6/2013

S48.

Traum der Berge von Südtirol

Melodie als MP3-Datei

  a
Klingt die Flöte -
 d
einsam, klar,
 a
vergessen das Lager,
 E
vergessen die Sonn.

Groß die Sterne,
hell und fremd,
verzaubern das Herze,
verzaubern den Sinn.

Groß, der Berg dort,
wie ein Zelt,
suche den Eingang,
finde ihn nicht.

Fremd, die Freunde,
vergessen fern,
vergaß das vergangne,
vergaß das, was kommt.

Macht, Ewigkeit
spüre ich nah,
mein Herz ist offen,
mein Herz ist da.

Seltsame Pfade
führt mich die Macht,
will ihnen folgen,
vertrauen der Nacht.

Spüre die Ruhe,
alt, uralt.
Erahne was ewig,
Erahne den Gott.

Ist da doch etwas,
gut und groß,
kann niemand zerstören,
kann keiner verstehn.

Langsam vergehet
der Zauber der Nacht.
Seh wieder das Feuer,
seh wieder den Freund.

Sind Lieder am Feuer.
Ich singe mit,
dann gehe ich schlafen,
vergeht so die Nacht.

 
Inhalt

Über das Lied

Meine erste Großfahrt mit meiner Pfadfindergruppe führte mich nach Südtirol. Unvergeßlich sind mir die Nächte gebliben, in denen ich im dunklen flötenspielend über den großen Pfadfinderzeltplatz gewandert bin. Ich habe mich damals Schritt für Schritt von einem Wesen führen lassen, das mir groß und liebevoll vorkam als könne es Gott sein. Dabei spielte ich mit dem Gedanken, daß es ein Tor geben könne, durch das man in das innere der Berge gelangen könne, wo ich zuhause wäre. Was wirklich seltsam war: Die Planzen die auf diesen Wiesen wuchsen waren so stachelig daß ich mir tagsüber beinahe bei jedem Schritt irgendetwas was mich gepiekst hatte aus den sohlen der nackten Füße herausgezogen habe, obwohl ich sehr aufgepaßt habe um die stacheligen Pflanzen möglichst zu vermeiden. Bei diesen nächtlichen Wanderungen, wo ich solche Pflanzen nicht einmal sehen konnte, habe ich mir nie einen Stachel eingetreten.


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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