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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V220.

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Methoden, Karten zu legen

Es geht nicht um die bestimmt zwanzig verschiedenen Tarot-Karten-Decks, die man außer gewöhnlichen Spielkarten auch zum Kartenlegen verwenden könnte. Die meisten davon sind zum Kartenlegen in Ordnung, und im Endeffekt macht es keinen Unterschied, wenn man als Ersatz zum Buch: Gummibärchenorakel greift - außer daß das vielleicht mehr Spaß macht. Es geht auch nicht um die bestimmt hundert Möglichkeiten, die Karten auszulegen. Auch da kann man ganz nach Geschmack und persönlichen Vorlieben vorgehen, ohne daß gravierende Probleme dadurch auftreten. Das Umfeld darf auch sehr unterschiedlich sein - nur ein bißchen Ruhe (nicht gerade mitten in einer Party) und äußere Sicherheit (Es kommt nicht so gut, wenn man die Karten mitten auf einer Straße auslegt) muß schon sein.

Das Einzige aber, wo man einen wirklich gravierenden Fehler machen kann, ist die innere Einstellung zu dem, was man da tut. Es gibt zwei grundsätzlich verschiedenen Methoden, Karten zu legen.

  1. Man kann die Karten auslegen und das Ergebnis für absolute Wahrheit und als Handlungsanweisung betrachten.
  2. oder man kann sie auslegen und sich die Frage stellen: "Warum habe ich mir gerade diese Karten hier hingelegt?" Und nachher - wenn man so die eigenen Gedanken geklärt hat, unabhängig vom Legeergebnis eine Entscheidung treffen.
Kartenlegen trägt eine besondere Faszination in sich. Da mischt man einen Stapel Karten, legt sie aus - und stellt fest, daß das Ergebnis dieses zufälligen Vorganges tatsächlich etwas mit der augenblicklichen Situation, mit einem selbst zu tun hat. Und wenn man das nicht glauben kann, die Karten noch einmal mischt, noch einmal auslegt - dann liegen zwar nicht dieselben Karten dort, aber so ähnliche, daß die Deutung der Gesamtauslage sich praktisch mit dem ersten Versuch deckt.

Und doch ist das Ganze im Wesentlichen nur eine Unterhaltung mit dem eigenen Unbewußten. Mit den eigenen Zweifeln, eigenen Ängsten, mit Informationen die man gesammelt und wieder vergessen hat, mit Dingen die man auf telepatischem Wege erfahren hat, mit den unbewußt abgelaufenen Wahrnehmungen des eigenen Körpers (Wasseradern, PH-Wert des Blutes ...).

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Methoden, Karten zu legen

  1. Die erste ist krankhaft, denn wer die unsortierten Inhalte unseres unbewußten Wissens, die durch Kartenlegen aufgedeckt werden, als Handlungsanweisung betrachtet, macht dich zum Sklaven seiner unbewußten Ängste und Hoffnungen - oder noch schlimmer - er könnte sich unbewußt auf diesem Wege durch jemanden anders lenken lassen. Durch Dämonen (die zu bescheuert sind um etwas wirklich Gutes auf die Beine zu stellen, weil ihnen ein vernünftiger Maßtab - ein Gewissen - fehlt), durch unverkörperte Seelen (die gute oder schlechte Absichten haben könnten, aber weder unfehlbar noch allwissend sind), durch die unbewußten Ängste der Tante von nebenan oder durch irgendjemanden, der bewußt schwarze Magie betreibt. Die absolute Wahrheit findet man durch Kartenlegen jedenfalls nicht heraus. Diese Art des Kartenlegens ist höchst gefährlich. Und suchterzeugend. Haltet euch davon fern.
  2. Stellt man sich beim Deuten der Karten jedesmal die Frage: "Warum habe ich mir gerade diese Karte hier hingelegt?", hat das einen völlig anderen Effekt. Die meisten Inhalte unseres Unbewußten sind uns nur deshalb unbewußt, weil wir es einfach nicht für nötig hielten, uns damit zu beschäftigen. Stellen wir uns bewußt die Frage, worum es sich dabei handelt, wird unser Unbewußtes uns in den meisten Fällen zumindest eine ungefähre Antwort auf diese Frage geben. Damit benutzen wir in diesem Fall das Kartenlegen, um uns diejenigen Inhalte unseres Unbewußten bewußt zu machen, die gerade mit unserem augenblicklichen Problem im Zusammenhang stehen. Erst was man kennt, kann man beherrschen. Wer so Karten legt, lernt sich selbst besser kennen und kann sich deshalb besser auf die eigenen Ziele ausrichten. Gute Antworten kann uns das Kartenlegen nicht geben. Es hilft uns nur, klarere Fragen zu stellen.
    Übrigends enthält diese Art des Kartenlegens auch einen brauchbaren Schutz gegen schwarze Magie, weil dieses Fragen nach den Inhalten unseres Unbewußten uns bewußt macht, wenn irgendetwas komisch ist - nicht so, wie es sein sollte - und wir dadurch Beeinflussungsversuche anderer als "fremd" oder "komisch" erkennen und sie sozusagen als Fremdlinge ausweisen.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.