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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V235.

Was heißt "clear"?

Anmerkung: "clear" ist verwandt mit dem Zustand der Ichlosigkeit der Buddhisten.

Was das - wenn man ein sinnvolles Verständnis dieses Begriffs erarbeiten will, bedeutet, will ich an eigenen Erfahrungen erklären:

Beispielgeschichte, Kersti:

Wenn sich die Therapie nicht mehr lohnt

Nach der Schule fuhr ich ins Option-Institut. Danach fuhr ich über ein Jahr lang zu meiner Tante, wo wir zusammen mit einigen Anderen gemeinsam Option-Dialoge machten und es gelang mit mit der Option-Methode nach und nach meine Probleme zu bewältigen. Irgendwann jedoch, lohnte es sich für mich nicht mehr, dorthinzufahren, weil ich jedes Problem, das sich stellte, selbstständig löste, bevor das nächste gemeinsame Option-Wochenende anstand.
Das ist der Augenblick, seit dem ich nach Scientology-Maßstäben als clear anzusehen wäre, weil ich mir von da ab bewußt war, daß ich alles, was an Steueranweisungen in meinem Unterbewußtsein während früherer Erfahrungen abgespeichert wurde, jederzeit selbst ändern kann. Denn die Steueranweisungen in meinem Unterbewußtsein, die ich ändern kann - sind mein "reaktiver Verstand".

Das heißt jedoch nicht, daß dann kein Unsinn mehr in meinem Unterbewußtsein zu finden wäre - nur, daß ich diesen Unsinn selbstständig finden und ändern kann, sobald ich einen Hinweis finde, der eindeutig genug ist, daß ich weiß, welchen Suchauftrag ich meiner "inneren Suchmaschine" erteilen muß.

Clear ist also, wer fähig ist, seine eigenen Verdrängungsmechanismen zu durchschauen und sich an jeglichen Inhalt des eigenen Unbewußten ohne Unterstützung erinnern kann.

Eindeutig falsch sind folgende Behauptungen über den Zustand "clear":

  • "Ein Clear hat keinen reaktiven Verstand"

    Da alle sinnvollen Definitionen des Begriffes "reaktiver Verstand" alle "Standartanweisungen zur automatischen Erledigung häufig auftauchender Aufgaben durch das Unterbewußtsein" - also eine Art "innerer Autopilot" umfassen, ist es überhaupt nicht sinnvoll, den reaktiven Verstand gänzlich abzuschaffen.

    Anders ausgedrückt: Es gibt keine scharfe Grenze zwischen Inhalten des Geistes, die man sich bewußt machen kann und solchen die für das Bewußtsein nicht erreichbar sind, die erreichbarkeit von Wissen für das Bewußtsein ist aber immer unterschiedlich gut, da der Geist immer irgendwie logisch gegliedert ist.

  • "Ein Clear handelt nie unvernünftig"

    Da wir die meisten Aufgaben des Alltags weitgehend dem "inneren Autopiloten" überlassen, wird es immer wieder vorkommen, daß dieser innere Autopilot Aufgaben, die er nicht sinnvoll lösen kann, nicht als solche erkennt und statt unser Bewußtsein zuhilfezurufen, sie nach dem falschen Standartprogramm löst. - Beispiel: So mancher, der nach der Arbeit ausnahmsweise woandershin fahren wollte, bemerkt seinen Fehler erst, wenn er wie gewohnt an der eigenen Haustür aussteigt.

  • "Ein clear ist in allem besser, als jemand, der nicht clear ist"

    Es kann also aus mehreren Gründen möglich sein, daß ein Clear eine Aufgabe schlechter erledigt als ein Mensch, der nicht clear ist:

