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letzte Überarbeitung: 7/04

V155. Kersti: Waldschäden durch Radioaktivität?

 

V161.

Waldschäden durch Radioaktivität: GSF 43/85, 1.Studie, Anmerkungen zur Statistischen Auswertung
Autoren voreingenommen?

Anmerkungen zur Literaturstudie "Waldschäden durch Kerntechnische Anlagen?" von Professor Helmut Metzner, Tübingen, September 1985 - zum Bereich Waldschadenserhebung
M. Reuther, L. W. Blank, s. Schulte-Hostede

und

Waldschäden durch Radioaktivität?, Punkt 3.3 - KKW Obrigsheim
Günther Reichelt, Roland Kollert

 

Die Anmerkungen zur statistischen Auswertung enthalten die Aussage, daß Reichelt ernsthafte Verdachtsmomente jedoch keine Beweise liefere.

Dazu ist zu bemerken, daß man unabhängig von der Sorgfalt der Beweisführung, jedem Wissenschaftler berechtigterweise diesen Vorwurf machen könnte. Das liegt einfach daran, daß in der Realität jede Folge mehrere Ursachen hat und daß jedes Weltbild eine grobe Vereinfachung der Realität darstellt.

Andererseits ist dieser Vorwurf im vorliegenden Falle aus eben diesem Grunde unsinnig. Bei Reichelts Vorgehensweise ist sicher, daß zumindest keine der üblicherweise als Verursacher betrachteten Waldschadensursachen für die den AKW's zugeschriebenen Schäden verantwortlich sein kann. Das hat Reichelt nämlich in jedem Einzelfall widerlegt.

Es kommen als Verursacher nur solche alternativen Ursachen in Betracht, die Reichelt nicht in Betracht gezogen hat, da sie in der Wissenschaft üblicherweise nicht in Betracht gezogen werden, wie beispielsweise Elektrosmog, Radar und Wasseradern. Daß er solche Ursachen übersehen könnte, zeigt auch seine Erklärung zu der Schadenskarte in Obrigsheim, daß er die Schadensinseln um Obrigsheim zuerst nicht ausgewertet habe, erst als spätere Untersuchungen den Verdacht nahelegten, daß Kernkraftwerke wesentliche Waldschadensursachen sein könnten, habe er auch diese alte Untersuchung daraufhin betrachtet.

KKW Obrigsheim
Die alte Kartierung liefert sehr magere Ergebnisse, die eine tiefergehende statistische Auswertung nicht erlauben. Das Kernkraftwerk kommt jedoch einzig als Hauptverursacher für eine statistisch signifikant vorhandene Schadinsel in Frage, für die sonst keine Erklärung bekannt ist. Andere Untersuchungen kamen zu ähnlichen Ergebnissen und die amtlichen Befliegungen bestätigten die Kartierung.

Gegendarstellungen stützen sich nicht auf Reichelts Originaluntersuchung, sondern diskutieren einen darauf beruhenden Zeitschriftenartikel bzw. nur etwa 1/10 der Stichproben, so daß sie nicht fundiert sind.

Kersti

 

V162. Kersti: Waldschäden durch Radioaktivität? - Andere Strahlenquellen als KKW

VA48. Kersti: Direkte Zensur - indirekte Zensur - Gedankenzensur
VA49. Kersti: Literaturrecherche nach wissenschaftlich fundierter Literatur
VA55. Kersti: Vor und Nachteile von Atomkraftwerken
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VA122. Kersti: Erkenntnistheorie: Was ist Wahrheit?
VA125. Kersti: Fehlertypen in der Wissenschaft
VA126. Kersti: Forschungsstrategien: Wenn ein Mediziner, ein Physiker und ein Historiker sich mit demselben medizinischen Thema beschäftigen, kommt nicht dasselbe dabei heraus
VA127. Kersti: Um das Wissenschaftliche Weltbild der Fachleute realistischer zu machen, brauchen wir viel mehr auswertende Forschung
VA135. Kersti: Natur und Umwelt
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VB3. Kersti: Das darfst du nicht sagen, du mußt wissen, daß es falsch ist!
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VB31. Kersti: Medizin - Religion oder Wissenschaft?

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.