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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V229.

Sind die Bibelcodes mehr als eine nutzlose Zahlenspielerei?

Im Internet gibt es eine ganze Reihe Internetseiten über Bibelcodes. Tatsache ist, daß die meisten dieser Seiten zwar einen heftigen Streit vom Zaun brechen, ob die gefundenen Codes irgendetwas beweisen, doch die Methode, mit der allein sich wirklich etwas beweisen ließe, noch nicht einmal erwähnt wird.

Sicher ist, daß sich wenn man beispielsweise jeden 7. Buchstaben aus einem beliebige Buch von der Länge der Bibel nimmt, jedes beliebige Wort von Zeit zu Zeit auftauchen wird. Sicher ist auch, daß die Trefferquote höher ist, als hätte man ebensoviele Buchstaben mittels eines Würfels ermittelt, der ebensoviele Seiten hat, wie in der verwendeten Sprache Buchstaben im Gebrauch sind. Das liegt daran, daß die Häufigkeit der Buchstaben im verwendeten Text eines echten Buches in etwa der Häufigkeit der Buchstaben in denkbaren Suchbegriffen entspricht. Da wir heute im Deutschen das Y selten verwenden, wird weder ein beliebiger deutschprachiger Text noch werden viele der Suchbegriffe viele Y's enthalten. Die Trefferquote ist also dann am Höchsten, wenn die Suchbegriffe immer derselben Sprache angehören wie der verwendete Text.

Vergleich mit anderen Texten

Wenn man also wissen will, ob die gefundenen Worte und Sätze in der Bibel irgendetwas beweisen, so sollte man einfach einen beliebigen anderen Text derselben Sprache verwenden - den längeren Text auf die Länge des kürzeren kürzen und die Trefferquote bei gleichem Suchverfahren vergleichen. Sind die Unterschiede zwischen beiden Texten erheblich, bleibt immer noch die Frage: Was ist damit bewiesen?

Daß der eine Text mehr Hauptworte (Bibel, Buchstabe, Scud...) und der andere Text mehr kurze Hilfsworte (der, die, das, wir, ihr, sie, und, in, auf) enthält? Daß der eine Text göttlicher ist, als der andere? Daß der Autor auch einen Computer hat und den verwendet hat, um eine geheime Botschaft in den einen Text einzubauen? Daß das Unterbewußtsein der Autoren diese Codes eingebaut hat und bei einem der Beiden gesprächiger ist, als das Unterbewußtsein des Anderen? Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, daß man wesentlich mehr Texte - in derselben und anderen Sprachen, vergleichend auf solche Codes überprüfen muß, um sich sicher zu sein, worauf die Unterschiede beruhen.

Statistik

Ein anderer Weg wäre statistische Berechnungen, die überprüfen, ob die Bibel zu Suchbegriffen erheblich mehr Treffer ergibt als bei der Anzahl und mengenmäßigen Verteilung der Buchstaben statistisch zu erwarten wäre. (Würde man die Buchstaben der Bibel in einer beliebigen anderen Reihenfolge anordnen - ist dann eine höhere, eine niedrigere oder eine Trefferquote in derselben Größenordnung zu erwarten?)

Damit hat sich der Autor folgender Internetseite beschäftigt:
Welt: Bibelcodesite of Randall Ingermanson (engl.)
Er kam zu dem Ergebnis, daß die Trefferquote im Zufallsbereich liegt.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.