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erste Version vor: 07.06.00
letzte Überarbeitung: 7/06

V111.

Warum ich "gut" mit "vernünftig" gleichsetzte

Als Kind (unter fnf Jahren) tat ich meist das, wovon ich meiner Meinung nach am meisten haben würde und stellte fest, daß ich genauso handelte, wie es nach Auffassung der Erwachsenen ein "liebes" Kind tun sollte. - das heißt von sehr wenigen, in meinen Augen unbedeutenden, Ausnahmen abgesehen. Das führte mich zu der Vermutung, daß "Gut" und "Vernünftig" eigentlich dasselbe sei. - Nur daß die Erwachsenen das rätselhafterweise nicht begriffen.

Noch viel erstaunlicher erschien mir allerdings, daß die Erwachsenen irgendwo Regeln für sinnvolles Handeln aufgegabelt hatten und sich nicht daran hielten. Heute weiß ich: Es steht in der Bibel. Doch was ein Mensch nie korrekt vorgelebt bekommen hat, kann er auch nicht anwenden. Ich versuchte ihnen zu erklären, warum es sinnvoll war, "lieb" zu sein und bekam daraufhin sinngemäß erzählt, daß mein Idealismus zwar schön und gut sei, man so aber nicht durchs Leben käme. Mir machte das klar, daß sie meine Art zu handeln als eine leichte, liebenswerte Form von Verrücktheit ansahen. Ich war erstaunt.

Doch weitere Beobachtungen meiner Mitmenschen zeigten mir, daß sie Unrecht hatten. Mit ihrer Art miteinander umzugehen, handelten die anderen sich sehr viel Streit ein, ohne dafür auf irgendeinem Gebiet etwas zu erreichen, was ich an ihrer Stelle nicht auch erreicht hätte.

Ich rätselte, wie das möglich war:
"Sind alle anderen verrückt oder bin ich verrückt? ...oder sind sie etwa blind?" Die Möglichkeit, daß sie "blind" sein könnten, schloß ich von vorneheraus aus. Daß sie die Aura nicht sehen könnten war für mich schlicht undenkbar - schließlich hatten sie ja alle zwei Augen, ebensoviele Ohren, eine Nase und sahen auch sonst ganz gesund aus.

Und von dem heute üblichen Wort für meine Fähigkeiten: Aurasehen und Telepathie hatte ich noch nie etwas gehört. - Ich kann Verbindungen zwischen einer Tat ihren Folgen oft direkt "sehen", die ein anderer nicht damit in Zusammenhang bringen würde. Außerdem weiß ich schon lange bevor eine Meinungsverschiedenheit in Streit ausartet, wieviel ich erreichen kann, so daß ich manchen Streit um Dinge, die mir wenig bedeuten, dem anderen jedoch sehr wichtig sind, erst gar nicht anfange. Da ich das alles damals noch nicht wußte, rätselte ich weiter, warum die anderen sich alle so "verrückt" benahmen.

Kersti

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
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V105. Kersti: Das Gute wirkt nach anderen Gesetzen
V108. Kersti: Kritik: Was betreffen mich die Fehler anderer Leute?
V114. Kersti: Ich bin zu stolz, um gegen mein Gewissen zu handeln
V115. Kersti: Fantasy: Was mich an Darkover am Meisten faszinierte
V116. Kersti: Telepatische Spiele
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.