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erste Version vor: 7.6.00
letzte Überarbeitung: 9/04

V159.

Warum ich nicht hasse

Und wenn die ganze Welt voller Haß Verachtung und Grausamkeit ist - ich liebe! Ich habe meine Klassenkameraden trotz allem, was sie mir immer und immer wieder antaten geliebt. Sie zu hassen, wäre einfacher gewesen. Ihre Verachtung hätte mich nicht so tief verletzt. Aber meinen Haß und Groll hätte ich mit mir herumgetragen, nicht sie. Liebe verbindet uns mit unserem göttlichen Kern, dem Quell aller Lebensfreude, dem höheren Selbst. Haß schneidet uns davon ab. Tatsächlich ist Haß verdrehte Liebe. Meine Aufgabe ist die Arbeit an meinen Schwächen. Für die Fehler Anderer bin ich selbst dann nicht zuständig, wenn sie mir Schaden zufügen. Nur meinen eigenen Anteil kann ich ändern. Das allerdings ist weit mehr, als wir gemeinhin annehmen.

Die Kirche lehrt uns Verantwortung auf Gott abschieben, in der Hoffnung, wir kämen in den Himmel. In Wahrheit schaffen wir uns unseren persönlichen Himmel oder unsere Hölle selbst, denn Unrecht macht unglücklich. Manchmal auch den, dem es angetan wird, aber immer, ohne Ausnahme, den der Unrecht tut. Es gibt viele Menschen, die Unrecht tun und reich sind - doch mir ist noch niemand begegnet, der Unrecht tat und glücklich war! Ich dagegen war selbst in meinem schlimmsten Zeiten, in denen ich keine Hoffnung und kein Vertrauen mehr in Menschen hatte immer noch von einem Frieden, einer Selbstachtung erfüllt, wie ich ihn bei kaum einem anderen Menschen je spüren konnte. (Wie gesagt, ich nehme die Gefühle anderer wahr. Das hat unter anderem zufolge, daß meine Einschätzung anderer Menschen sich in meinem Leben noch nie als falsch erwiesen hat. Unvollständig ist sie dagegen immer, da Teile des Charakters oft tief im Unbewußten verborgen sind.) Jetzt, wo ich die schweren Erfahrungen meiner Schulzeit weitgehend verarbeitet habe, merke ich, wie sehr ich daran gewachsen bin. Es war mir eine Lehre, die Ansichten von Außenseitern immer ernst zu nehmen - Verständnis im eigentlichen Sinne, entsteht, wenn man sich die Mühe macht zuzuhören, immer wieder nachzufragen, bis der andere selber zu seiner eigenen Lösung gefunden hat. Für mich selber habe ich aus dem leidenschaftlichem Versuch, andere zu verstehen, vieles über Menschen und auch über andere Themen gelernt.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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