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erste Version zwischen dem 01.05.2000 und dem 07.06.2000
letzte vollständige Überarbeitung: 7/2016
letzte Bearbeitung: 6/2017

V42.

Fehler beim Erinnern an Frühere Leben: Verdrängung

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.

Inhalt dieses Artikels:
V42.1 Kersti: Einleitung: Verdrängung und wie sie sich auf Reinkarnationen und Reinkarnationserinnerungen auswirkt
V42.2 Kersti: Weltbilder als Verdrängung
V42.2.1 Kersti: Die "Es gibt keine früheren Leben"-Verdrängung
V42.2.2 Kersti: Kollektive Weltbilder als Verdrängung
V42.3 Kersti: Die "Da war ich nie inkarniert"-Verdrängung
V42.4 Kersti: Moralische Wertungen als Verdrängung
V42.4.1 Kersti: Die Licht-und-Liebe-Verdrängung
V42.4.1 Kersti: Jesus: Zuerst erinnerte ich mich nur an das Gute und Schöne
V42.4.2 Kersti: Die "Die Welt ist böse und ungerecht"-Verdrängung
V42.4.3 Kersti: Die "Ich bin lieb"-Verdrängung
V42.4.3.1 Kersti: Die "Ich bin lieb und alles ist Licht und Liebe"-Verdrängung
V42.4.3.2 Kersti: Die "Ich bin lieb und die Welt ist Böse"-Verdrängung
V42.4.3.2.1 Kersti: Wenn man den eigenen Anteil ander Situation verleugnet und deshalb nicht zu einer Lösung kommen kann
V42.4.3.2.1 Kersti: "Du sollst den Satz gar nicht interpretieren!"
V42.4.3.2.2 Kersti: Projektion: Wenn man sein eigenes böses Denken und handeln als außerhalb von sich stehend wahrnimmt
V42.4.4 Kersti: Die "Ich bin böse"-Verdrängung
V42. Kersti: Unsortiert
V42. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Einleitung: Verdrängung und wie sie sich auf Reinkarnationen und Reinkarnationserinnerungen auswirkt

Viele Fehler beim Erinnern an frühere Leben entstehen aus Gründen, aus denen es die meisten Menschen auch in ihrem jetzigen Leben vorziehen, manche Dinge lieber buchstäblich zu vergessen. So können viele Frauen, die in ihrer Kindheit sexuell übel mißbraucht wurden, sich später nicht mehr daran erinnern.
O11.1.3.2 Kersti: Mehr als ein Drittel erinnert sich nicht an einen Kindesmißbrauch, der zu einem Klinikaufenthalt führte

Dabei gibt es unterschiedliche Grade der Verdrängung, die sich unterschiedlich äußern. Sehr starke Verdrängungen äußern sich darin, daß man leugnet, überhaupt etwas mit einem Thema zu tun zu haben und das Thema als Ganzes für nicht existent erklärt. Schwächere Verdrängungen führen zu heftigen abwehrenden emotionalen Reaktionen, sehr schwache Verdrängungen lassen sich dagegen vergleichsweise leicht durchschauen.
VB155.2.1 Kersti: Schwache, sehr starke und mittelstarke Verdrängungen äußern sich unterschiedlich
Es gibt auch sehr unterschiedliche Tricks die wir zur Verdrängung benutzen:
VA241. Kersti: Verdrängungsmechanismen
Sie kann sowohl irdisch als auch feinstofflich wahrgenommen werden.
VA222. Kersti: Wie man Verdrängung wahrnehmen kann

Wenn man Inhalte aus vergangenen Leben verdrängt, führt das dazu, daß man zwischen den Leben Fehler bei der Planung nachfolgender Leben macht, die sich verheerend auswirken können.
VB143.4 Kersti: Verdrängung in der Lebensplanung
Daher ist es zentral wichtig verdrängte Inhalte mittels Reinkarnationstherapie aufzuarbeiten.
VB106. Kersti: Reinkarnationstherapie - Verschiedene Formen, mögliche Irrtümer

