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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V247.

Was hat Reiki mit Tachionen und Nullpunktenergie zu tun?

Eine Kritik zur Seite V28: Da steht im ersten Absatz: "Technisch wird Reiki als Freie-, oder Tachionenenergie bezeichnet.

Zum esoterischen Energieegriff siehe: VA180. Energie (Eso)

Zumindest meine Quelle für diese Behauptung - und ich glaube das ist DIE Quelle, das in die Welt gesetzt hat - kann ich Dir nennen. Es ist der Amrita-Versand. (So jetzt habe ich die Korrektur zumindest in meine interne Version meiner Internetseite eingefügt.) - Und - meiner Wahrnehmung nach ist das, was an den Geräten dieser Firma abgestrahlt wird, vermutlich tatsächlich dasselbe wie Reiki. - Wenn nicht ist der Unterschied so gering, daß der Unterschied zwischen Reiki-Einweihungen verschiedener Richtungen größer ist.

Bei meiner letzten Internetsuchaktion ist mir das selber aufgefallen - es ging um Freie Energie - wo zumindest ein Teil der Leute ausgebildete Physiker sind, die wissenschaftlich denken gelernt haben. - Und da tauchten drei, vier andere Tachionen-Begriffe auf.

... Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie eine Heilmethode wie Reiki etwas hiermit zu tun haben könnte.

Ich schon. Die Erklärung, die üblicherweise auf die Frage abgegeben wird, was Reiki sei, ist, daß es eine ganz reine, göttliche Energie(VA180. Definition Eso) sei. Dem liegt ein Weltbild zugrunde, das auf dem beruht, was Leute sehen können, die die Aura sehen können.

Da ich die Aura selbst wahrnehmen kann, wäre es nicht sonderlich sinnvoll, wenn ich ihre Existenz bezweifeln würde. Beim "sehen" der Aura, handelt es sich nicht um ein sehen im eigentlichen Sinne - das heißt es ist keine Wahrnehmung der materiellen Sinne. Es scheint sich um einen so ähnlichen Vorgang wie um Synästhesie zu handeln.

Manchmal bezeichne ich die Ebenen der Aura als "Energiefelder" - was allerdings nicht ganz korrekt ist, da in der Physik höchstens die unterste Ebene der Aura noch meßbar sein kann. Alles andere ist mit materiellen Mitteln nicht meßbar.

Die differenzierteste Beschreibung der Aura, die ich kenne, stammt von Barbara Ann Brennan und ist in den Büchern "Licht-Heilung" und "Licht-Arbeit" niedergeschrieben. Die Autorin hat ein Diplom in Athmosphärischer Physik - was wie bei vielen Menschen mit einer wissenschaftlichen Ausbildung auch bei ihr den Effekt hat, daß sie nicht ganz so leichtfertig mit Halbwissen um sich schmeißt, wie das manch anderer tut und daß sie ihre Theorien klarer von ihren Wahrnehmungen unterscheidet, als die meisten wissenschaftlich nicht gebildeten Menschen. Ich nehme die Aura nicht in Form von Bildern war, sondern als Strukturen mit mehr als drei Dimensionen, die verschiedene Informationen sowohl über logische Zusammenhänge als auch über die Wahrnehmungen jedes Sinnes enthalten, die mit dem Thema im Zusammenhang stehen - genauso, wie ich auch denke.

Na ja - das tut hier im Grunde nichts zur Sache.

Das Weltbild, was ich meine besagt jedenfalls, daß es "über" oder "weiter innen" als die materielle Welt, andere "Welten" gibt, die weniger materiell sind. Höhere Welten und innere Welten werden als Synonyme gebraucht, da sie räumlich betrachtet tatsächlich exakt an derselben Stelle liegen, wie ihre jeweiligen Entsprechungen in der materiellen Welt, man aber irgendeinen Begriff braucht, um diese "inneren Welten" zu umschreiben. Daß die geistigen Welten als "höher" betrachtet werden, hängt damit zusammen, daß "höhere" Auraschichten immer ein wenig weiter in den Umgebenden Raum hinausreichen als die jeweils "darunterliegende" Ebene der Aura. Daß die als weiter "innen" betrachtet werden, liegt daran, daß man das Gefühl hat, sich nach "innen" zu wenden, wenn man sich auf höhere Schichten der Aura konzentriert, da man zuvor die Sinneswahrnehmungen der materiellen Welt teilweise aus dem Bewußtsein ausschließen muß, um genug Raum im Bewußtsein zu haben, daß man die Informationen, die in der Aura vorhanden sind, verarbeiten kann.

In jeder dieser Ebenen ist jeder materielle Gegenstand vorhanden - doch umgekehrt ist nicht jeder in den höheren Ebenen vorhandene Gegenstand auch in der materiellen Welt vorhanden. Zuerst scheint diese Behauptung ziemlich unlogisch - wo sollen die ganzen in den höheren Ebenen vorhandenen Gegendstände denn sein, wenn die matierelle Ebene doch schon "voll" ist... Die Lösung des Rätsels ist, daß nur in der materiellen Ebene ein zusammenhängender Raum besteht, wie wir das aus unserem Leben kennen. Auf noch höheren Ebenen wird die Zeit dann nach und nach immer unzusammenhängender - ich kann mich beispielsweise erinnern, zwischen zwei Leben den Gültigkeitsbereich der Zeit verlassen zu haben und (nach meiner inneren Zeitrechnung) nach einem Leben ziemlich am Ende des Bestehens unseres materiellen Universums ein Leben begonnen zu haben, das ziemlich am Anfang der Zeit stattfand.

