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erste Version vor: 07.06.00
letzte Überarbeitung: 6/06

V54.

Der Idealismus von Umweltschützern wird hemmungslos ausgenutzt

  • Umweltschutzpapier ohne Bleichung und Färbung herzustellen, ist derselbe Produktionsweg wie bei normalem weißen Papier (Fasern werden mit Wasser zu einer Suspension vermischt, mit einem Sieb herausgeschöpft, gepreßt getrocknet und geleimt) nur daß die ersten paar Produktionsschritte weggelassen werden (Bäume fällen, Fasern aus dem Holz herauslösen, bleichen). Das Verfahren ist also logischerweise von Haus aus billiger, dennoch wurde und wird es meist teurer verkauft als weißes Papier.
  • Üblicherweise werden Teelichter heute erst gegossen und dann in die Metalltöpfchen gesetzt, in denen wir sie kaufen. Läßt man das Töpfchen weg, ist das für den Hersteller deshalb billiger und umweltschonender. Dennoch werden die Lichter ohne Töpfchengewöhnlich doppelt so teuer verkauft wie mit. Ausnahme: Schlecker.

Kersti


Antwort auf eine Mail:

... daß die Chlorbleiche mit entsprechenden Abwässern entfällt (bzw. zu dem Umstellen auf Sauerstoffbleiche geführt hat) ist doch schon was !?

Die gibt es aber auch mit weißem Papier.

Außerdem gab's zu Zeiten der UWS-Hochkonjunktur Produktionswege mit geschlossenem Wasserkreislauf - natürlich nicht ganz geschlossen, aber immerhin kein Abwasser und nur 10% des sonst normalen Frischwasserbedarfes.

Ich weiß.

Den höheren Preis lasse ich durchgehen, da (leider) die Nachfrage nach dem grauen Papier ja nur minimal im Vergleich zum weißen war.

Die geringere Nachfrage ist aber nicht nur ein Kostenfaktor - es ist auch ein Faktor, der die Umweltschäden pro Blatt Papier in die Höhe treibt.

Anders ausgedrückt:
Wenn die Nachfrage nach Umweltschutzpapier so gering ist, daß die Kosten für dieses Papier durch diese zu geringe Nachfrage doppelt so hoch sind, wie für weißes Papier, ist anzunehmen, daß in den Bau und Betrieb der zur Umweltschutzpapierherstellung benötigten Anlagen so viele natürliche Ressourcen mehr benötigt werden, als für weißes Papier in den höheren Stückzahlen, daß es den Umweltschutzvorteil wieder aufzehrt, den Umweltschutzpapier bei gleicher Produktionsmenge wie bei weißem Papier hätte. Deshalb sollte man nun, nachdem Umwelschutzpapier sich somweit auf dem Markt etabliert hat, wie das in der heutigen Gesellschaft möglich ist, Umweltschutzpapier dort benutzen, wo es zu denselben oder geringeren Preisen angeboten wird, wie weißes Papier.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.