    • Er hat gute Gründe, die Aufgabe nicht gut erledigen zu wollen, kann es sich aber nicht leisten, direkte Sabotage zu üben. Dann wird die Aufgabe lustloser erledigt und es treten einige Fehler auf. Das wird in der Psychologie als freudsche Fehlleistung bezeichnet: Man sagt oder tut ausversehen das, was absichtlich zu tun man sich nicht leisten könnte.
    • Ihm fehlen die körperlichen Voraussetzungen, die Aufgabe gut erledigen zu können. Zu den körperlichen voraussetzungen zählt auch, ob beispielsweise das Gehirn voll funktionstüchtig ist. (Wenn nicht, hat die darin verkörperte Wesenheit große Schwierigkeiten geistige Inhalte auf die Ebene des sprachlichen Denkens herunterzutransforieren oder in gezielte Handlungen umzusetzen.)
    • Ihm fehlt die nötige Ausbildung (wozu auch Ausbildungen aus früheren Leben zählen - sie kommen aber immer nur in abgeschwächter Form zum Tragen), um die Aufgabe gut erledigen zu können.
  • Nur die Scientology-Church hat die Mittel, um es Menschen zu ermöglichen clear zu gehen.
    Es gibt wer weiß wie viele Gruppierungen die sich von der Church abgespalten haben und dieselben Methoden verwenden. - Wenn auch vielleicht in etwas weiterentwickelter Form. Und es gibt andere, die unabhängig von der Church brauchbare Methoden entwickelt haben. Die Scientology-Church hat aber eines der besten denkbaren Systeme, um zu verhindern, daß ihre wirklich guten Methoden in dem Ausmaß benutzt werden, das nötig wäre, um clear zu werden und darüberhinauszugehen.

Ursache und Kern des Phänomens "clear"

Clear ist ziemlich klar definiert:
Clear ist jeder, der sagt, daß er seine inneren Probleme auch selbst lösen kann und bei dem diese Aussage durch eine Schwebende Nadel auf dem E-Meter (VA111. Definition Sci) bestätigt wird.

Es ist also eine Frage des Selbstvertrauens und keine dessen, wie weit man auf der Brücke gekommen ist. Das heißt Menschen, die anderen Menschen leicht vertrauen und sich selbst weniger vertrauen werden im Verhältnis zu dem, was sie geschafft haben, später clear gehen als die, denen es wie mir schwerfällt anderen zu vertrauen, während sie sich eher auf sich selbst verlassen. Die, die anderen leicht vertrauen können, kommen trotzdem schneller voran, weil sie mehr Hilfe entgegennehmen.

Zu einem Clear gehören prinzipiell zwei Dinge:

Nebenwirkungen des Zustandes clear

Wenn ein Mensch seine bisher verdrängten Erinnerungen und Gedanken aufräumt, entfernt das Störungen in der telepathischen Kommunikation mit der Umwelt. Dadurch macht er immer öfter die Erfahrung daß seine Gebete erhört werden, daß Wünsche einfach so in erfüllung gehen und daß Zufälle ihn im Leben mehr unterstützen als bisher.
VA87.B3 Kersti: Verdopplereffekt
VA52. Kersti: Kann unser Denken den Zufall beeinflussen?
VA120. Kersti: Ein schlechter Tag - oder - warum habe ich mir DAS gebastelt?

Daneben kommt es auch vor, daß man das ein oder andere echte Wunder zu erlebt.
VA87.B2 Kersti: Wetterbestellungen
VA87.B4 Kersti: Die Zeitproduziermaschine

Häufig verstärkt sich auch die Fähigkeit zu feinstofflichen Wahrnehmungen.

Deshalb wurde fälschlicherweise angenommen, solche Erfahrungen wären ein Beweis, daß ein Mensch clear ist - allerdings ist das eindeutig falsch: zwar tauchen solche Erfahrungen gehäuft auf, wenn man sein unbewußtes aufgeräumt hat, aber es gibt auch Geisteskrankheiten, die zu vegleichbaren Erfahrungen führen können - abgesehen davon gibt es keinen festgelegten Zeitpunkt der Entwicklung zu dem solche Fähigkeiten immer auftauchen, sondern es passiert dem ersten früher in der Entwicklung, dem zweiten später und der dritte arbeitet zwar alles auf, was er so an Problemen hat, aber macht trotzdem keine solchen seltsamen und wunderbaren Erfahrungen.

Kersti

VA2. Kersti: Hoffnungslosigkeit und doch nicht aufgeben
VA3. Kersti: Leide ich unter Verfolgungswahn?
VA5. Kersti: Gefährliche Formen der Aufklärung
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VA44. Kersti: Sind Erleuchtete, Eingeweihte, Clears, OTs, Zen-Meister oder Heilige Übermenschen?
VA46. Kersti: Die Wörter: Erleuchteter, Eingeweihter, Clear, OT, Zen-Meister, Heiliger heißen ungefär dasselbe
VA50. Kersti: Denken verboten Schilder...
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VA91. Kersti: Kersti, aus welchem Hut zauberst du die ganzen Sadisten hervor?
VA104. Kersti: Wenn unsere toten Angehörigen von uns Abschied nehmen
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VA111. Kersti: Lexikon der Scientologischen Begriffe
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.