Verdrängungen, bei denen zentrale Erfahrungen eines Lebens völlig ausgeblendet werden, treten bezogen auf das aktuelle Leben nur dann auf, wenn wir mit den Erfahrungen so wenig klargekommen sind, daß wir erhebliche Anstrengungen unternehmen, um sie zu verdrängen. Wenn man sich an frühere Leben erinnert, so muß man bewußt suchen, um diese Erinnerungen zu finden, sonst geht sie in der Menge der Leben als unbedeutend unter.
Hinzu kommt, daß gewöhnlich alle früheren Leben hinter der generellen Verdrängung liegen, die in der Esoterik als der Schleier bekannt ist. Daher geschieht es vergleichsweise häufiger, daß wir sehr wesentliche Aspekte eines vergangenen Lebens völlig ausblenden.

 
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2. Weltbilder als Verdrängung

2.1 Die "Es gibt keine früheren Leben"-Verdrängung

Daß es frühere Leben gibt und daß einige Menschen sich tatsächlich an ihre früheren Leben erinnern können, ist wissenschaftlich erwiesen1.-12..
O7.A4 Kersti: Wissenschaftliche Forschung zur Reinkarnation
Dennoch gibt es Menschen, die Reinkarnation für ein reines Hirngespinst halten, so schrieb Autor: Michael Schröter-Kunhardt, der viel zu Nahtoderfahrungen geschrieben hat, einen Artikel mit dem Titel: "Reinkarnationsglaube und Reinkarnationstherapie: transpersonale Fiktion."13.. Ich weiß natürlich nicht, warum für diesen Menschen Nahtoderfahrungen akzeptabel aber Reinkarnationserinnerungen nur eine Fiktion sind. Wie solche Verdrängungen allgemein zustande kommen, ist aber schon bekannt.

Interssant hierzu ist die Forschungen zur Psychotherapie mit LSD, die Stanislav Grof durchgeführt hat14..
VA230.1.2 Kersti: Die Perinatalen Erfahrungen aus Stanislav Grofs Forschungen mit LSD
Als perinatale Erfahrungen fasst Grof Erfahrungen zusammen die mit Tod und Geburt zu tun haben. Dazu zählen Erfahrungen, die sich auf die biologische Geburt beziehen, auf physische Schmerzen und Leiden, Krankheit, Gebrechlichkeit, Alter, Sterben und Tod. Es handelt sich um furchterregende subjektive Erfahrungen, die dem Wachbewusstsein gewöhnlich nicht zugänglich sind. Die Begegnung mit Leiden und Tod auf der perinatalen Ebene vollzieht sich in Gestalt einer tiefen, unmittelbaren Erfahrung des Todeskampfes. Die Person denkt nicht einfach nur über den Tod nach, sondern sie bekommt das sichere Gefühl, jetzt sterben zu müssen. Personen, die eine LSD-Sitzung mit perinatalen Erfahrungen hinter sich haben, bezeichnen sie als eine Erfahrung von Todespein, Tod und Geburt oder Wiedergeburt.14.2 S.63ff

Diese Erfahrung führt dazu, daß Dinge die allein für dieses Leben relevant sind an Gewicht verlieren. Irdischer Besitz wird uns mit dem Tod verloren gehen, daher verliert er an Bedeutung, wenn wir daran denken, daß wir sowieso sterben müssen. Weltliche Bestrebungen wie Konkurrenzdenken, die Begierde nach Rang, Macht, Ruhm, Ansehen und Besitz verblasse, wenn man sie vor dem Hintergrund der Tatsache betrachtet, daß jeder sterben muß.14.2 S.64

Gleichzeitig öffnet sich das Bewußtsein für die spirituellen Bereiche14.2 S.64f.
Autor: Stanislav Grof schreibt in "Buch: Geburt, Tod und Transzendenz.":
"Diejenigen, die den Tod-Wiedergeburt-Prozeß bis zu seinem Ende durchmachen, stellen die Verbindung mit inneren spirituellen Quellen her und erkennen, daß ein mechanistisches und materialistisches Weltbild in der Angst vor Geburt und Tod wurzelt."14.1 S.59

In der Esoterik ist diese grundlegende Verdrängung alles Spirituellen auch als "Schleier" bekannt.

