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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V245.

Satire: Drogenübertragung durch den Bildschirm

Vor gut zwei Jahren bin ich in einen Head-Shop in Kassel gegangen und habe einen großen Stapel Bücher gekauft. - Über Pilze, Hanf, Drogen allgemein ... ich hielt das für ungefährlich - ihr wißt ja, Bücher haben keine Zähne und können deshalb nicht beißen. Sie sind also viel ungefährlicher als Hunde!
VA8. Kersti: Wie gefährlich sind Hunde?
Dachte ich immer.

Das rief merkwürdige Reaktionen bei meinen Bekannten hervor... Entsetzen, Angst ich könnte drogensüchtig werden...

Einige Jahre später (2000) meldete ich mich bei de.soc.drogen, einer Newsgroup im Internet an, und diskutierte dort per Email über Drogen. Die Leute dort, waren sich sicher, ich hätte schon oft LSD oder Psyllocybinpilze genommen.
VA230.1.3.b1 Kersti: Wenn einem niemand glauben will, daß man keine Drogen nimmt
Ich konnte einfach zu gut bei ihren LSD- und Pilz-Erfahrungen mitreden.

Jetzt habe ich herausgefunden - es funktioniert wirklich!

Das ist nämlich so...
während der Autor über die Droge schreibt, diffundiert sie durch seinen Geist in die Seiten des Buches und verbindet sich dort chemisch mit der Cellulose. Beim Lesen wird die Droge logolysiert, dadurch löst sich diese Bindung wieder und die Droge wird frei, verdunstet und wird über die Lunge inkorporiert. Über den Blutkeislauf gelangt sie durch die Blut-Hirn-Schranke in die Nervenzellen und löst einen Rausch aus
und schwups - ist man abhängig, negative Drogenkarriere und alles.

Aber - viel schlimmer ist das mit dem Internet.

Das ist nämlich so...
während der Autor über die Droge schreibt, diffundiert sie in das Silizium der Festplatte, induziert dort einen Computervirus, und der repliziert jedes Drogenmolekül TAUSENDFACH. Dann krabbeln diese ganzen bösen Drogenmoleküle durch die Leitung zum Server, jedes Molekül von dieser Computervirusdroge wird erneut jeweils TAUSENDFACH kopiert und dann irgendwann an den Computer des Lesers weitervermittelt und da wird es noch mal vertausendfacht. Dann krabbelt es durch die Leitung in den Bildschirm, wird dort auf photochemischen Wege wieder in die chemische Droge umgewandelt, krümmt sich zusammen und SPRINGT ins Gehirn - Folgen: Drogenrausch und so -

und schwups - ist man abhängig, alles geht den Bach runter, man spritzt sich Hasch und raucht Heroin und diese schrecklichen Abziehbilder erst mal ... ihr wißt ja wie das ist.

HIILFEEEE - wer kann mich von meiner Bücherinduzierten Drogensucht retten???

<!-- ;-))) -->

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.