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erste Version vor: 26.02.2001
letzte Überarbeitung: 3/2007

V222.

Die L. Kin-Schule

Eines Tages fand ich eine Anzeige im Inside Andromeda in der eine Frau Leute suchte, die sich für Esoterik und ähnliche Themen interessieren, und das wissenschaftlich überprüfen wollen. Ich rief dort an und nebenher erwähnte sie bei unserem Gespräch, daß sie von L. Kin ausgebildet worden sei und eine L. Kin-Schule gegründet hätte. Erfreut sagte ich ihr, daß ich das schon lange suchte.

Ich erklärte ihr, daß ich in Option schon eine Methode gefunden hätte, die erstens sehr viel mit L. Kin gemein hätte - und mir zweitens sehr geholfen hätte. Nun wären mir die Ähnlichkeiten zu L. Kin aufgefallen und deshalb wollte ich die Methode überprüfen und eventuell mich zur Auditorin ausbilden lassen.

Ich fuhr also zur L. Kin-Schule und stellte zuerst einmal fest, daß sich mein erster Verdacht vollständig bestätigte: Man konnte sich mit der Frau sehr, sehr gut über Option unterhalten, weil sie durch L. Kin den Option-Dialogen so ähnliche Erfahrungen gemacht hatte, daß sie wußte, wovon ich sprach. - Dabei handelt es sich bei den von L. Kin beschriebenen Herangehendweisen um Rückführungen entweder in Scenen des jetzigen oder eines früheren Lebens. Doch dahinter stand dieselbe Grundhaltung, die ich als Option-Haltung kennengelernt hatte und sie wurde ebenso gründlich gelernt, wie am Option-Institut. Und deshalb machte man mit beiden Methoden dieselben grundlegenden Erfahrungen der Heilung.

Für das eigentliche Auditieren (in der Scientology-Church die übliche Bezeichnung für deren Psycho-Therapie) fuhr ich ein zweites mal hin. Ich hatte beschlossen, es mit einer Unerfahrenen Therapeutin zu machen, da ich von meinen Erfahrungen mit Option wußte, daß ich inzwischen so ausgeglichen war, das Anfängerfehler an der Nützlichkeit der Methode nicht mehr viel ändern könnte. Dadurch mußtte ich nur für die Arbeit der Supervision bezahlen, nicht aber die Übungsstunden der jungen Auditorin.

Ich hielt also zwei Blechbüchsen in der Hand, mit denen ein schwacher Strom durch meinen Körper geleitet wurde und mit einem Widerstandsmesser die Änderungen der elektrischen Widerstandes im Körper gemessen wurde. Den Scientologen ist ein solches Gerät als e-Meter bekannt, andere haben vielleicht eher als Lügendetektor davon gehört. Wir landeten über sexuelle Probleme in einem Leben, in dem ich eine Amazone war. Nach meiner räumlichen Einordnung waren es vermutlich wirklich die Amazonen, die wir aus griechischen Sagen kennen, auch wenn sich mein Bild von ihrer Kultur deutlich von den Überlieferungen über sie unterschied. Danach geriet ich in ein Leben irgendwo weit weg auf einem anderen Planeten des Universums. Alle diese Erfahrungen mußte ich immer wieder und wieder erzählen, mit dem Effekt, daß mir immer mehr häßliche Einzelheiten dazu einfielen. Auch das ist ein Vorgang, der mir schon aus meinen eigenen Experimenten mit Erinnerungen an frühere Leben bekannt war. Zum Schluß gingen wir die Situationen noch einmal aus Sicht der anderen beteiligten Personen durch.

Von dem Augenblick an, wo sie die Sitzung mit der Bemerkung abschloß, daß jetzt meine Nadel des E-Meters schweben würde, war ich drei Tage lang in einer so guten Stimmung - ja ich schwebte diese drei Tage ohne sichtbaren Grund wie auf Wolken - so daß ich nur annehmen kann, daß es wohl an diesen Sitzungen lag. Insbesondere deshalb, weil ich dasselbe Phänomen später noch einmal erlebte, als ich einige der Jesus-Geschichten aufschrieb, die jetzt (22.8.2000) noch nicht im Internet stehen.