 
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2.2 Kollektive Weltbilder als Verdrängung

VA33. Kersti: Real ist, was nicht verschwindet, wenn man nicht mehr daran glaubt?
VA48. Kersti: Direkte Zensur - indirekte Zensur - Gedankenzensur
VA50. Kersti: Denken verboten Schilder...
Manche Erinnerungen wollen wir nicht als solche anerkennen, weil sie uns zu fantastisch erscheinen, um wahr zu sein.
V269. Kersti: Geschichtsschreibung durch lesen in der Akascha-Chronik: Die Welt ist ganz anders...
V270. Kersti: Fehler bei früheren Leben: Weltbilder, Beispiel Atlantis
VA205. Kersti: Ist nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen denkbar daß Atlantis und Mu (Lemuria) existiert haben?

Tatsächlich ist die Welt jedoch viel fantastischer, als wir glauben wollen.
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!
V233. Kersti: Warum ich die wilden Geschichten über Xenu und Konsorten im Wesentlichen für wahr halte
V70. Kersti: Müßt ihr jetzt glauben, daß ich Jesus kannte?
V71. Kersti: Und wenn das mit Jesus ein Irrtum war?

 
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3. Die "Da war ich nie inkarniert"-Verdrängung

Es kommt natürlich vor, daß ein Mensch sich zwar an einige frühere Leben erinnern kann, aber andere frühere Leben massiv verdrängt. Wenn es dabei um mehr als ein einziges Leben geht, liegt dem das zugrunde, was ich als Grundfluch bezeichne: Eine große Verdrängungen, die entweder für den Betroffenen selbst oder alle Beteiligten eine ganze Epoche versiegelt.
VB193. Kersti: Grundflüche: Kollektive Verdrängung feinstofflich betrachtet

Lange war ich der Ansicht, in der Steinzeit wäre ich noch nicht auf der Erde gewesen. Nachdem ich an gewissen Grundflüchen gearbeit hatte, konnte ich mich nicht nur an Steinzeitleben erinnern, sondern ich konnte mich auch daran erinnern, einmal ein Saurier gewesen zu sein.
VB91. Kersti: Untote entstehen durch Flüche - Wer keine Erinnerungen hat, war oft vor kurzem untot
VB90. Kersti: Stammesgeister und Stammesflüche der Steinzeit und Saurierzeit
Ähnlich habe ich lange gedacht, ich hätte nie etwas mit Ägypten zu tun gehabt. Inzwischen weiß ich, daß ich die Leben aus dieser Zeit aus sehr ähnlichen Gründen verdrängt habe, wie mißbrauchte und mißhandelte Kinder oft ihre fast gesamte Kindheit verdrängt haben. Von genau denselben Leuten kamen sehr grausame und sehr hilfreiche Dinge, so daß ich nicht wußte ob ich sie her hassen oder lieben sollte. Da ich auf diese Menschen - oder genauer gesagt auf die Hilfe ihrer Gruppenseelen angewiesen war, habe ich das negative wie postitive verdrängt, um mit ihnen umgehen zu können, ohne ständig diese unverdauliche Mischung an negativen und positiven Gefühlen im Bewußtsein zu haben.
FF143. Kersti: Ägyptische Priesterleben

 
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4. Moralische Wertungen als Verdrängung

4.1 Die Licht-und-Liebe-Verdrängung

Gerade von Menschen, die in ihrer Kindheit schwer mißhandelt, psychisch fertiggemacht oder sexuell mißbraucht wurden, höre ich oft, daß sie von ihren Eltern erzählt bekommen, sie wären Wunschkinder hätten doch eine glückliche Kindheit gehabt. Ein Beispiel aus der Literatur:
VB167.2.3.b2 Kersti: Die Mutter der mißbrauchten Miß Amerika meint, sie hatte eine glückliche Ehe gehabt
Daß sich Betroffene oft auch selber einbilden, in ihrer Kindheit wäre alles wunderbar gewesen und sich an ihre negativen Erfahrungen gar nicht erinnern, ist bekannt. Wie das zustandekommt beschreibt Autor: Alice Miller in ihren Büchern ausführlich15..

