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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V234.

Fantasy und Wahrheit

Während ich mich mit meinen früheren Leben und all den seltsamen Phänomenen, die irgendwie damit zusammenhängen befasse, stellte sich in immer neuen Variationen die Frage "Fantasie oder Wahrheit?"

Zunächst lag das daran, daß ich mir zwar ein Buch darüber gekauft, durchgelesen und ausprobiert hatte, wie man sich an frühere Leben erinnert, aber gar nicht an so etwas glaubte. Ich bekam also lauter spannende Geschichten in den Sinn und hoffte zunächst, das wäre alles nur Fantasy.

Der psychologische Anteil

Beispielgeschichte, Kersti:

So viel hatte ich eigentlich nicht über mich verraten wollen...

Über die Darkover-Bücher von Marion Zimmer-Bradley kam ich zu einem Darkover-Fanclub und lernte dadurch einige Menschen kennen, die auch Geschichten schreiben.

Einer dieser Brieffreundinnen schrieb ich, daß ich der Ansicht sei, daß auf dem menschlichen Gebiet Fantasy oft ehrlicher sei als Geschichten, die in der realen Welt spielen, da man immer die Möglichkeit hat, unannehmbare reale Dinge durch Fantasy-Symbole zu ersetzen. Daraufhin antwortete diese:
"... sicher schreibe ich von mir und meinen Belangen, aber es ist doch klar, daß man das nicht unmittelbar, wie es dann in der Geschichte steht, wieder zurückübertragen kann ..." Danach folgte eine so treffende Beschreibung einer jüngeren Kersti, daß ich erst einmal schlucken mußte. So viel hatte ich eigentlich nicht über mich verraten wollen! In meiner Schulzeit habe ich mich krampfhaft bemüht, mir meine Gefühlsmäßigen Reaktionen auf die Ärgereien meiner Klassenkameraden nicht anmerken zu lassen. Diese Haltung beschrieb sie.

Da eigene Geschichten oft so viel vom Denken und Handeln des Autors enthalten, würde ich die Geschichte eines Anderen nie öffentlich kritisieren - immer nur privat in einem Brief. Denn meine Kritiken enthalten immer wieder Vermutungen über die Persönlichkeit des Autors, die mir meist bestätigt werden. Und oft sind es Vermutungen, die der Autor nicht gerne öffentlich diskutieren würde. Jeder Mensch hat seine wunden Punkte und verletzlichen Stellen und gerade die spielen eine große Rolle in Fantasy-Geschichten. Sonst würde derjenige keine Fantasy schreiben, sondern die Realität ungeschminkt wiedergeben.

Der fantastische Anteil

Inzwischen gehe ich noch weiter, was den Zusammenhänge zwischen Realität und Fantasy betrifft. Meiner Ansicht nach sind die fantastischen Elemente in Fantasy und Science-Fiktion normalerweise Erfahrungen aus früheren Leben sehr ähnlich.
Beispiel, Reinkarnationserinnerung, Kersti:

Ein Mensch als Drachenhaustier

So habe ich beispielsweise eine Fantasy-Geschichte zu schreiben angefangen, in der ein Drache meine Hauptperson als Haustier hielt. Trotz des immensen Größenunterschieds und obwohl der Drache die Frau bei der ersten Begegnung lebensgefährlich verletzt hatte, verhält die Frau sich dem Drachen gegenüber wie ein Erwachsener gegenüber einem Kind und lehrt dem Drachen, daß er Menschen als Persönlichkeiten achten muß, obwohl Drachen um ein vielfaches intelligenter sind als Menschen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine so tiefe menschliche Beziehung, daß der Drache auf ihre Forderungen eingeht.

Alle hier aufgezählten Elemente der Geschichte habe ich in einem meiner eigenen früheren Leben wiedergefunden, nur daß ich damals ein Mann war und daß der gesellschaftliche Hintergrund, in dem die Geschichte spielte, ein anderer war.

Tatsächlich habe ich Erinnerungen an meine eigenen früheren Leben als Fantasy abgetan, bis ich einen Teil davon in einem aus der Akascha-Chronik gelesenen Buch wiederfand. Unter Beweise für Reinkarnation habe ich einige verblüffende Belege zusammengetragen, daß Erinnerungen an frühere Leben teilweise nachweislich richtig sind.

Die Argumentation, daß Erinnerungen an frühere Leben sich wie Fantasy ausnehmen und deshalb Fantasy seien, ist logisch. Wenn ich meine von mir erfundenen Fantasy-Geschichten mit meinen eigenen Erinnerungen an frühere Leben von mir vergleiche, ist es kaum zu übersehen, daß beides aus derselben Quelle stammt. Ich argumentiere allerdings umgekehrt: Meiner Ansicht nach beruhen Fantasy-Geschichten weitgehend auf unbewußten Erinnerungen an frühere Leben. Diese Argumentation ist genauso logisch oder unlogisch wie das Umgekehrte.

Kersti


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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