Zeichen sich manchmal bei der nächsten Geburt am Körper findenB9.14. Auch psychische Krankheiten, die genetischen Ursachen zugeschrieben werden, stellen uns vor dieses Problem. Dies setzt nämlich voraus, daß der Einfluß der Psyche auf den Körper größer sein müßte, als der Einfluß, dem wir der Psychosomatik allgemein zuzubilligen bereit sind.
VB174. Kersti: Körper und Seele

 
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6.3.2 Reinkarnationserinnerungen können zu allen psychischen und psychosomatischen Symptomen führen, die auch bei Traumata aus diesem Leben auftreten

6.3.3 Reinkarnationserinnerungen als Quelle von Erinnerungen an Satanistischen rituellen Mißbrauch

Linda Tarazi therapierte und untersuchte eine Patientin, deren Namen sie in ihren drei Veröffentlichungen durch verschiedene Pseudonyme ersetzt: Jane Doe, L.D. und Laurel Dilmen. Sie recherchierte viele Details aus diesem Leben in teilweise nicht öffentlich zugänglichen Quellen nach, konnte sie bestätigen und veröffentlichte darüber drei Texte, nämlich einen wissenschaftlichen Artikel, ein Buch und einen Artikel in einer Esoterikzeitschrift.B9.3; B9.4; B9.5
BP2. Kersti: Linda Tarazis Patientin und ihre frühere Inkarnation als Antonia Micaela María Ruiz de Prado
Interessant für das Thema dieses Buches ist, daß das frühere Ich dieser Patientin auch Erinnerungen daran hatte, von ihrem Mann in jenem früheren Leben im Zusammenahng mit einem satanistischen Kult gefoltert zu werden.

Wenn man annimmt, daß die meisten Menschen etwa hundert Leben gelebt haben, ist die Wahrscheinlichkeit in einem dieser Leben auf Erinnerungen zu stoßen die grob in das "satanistischer ritueller Mißbrauch"-Schema passen hundert mal so hoch, als hätte man nur ein einziges Leben zur Auswahl, da ja durchaus auch Schamanische Riten und Rituale anderer Religionen dem Christen oberflächlich betrachtet sehr satanisch erscheinen können, ohne daß sie etwas mit Satanismus im eigentlichen Sinne zu tun haben.

Wie ich weiter oben schon schrieb, können Reinkarnationserinnerungen genau wie andere Erinnerungen Irrtümer enthalten.
VB106. Kersti: Reinkarnationstherapie - Verschiedene Formen, mögliche Irrtümer

Wenn Patient und Therapeutin die Existenz der Reinkarnation verdrängen, kann eine Reinkarnationserinnerung an satanistischen rituellen Mißbrauch oder ähnliche Erfahrungen in eine false Memory zu Satanistischem rituellen Mißbrauch in diesem Leben umgewandelt werden. Die Person hat dann alle psychischen und psychosomatischen Symptome, die darauf hinweisen, daß sie Erfahrung echt ist, in diesem Leben ist aber kein Hinweis darauf zu finden, daß der Mißbrauch real stattgefunden hat.

 
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6.4 Besessenheit und Satanistischer ritueller mißbrauch

VB203. Kersti: Besessenheit

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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