Derselbe Mechanismus taucht auch bei Reinkarnationserinnerungen auf, indem man sich manchmal zunächst nur an die guten Seiten eines Lebens erinnert.

Beispielgeschichte, Kersti:

Jesus: Zuerst erinnerte ich mich nur an das Gute und Schöne

Meine Zeit mit Jesus war eine schwere Zeit. Ich wurde in den zwei Jahren, die wir aus der Bibel kennen, regelmäßig von den verschiedensten Seiten gefoltert. Es war aber auch eine schöne Zeit - Wir durften erleben daß Liebe die Macht hat, selbst in Situationen Schutz zu bieten, von denen kein nüchtern denkender Mensch annehmen könnte, daß auch nur die geringste Überlebenschance bestände.

Am Anfang konnte ich mich ausschließlich an das Positive erinnern. Dann kam eine jahrelange Zeit, in der ich hinter diesen so schön erscheinenden Geschichten immer neue häßliche Erinnerungen entdeckte, die ich mit diversen Tricks vor mir selbst hatte geheimhalten wollen. Hinter jeder Erinnerung steckte eine weitere noch schlimmere. Wann immer ich meinte, etwas fertiggeschrieben zu haben, stellte ich fest, daß ich noch etwas nicht hatte wahrhaben wollen und deshalb die gesamte Geschichte noch einmal umschreiben konnte. Das ging mir nach einer Weile dermaßen auf den Geist und schlug mir so auf die Seele, daß ich erst einmal ein halbes Jahr Pause machte.

In der Phase, in der all die schlimmen Erinnerungen hochkamen, verlor ich die positiven Erfahrungen, die ja auch existiert hatten, völlig aus dem Blick. Ich hatte das Gefühl, alles wäre nur schrecklich. Dieser Eindruck ist aber genauso ein Irrtum wie die vorherige "Alles war wunderbar und heilig!"-Deutung.

Die dritte Phase des Aufarbeitens fördert dann die wahren Geschenke des Lebens zutage: Man begreift nach und nach, an welchen Stellen ein konkretes Leben oder eine konkrete Situation einen weitergebracht hat. Man lernt, was daraus zu lernen ist und findet Lösungen für Probleme, die man bevor man diese Erfahrung gemacht hat nicht hatte lösen können.

Bei komplexen Problemen, die sich aus vielen Einzelthemen zusammensetzen, macht man diesen Ablauf oft für verschiedene Themen einzeln durch, so daß man zwischen positiven und negativen sichtweisen auf ein Leben hin und herschwankt, während man nach und nach alles unbearbeitete bearbeitet. Bei dem Leben zu Jesu Zeit, bin ich mit der dritten phase noch nicht richtig durch, auch wenn mir ein Teil der positiven Ergebnisse durchaus bewußt sind.
KI Kersti: Mein Leben zu Jesu Zeit

Während kein Zweifel bestehen kann, daß Liebe etwas sehr Wichtiges und Wesentliches ist, sollte es uns mißtrauisch machen, wenn wir uns bei irgendeinem Thema einbilden, dort hätte es nur Licht und Liebe gegeben. Das ist gewöhnlich eine Täuschung.

Auch die Behauptung, daß es in der Geistigen Welt nur Licht und Liebe gebe, fällt unter die Kategorie "Licht und Liebe"-Verdrängung. Dort gibt es Licht und Liebe - aber nicht nur! Denn dort sind dieselben Seelen, die auch hier auf der Erde leben und sie haben weitgehend dieselben durchaus menschlichen guten Eigenschaften und Fehler.