Danach fand ich die Methode gut und wollte deshalb an der Ausbildung für Auditoren teilnehmen. Weitere Auditing-Stunden ordnete ich jedoch als unnötig ein, weil sich die dortigen Ergebnisse nicht wesentlich von meiner Arbeit mit mir selbst unterschieden, wenn ich alleine in eigene frühere Leben ging. Interessant waren halt nur die Unterschiede in der Herangehensweise. Doch leider kam bald darauf ein Brief - ich war nämlich so dumm gewesen, ihnen diejenigen Erinnerungen an eigene frühere Leben in die Hand zu geben, die ich aus irgendwelchen Gründen früher schon einmal aufgeschrieben hatte. Sie hatten sich das durchgelesen und schrieben mir einen Brief, daß ich nicht an ihrer Ausbildung teilnehmen dürfe, weil ich schon so weit sei, daß sie mir nicht mehr "helfen" könnten.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich von Anfang an gesagt hatte, daß ich keine "Hilfe" brauchte, sondern die Besonderheiten ihrer Methoden kennenlernen wollte. Und ich bin mir noch sicherer, daß es durchaus Sinn gemacht hätte, mir alles dort EINMAL kurz anzuschauen, um es mit dem vergleichen zu können, was ich schon aus anderen Quellen kannte. Aber das Wissen, daß diese wunderbaren Methoden in einer Sekte entwickelt wurden, die eben diese Methoden verwendete, um andere Menschen an die Sekte zu fesseln, muß furchtbare Ängste in ihr ausgelöst haben. Sie ließ sich nicht umstimmen, weil sie auf keinen Fall die Fehler der Scientology-Church nachmachen wollte.

Die L.Kin-Schule existiert jetzt nicht mehr.

Kersti

VB13. Kersti: 1. Besuch im Frankfurter Zentrum der Scientology-Church
VB16. Kersti: Die Bedeutung der Optionhaltung
VA16. Kersti: Wissenschaft als Sekte
VA17. Kersti: Einzelne Heilmethoden
VA85. Kersti: Scientology: Wie der Eindruck entsteht, Hubbard hätte mehr geleistet als menschenmöglich
VA98. Kersti: Tonskala - Skala der Gefühle
VA103. Kersti: Sektenhetze
VA106. Kersti: Reinkarnation
VA111. Kersti: Lexikon der Scientologischen Begriffe
VA112. Kersti: Geistige Freiheit
VA115. Kersti: Phänomen Scientology
VA116. Kersti: Auditieren - und es funktioniert doch!
VA124. Kersti: Kirchenweltbild und Scientologyweltbild - wie paßt das zusammen?
VA244. Kersti: Die Entwicklung des "typischen Scientologen"
VA245. Kersti: Scientology-Church und schwarze Magie
VA247. Kersti: "Clear World" heißt dasselbe wie "Der Aufstieg der Erde"
VA248. Kersti: Wie funktioniert Reinkarnationstherapie?
VA258. Kersti: Richtigstellung von ein paar Mythen über die Scientology-Church
VA271. Kersti: Gibt es Weltbilder, die an sich gefährlich sind?
VA300. Kersti: Scientology-Church und Christentum
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V17. Kersti: Brief über angemessenen Umgang mit Verleumdungen
V22. Kersti: Sektenstrukturen in der normalen Gesellschaft
V25. Kersti: Sekten, Sucht und Suche
V26. Kersti: Option-Fragen
V27. Kersti: Historischer Sektenbegriff
V60. Kersti: Wie gefährlich sind Sekten?
V61. Kersti: Sektenstrukturen abbauen
V62. Kersti: Wie gehen wir sinnvoll mit Sekten um?
V99. Kersti: 2. Besuch im Frankfurter Zentrum der Scientology-Church
V195. Kersti: Sekteneigenschaften: Die Scientology-Church ist eine Sekte.
V214. Kersti: Wie richtig oder falsch ist das Weltbild der Scientology-Church?
V215. Kersti: Der dunkle Tunnel mit dem Licht am Ende und Scientology
V216. Kersti: Wirklichkeitsebenen und wo findet sich Gott
V223. Kersti: Option - was mir einmal sehr geholfen hat
V231. Kersti: Frühere Leben von mir, thematisch sortiert
V232. Kersti: Der Auditorenkodex
V233. Kersti: Warum ich die wilden Geschichten über Xenu und Konsorten im Wesentlichen für wahr halte
V234. Kersti: Fantasy und Wahrheit
V235. Kersti: Was heißt "clear"?
V244. Kersti: Warum Vertreter von Außenseitermeinungen besser informiert sind, als Vertreter weit verbreiteter Meinungen
V255. Kersti: Einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten...
V257. Kersti: Leben in zwei getrennten Welten
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.