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erste Version zwischen dem 01.05.2000 und dem 07.06.2000
letzte Bearbeitung: 10/2014

V116.

Telepatische Spiele

Bei einem Verwandtenbesuch unterhielten wir - meine Schwester und ich - uns mit einem gleichaltrigem Mädchen:
"Wenn ich mir eine Zahl vorstelle, richtig so, daß ich es selbst sehen kann, dann kann mein Bruder sie empfangen. Es funktioniert, ihr könnt es selbst ausprobieren. "
Wirklich glauben konnte ich das kaum, aber genau deshalb war ich - als neugieriger Mensch - durchaus bereit, das einfach auszuprobieren. Auf ihre Anweisung schlossen wir die Augen und einer versuchte sich eine Zahl vorzustellen, alle anderen versuchten die wirren Linien und Traumbilder zu vertreiben, die man mit geschlossenen Augen meist sieht. Schuf sozusagen einen leeren Bildschirm. Dann konzentrierte er sich auf seinen Partner und versuchte das Bild zu empfangen. Bei diesem Besuch hatte jeder von uns oft die Rolle des Senders und noch wesentlich öfter die des Empfängers. Wir taten es bei diesem Besuch, wann immer wir Zeit fanden: Beispielsweise beim Tretboot fahren oder kurz vorm Einschlafen im Zimmer der Verwandten.

Danach war unsere Neugier geweckt und wir probierten es, nachdem wir wieder nach Hause zurückgekehrt waren, über Jahre hinweg immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen mit unseren Geschwistern (wir waren sechs Kinder) und verschiedenen Freunden aus. Eine Person erwies sich als Störfaktor, da sie unbewußt und unabsichtlich eine solche Unruhe in den Raum sendete, daß ein telepathischer Empfang nicht möglich war.

Es funktionierte nicht immer, nur so ungefähr bei jedem zweiten oder dritten Übertragungsversuch. Immerhin, es gibt schließlich zehn Ziffern. Selbst wenn wir es nur zehnmal versucht hätten, wäre das schon mehr, als man so ohne weiteres dem Zufall zuschreiben kann. Wir haben aber bei mehr als zehn Gelegenheiten jedesmal mindestens zehn Zahlen gesendet. Genaue Zahlen kann ich nicht nennen, da wir nicht Buch führten, aber es waren wohl zwischen 200 und 1000 Einzelversuche.

Die größte Schwierigkeit bestand darin, sich die Zahl deutlich genug vorzustellen, daß man sie überhaupt selbst erkennen kann. Wie oft habe ich verzweifelt versucht, mir eine 8 vorzustellen und stattdessen wanderten nur zwei Kreise über den Bildschirm, die sich schließlich zu einer Null übereinanderlegten? Wenn uns die Übertragung aber gelungen war, konnte mir der Partner - wie wir bei mindestens einer Gelegenheit nachgeprüft haben - nicht nur sagen, welche Zahl es war, sondern er konnte mir im Beispiel der Acht auch sagen, ob ich mir die Acht wie zwei übereinanderliegende Kreise oder mit einer rechtwinklichen Kreuzung in der Mitte vorgestellt hatte. - Bei anderen Zahlen waren dann ebenso die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten unterscheidbar.

Ich rätsele immer noch darüber, wie die Drachenreiter von Pern (Bücher: Die Drachenreiter von Pern, Drachensänger, Der weiße Drache, Autorin: Anne McCaffrey, erschienen beim Heyne Verlag als Fantasy) es fertigbringen sollen, den Drachen ein erkennbares Bild einer Landschaft zu übermitteln, zu der sie sich teleportieren sollen. Mir würde das jedenfalls nie gelingen.

Eine andere Spielerei, die wir öfters machten war, daß wir dem anderen versuchten zu übermitteln, wie er sich bewegen soll. Zuerst versucht man den Körper des anderen so zu fühlen, als wäre es der eigene. Dann versucht man den Arm oder das Bein des anderen genauso zu bewegen, als wäre es das Eigene. Meist ist es sinnvoll, gleichzeitig dieselbe Bewegung wenigstens andeutungsweise auszuführen, um sich darüber klarzuwerden, was man eigentlich anstellt, wenn man sich bewegt. Der Andere bekommt dann ein Gefühl, als müsse er diese Bewegung ausführen. Und tut das dann meist auch. Das war unabhängig davon ob man vorher verabredet hat den Versuch zu machen oder nicht. Der Empfänger muß also nicht wissen, daß wir ihm eine Bewegung zu senden versuchen.

Kersti

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V40. Kersti: Als käme ich von einem anderen Stern
V41. Kersti: Das Gewicht einer Gabe
V67. Kersti: Entdecke Deine früheren Leben
V74. Kersti: Aurensehen als Synästhesie
V75. Kersti: Glaubst du an Heiligenscheine?
V110. Kersti: PSI-Fähigkeiten bereichern
V112. Kersti: Telepatie: Jemand, der mich versteht
V113. Kersti: Aura: Wenn niemand eine Antwort weiß
V115. Kersti: Fantasy: Was mich an Darkover am Meisten faszinierte
V117. Kersti: Wünschelrutengehen
V118. Kersti: Was ist Laran?
V234. Kersti: Fantasy und Wahrheit
V249. Kersti: Ein telepathischer Traum
V264. Kersti: Telepathie ist nichtsprachlich
V265. Kersti: Der Unterschied zwischen Kopfblind und verblendet
V266. Kersti: Wieso mir der Begriff "Kopfblind" gefällt
V267. Kersti: Aurensehen: Wahrnehmung, für die unserer Sprache Worte fehlen
V276. Kersti: Morphogenetische Felder
V286. Kersti: Licht zieht Dunkel an
V288. Kersti: Wie funktionieren magische Symbole
V295. Kersti: Magie ist so natürlich wie atmen

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.