 
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4.2 Die "Die Welt ist böse und ungerecht"-Verdrängung

Vielleicht jeder hat schon Menschen erlebt, die die Welt als böse und ungerecht erleben, aber ihre eigenen Fehler gar nicht wahrhaben wollen, obwohl sie diejenigen sind, die sich völlig unmöglich benehmen. Sehr viel unauffälliger ist dieses Muster, wenn das Sozialverhalten im normalen Rahmen liegt und tatsächlich erhebliche Ungerechtigkeiten vorhanden sind.

In jedem Fall ist es aber nicht zielführend, die Ungerechtigkeiten - ob eingebildete oder echte - zu dem Thema zu machen, das im Zentrum der eigenen täglichen Betrachtungen steht. Selbstverständlich gibt es echte Ungerechtigkeiten, doch der Focus sollte auf den eigenen Handlungsmöglichkeiten und nicht auf den Ungerechtigkeiten an sich liegen. Um etwas zu bewirken, muß man die augenblickliche Situation so nehmen, wie sie ist und sich darauf konzentrieren, welche Möglichkeiten man hat, sie möglichst dauerhaft zum Positiven zu verändern.

Während es wichtig ist, diese negativen Erfahrungen bewußt wahrzunehmen und genau zu betrachten, um einen ausreichend differenzierten Ausgangspunkt zu haben, von dem aus man die Suche nach der maßgeschneiderderten Lösung beginnen kann, ist es nicht gesund, wenn man darauf dauerhaft hängenbleibt. Sobald man das Problem betrachtet hat, ist es Zeit, zum nächsten Schritt überzugehen, der Betrachtung der eigenen Zielsetzungen und danach mit der Suche nach der genau maßgeschneiderten Lösung weiterzumachen.

Die meisten Menschen - und nebenbei bemerkt ich auch - rutschen von Zeit zu Zeit in dieses "Die Welt ist böse und ungerecht"-Muster, wenn ihnen etwas begegnet, das sie überfordert. Das ist eine Verdrängung, bei der man seinen eigenen Anteil daran, daß man selbst dieses Problem hat, verdrängt. Während es kaum möglich ist, sich ein absolut problemfreies Leben zu gestalten, treffen wir doch täglich Entscheidungen - und dies meist unbewußt über tief verwurzelte Gewohnheiten - die bewirken daß wir bestimmte Probleme haben und andere nicht.

Tatsächlich ist ein absolut problemfreies Leben nicht einmal wünschenswert. Man fühlt sich hierbei nämlich auf Dauer ziemlich unbefriedigt. Das zumindest erlebte ich, als ich eine Phase hatte, in der ich glaubte, alle meine Probleme gelöst zu haben. Und: Ich will dahin nicht zurück. So wie ich jetzt lebe, ist es viel spannender! Trotzdem bin ich heilfroh, diese Zeit erlebt zu haben, weil sie mir gezeigt hat, was man durch Aufarbeiten erreichen kann und daß ich lieber ein spannendes Leben mit einigem Ärger und Frust lebe, als ein glückliches Leben, bei dem ich mit meinen tieferen Schichten nicht in Kontakt bin.
E19: Kersti: Eine traumhafte Zeit

