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erste Version zwischen dem 01.05.2000 und dem 07.06.2000
letzte Überarbeitung: 8/2006

V136.

Hamer und Ernährung

Das erste mal, als ich auf dieses Thema stieß, war durch Bruker.

Bei einer Bestellung bei seinem Verlag (emu) bekam ich kostenlos ein Exemplar der Zeitschrift "Der Gesundheitsberater" mitgeschickt. Ich sah mir das Heft an und stieß dort auf eine Stellungnahme zu Hamer.

Und zwar war Bruker offensichtlich mehrfach gebeten worden, Hamer für seine "Neue Medizin" ein Forum zu bieten. Dazu schrieb er einen Artikel mit dem Titel: "Hamer und kein Ende - oder - Warum ich vor Wunderheilern warne". Ganz abgesehen davon, daß die Bezeichnung "Wunderheiler" auf Hamer nun wirklich nicht paßt und daß die Engstirnigkeit eines Anderen keine Rechtfertigung für eigene Engstirnigkeit ist, läßt sich seine Kritik an Hamer im Wesentlichen auf einen berechtigten Satz reduzieren:
Selbst wenn es in jedem Einzelfall auch den zugehörigen Konflikt gibt, heißt das noch lange nicht, daß die Konflikte die einzige oder auch nur die Hauptursache einer Krankheit sind. Es mag ebensogut sein, daß Konflikt UND Krankheit ihre Hauptursache in einer ungesunden Ernährung haben, die den Hormonhaushalt und das am Ende betroffene Organ so aus dem Gleichgewicht bringen, daß der Betroffene sich über irgendeine an sich bedeutungslose Kleinigkeit so sehr aufregt, daß er tagelang nicht schlafen kann.

Hamer schildert oft Fälle, in denen man den Konflikt löste und der Kranke fand innerhalb von kürzester Zeit einen Esatzkonflikt in demselben Organ. Ich führe diese Beispiele darauf zurück, daß die Ursache in dem Fall in einer Überlastung des Organs liegt, die den zugehörigen Gehirnbereich aus dem Gleichbericht bringt, so daß man das unterschwellige Gefühl hat einen Konflikt mit dem zum Organ gehörigen Thema zu haben und dann dieses Gefühl mit dem ersten an sich harmlosen Erlebnis erklärt, daß auch nur ungefähr in diese Richtung paßt.

Hamers Anti-Ernährungs-Haltung ist recht einfach aus seiner Lebensgeschichte zu erklären. Er war ja bevor er die "Neue Medizin" entwickelt hat, ein guter und erfolgreicher schulmedizinisch arbeitendet Arzt. Mit seiner Unterschätzung der Ernährung als Krankheitsursache vertritt er einen typisch schulmedizinischen Standpunkt, der darauf zurückzuführen ist, daß die Bedeutung der Ernährung im Medizinstudium nicht angemessen gelehrt wird.

Seit er die neue Medizin entwickelt hat, interessieren sich - logischerweise - besonders naturheilkundlich ausgerichtete Ärzte und Heilpraktiker für seine Arbeit. Wer sich mit Naturheilkunde beschäftigt und KEINE ungefähr angemessene Vorstellung von der Bedeutung der Ernährung entwickelt, vollbringt damit ein kaum nachvollziehbares Kunststück der Ignoranz, denn jede mir bekannte naturheilkundliche Zeitschrift räumt der Ernährung breiten Raum ein.

Ich denke, daß Hamer immer wieder mal darauf hingewiesen wurde und weiterhin werden wird, wird ihn früher oder später dazu bewegen, seinen Standpunkt infrage zu stellen und ihn vermutlich zu revidieren. Da Hamer sich in seinen Büchern glücklicherweise nicht über Themen (wie Ernährung) ausläßt, von denen er keine Ahnung hat (oder sie bis 1999 nicht hatte) halte ich seine Ernährungsmeinung im Grunde für kein Problem.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.