Reiki ist ist eine Energie, die aus einer Ebene "oberhalb" des Gültigkeitsbereiches der Zeit stammt. Deshalb kann man sie unabhängig von der Lichtgeschwindigkeit an jeden beliebigen Punkt der Raumzeit schicken, den man sich vorstellt. Damit Reiki seine Wirkung entfalten kann, wird es im Körper nach und nach auf immer tiefere Eben hinuntertransformiert. (Die Chakren der Aura dienen genau zu dem Zweck - Energie der höheren Ebenen der Aura den tieferen Ebene der Aura verfügbar zu machen)

Unter freier oder Nullpunktsenergie versteht man die - auch bei 0 Grad Kelvin und totaler Dunkelheit, d.h. Abwesenheit von äußeren Feldern - vorhandene Energie des Vakuums. Sie ist theoretisch herleitbar aus der sog. Heisenbergschen Unschärferelation, die besagt, dass Energie und Zeit kompletentäre Größen sind, die nicht beide zugleich mit beliebiger Genauigkeit meßbar sind. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, dass der Erhaltungssatz von Energie/Materie für extrem kurze Zeiten außer Kraft gesetzt ist: Je kürzer die Zeit, desto größer die Energie, die man quasi aus dem Nichts heraus sich für diese Zeit "borgen" kann. Selbst im sogenannten absoluten Vakuum beim absoluten Nullpunkt der Temperatur entstehen aus diesem Grund permanent Teilchen aller möglichen Art und vergehen nach extrem kurzer Zeit wieder, eine Art feinster Schaum von Energie/Materie, der alles, selbst den Zwischenraum zwischen Atomkern und Elektronenülle durchdringt. Es gibt viele Berichte über Forschungen und Erfindungen, die bestrebt sind, diese Energie nutzbar zu machen. Eine halbwegs gut lesbare Einführung in die Thematik findet man unter http://users.erols.com/iri/ZPENERGY.html

Sehr ähnlich steht es mit den vielzitierten "Tachyonen", die aus mir unerfindlichen Gründen in der Esoterik-Szene und den o.g. Webseiten mit der Nulpunktsenergie gleichgesetzt oder in anderweitige Verbindung gebracht werden, obwohl es sich per Definition zunächst um nichts anderes als Elementarteilchen handelt, die sich schneller als Licht bewegen.

Wenn man nun die oben beschriebene Art, wie Reiki auf die materielle Ebene heruntertransformiert wird, mit technischen Mitteln messen könnte, dann würde der Eindruck entstehen, daß große Mengen dieser Nullpunktenergie dauerhaft "ausgeborgt" würden. - Nicht etwa für begrenzte Zeit. Das also Energie aus dem Nichts heraus entsteht. Von daher macht die Zuordnung von Reiki zur Nullpunktenergie irgendwo Sinn. Hinzu kommt, daß man Reiki an jeden beliebigen Ort aber auch in die Vergangenheit oder die Zukunft schicken kann, einfach indem man sich vorstellt, daß sie in der betreffenden Zeit oder an dem betreffendem Ort wirkt. Das ist eines der Dinge, die jeder Reiki-Praktizierende lernt, wenn er seinen zweiten Grad macht. Von daher ist die Zuordnung zu den Tachionen - überlichtschnellen Teilchen - irgendwo ebenfalls logisch.

Diese Zuordnung ist aber auch eindeutig falsch - denn Reiki ist offensichtlich nicht in dem Sinne "überlichtschnell", sondern diese Energie wird offensichtlich "oberhalb" des Gültigkeitsbereiches der Zeit verschickt, so daß sie unabhängig von der Lichtgeschwindigkeit an jeden Punkt der Raumzeit verschickt werden kann.

Mein Verdacht ist, dass sowohl "freie Energie" als auch "Tachyonen" deswegen gerne benutzt werden, weil sie irgendwie "wissenschaftlich" klingen und so dazu beitragen, irgendwelchem Blödsinn einen Anschein von Seriösität zu geben. Typischerweise wollen einem die Leute irgendwelche "tachyonisierten" Kristalle oder andere Gegenstände verkaufen, die "Lebensenergie" anziehn (siehe etwa http://www.planet-tachyon.com/home.asp), ein offenbar recht lohnenswertes Geschäft.

So ist es. Wobei viele dieser Gegenstände tatsächlich eine gute Ausstrahlung haben - beispielsweise aber auch einige Marienbildchen, die für 50 Pfennig zu haben sind. - Aber - es macht keinen Sinn etwas, zu dessen Verständnis das oben beschriebene Weltbild absolut notwendig ist, innerhalb eines Physikalischen Weltbildes beschreiben zu wollen, das höchstens Randbereiche des beschriebenen Phänomens ansatzweise erahnen kann und zum Verständnis schlicht ungeeignet ist. Es müßte also, wenn man rational argumentieren wollte, so vorgegangen werden, daß man zuerst das Phänomen Reiki innerhalb des obigen esoterische Weltbildes erklärt und dann den Nachsatz bringt, daß die Elementarteilchenphysik Reiki vermutlich als dauerhaft verfügbar gemachte Nullpunktenergie wahrnehmen könnte und die Reiki-Energie als Tachionen einordnen würde.

Es handelt sich hier eindeutig um einen Fall, wo unsere Wissenschaft ihrem Wesen nach nur ungenauer sein kann, als eine - mit ausreichender Ehrlichkeit sich selbst gegenüber betriebene - Esoterik. Also ist es lächerlich in diesem Zusammenhang "wissenschaftlich" als etwas "Fundierteres" zu betrachten, als es Esoterik ist.

Kersti

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Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.