Im Rahmen des Aufarbeitens von Reinkarnationserinnerungen taucht diese "Die Welt ist böse und ungerecht"-Verdrängung meist dann auf, wenn dir die "Licht und Liebe"-Verdrängung aufgeben und beginnen, uns die Probleme anzusehen. Dabei verlieren wir leicht all das Positive, was es in diesen Leben auch gegeben hat, völlig aus dem Blick und sehen nur noch die negativen Aspekte. Der Grund hierfür ist, daß es schwierig ist, mit dem Gefühlschaos zurechtzukommen, das entsteht, wenn man von denselben Menschen sehr gutes und sehr Schlimmes erfährt. Man möchte nicht zwischen den positiven und negativen Gefühlen innerlich zerrissen werden und sieht sich deshalb zunächst jeweils nur eine Seite an. Daß diese Betrachtung so einseitig ist, bedeutet aber auch, daß man es häufig nachher bereuht, wenn man in dieser Aufarbeitungsphase Rachewünsche umsetzt, weil man später, wenn man zu einer ausgewogeneren Sichtweise kommt, bei der Schlechtes und Gutes gleichermaßen betrachtet werden, weniger drastische Maßnahmen als angemessener und zielführender ansieht.

Wenn man in der Aufarbeitungsphase mit der "Die Welt ist böse und ungerecht"-Verdrängung ist, ist es daher oft sinnvoll, von den Tätern eher Abstand zu halten, bis man die negativen Gefühle so weit aufgearbeitet hat, daß man weiß, was man auf lange Sicht wirklich will.

 
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4.3 Die "Ich bin lieb"-Verdrängung

Die "Ich bin lieb"-Verdrängung gibt es in zwei Varianten.
  1. "Ich bin lieb und alles ist Licht und Liebe"-Verdrängung
  2. "Ich bin lieb und die Welt ist Böse"-Verdrängung

 
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4.3.1 Die "Ich bin lieb und alles ist Licht und Liebe"-Verdrängung

Bei der "Ich bin lieb und alles ist Licht und Liebe"-Verdrängung unterstellt man sich selbst und seinem Umfeld nur Positives und verdrängt sowohl eigene als auch fremde Fehler und Schwächen.

Ein typisches Beispiel dür die "Ich bin lieb und alles ist Licht und Liebe" sind die Vorgänge in vielen Esoterikforen. Hinter jedem Beitrag stehen Herzchen, und der beispielsweise der Satz "mit Licht und Liebe" alle drücken sich freunlich aus und garnieren ihre Emails mich Herzchen und freundlichen Smileys.

 
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4.3.2 Die "Ich bin lieb und die Welt ist Böse"-Verdrängung

4.3.2.1 Wenn man den eigenen Anteil ander Situation verleugnet und deshalb nicht zu einer Lösung kommen kann

Daß hier etwas falsch ist, wird auffällig, sobald ein Mißverständnis oder ein Problem auftritt. Plötzlich giften sich alle an und bekommen ihr zwischenmenschliches Problem nicht gelöst, weil keiner der Beteiligten bei sich selber nachschaut und fragt, was er besser machen könnte, damit die anderen zufrieden sind.

Dies ist keine böse Absicht - alle Beteiligten wollen Licht und Liebe - aber alle Beteiligten verdrängen auch, daß es das nur dann wirklich dauerhaft gibt, wenn man sorgfältig erklärt, was man von anderen aus welchen Gründen braucht und auf Kritik reagiert, indem man schaut, was man für Fehler gemacht hat und was man in Zukunft besser machen kann.

Beispielgeschichte, Kersti:

"Du sollst den Satz gar nicht interpretieren!"

Eine Person in einem Forum kritisierte mich. Leider kann ich die Kritik nicht wiedergeben, weil ich davon so wenig verstanden habe, als hätte sie chinesisch geschrieben und sie deshalb nicht im Gedächtnis behalten habe. Der Satz hatte für meine Begriffe keine Bedeutung, es war nur klar daß sie mir irgendwelche abwertenden Gedanken unterstellte, die es eigentlich so nicht geben kann. Ich wußte weder, in welchen meiner Forenbeiträge der kritisierte Fehler stecken sollte, noch habe ich verstanden, was ich hätte anders machen müssenm, damit sie sich nicht abgewertet fühlt. Ich sagte also, daß ich sie nicht verstanden hatte und bat sie dasselbe noch einmal mit anderen Worten zu sagen. Sie weigerte sich, das stünde doch da. Für meine Begriffe stand da ein Satz, der sich in selbst widerlegte, aber keinen erkennbaren Bezug zu realen Beiträgen von mir außerhalb dieses Satzes hatte. Da ich wissen wollte, was sie mit dem Satz gemeint hatte, ließ ich meine Fantasie spielen, wie der Satz an sich gemeint sein könnte. Nichts von diesen Interpretationen, auf die ich kam, hatte ich wirklich getan, aber man weiß ja nie was Andere für einen Unsinn in Beiträge von mir hineininterpretiert haben könnten, der von mir gar nicht gemeint war. Sie sagte zu jeder dieser Ideen nur, daß sie das nicht gemeint hätte. Schließlich fragte ich verzweifelt:
"Wie soll ich den Satz denn dann interpretieren?" - interpretieren heißt "verstehen".
"Du sollst ihn gar nicht interpretieren!" kam als Antwort.
Aus ihren weiteren Ausführungen kam heraus, daß sie der Ansicht war, sie hätte ein Anrecht darauf, daß ich ihren Satz sofort so zu verstehen habe, wie sie ihn gemeint hat und wenn ich das nicht tue, wäre das eine gegen sie gerichtete Bosheit.

Ausführlicher wird das Beispiel hier behandelt:
VB202.3.3 Kersti: "Du sollst den Satz gar nicht interpretieren!"

Mißverständnisse klären kann man nur, wenn man bereit ist, wenn jemand sagt "Ich verstehe nicht, was du sagen willst!" für möglich zu halten, daß er es wirklich nicht verstanden hat und dann Erklärungen nachzuliefern. Nicht einmal einen Ansatz zur Klärung möglicher Mißverständnisse zu machen, macht einen dauerhaften entspannten Umgang miteinander völlig unmöglich. Daß es tatsächlich Gemeinschaften gibt, in denen es über viele Jahre hinweg harmonisch und liebevoll zugeht, erlebte ich bei meiner Pfadfindergruppe.
V167. Kersti: 17-jährige Gruppenführer verhindern Ausgrenzung wirksamer als Lehrer
Von dem typischen Esoterikforum unterschied sie sich darin, daß die Mitglieder sehr kompetent darin waren, konstruktiv zu kritisieren und Kritik sinnvoll für sich zu nutzen. Das ist generell die zentrale Fähigkeit, die man braucht um einen dauerhaft toleranten Umgang miteinander pflegen zu können.
O2: Kersti: Toleranz als Fähigkeit, OI2.

Wenn man Probleme und Gedanken, die eigentlich nur im eigenen Inneren existieren, als etwas sieht, was draußen existiert, verschiebt man Probleme, die man durch eine einfache Entscheidung, so nicht mehr zu denken oder zu handeln, lösen könnte, in einen Bereich, wo man sie nicht mehr lösen kann. Wer anderen Absichten oder Gedanken unterstellt und sich deshalb verletzt fühlt, kann sein verletzt fühlen ganz leicht beenden, wenn er aufhört an diese Unterstellung zu glauben, die zunächst mal sein eigenes Fantasieprodukt ist. Selbst wenn der andere ausdrücklich sagt, daß diese Unterstellung zutrifft, fühlt man sich nur dann verletzt, wenn man die Absichten oder Gedanken die der andere in seinem Kopf hat, als für das eigenen Selbstwertgefühl relevant betrachtet, statt sich zu sagen, daß der andere so denkt, weil seine Vorerfahrungen, die nichts mit einem selbst zu tun haben, ihn irreführen.

So lange ich mir aber einbilde, daß das Problem im Denken und Handeln des anderen liegt und daß der andere sein denken - das möglicherweise nur in meiner eigenen Fantasie existiert - und sein Handeln - das uns möglicherweise nur verletzt, weil wir etwas in diese Handlungen hineininterpretieren was nicht real existiert - ändern muß, damit ich glücklich bin, ist meine Aufmerksamkeit nicht auf die Dinge gerichtet, die ich ändern kann, nämlich mein eigenes Denken und handeln. Selbst wenn der andere Dinge tut, die für mich ein reales physisches Problem darstellen, kann ich an seinem Verhalten nur etwas ändern, indem ich mein eigenes Verhalten ändere, denn er würde nicht so handeln, wenn mein eigenes Verhalten eine funtionierende Strategie wäre, um ihn davon abzubringen.

Damit man wirklich dauerhaft überwiegend Licht und Liebe erlebt, die Fähigkeit, negative Erfahrungen sinnvoll auszuwerten und zur Verbesserung der eigenen Strategien zu nutzen. Glück fällt nicht einfach vom Himmel und ist auch nicht durch ausschließliches positives Denken oder Bestellungen beim Universum zu erreichen.
VB145.2.2 Kersti: Funktioniert positiv Denken?
VB101. Kersti: Wenn Bestellungen beim Universum plötzlich nicht mehr funktionieren

 
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4.3.2.2 Projektion: Wenn man sein eigenes böses Denken und handeln als außerhalb von sich stehend wahrnimmt

Daß man Teile der eigenen Persönlichkeitsstruktur, die man als Böse bewertet, als nicht zu einem selbst gehörig wahrnimmt, ist Thema folgender Artikel.
VB51. Kersti: Verdrängung - oder warum der Teufel verteufelt wurde
VB104. Kersti: "Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Besessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
VB67. Kersti: Wozu wir unsere verdrängten Anteile brauchen
Dieses Muster ist die Grundstruktur der Dualität.
VB154.1 Kersti: Was ist Dualität?

 
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4.4 Die "Ich bin böse"-Verdrängung

Die "Ich bin böse"-Verdrängung tritt dann auf, wenn man sich nicht auf erträgliche Weise in eine gemeinschaft integrieren kann. Es gibt davon mehrere Varinaten.

In der Arbeit mit mißbrauchten Kindern taucht die "Ich bin böse"-Verdrängung als Locus-of-Control-Shift auf. Hier glaubt das Kind oft, es wäre verdorben und am Mißbrauch Schuld16.. Das hat mehrere Gründe.

Das hat mehrere Gründe.

 
Inhalt

Furchtbare Reinkarnationserinnerungen und ihre Verdrängung

VB71. Kersti: Maßlose Grausamkeit: Leben, die sich nicht mehr wirklich sortieren lassen
VB91. Kersti: Untote entstehen durch Flüche - Wer keine Erinnerungen hat, war oft vor kurzem untot

 
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xxx

VA47. Kersti: Die verdrängte Wahrheit ist immer schlimmer, als die Deckerinnerung hinter der wir sie verstecken
VA82. Kersti: Psychodelische Drogen oder warum man Verdrängung nicht gewaltsam aufheben darf
VA182. Kersti: Ego? - oder warum schlecht aufgearbeitete Erinnerungen immer so groß erscheinen
VA212. Kersti: Alte Seelen sind seelische Krüppel
VA213. Kersti: Ich bin eine Gruppenseele - oder - Der "Es ist echt!"-Schock
VA217. Kersti: Auffinden und zurückholen verschwundener Seelenanteile
VA218. Kersti: Gruppenseelen und multiple Persönlichkeiten
VA234.5.2 Kersti: Aufstieg: Filtermechanismen
VA234.5.3 Kersti: Aufstieg: Verdrängung
VA237. Kersti: Das Dimensionen- verständnis- problem

 
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Quelle

Dieser Artikel beruht auf meinen eigenen Erfahrungen als Therapeutin.
VA248. Kersti: Wie funktioniert Psychotherapie?
Wenn ich therapeutisch arbeiten greife ich oft auf das Wissen meiner feinstofflichen Anteile zurück und integriere geistheilerische Methoden in meine Arbeit.
VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile
VA131. Kersti: Heilung durch Arbeit an den feinstofflichen Körpern

Weitere Quellen waren:


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.